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Intrinsisches Fremdsprachenlernen - ein Leitfaden

Wissenschaftlicher Aufsatz 2000 26 Seiten

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden

Leseprobe

Intrinsisches Fremdsprachenlernen - ein Leitfaden

1. Vorbemerkung

Ich blicke auf nunmehr über ein Jahrzehnt in der Fremdsprachenausbildung erwachsener Lerner Innen zurück und bin dabei durch wahre “Wechselbäder” der Gefühle und Didaktikmodelle gegangen. Ich selbst habe als Schüler eines altsprachlichen Gymnasiums noch den Latein-Unterricht nach der Grammatik-Übersetzungsmethode sowohl erleben dürfen als auch erleben müssen. Bei denjenigen FremdsprachenschülerInnen, die ihrerseits bei mir im Laufe meines Lehrerdaseins DaF, Englisch, Portgugiesisch oder Spanisch gelernt haben bzw. lernen, war und bin ich stets bemüht, eine ihren individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten adäquate Methode zu wählen. Eine solche muss variieren bzw. alterieren, je nachdem, um welche LernerInnengruppe es sich handelt(e), etwa

- um SpätaussiedlerInnen, die sich so rasch wie möglich in ihrer neuen Umgebung zurecht finden und heimisch fühlen sollen/wollen,
- um selbstzahlende ausländische Studenten in Vorbereitung auf die PNdS- bzw. DSH- und mittlerweile TestDaF-Prüfung,
- um angehende ÜbersetzerInnen, die an zwei Abenden in der Woche und an Samstagen neben ihrer Vollzeiterwerbstätigkeit ihre Freizeit opfern,
- um VHS-TeilnehmerInnen, die sich einmal pro Woche in 90 Minuten einen Grundwortschatz für ihren nächsten Urlaub im Zielland aneignen wollen,
- RehabilitandInnen, die im Rahmen ihrer neuen Berufsausbildung - wenn auch ohne Prüfungsrelevanz - nach jahrelanger “Lernabstinenz” eine Fremdsprache lernen müssen, weil der Maßnahmeträger dies den Kostenträgern gegenüber in seinem Ausbildungsangebot festgeschrieben hat,
- um Autisten, die im Rahmen eines EU-Horizon-Projekts ihren Hauptschulabschluss nachholen oder
- aktuell um japanische StudentInnen, die als Wahlpflichtfach neben Englisch eine zweite Fremdsprache belegen müssen.

Natürlich muss die Gewichtung der zu vermittelnden Lerninhalte und die Wahl deren Vermittlungsmethoden individuellen Parametern unterliegen. Der vorliegende “Leitfaden” will aus meinen ebenso individuellen Erfahrungen eine Art Prioritätenkatalog im Umgang mit FremdsprachenlernerInnen geben, um den größtmöglichen Lernerfolg zu erreichen. Meiner Einschätzung zufolge kann ein solcher sich ausschließlich durch einen ausgewogenen Methodenmix aus traditioneller und reformpädagogischer (bspw. Freinet, Freire, Steiner et. al.) Didaktik einstellen.

2. Auswendiglernen

In westeuropäischen Schulen ist das Auswendiglernen - ganz im Gegensatz zu Japan - in den vergangenen 30 Jahren in Verruf gekommen: Es gilt als wenig kreative, mechanische Tätigkeit und als ein Stück altertümliche Pädagogik. Lernten nicht unsere Großmütter und Großväter lange Gedichte auswendig, nur um sie dann im Rahmen von Abfrageaktionen herunterzubeten?

Trotz der heute verbreiteten kritischen Einstellung dem Auswendiglernen gegenüber ist nicht von der Hand zu weisen, dass auswendig gelernte Texte den sichersten, geradezu krisenfesten, geistigen Besitz des Menschen darstellen. Man behält sie mitunter ein Leben lang.

Das Auswendiglernen geeigneter Texte (Musterdialoge; Prosatexte, die einem vielleicht besonders gefallen; Liedtexte; Gedichte) ist eines der probatesten Mittel, im Fremdsprachenerwerb ein Stück voranzukommen. Mit den Texten schafft man sich einen Fundus an kommunikativen Möglichkeiten, ein Reservoir, aus dem man in vielen Situationen schöpfen kann, von der einzelnen Vokabel über ganze Redewendungen und bis hin zu längeren Zitaten. Man kann die Texte bei passender Gelegenheit als Ganzes vortragen oder aber auch nur sich selbst aufsagen, um sich am Klang der gelernten Sprache zu erfreuen.

Trotz der eingangs skizzierten Vorbehalte lernen gute FremdsprachenschülerInnen eine Menge an Texten auswendig, ohne dass es die FremdsprachenlehrerInnen überhaupt merken: als Vorbereitung auf Klassenarbeiten nämlich (Lektionstexte usw.), in der Hoffnung, Teile daraus reproduzieren zu können.

FremdsprachenlernerInnen sollten das Auswendiglernen nutzen als eine Möglichkeit, sich ausgewählte Texte in besonderer Weise zu eigen zu machen, sei es, dass sie diese Texte für besonders mustergültig oder besonders nötig halten, oder aber, dass sie ihnen inhaltlich und klanglich besonders gefallen. Auswendiglernen leistet zugleich einen Beitrag zu allgemeinem Gedächtnistraining und somit zum geistigen Fitbleiben überhaupt.

Auswendiglernen ist eine Lerntechnik, die man - trotz aller Vorbehalte - beim Fremdsprachenlernen nutzen sollte

3. Ängste

Der Erwerb fremder Sprachen, besonders in der Schule, ist nicht selten angstbesetzt: Man hat Angst, ein Wort nicht zu wissen, etwas nicht ausdrücken zu können, Fehler zu machen, ja, überhaupt den Mund aufzumachen. Man hat Angst, zu versagen.

Ängste werden erworben, und man kann sie auch wieder "verlernen". Hierzu kann man selbst einen Beitrag leisten: Man achte darauf, dass man entspannt an neuen Lernstoff herangeht (Entspannungsübungen; oft reicht schon ein mehrfaches tiefes Durchatmen bei geschlossenen Augen), man schaffe eine angenehme Lernumgebung, man vermittle sich das Gefühl, dass man den neuen Lernstoff, wie schwer er auch sein mag, früher oder später beherrschen wird, und man mache sich klar, dass Fehler und teilweises Unvermögen zum Lernprozess gehören wie das Salz in der Suppe.

