Lade Inhalt...

Entwicklung von Segregation in Frankfurt am Main

Hausarbeit 2001 27 Seiten

Soziologie - Wohnen, Stadtsoziologie

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Problem der Definition von Segregation
2.1. Ethnische Segregation
2.2. Soziale Segregation
2.3. Probleme der Operationalisierung von Ethnie und sozialer Ungleichheit

3. Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa
3.1. Frankfurt aus der Sicht von Musterd et. al.
3.2. Forderungen die sich aus der Musterdstudie ergeben

4. Segregation in Frankfurt am Main
4.1. Bevölkerungsentwicklung
4.2. Einkommensverteilung in Frankfurt
4.3. Wohnungsentwicklung
4.4. Räumliche Verteilung der Nichtdeutschen in Frankfurt

5. Fazit

6. Datenanhang

7. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In dieser Arbeit setze ich mich mit den Faktoren von Segregation in Frankfurt am Main auseinander. Ich versuche dabei zuerst theoretisch das Problem des Umgangs mit dem Begriff der Segregation zu erfassen um dann vom theoretischen Umgang mit Segregation zum empirischen Umgang überzuleiten.

Die Darstellung der Segregationsfaktoren für Frankfurt orientiere ich an den Forderungen Musterd`s für eine qualitative Segregationsforschung. Ich stelle mir dabei die Frage, welche Merkmale in welcher Form die Segregation beeinflussen und wie sich diese Merkmale in Frankfurt darstellen.

2. Problem der Definition von Segregation

Wenn man den Begriff der Segregation gebraucht, stellt sich immer die Frage wie Segregation definiert wird. Die Wichtigkeit der Klärung des Segregationsbegriffes oder dessen, was unter Segregation verstanden wird, liegt auch darin, dass mit einer bestimmten Definition auch eine bestimmte Gewichtung von möglichen Segregationsfaktoren vorgenommen wird. Man geht also, wenn man einen bestimmten Segregationsbegriff verwendet, schon aus einer bestimmten Perspektive an die Thematik heran. Ebenso liegt in der Definition von Segregation auch schon eine Bewertung der Segregation, zum Beispiel ob sie als Problem oder als positives Element zu sehen ist. Der Begriff der Segregation ist als Konstrukt zu verstehen und muss daher, bevor man mit ihm arbeitet, erläutert werden.

Von den unterschiedlichen Gewichtungen und Bewertungen von Segregation abgesehen, bedeutet Segregation immer eine räumliche Ungleichverteilung von Individuen nach bestimmten Merkmalen.1

Beim Phänomen der Segregation handelt es sich also um den Zusammenhang von sozialen oder sozial relevanten Merkmalen (z.B. Hautfarbe, Einkommen...) die zu räumlichen Ungleichverteilungen führen. Jedes Merkmal oder jede Merkmalsgruppe bietet spezifische Perspektiven auf die Bevölkerungsverteilung in einer Stadt. Da meine Perspektive auf der Segregation von Nichtdeutschen in der Stadt Frankfurt liegt, erlangen die Merkmale Ethnie und Soziale Ungleichheit für mich besondere Bedeutung.

2.1. Ethnische Segregation

Ethnische Segregation bezeichnet die Ungleichverteilung von Menschen im städtischen Raum an Hand ethnischer Merkmale. Das wirft jedoch das Problem auf, wie Ethnie definiert wird. Leider kann ich an dieser Stelle nur auf das Problem hinweisen. Anette Treibel beschreibt Ethnie unter anderem als einen Prozess der Selbstzuschreibung und Selbstdefinition den eine Gruppe vornimmt als auch als eine Fremdzuschreibung.2 Ethnie wäre in diesem Fall ehr eine Fiktion, eine gemeinsame Idee von gemeinsamen Merkmalen. In der empirischen Segregationsforschung wird, so mein Eindruck, unter Ethnie die ethnische bzw. die nationale Herkunft verstanden.

Der Begriff der Ethnie wird dort sozusagen verobjektiviert, er wird an Hand der Herkunft messbar gemacht, obwohl er doch ehr auf subjektiver Fremd- und Selbstwahrnehmung beruht.