Angstfreies, entspanntes Fremdsprachenlernen ist stets effektiver als ein Lernen, das von Misstrauen gegen die eigene Leistungsfähigkeit geprägt ist, oder in dem sonstige Ängste eine Rolle spielen.

Wichtig ist es, vorhandenen Ängsten auf die Spur zu kommen, ihre Ursache herauszufinden, um sie dann in kleinen, vorsichtigen Schritten allmählich zu überwinden. Motto: Ich traue mich jetzt mal was; mal sehen, ob's klappt!

4. Fehler

4.1 Keine Angst vor Fehlern!

Fehler werden im Fremdsprachenlernprozess gerne überbewertet. Die Lernenden werten sie als Verstoß, ja als Unvermögen. Dabei ist das Fehlermachen ein ganz selbstverständlicher und auch notwendiger Bestandteil jedes Fremdsprachenlernprozesses.

Dass wir das Fehlermachen so negativ einschätzen und mitunter regelrecht Angst davor haben, hängt mit unserer Kindheit, unserem Elternhaus und unserer Schulzeit zusammen. Dort haben wir gelernt, Fehler immer nur negativ zu sehen. In der Schule werden Fehler gezählt, Schulnoten beruhen auf Fehlerhäufigkeiten; schulischer Alltag bietet wenig Gelegenheit, positiv an den Lernprozess heranzugehen und sich über das zu freuen, was die Lernenden schon können.

Oft ist eine regelrechte Angst vor Fehlern die Folge (s. das Kapitel “Ängste”!). Die Lernenden verstummen. Für das Fremdsprachenlernen im Erwachsenenalter gilt, wie für das Leben überhaupt: Fehler sind dazu da, gemacht zu werden. Ein Fremdsprachenlernen ohne Fehler, häufige Fehler, wäre unnatürlich. Wer beim Sprechen usw. Fehler macht, der zeigt damit nur, dass er/sie sprachlich etwas ausprobiert, dass er/sie Hypothesen bildet über das Funktionieren einer Sprache, die er/sie noch nicht - vollständig - beherrscht. Er/sie tut dies normalerweise vor dem Hintergrund schon vorhandener Einsichten in die zu lernende Sprache.

4.2 Sich auf Fehler einlassen!

Ein Fehler entsteht beispielsweise durch falsche Generalisierung, durch Übertragung einer schon gewonnenen Einsicht auf einen sprachlichen Bereich (Interferenzen), für den sie eben nicht zutrifft, oder durch bewusstes Vereinfachen eines noch nicht hinlänglich durchschauten und eingeübten sprachlichen Systems (Beispiel: Weglassen von Endungen).

Wer beim Fremdsprachenlernen vorankommen will, muss sich ganz bewusst auch auf Fehler einlassen und die Angst vor dem Fehler überwinden. Ein Fehler ist nicht ehrenrührig, jeder macht Fehler, sogar in der Muttersprache. Vergleichsweise gefährlich für den Kommunikationsprozess sind lediglich die so genannten Kulturfehler, und nur fossilisierte Fehler (s. das Kapitel “Fossilierung”!) können den Fremdsprachenlernprozess dauerhaft stören.

FremdsprachenlehrerInnen und FremdsprachenlernerInnen brauchen ein neues, entkrampftes Verhältnis zum Phänomen Fehler, es bedarf mehr “Fehlerfreundlichkeit”!

5. Fossilierung

Von Fossilisierung spricht man, wenn ein sprachliches/kommunikatives Fehlverhalten sich so eingeschliffen hat, dass es im Lernprozess kaum mehr zu beseitigen ist (Beispiel: ein/e LernerIn des Englischen gebraucht stets das Present Perfect anstelle des Simple Past).

Fossilisierungen sind das Ergebnis eines bewussten oder unbewussten Einübens von Fehlern, häufig verursacht durch Interferenzen zwischen Ausgangssprache und Zielsprache. Sie können in jedem Fremdsprachenlernprozess auftreten, und man muss sich vor ihnen hüten. Wenn man sich einer Sache nicht sicher ist (Aussprache, Grammatik, Idiomatik usw.), muss man daher so bald wie möglich nachfragen oder nachschlagen, damit man die Fehlmeinung korrigiert, bevor man sie erneut und dann in der Folgezeit womöglich noch mehrfach reproduziert. Auch wenn Fehler ganz selbstverständlich zum fremdsprachlichen Lernprozess gehören, muss man dort, wo man sie selbst bemerkt, Abhilfe schaffen.

Zeit zum Nachschlagen oder Nachfragen ist stets gut investierte Zeit.

6. Grammatikfehler

Wer in der Schule eine Fremdsprache gelernt hat, der hat es erfahren:

Grammatikfehler sind die schwersten Fehler. Doch die Schule irrt.

Grammatikfehler sind gar nicht so schlimm: Denn das Gegenüber reagiert normalerweise nicht emotional, sondern kognitiv: Fehlerhafte Grammatik -und auch Orthographie - werden vom Gesprächspartner richtig gestellt; die Äußerung wird trotz der vorhandenen Fehler in der Regel verstanden. Unter Umständen wird sie, gewissermaßen kopfnickend, noch einmal in richtiger Form wiederholt, um sicherzustellen, dass der Sinn der Aussage getroffen ist. Aber eine affektive Reaktion erfolgt nicht: Niemand ärgert sich über die vorhandenen Grammatikfehler - außer vielleicht der/die LehrerIn.

Ganz anders verhält es sich mit Kulturfehlern (s. das Kapitel “Kulturfehler”!): Sie sind die Fehler, die man wirklich vermeiden sollte.

7. Hörverstehen

Viele FremdsprachenlernerInnen erleben eine herbe Enttäuschung, wenn sie zum ersten Mal dem Kontakt mit SprecherInnen der gelernten Sprache vor Ort ausgesetzt sind: Sie verstehen nichts, trotz aller vorausgegangenen Lernanstrengungen. Das frustrierende Erlebnis ist in vielen Fällen weniger die Konsequenz unzureichender Vokabel- und Grammatikkenntnisse, als vielmehr die Folge eines mangelnden Trainings im Bereich des Hörverstehens. Viele SprachlehrerInnen und -lehrerInnen gehen nämlich davon aus, dass sich die Fähigkeit des Hörverstehens, gewissermaßen als eine "passive" Fertigkeit, von selbst entwickelt. Dies ist jedoch nicht der Fall. Das Hörverstehen ist ein außerordentlich komplexer, hochaktiver Rezeptionsprozess, der des Trainings und auch der Durchschaubarmachung, der kognitiven Begleitung und Stützung bedarf. Viele SprachlernerInnen sind nach wie vor einseitig auf die Lehrerstimme fixiert, wobei der/die LehrerIn dann womöglich noch überdeutlich und eher langsamer als normal spricht. Kein Wunder, dass diese SprachlernerInnen nichts mehr verstehen, wenn authentische Fremdsprache, schnell gesprochen, womöglich noch mit Dialekteinschlag und Hintergrundgeräuschen, an ihr Ohr dringt. Es ist wichtig, sich frühzeitig und konsequent in die zu lernende Sprache einzuhören, um Frustrationen und Versagensängste zu vermeiden.