Auf die Probleme der Operationalisierung dieses Ethnienbegriffs gehe ich unter Punkt 2.3. noch ein. Neben dem Definitionsproblem von Ethnie, ist meiner Meinung nach auch die Perspektive wichtig aus der mit dem Begriff der ethnischen Segregation gearbeitet wird. Park und die von ihm begründete Chicago School entwickelt aus den Beobachtungen der Zuwanderung in das Chicago der 20er Jahre zwei Modelle. Das eine beschreibt im Grunde eine sozioökonomische Verteilung von Menschen im Stadtgebiet, allerdings ist die Verteilung nicht nur sozial, sondern auch oder gerade ethnisch markiert. Die ethnische Segregation wird aber nicht nur als Folge sozialer Ungleichheit, sondern auch ethnischer Ungleichheit verstanden. Im Begriff der ethnischen Kolonie, die als Schutzraum für Migranten verstanden wird und ihnen, je nach Ethnie eine spezifische Infrastruktur bietet, wird dies deutlich.3

Die ethnische Kolonie wirkt wie das Ergebnis einer freiwilligen Wohnortentscheidung.

Hieran knüpft eine Assimilationsperspektive an, die an die Einwanderer die normative Forderung stellt, sich zu integrieren. Die, auch von der ,,Chicago-school" erkannten sozialen Probleme in ethnisch segregierten Gebieten werden den ethnischen Ungleichheiten quasi untergeordnet. Die am Anfang segregierten Migranten fügen sich in die Mehrheitsgesellschaft durch Assimilation ein. Sie verringern, um mit Friederichs zu sprechen, ihre soziale Distanz4. Durch das Einfügen in die Mehrheitsgesellschaft gelingt es, so jedenfalls die implizite Annahme, dem Migranten, sich im Wettbewerb um die Ressourcen (Arbeit, Wohnraum, Soz. Kontakte etc.) besser zu behaupten. Die Ethnie als segregierendes und diskriminierendes Merkmal verliert durch die Assimilation bzw. durch die geringere soziale Distanz, an Einfluss.

2.2. Soziale Segregation

Soziale Segregation ist analog zur ethnischen Segregation die ungleiche Verteilung von Menschen im städtischen Raum an Hand sozialer Merkmale. Mich interessiert an dieser Stelle besonders das Verhältnis von Sozialer Segregation zu ethnischer Segregation und die Dimensionen sozialer Segregation.

Segregation von Migranten nur aus der ethnischen Perspektive zu sehen, ist meiner Meinung nach eine falsche Perspektive, die das Phänomen verzerrt darstellt. In dem idealtypischen Stadtmodell von Burgess korreliert die soziale Ungleichheit mit der Segregation der Migranten, sie löst sich in Folge der Assimilation auf. Soziale Segregation scheint hier eine Folge ethnischer Segregation auf Grund mangelnder Integration zu sein. Auffällig ist, dass ethnische Segregation fast immer im Zusammenhang mit sozialer Benachteiligung genannt wird. Diesen Zusammenhang als natürlich vorauszusetzen, scheint mir jedoch falsch. Auch Musterd et. al. verweisen auf die Probleme die sich aus dieser automatischen Zusammenlegung ergeben.5 Dass es ethnische Segregation auch ohne soziale Markierung gibt wird zum Beispiel deutlich an Hand der asiatischen Eliten in Frankfurt und Düsseldorf, die einerseits über einen sehr hohen sozioökonomischen Status verfügen, aber gleichzeitig auch hoch segregiert leben. Diese Segregation wird jedoch nicht thematisiert, was sich zum Beispiel auch an fehlenden Daten bemerkbar macht.

Die Ethnie sche int also erst dann von Interesse zu werden, wenn sich aus ihr soziale Probleme ergeben. Deutlich wird dies auch an der Auseinandersetzung mit den Schwarzen Ghettos in den USA, die als Schreckgespenst oder worst-case Szenario beschrieben werden.6 Die Frage, die sich anschließt ist, wie die Ethnie zu einem sozial benachteiligenden Faktor wird. Wichtig ist an dieser Stelle nicht nur die Minderheitsgesellschaft zu betrachten, die mit bestimmten Merkmalen ausgestattet ist, sondern auch die Mehrheitsgesellschaft, die einen bestimmten Umgang mit der Minderheitsgesellschaft hat. Dangschat verweist hier besonders auf die askriptiven Merkmale, die genutzt werden um Gruppen zu diskriminieren7.