8. Immersion

Man kann eine Fremdsprache zu lernen versuchen, indem man sich vor Ort begibt, das heißt aber, in den fremden Sprach- und Kulturraum eintaucht. Dies bezeichnet man als Immersion. Man sitzt, bildhaft gesprochen, im Sprachbad, und dies beflügelt den Lernprozess. Man lernt die Sprache durch den lebendigen Kontakt mit den Menschen, die sie sprechen.

Der Zustand kann, in gewissen Grenzen, auch simuliert werden: indem man sich mit Sprechern der Zielsprache in Klausur begibt und, abgeschirmt von der eigenen Sprache und Kultur, mit ihnen so intensiv wie möglich kommuniziert.

Zuweilen wird Immersionslernen als die Idealform des Fremdsprachenerwerbs gepriesen, doch dies gilt nur mit Einschränkungen:

Im frühen Kindesalter ist der Mensch für imitativ-reaktives Lernen besonders offen; hier ist ein optimaler Lernfortschritt möglich, thematisch bezogen freilich auf die Lebenswelt des Kindes. Anzumerken ist auch, dass Kinder im sprachlichen Bereich genauso schnell vergessen, wie sie lernen.

Für Menschen jenseits der Pubertät ist Immersionslernen als alleinige Lernform nicht sinnvoll. Sie ist auch nicht durchführbar, denn selbst wenn die Vermittlung von Einsichten in die Struktur und die Funktionen des fremden Sprachsystems von Seiten der Lehrkraft vermieden werden (was nicht ratsam ist), wird der/die Lernende versuchen, sich durch Räsonnieren einen Reim auf das zu machen, was ihm da sprachlich begegnet: Der/die Lernende wird sich seine/ihre eigenen Regeln zurechtlegen und sie in seinen Sprech- und Schreibversuchen nutzen.

Der/die Erwachsene lernt effizienter und schneller, wenn sein/ihr Lernprozess durch die Vermittlung von Einsichten in den Lerngegenstand Sprache und in die Mechanismen kommunikativer Abläufe gestützt wird. Lernen ist in hohem Maße immer auch bewusstes Assoziieren des Neuen mit schon Vorhandenem. Der/die Erwachsene, der/die eine Fremdsprache lernt, wird stets versuchen, sein/ihr schon vorhandenes Welt- und Sprachwissen in den Prozess einzubringen. Er/sie vergleicht mehr oder minder bewusst mit seiner/ihrer Muttersprache, mit zuvor erworbenen anderen Fremdsprachen; er/sie bringt seine/ihre Erfahrungen im Bereich kommunikativer Abläufe ein und natürlich auch sein/ihr Wissen von der eigenen und von der Zielsprachenkultur.

Effizientes Immersionslernen setzt im Übrigen voraus, dass zumindest Anfangskenntnisse in der zu lernenden Sprache (oder in einer mit dieser eng verwandten Sprache) vorhanden sind, auf denen aufgebaut werden kann. Ansonsten kann nämlich der Sprachfluss, der an das Ohr dringt, nicht segmentiert, nicht in Sinneinheiten gegliedert werden: Der/die Lernende findet dann aber den Zugang zur Sprache nicht. Wenn im Deutschen der idiomatische Ausdruck "Ich verstehe nur Bahnhof" besagt, dass man kaum etwas versteht, so gilt für eine/n Lernende/n, der/die ohne jeden Schlüssel zur gewünschten Sprache sich dem Immersionslernen aussetzt: Er versteht noch nicht einmal Bahnhof.

Fazit: Wer in ein Zielland reist, um vor Ort und im täglichen Umgang die Sprache zu erlernen, der sollte ein gewisses Maß an Vorkenntnissen mitbringen, die auch grammatisch reflektiert sein müssen. Und er/sie sollte zumindest eine Lernergrammatik und ein Lernerwörterbuch mitführen, um sich selbst helfen zu können, wenn er/sie sprachliche Einsichten braucht, die seinen/ihren Prozess verkürzen.

9. Kulturfehler

9.1 Emotionale Reaktionen

Im Unterschied zum Grammatik- oder Orthographiefehler, der gar nicht so "schwerwiegend" ist, wie in der Schule früher immer behauptet wurde, ist der Kulturfehler nun wirklich ein "schwerer" Fehler. Dafür aber wird er in der Schule kaum beachtet: Was den Kulturfehler gefährlich macht, ist die Tatsache, dass das Gegenüber affektiv reagiert, das heißt, mit seinen Gefühlen.

Wer in einer englischen Pub sein Bier mit den Worten bestellt "I get a beer" (deutsch: "Ich krieg' ein Bier"), der wird in den Augen aller ZuhörerInnen unweigerlich zum "nasty German"; er wird zur Verkörperung all dessen, was am Deutschen negativ ist, und eine rüde Antwort von Seiten des Barkeeper ("You're not getting anything at all tonight") würde vermutlich auf befreiendes

Lachen von Seiten der anwesenden Briten treffen.

Kulturfehler sind Verstöße gegen kulturelle Normen, soziale Konventionen des Gastlandes, und sie wecken mitunter auch alle nur erdenklichen negativen Assoziationen.

9.2 Vermeidung von Kulturfehlern

Insofern wird ein Aussprachefehler (Beispiel: “s”-Laut anstelle des englischen “th”) sehr viel leichter zum Kulturfehler als beispielsweise ein Grammatikfehler: Der Klang des Englischen wird deutsch verzerrt und damit in den Ohren der meisten Briten übel entstellt: Eine Standard-Assoziation in diesem Fall ist das Englisch der NS-Schergen in englischen und amerikanischen Kriegsfilmen. Damit aber gerät der Deutsche, der den Fehler macht, assoziativ in die Nachbarschaft des hässlichen Deutschen schlechthin.