Die Mehrheitsgesellschaft vollzieht z.B. am Wohnungsmarkt oder Arbeitsmarkt eine soziale Schließung und verhindert die Teilhabe der Migranten an bestimmten Ressourcen (z.B. gute Wohnungen). Diese Diskriminierung lässt sich empirisch durchaus nachweisen. So ergab eine Befragung von Frankfurter Maklern, dass Ausländer besonders häufig bei Bewerbungen für Wohnungen auf dem freien Wohnungsmarkt abgelehnt werden.8 Auch für andere deutsche Großstädte ist das Merkmal "Nichtdeutsch" ein überaus wichtiger Ablehnungsgrund.

Bestimmten Gruppen stehen also nur bestimmte Räume zur Verfügung. Für die Migranten bedeutet dies, dass sie entweder über den kommunal regulierten Wohnungsbau zu Wohnraum kommen, oder auf die Wohnungen zurückgreifen, die auf dem freien Wohnungsmarkt übrigbleiben.

Die Maklerbefragung wies jedoch nicht nur die Diskriminierung von Nichtdeutschen auf dem Wohnungsmarkt aus, sondern auch die Benachteiligung von Wohngemeinschaften, Großfamilien und Alleinerziehenden. Es gibt also ein ganzes Setting von Faktoren, die die Auswahlmöglichkeiten von Wohnraum einschränken. Dabei muss man unterscheiden zwischen Faktoren die aus diskriminierenden Zuschreibungen entstehen und solchen, die sich aus der ökonomischen Position und soziale n Ressourcen heraus ergeben.

Dabei sind zwei Dinge noch erwähnenswert.:

1. Die Einzelnen Faktoren können zu weiterer sozialer Ungleichheit führen, die sich auch wieder negativ auf die Wahlmöglichkeiten des Wohnraums auswirkt. Es entsteht eine Art Kreisla uf von sich gegenseitig verstärkenden Faktoren.

2. Die Segregation ist nicht nur Folge von sozialer Ungleichheit, sondern verstärkt diese auch noch, da der Wohnraum selber eine entscheidende soziale Bedeutung hat.

Jeder verfügt über eine bestimmtes Setting von Merkmalen die sich für ihn als Chancen bzw. als Behinderungen darstellen. Mit diesem Setting ist er in der Lage aus einem bestimmten Kontingent an Wohnraum zu schöpfen. Die Ethnie ist dabei ein Merkmal unter vielen. Sie hat dabei keine objektive Wir kung, sondern wird erst durch Zuschreibungsprozesse, die sich eher als Diskriminierend darstellen aktiv.

Ethnie konstituiert zu einem bestimmten Teil soziale Ungleichheit und damit auch soziale Segregation. Es ist dabei zu Bedenken, dass die Ethnie nicht identisch mit sozialer Ungleichheit ist, sondern diese durch die Zuschreibungsprozesse produziert und verstärkt.

2.2.1. Probleme der Operationalisierung von Ethnie und sozialer Ungleichheit

In den mir vorliegenden Daten und empirischen Untersuchungen wird Ethnie vom Abstammungsland der Migranten her definiert. So auch in dem Artikel von Sako Musterd et.: Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa, erschienen im Leviathan Sonderheft No.17, 1997 der eine Basis meiner Arbeit bildet. Diese Operationalisierung ist sicherlich legitim, da es zwischen Menschen eines Landes durchaus ein Bündel gemeinsamer Merkmale gibt (z.B. Sprache), allerdings muss man bedenken, dass gerade bei den Migranten der letzten 10 Jahre eine viel größere Heterogenität festzustellen war. Ich denke hier besonders an die Konflikte zwischen Kurden und Türken, als auch an die Konflikte im ehemaligen Jugoslawien. Eine Zusammenfassung nur nach Herkunftsland ist somit kritisch zu betrachten, da die Gefahr besteht, dass man ein Segregationsmaß für eine Ethnie erhält welches so gar nicht darstellt, da man eigentlich verschiedene Untergruppen die unterschiedlich segregiert leben, zusammengeworfen hat.

Eine weitere Problematik ergibt sich aus der Tatsache, dass die Migranten nicht alle zu einem bestimmten Tag eingewandert sind. Ich habe also innerhalb der Gruppen Menschen in den verschiedensten Lebensphasen. Daher stellt sich auch die Frage, in wie weit man die Gastarbeiter und deren Nachkommen in der zweiten und dritten Generation mit Migranten, die erst vor kurzem nach Deutschland kamen zusammenlegen darf. Eigentlich müsste man hier auf Grund der völlig unterschiedlichen Verweildauer in Deutschland (teilweise bis zu 40 Jahre), als auch auf Grund der unterschiedlichen Migrationsgründe, ,,binnenethnische" Differenzierungen vornehmen. Ich halte in diesem Zusammenhang auch die Gründe für die Migration für entscheidend. Besonders mit der derzeit diskutierten ,,Greencard" und den Vorschlägen der verschiedenen Zuwanderungskommissionen wir die Problematik deutlich. Das Ziel ist es, hochqualifizierte Eliten nach Deutschland zu holen, diese werden sicherlich auch aus Ländern kommen aus denen bisher Menschen mit anderen ökonomischen Positionen kamen, wie zum Beispiel die Gastarbeiter.

Eine statistische Durchmischung dieser unterschiedlichen Migranten ist aber mindestens problematisch. Musterd et al. weisen zusätzlich noch auf das Problem hin, dass beim Vergleich von Ländern darauf geachtet werden muss, dass Mal der Ausländer über seinen Pass, in anderen Ländern aber über seine Herkunft definiert wird.

Aber nicht nur die Frage, wie kategorisiert wird, ist problematisch, sondern auch wie die Segregation gemessen wird. In den Studien von Musterd und Friederichs wird mit Index der Segregation gearbeitet. Ich halte diesen Index für problematisch, da er nur die Ungleichverteilung von Gruppen misst, jedoch nichts über qualitative Merkmale aussagt. Sicherlich kann er für die Darstellung großer Verteilungsmuster benutzt werden, jedoch müsste er zusätzlich durch eine genaue Betrachtung der spezifischen Ausprägungen der Segregation in einer Stadt ergänzt werden. Dies ergibt sich auch aus der Komplexität der Prozesse und Strukturen die die Segregation beeinflussen.

Auch die Frage der Operationalisierung von sozialer Segregation ist komplex. Soziale Segregation bei Bartelheimer wird erfasst über die systematische Erfassung von, wie sich Bartelheimer ausdrückt, gesellschaftlichen Risikogruppen. Indikatoren für diese Risikogruppen sind, Einkommensverhältnisse, Wohnraumversorgung und Stellung am Arbeitsmarkt. Diese Indikatoren werden Stadtbezirksweise bzw. Ortsteilsweise erhoben.

Wenn man nun die Ethnie ins Spiel bringt, muss man diese Indikatoren auch noch für ethnische Gruppen getrennt erheben. Im Grunde müsste man diese Gruppen, auch noch nach Aufenthaltsdauer und Lebensphasen differenziert erheben. Im Idealfall würde man so Daten erhalten, die aufzeigen, welche Gruppen in welchen Lebensphasen in welchen sozialen und ökonomischen Bedingungen leben und wie dieses sich auf die Verteilung im städtischen Raum niederschlägt. Natürlich ist dieser Idealzustand schon aus technischen Gründen kaum zu erreichen. Der Aufwand eine solch differenzierte Datenmenge zu erheben ist immens. Der Auswertungsaufwand ebenso.

3. Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa

Die Studie von Sako Musterd, Wim Ostendorf und Matthijs Breebart vergleicht Segregationsmuster von vier westeuropäischen Städten, die Daten stammen dabei aus einem Forschungsprojekt des holländischen Innenministeriums. Ich verwende diese Studie hier, weil sie für mich eine Art Brücke darstellt. Auf der einen Seite arbeitet diese Studie sowohl Segregationsindex als auch mit dem Dissimilaritätsindex. Die Forscher gehen jedoch noch ein paar Schritte weiter und bleiben nicht auf dieser rein quantitativen Ebene stehen, sondern betrachten auch die räumliche Verteilung von Ausländern in den Städten an Hand von Ausländeranteilen in den einzelnen Stadtgebieten. Sie zeigen darüber bestimmte stadtspezifische Verteilungsmuster von Ausländern auf. Außerdem führen sie in ihren Schlussfolgerungen Einflussfaktoren für Segregation auf die ich in Kapitel 4 teilweise für Frankfurt nachzeichnen möchte.