Ein Gefühl für kulturelle Fettnäpfe zu entwickeln, ist Bestandteil jedes sinnvollen Fremdsprachenerwerbs. Dennoch tappt man als AusländerIn unweigerlich ab und zu in solche Fallen, und um da wieder herauszukommen, benötigt man dann Reparaturtechniken.

Die einzige Möglichkeit, die Zahl der Kulturfehler gering zu halten, besteht in einer konsequenten Einbeziehung der Kultur (bzw. der Kulturen) der erlernten Sprache in den Spracherwerbsprozess. Fremdsprachenlernen ohne Kulturlernen ist nicht sinnvoll.

10. Kulturlernen

10.1 Kommunikative Kompetenz

In früheren Zeiten hat man den Fremdsprachenerwerb einseitig gesehen als Erwerb bloßer sprachsystematischer und daraus abgeleiteter sprachpraktischer Kenntnisse. Die kulturelle Komponente des Fremdsprachenerwerbs blieb auf der Strecke.

Zielsetzung eines Fremdsprachenunterrichts und Fremdsprachenlernens heute ist der Erwerb kommunikativer Kompetenz. Sprachkompetenz allein genügt nicht mehr, eine Sprachhandlungskompetenz kommt hinzu, die auch eine ausgeprägte kulturelle Komponente umfasst. Alles Fremdsprachenlernen heute muss von einem Kulturlernen, bezogen auf den Sprachraum der gelernten Sprache, begleitet sein.

10.2 Normen und Konventionen

In der Region, in der die erlernte Sprache gesprochen und geschrieben wird, herrschen andere kulturelle Normen, soziale Konventionen, Wertvorstellungen. Die Gesellschaft vor Ort hat, selbst wenn es sich um eine westlich demokratische Ordnung handelt, andere Strukturen. Fehleinschätzungen sind an der Tagesordnung: Was ähnlich und vergleichbar erscheint, ist es bei genauerem Hinsehen nicht. Eine nur im klassischen Sinne sprachsystematisch ausgebildete Kompetenz führt unweigerlich zu Missverständnissen und zu Kulturfehlern.

Auch wenn die Gleichung "Haus = house = casa = maison = uchi" auf den ersten Blick zu stimmen scheint, ist doch ein englisches oder amerikanisches, spanisches oder portguiesisches, französisches oder gar japanisches Haus, ganz egal, um welchen Haustyp es sich dabei handelt, etwas ganz anderes als ein deutsches Haus. Der lexikalischen Äquivalenz entspricht keine kulturelle. Daraus folgt, dass der Erwerb von kulturellem Wissen, Problembewusstsein, ja von kulturell adäquaten Handlungsstrategien nicht erst im Anschluss an den Fremdsprachenerwerb erfolgen kann, sondern dass er stets parallel geführt werden muss. Das aber bedeutet natürlich, dass der/die Lernende für die Alltagskultur der gelernten Sprache, für die vielen Facetten des ganz normalen alltäglichen Lebens vor Ort, aufgeschlossen sein muss. Fremdsprachenlernen ist fehlgeleitet, wenn nicht zugleich die kulturelle Neugier geweckt wird. Der Fremdsprachenerwerb ist dann wenig effizient.

11. Handlungskompetenz

Frühere Zeiten sahen als Ziel des Fremdsprachenlernens den Erwerb von Sprachkompetenz: Wer grammatisch richtige ganze Sätze formulieren konnte, der hatte dieses Ziel erreicht. Nun begegnet man sich im Alltag normalerweise aber nicht in wohlgeformten ganzen Sätzen, und Sprache ist nie losgelöst von Mimik und Gestik, von sprachbegleitendem Handeln: Sprache begleitet und erklärt die parallel verlaufenden nichtsprachlichen Handlungsweisen und diese Handlungsweisen ihrerseits begleiten und erklären die parallel dazu verwandte Sprache. Sprechen und Handeln sind untrennbar miteinander verbunden.

Aus diesem Grunde sollte heute der Erwerb von sprachlicher Handlungskompetenz als Ziel allen Fremdsprachenlernens gelten. Man lernt die Sprache, um in bestimmten Bereichen agieren zu können. Das Konzept ist wesentlich weiter als das des Erwerbs bloßer Sprachkompetenz, und es legt für den Lernenden andere Schwerpunktsetzungen nahe:

mit dem "eigentlichen" Spracherwerb einhergehen muss der Erwerb einer - auch kulturadäquaten - Mimik und Gestik sowie der Erwerb von Präsentationstechniken.

Gesprächsabläufe oder, wie es im Fachjargon treffender heißt, kommunikative Handlungsspiele, haben auch jenseits der gängigen Mimik und Gestik ihre Spielregeln, die im Übrigen auch noch kulturell geprägt sind. Man spricht in diesem Zusammenhang von Körpersprache: Wie viel Abstand halte ich von meinem Gegenüber, gerade auch in einem angeregten, vielleicht vertrauten Gespräch? Die Normen in diesem Bereich sind beispielsweise in den angelsächsischen und in den romanischen Kulturen - ganz zu schweigen von denen in Ostasien - extrem verschieden. Welche Stellen des Körpers dürfen in welchen normalen Situationen berührt werden? Darf es Augenkontakt geben und wie intensiv darf er sein? - usw. Entsprechende Verhaltensweisen müssen erworben und geübt werden.

Desgleichen müssen kommunikative Techniken erworben werden: Wie knüpfe ich ein Gespräch an? Wie halte ich den Gesprächsfaden, vielleicht trotz emotionaler Klippen, aufrecht? Wie schließe ich ein Gespräch ab, ohne verletzend zu wirken? Wie lenke ich, ohne zu brüskieren, auf ein anderes Thema über? Wie zeige ich meinem/-r GesprächspartnerIn, dass ich bereit bin, ihm/ihr argumentativ und/oder emotional entgegenzukommen? - usw.

Der Fremdsprachenerwerb insgesamt muss mehr also bisher thematisch strukturiert werden: In bestimmten, möglichst lebensnahen Situationen werden modellhaft solche Themen versprachlicht, die in diesen Situationen möglichst plausibel sind.

Die möglichen Intentionen, die die Teilnehmer an kommunikativen Handlungsspielen haben (das also, was sie gewissermaßen sprachlich im Schilde führen), muss einen Schwerpunkt des Sprachlernprozesses bilden: Wie verhalte ich mich sprachlich höflich? Wie äußere ich Zustimmung, ohne überschwänglich zu wirken? Wie äußere ich Kritik, ohne verletzend zu sein? Wie drücke ich - der Zielsprachenkultur adäquat - emotionale Nähe/Distanz aus? - usw.

Da Sprache stets wortgewordene Kultur ist, muss der Erwerb von alltagskulturellen Hintergrundkenntnissen von Anfang an ein integraler Bestandteil des Fremdsprachenlernens sein. Nur so wird langfristig die Möglichkeit erworben, Äußerungen des Gegenübers nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell zu entschlüsseln; die vielen Missverständnisse, die auf mangelnde Einsicht in die andersartige kulturelle Einbindung des sprachlichen Gegenübers zurückgehen, werden vermieden.

Angesichts der Komplexität kommunikativer Abläufe gerät der/die SprecherIn einer Fremdsprache stets in die Gefahr, in kulturelle und sonstige Fettnäpfe zu treten. In vielen Fällen merkt man das auch, und man möchte dem Gegenüber signalisieren, dass man dies bedauert und wieder aus dem Fettnapf heraus will. Nur: Wie sagt man das, zumal, wenn die Situation doch ohnehin so peinlich ist. In diesem Zusammenhang müssen sprachliche Reparaturtechniken (s. das Kapitel “Reparaturtechniken”!) vermittelt werden. Auch dies ist im traditionellen Fremdsprachenunterricht bislang viel zu wenig geschehen.

Generell gilt, dass die Sprache der Affekte und Emotionen im bisherigen, und zumal im schulischen Fremdsprachenunterricht viel zu kurz gekommen ist. Auch das Thema Höflichkeit in der Fremdsprache gehört im Grunde in diesen Bereich. Klassische Inhalte des Fremdsprachenlernens, besonders die allumfassende grammatische Korrektheit, aber auch die orthographische Fehlerfreiheit, treten gegenüber den neuen Schwerpunktsetzungen zurück. Denn ein Gesprächsablauf, ein kommunikatives Handlungsspiel, misslingen normalerweise nicht aufgrund des ein oder anderen grammatischen oder orthographischen Fehlers. Wenn sie misslingen, dann hat das ganz andere Gründe, von denen einige oben genannt sind.

12. Motivation

Lernen ohne Motivation ist unmöglich. Motivation ist eine Bedürfnisspannung, ein inneres Angetriebensein, etwas zu tun. Verrichtet man die gewünschte Tätigkeit mit Erfolg, so sinkt die Bedürfnisspannung ab und weicht einem Zustand des inneren Befriedigtseins. Ist das handelnde Subjekt langfristig motiviert, so baut sich die Motivation nach mehr oder minder kurzer Zeit erneut auf.

Der/die FremdsprachenlernerIn tut gut daran, sich über die Motive klar zu werden, die seinen/ihren Lernprozess steuern: Warum will ich die fremde Sprache lernen? Tue ich es aus privaten oder persönlichen Gründen? Spielt ein/e PartnerIn eine Rolle oder ist es die subjektiv empfundene Klangschönheit der Sprache, die mich beflügelt? Interessieren mich die Zielsprachenländer, deren Geographie, Geschichte, Kultur? Dies alles sind unterschiedliche Motive, und die Liste ist nicht vollständig.

Die Motivationsforscher haben unterschiedliche Kategorisierungen geliefert, und unterschiedliche Epochen haben über unterschiedliche Motivationen unterschiedlich gedacht.

Wichtig für den/die FremdsprachenlernerIn, zumal den/die erwachsene/n, ist zunächst einmal, dass er/sie bereit ist, seine/ihre Sprachlernprozesse ganz bewusst selbst zu steuern. Fremdsteuerung - extrinsisches Lernen - (Motto: Ich lerne, weil etwa mein Arbeitgeber mich dazu “zwingt”) ist von Übel. Die Selbststeuerung - intrinsisches Lernen - ist umso einfacher, je deutlicher, strukturierter und realistischer das individuelle Lernkonzept ist. Man lege sich also vorab ein auf die eigenen Bedürfnisse und Möglichkeiten zugeschnittenes Lernkonzept zurecht, und man berate sich in diesem Zusammenhang, soweit möglich und erforderlich, mit seinem/seiner LehrerIn.

Wie oben schon gesagt: Gerade für den Erwerb einer Fremdsprache ist eine langfristige Motivation, die mitunter über mehrere Jahre wirksam bleiben muss, von Nöten. Eine langfristige Motivation ist nur erreichbar, wenn der Sprachlernwunsch in der Ausgangslage entsprechend ausgeprägt ist und nicht in Mitleidenschaft gezogen werden kann durch kurzfristiges Umdisponieren.

Als SprachlernerIn muss man sich daher rechtzeitig prüfen, wie lange der vorhandene Sprachlernwunsch innerhalb der Aufgaben und Möglichkeiten des persönlichen Alltags seine hohe Priorität behalten wird. Hier muss man ehrlich und realistisch mit sich selbst umgehen, sonst begibt man sich auf ein Gleis, das irgendwann zum Abstellgleis wird, und die bis dahin geleistete Arbeit ist mehr oder minder umsonst.

Eine langfristige Motivation - "Makro-Motivation" - ist leichter aufrecht zu erhalten, wenn nach dem Baukastensystem verfährt und sinnvolle Zwischenziele setzt (Motto: Bis wann will ich was erreichen?). Dabei ist es wichtig, nicht von vorneherein darüber nachzudenken, was ist, wenn man ein entsprechendes Zwischenziel nicht zur gewünschten Zeit erreicht: Rückzugspositionen kann man später aufbauen, zunächst einmal ist es wichtig, voranzukommen.

Empirische Untersuchungen haben ergeben, dass SprachlernerInnen, die in möglichst umfassender Weise auch an der Zielsprachenkultur und ihren Menschen interessiert sind, bessere Lernergebnisse haben als solche Lernende, die die Zielsprache lediglich als Vehikel, als Sprosse auf der Karriereleiter, vielleicht sogar als notwendiges Übel betrachten. Im ersteren Falle spricht man von integrativer Motivation, im letzteren von instrumenteller. Man vergleiche hierzu auch das Stichwort “Empathie”.