Die Darstellung der Ergebnisse halte ich sehr kurz, da diese nicht im Kern menes Interesses liegen. Sie stellt für mich aber einen wichtigen Zwischenschritt hin zu einer detaillierten Betrachtung der Segregation in Frankfurt dar.

3.1. Frankfurt aus der Sicht von Musterd et al.

Bei der Betrachtung des IS und des ID stellen Musterd et al. fest, dass Frankfurt über einen recht geringen Segregationsindex verfügt (Siehe Tab. 1 im Datenanhang). So hat Frankfurt einen Wert von 17. Natürlich hat dieser Wert von sich aus keine Aussagekraft. Wenn er jedoch zu den anderen Städten in Beziehung gesetzt wird, sieht man, dass Frankfurt im Verhältnis zu den Städten Brüssel und Amsterdam ein niedriges Segregationsniveau hat. So müssten in Frankfurt nur 17% der Bevölkerung umziehen um eine Gleichverteilung zu erzeugen. Als nächster Schritt wurde in der Studie der Dissimilaritätsindex (ID) betrachtet, dieser soll die Segregation der Minoritäten untereinander messen. Auch hier ergibt sich eine Bild das mit dem niedrigen IS korreliert.

Auch die Gruppen untereinander sind im Verhältnis zu den ausländischen Städten weniger deutlich segregiert. Der Vergleich zu Düsseldorf zeigt, dass es eine Parallelität der Werte gibt. Obwohl die Stadt von der Struktur her unterschiedlich sind, haben beide ein niedriges Segregationsniveau. Die Unterschiede zwischen Düsseldorf und Frankfurt liegen auf dieser quantitativen Ebene vor allem in dem Ausländeranteil und der Bevölkerungsgröße. So hat Frankfurt einen Ausländeranteil von 28,3% Düsseldorf aber nur einen Anteil von 16,3 %, außerdem hat Frankfurt knapp 100.000 Einwohner mehr. Die Autoren ziehen aus diesen Zahlen dies Schlussfolgerung, dass es zwischen Segregationsniveau und Anteil der Zuwanderer keine direkte Verbindung gibt, Segregationsverhalten also durch andere Faktoren gesteuert wird9.

Die Indizes liefern jedoch, wie auch die Autoren anmerken, zwar erste wichtige Informationen, sagen jedoch über die stadtspezifischen Merkmale von Segregation nicht viel aus.

Eine weitere Annnäherung an die Stadt erfolgt über die Auseinandersetzung mit Karten in denen die Verteilung der Ausländeranteile eingezeichnet ist (Siehe auch Abb.1im Datenanhang).

Die Karte von Frankfurt zeigt, dass in keinem Stadtteil weniger als 10% Ausländer leben.

Gleichzeitig liegt eine hohe Konzentration von Ausländern in den Innenstadtbezirken (Gutleut und Bahnhof) vor. Der Ausländeranteil in diesen Stadtteilen beträgt bis zu 80%. Die niedrigen ID Werte lassen jedoch die Schlussfolgerung zu, dass dort verschiedenste Ausländergruppen leben10 . Die Studie belässt es nun bei diesem ersten oberflächlichen Blick, gleichzeitig gibt sie jedoch eine weitergehende Untersuchungsperspektive vor, die meine Meinung nach sehr sinnvoll erscheint.

3.2. Forderungen, die sich aus der Musterdstudie ergeben

Die Autoren betonen vier unterschiedliche Faktoren ,die sie für relevante Einflussgrößen bei der stadtspezifischen Segregation halten. Diese Faktoren bieten die Möglichkeit sich systematisch mit den Strukturen von Segregation in einer Stadt auseinander zusetzen. Hieraus lassen sich unter Umständen die Prozesse erkennen und verstehen die Segregation in einer Stadt beeinflussen.

1. Stadtstruktur:

Beim Vergleich der Städte fielen nicht nur unterschiedliche Niveaus von Segregation auf, sondern auch eine stadtspezifische Verteilung der Ausländer im städtischen Raum. Die Gründe für diese Verteilungsmuster, liegen wahrscheinlich auch in der stadtspezifischen Wohnraumentwicklung und Verteilung. Es müsste an dieser Stelle untersucht werden, welche Stadtteile welche Wohnformen aufweisen, wann Gebiete entstanden sind, in welchem Zustand sie sich befinden.