Für den/die SprachlernerIn ist es daher wichtig, ein möglichst intensives Interesse auch an der Kultur oder den Kulturen, die die Zielsprache verkörpert, zu entwickeln. Dies kann auf sehr individuellen Wegen geschehen: indem bestimmte Hobbys (beispielsweise über entsprechende Sachbücher) auf den Zielsprachenraum ausgedehnt werden, oder aber indem man sich für bestimmte geographische Gegebenheiten (Städte, Regionen) oder gewisse historische Entwicklungen (die Französische Revolution, den Amerikanischen Bürgerkrieg, die Meiji-Epoche in Japan usw.) zu interessieren beginnt, oder auch indem man schlichtweg die Darstellungen des jeweiligen Zielsprachenlandes in Presse, Funk und Fernsehen oder zunehmend per Internet verfolgt. Sprachlernen erfordert ohnehin ein flankierendes Kulturlernen, da eine adäquate Handlungskompetenz (s. das Kapitel “Handlungskompetenz”!) ansonsten nicht entsteht.

12.1 Integrative Motivation

Wie bereits gesagt: Kein Fremdsprachenlernen ohne Motivation! Motivationen steuern und optimieren den Lernprozess in einzigartiger Weise. Je klarer sie hervortreten, je umfassender, aber auch je präziser sie angelegt sind, umso günstiger für den Lernprozess.

Eine integrative Motivation, die den Fremdsprachenerwerbsprozess nicht nur als Mittel zu irgendeinem Zweck und Sprache nicht nur als billiges Werkzeug betrachtet, sondern ein umfassendes Interesse für Kultur und Geschichte des Sprachraumes mit umschließt, verbunden mit dem Wunsch, sich in diesem Raum auch "einzuleben", ist am günstigsten. Sie gewährleistet auch, dass sich der/die Lernende in seinen/ihren Lernprozessen selbst steuert - “intrinsische Motivation”, was für den Lernerfolg von besonderer Wichtigkeit ist.

12.2 Nachlassen der Motivation

Natürlich ist die Motivation am Anfang des Fremdsprachenerwerbs am größten: Man ist in besonderem Maße neugierig auf die neue Sprache, und die ersten Lernstadien sind meist noch nicht so schwierig. Schon nach kurzer Zeit beherrscht man eine Reihe von Floskeln, darüber hinaus kann man sich erste eigene Aussagen und Fragen (durch Kombination sprachlicher Bauteile) selbst zusammenbauen. Später lässt die Motivation - fast zwangsläufig - nach: der Glanz des Neuen ist dahin, Frustrationserlebnisse sind eingetreten, vor einem liegt noch eine lange Durststrecke. Da vergeht einem die Lust.

12.3 Was tut man dagegen?

Was tun? Man kann gegensteuern, zum einen gewissermaßen über den Verstand: Man sagt sich: Ein solches Motivationstief kommt eben nach einiger Zeit, das ist ganz natürlich, ich muss da durch, und ich gebe nicht nach! Später bin ich froh, wenn ich durchgehalten habe! In der Tat ist es in dieser Situation wichtig, den Lernprozess weiterhin selbst zu steuern. Dazu muss man den Willen haben. Darüber hinaus hilft ein bewusst positives Herangehen an den bisherigen Lernprozess: Was kann ich schon? Was habe ich dazugelernt? Wieviel Freude habe ich an meinen ersten Schritten in der Fremdsprache gehabt? Wie weit komme ich schon mit der Sprache klar? Ist es da nicht wert, weiterzumachen? Und, in die Zukunft gewandt: Wovor habe ich eigentlich Angst beim Weitermachen? Vor der Anstrengung? Davor, dass ich Fehler mache? Davor, dass ich die Sprache doch nie richtig lerne?

Zum letzten Punkt ist zu sagen: Niemand lernt eine Fremdsprache jemals vollständig. Der Glaube an "perfektes Sprachkönnen" ist ein Irrglaube. Und Fehler sind dazu da, gemacht zu werden. Sich in einer Fremdsprache "mit Händen und Füßen" höchst fehlerhaft verständigen zu können, ist haushoch besser, als stumm dazustehen. Jede Lernersprache ist unvollständig und fehlerhaft. Das macht nichts. Und auf die - in der Schule überbewertete - Schreibfertigkeit kommt es im Regelfall zunächst einmal überhaupt nicht an.

13. Empathie

Der Begriff bezeichnet die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen und dessen Lebensumwelt hineinzuversetzen. Diese Fähigkeit spielt beim Fremdsprachenlernen eine große Rolle. Denn Sprachen sind geprägt durch die Kulturen, das heißt aber: die kollektiven Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart der Menschen, die sie sprechen. Zugleich ist jede/r SprecherIn einer fremden Sprache, jede/r potenzielle DialogpartnerIn, kulturell auf eine andere Weise geprägt als man selbst. Dieses Faktum kann die Kommunikation mit dem/der fremden PartnerIn bereichern, es birgt aber auch die stete Gefahr mehr oder minder tiefgreifender Missverständnisse, zum Beispiel dann, wenn kulturell bedingte Andersartigkeit nicht als solche erkannt und gewürdigt wird, man also kulturell aneinander vorbei redet.

Das Vorhandensein von Empathie führt zu einer Sprachlernmotivation, die nicht auf die Sprache als quasi mechanisches System der Verständigung gerichtet ist, sondern die Menschen, die diese Sprache sprechen, in ihrer kulturellen Einbettung einbezieht. Von Bedeutung ist in diesem Zusammenhang eine kulturelle Neugierde, die zum Erwerb eines zusätzlichen Weltwissens führt, das dann den eigentlichen Sprachlernprozess zu stützen vermag. Man bezeichnet die hier beschriebene Motivation als integrative Motivation, im Unterschied zu einer bloßen instrumentellen Motivation, die in der zu erwerbenden Sprache auf sehr oberflächliche Weise nichts weiter als ein bloßes Instrument der Verständigung, ein Vehikel, sieht.

Wer eine fremde Sprache lernen möchte, sollte sein Interesse ganz bewusst auch auf die Kulturen der SprecherInnen der jeweiligen Sprache richten. Wer also beispielsweise Italienisch zu lernen wünscht, der muss sich für Italien, seine Geographie und Geschichte, aber auch seine gegenwärtige Alltagskultur interessieren. Das kann mit dem Anschauen von Bildbänden beginnen und mit dem Abonnement einer Zeitschrift aus dem Zielsprachenraum, der Lektüre literarischer Texte (gegebenenfalls auch in Übersetzung) oder aber mit touristischen Aufenthalten vor Ort enden. Generell gilt: Wer für die Menschen, die eine Sprache sprechen, nichts übrig hat, der tut sich sehr schwer, diese Sprache auch nur halbwegs zufriedenstellend zu lernen. Nicht umsonst ist der/die FreundIn aus dem anderen Sprachraum eine ideale - wenn auch in vielen Fällen leider keine hinreichende - Voraussetzung für effektiven Spracherwerb.

14. Reparaturtechniken

14.1 Das Problem

Hierunter versteht man Techniken, die kommunikative Störungen, besonders in mündlicher Kommunikation, beseitigen helfen. Die Störungen können dadurch entstehen, dass das Gegenüber die bei einem selbst vorhandenen Sprachkenntnisse falsch - oder gar nicht - einschätzt und beispielsweise zu schnell, zu unverständlich oder auch zu wortreich kommuniziert. Die Störungen können natürlich auch dadurch gegeben sein, dass man selber noch nicht über eine adäquate kommunikative Kompetenz in der benutzten Sprache verfügt. Und schließlich können die Störungen bedingt sein durch kulturelle Missverständnisse und Kulturfehler: Man hat etwas Falsches gesagt, etwas, das man besser nicht gesagt hätte, das Gegenüber hat vielleicht auch nur etwas missverstanden, und nun ist es "eingeschnappt".

Die Situation ist einem vielleicht peinlich, man merkt, dass das Gespräch gestört ist, und mitunter weiß man noch nicht einmal genau, woran das liegt.

14.2 Die Lösung

Was tun? In dieser Situation braucht man ganz bestimmte Floskeln, um die Störung zu beheben, den Gesprächsfluss wieder unvoreingenommen in Gang zu bringen. Solche Floskeln sind beispielsweise - in der jeweils gelernten Sprache:

Bitte verstehen Sie, dass ich Ihre Sprache noch nicht genügend gut kann und Schwierigkeiten habe, zu folgen.

Bitte wiederholen Sie noch einmal, was Sie gesagt haben. Ich habe Schwierigkeiten, zu verstehen.

Leider sind meine Sprachkenntnisse noch schlecht, bitte denken Sie daran. Ich habe Schwierigkeiten, mich auszudrücken.

Mein Vokabular ist noch sehr gering.

Vielleicht habe ich da etwas Falsches gesagt. Bitte entschuldigen Sie das. Das hätte ich wohl nicht sagen sollen. Bitte haben Sie Verständnis. Bitte nehmen Sie mir nicht übel, dass ich das gesagt habe.

Solche Floskeln müssen schon in den elementaren Stadien des Fremdsprachenerwerbs vermittelt werden, bzw. man muss sie sich ganzheitlich aneignen und auswendig lernen. Dann muss man sich Situationen vorstellen, bei denen sie gebraucht werden (mentales Planspiel), und man muss sich innerlich bereit machen, in einer solchen Situation - die vielleicht peinlich ist - die Floskeln auch zu benutzen.

15. Vokabellernen

15.1 Wortschatz

Zwei Dinge sind es, die nach SchülerInnenaussagen den Fremdsprachenerwerb zur Last machen: die Grammatik und das Vokabellernen. Nun mag es ja sein, dass man, eine entsprechende Lernumgebung vorausgesetzt, eine Fremdsprache weitgehend ohne formale Grammatik bis zu einem gewissen Grade lernen kann, durch den täglichen Kontakt mit der Sprachgemeinschaft nämlich, durch totale Immersion. Allerdings muss selbst in diesem Fall ein Wortschatz erworben werden, und das geschieht keineswegs von selbst. Da muss man immer wieder nachfragen, oder aber eben in einem geeigneten Wörterbuch nachschlagen.

Einfacher ist es da, einem Lehrmaterial zu folgen und sich zunächst einmal den Wortschatz anzueignen, den es bietet. Was man dann noch zusätzlich wissen möchte, etwa im Bereich spezifischer Kommunikationswünsche oder aber eigener Hobbys usw., kann man immer noch gesondert nachschlagen, zunächst in einem zweisprachigen, später vorzugsweise in einem einsprachigen Wörterbuch.

15.2 Wie lernt man Vokabeln?

Doch wie lernt man Vokabeln am besten? Auch hier gibt es nicht die allein selig machende Methode: Lernen ist ein hochgradig individuell ablaufender Prozess, und jede/r Lernende muss selbst herausfinden, nach welchem Verfahren er/sie am liebsten oder auch am besten Wörter lernt. Dennoch gibt es einige Faustregeln:

Am wenigsten effizient ist das Lernen bloßer Wortgleichungen nach Art der klassischen zweisprachigen Vokabelhefte. Man lernt isolierte Wortpaare, ohne sprachlichen Kontext, ohne kommunikative Einbettung. Es ist schwer, Assoziationen zu finden. Dabei ist Vokabellernen im Wesentlichen assoziatives Lernen, das heißt: Man muss das neue mit Bekanntem verknüpfen. Außerdem stimmen die Wortgleichungen sehr oft nicht, weil sich Wortschatz und Begrifflichkeit einer Sprache nicht im Verhältnis 1 zu 1 in eine andere Sprache übertragen lassen.

Außerdem haben Wörter in aller Regel nicht einfach eine einzige, klar umrissene Bedeutung. Da schwingen Dinge mit (Konnotationen), die von Sprache zu Sprache sehr unterschiedlich sein können. Die Konnotationen des deutschen Wortes "Geist" sind beispielsweise ganz andere als die des französischen Wortes "esprit", die des deutschen Wortes "Wissenschaft" ganz anderes als die des englischen Wortes "science".

Außerdem stehen Wörter in einer Sprache nicht isoliert nebeneinander: Bestimmte Wörter kommen mehr oder minder häufig miteinander vor. Ein gut aussehender junger Mann kann im Englischen als "handsome young man" bezeichnet werden, ein gut aussehendes Mädchen als "a pretty girl". "Pretty boy" ist hingegen eine häufige Anrede für den Wellensittich im Käfig.

15.3 Lernen im Kontext

Wie lernt man Wörter im Kontext? Eine Möglichkeit ist das dreispaltige Vokabular, das sich in vielen Lernmaterialien findet: fremdsprachliches Wort - Anwendungsbeispiel - deutsche Entsprechung. Doch ist der Umgang mit dreispaltigen Wörterverzeichnissen schwierig: Wie trennt man die Dinge, die man bereits im Langzeitgedächtnis gespeichert hat von denen, die noch nicht "sitzen"?

Die beste Form ist eine Vokabelkartei mit Karteikarten in halber Postkartengröße. Auf der einen Seite der Karte steht das fremdsprachliche Wort, darunter ein typisches Verwendungsbeispiel, auf der anderen Seite die deutsche Entsprechung. Der Karteikasten ist unterteilt in fünf Abteilungen, für die von Mal zu Mal mehr Speicherkapazität vorgesehen ist. Als Lerneinheit stellt man jeweils zehn Karten in das erste Fach neu ein. Die, die man nach einem ersten Lernvorgang memorieren kann, wandern ins zweite Fach, die, die man nicht kann, werden wieder ins erste Fach zurückgestellt. Und so weiter.

Auf diese Weise wird jede Vokabel mindestens fünfmal "umgewälzt", bis sie in eine endgültige Ablage (einen gesonderten, alphabetisch oder sachlich geordneten Kasten) gerät, dessen Inhalt man natürlich jederzeit erneut überprüfen kann. Wörter, die einem schwer fallen, werden ganz automatisch öfters wiederholt. Die Anwendungsbeispiele werden mitgelernt. Natürlich kann mittlerweile auch ein Computerprogramm an die Stelle der Vokabeldatei treten.

16. “Richtiges” Lernen

16.1 Was ist beim einzelnen Lernvorgang richtig?

Mehrkanaliges Lernen: Es sollten so viele Sinne wie mögich bemüht werden, um das neue Wort zu lernen: Bewusstes Schreiben des Wortes und des Beispielsatzes (Karteikarte!), bewusstes Lesen des geschriebenen Wortes und lautes Sprechen, aber auch eine möglichst intensive bildhafte Vorstellung - wo immer möglich - sind hilfreich.

Bewusstes Assoziieren mit Bekanntem: Wie lässt sich das neue Wort einordnen? Womit hängt es zusammen? Kennt man ähnlich klingende Wörter bereits (Eselsbrückenbau)? Könnte man das Wort auf der Basis vorhandener Sprachkenntnisse (Muttersprache, andere erworbene Fremdsprachen) erschließen?

16.2 Eselsbrücken

Wenn das Wort schwer zu merken ist: Welche Eselsbrücken kann man bauen, um das Wort zunächst einmal zu "knacken", bis es soweit Eigentum geworden ist, dass man es als Ganzes memoriert?

Wenn das Wort mehrsilbig ist (drei und mehr Silben: lässt sich das Wort auf eine ganz bestimmte Weise rhythmisch aussprechen? Rhythmisierte Sprache ist meist leichter zu behalten.

Außerdem gilt: Die Bezeichnungen konkreter Gegenstände sind leichter zu behalten als abstrakte Begriffe, Substantive sind leichter zu behalten als Adjektive, Adjektive leichter als Verben, außerdem spielen die Komplexität des Lautkörpers und die Silbenzahl eine entscheidende Rolle.

Der erfolgreiche Erwerb einer Fremdsprache ist in hohem Maße verknüpft mit dem individuellen Erinnerungsvermögen. Dieses spielt vor allem beim Erwerb von Wörtern und festgefügten Ausdrücken eine Rolle. Die Aneignung von Wortschatz erfolgt in den wenigsten Fällen "spielend", sie erfordert Anstrengung und Ausdauer: Wer lernt schon gerne Vokabeln?

In diesem Zusammenhang sind Techniken des Sich-Merkens, so genannte Mnemotechniken, wichtig. Dinge beispielsweise, die in der Welt gemeinsam vorkommen, sollten auch gemeinsam gelernt werden. Das Bilden von Netzwerken verwandter Begriffe (Sachfelder, Assoziationsfelder, Wortfamilien), die Skalierung von Verben, Adjektiven (beispielsweise nach der Geschwindigkeit, von langsam bis schnell) sind ebenso beliebte wie bedeutsame Mnemotechniken. Auch der Bau von Eselsbrücken ist eine solche Technik, die besonders dann hilft, wenn Vokabeln und dergleichen einfach nicht "in den Kopf hinein" wollen, wenn also eine assoziative Vernetzung des Neuen mit dem schon Bekannten nicht ohne weiteres möglich ist. Die sogenannten "hard words" des Englischen (aus dem Lateinischen oder Griechischen stammende, mehrsilbige, der Wissenschaftssprache zugehörige Vokabeln) gehören hierher, und auch der Erwerb weit von der eigenen Sprache entfernter Sprachen (für den Deutschen beispielsweise des Russischen, Finnischen, Ungarischen sowie afrikanischer und asiatischer Sprachen) ist ohne Eselsbrücken nicht denkbar.

Hier zwei Beispiele: Wer Finnisch lernt und sich das Wort "ravintola" (Restaurant) nicht merken kann, assoziiert das Wort mit "Ravioli", obwohl beide Begriffe nichts miteinander zu tun haben. Die Assoziation liefert immerhin die ersten drei Buchstaben "rav". Der Rest ist einfach, denn in dem finnischen Wort steckt als zweite Silbe "vin" für "Wein", sodass mit dieser Doppel-Assoziation immerhin "ravin" gegeben ist. Wenn aber erst einmal die ersten beiden Silben memorierbar sind, dann ist die dritte und die vierte Silbe irgendwann von selbst vorhanden. - Das japanische Wort für Kind heißt “kodomo”. Wer sich das Wort nicht merken kann, der kann die Brücke bilden etwa “Ko(n)dom ⇒ (keine) Kinder”.

Eselsbrücken schaffen Versatzstücke zwischen dem nicht unmittelbar assoziierbaren Fremden und dem eigenen Weltwissen, und diese Versatzstücke können eine ganz unterschiedliche Gestalt haben. Der Eselsbrückenbau will geübt sein; nicht die erste Lösung, die einem einfällt, ist notwendigerweise die beste. Auch in diesem Zusammenhang kann auf schon erworbene Fremdsprachen zurückgegriffen werden. Auf keinen Fall sollte man sich scheuen, diese Technik des Memorierens zu nutzen.

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Details

Seiten
26
Jahr
2000
ISBN (Buch)
9783640187782
Dateigröße
462 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v106310
Note
unbenotet
Schlagworte
Empathie Immersion Fosslierung

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Titel: Intrinsisches Fremdsprachenlernen - ein Leitfaden