Ich halte diesen Faktor für sehr entscheidend, da sich hieraus eine Hierarchie der städtischen Räume ergibt. Bestimmte Wohngebiete sind sehr beliebt, die Menschen sind bereit hohe Preise zu bezahlen um dort wohnen zu können. Es findet hier eine Art ökonomischer Selektion statt. Gleichzeitig sollten hier die diskriminierenden Strategien bedacht werden, die eingesetzt werden um bestimmte Menschen (z.B. Nichtdeutsche) aus bestimmten Wohngebieten herauszuhalten. Bei Gegenden wo es eine starke Nachfrage gibt, werden solche diskriminierenden Strategien wohl eher und rigider eingesetzt als in Gegenden, in denen das Angebot die Nachfrage übersteigt. Die Definition von ,,guten Wohngegenden" erfolgt dabei sowohl über objektive Faktoren wie Wohnart, Wohnfläche, Infrastruktur und Lage als auch über Zuschreibungen die sich ehr auf die Bewohner des Stadtteils beziehen.

Mir ist wichtig, an dieser Stelle zu betonen, dass sich diese Faktoren durchaus gegenseitig beeinflussen. In die ,,guten Stadtteile" wollen die Leute hinein. Es wird unter Umständen weiterer Wohnraum geschaffen, der mit Hilfe der ,,guten Adresse" vermarktet wird. Dieser Wohnraum wird wieder nur einem bestimmten Klientel zugänglich sein. Der Stadtteil entwickelt sich immer stärker zum ,,guten Viertel". Diese Prozesse kann man sich gut auch mit umgekehrten Vorzeichen vorstellen.

Ich möchte kurz zusammenfassen, dass die Qualität von Stadtteilen sowohl von objektiven als auch sozial konstruierten Merkmalen bestimmt wird. Diese Qualität drückt sich zum einem im Preisniveau aus und zum anderen auch in diskriminierenden Strategien, die bestimmten Gruppen den Zugang zum Stadtteil erschweren. Segregation hängt also auch von der stadtspezifischen Wohnraumstruktur ab.

2. Migrationsgeschichte:

Die Frage die sich daran anschließt, ist wer zu welchem Zeitpunkt Wohnraumbedarf anmeldet. Im Hinblick auf die Segregation stellt sich hier natürlich die Frage, welche Migrantengruppen in welcher Größe und in welchen Zeiträumen in die Stadt und damit auch auf den Wohnungsmarkt drängen. Zu unterschiedlichen Zeitpunkten bestand in den Städten eine bestimmtes Angebot an Wohnraum, auf das von den Migranten zurückgegriffen werden konnte. Da sich dieses Angebot im Laufe der Zeit verändert, spielen auch die Einwanderungsphasen eine wichtige Rolle. Ich halte zusätzlich auch die Lebensphase der Migranten für wichtig, da diese sich auch auf die individuellen Wohnraum Präferenzen niederschlägt. Beachten sollte man auch, über welche ökonomischen Ressourcen die Migranten verfügen, wie sie also ökonomische Zugangsbeschränkungen zum Wohnungsmarkt überwinden können, und welchen diskriminierenden Mechanismen sie ausgesetzt sind.

Aus der Migrationgeschichte ergibt sich als eine bestimmte Nachfragestruktur nach Wohnraum. Gleichzeitig verfügen die Migranten über bestimmte Möglichkeiten, ihre Nachfrage zu befriedigen, bzw. die Schranken zu überwinden. Die Wohnraumpräferenzen und die Möglichkeiten, diese zu erfüllen sind natürlich sehr heterogen und hängen von den einzelnen Gruppen ab.

3. Wohnungsmarktsituation:

Die unter 1. beschriebene Stadtstruktur und die sich daraus ergebenden Angebote des privaten Marktes werden durch den sozialen Wohnungsbau abgefedert. Von diesem profitieren besonders sozial benachteiligte Gruppen. Bei einer qualitativen Analyse von Segregation muss der soziale Wohnungsbau daher mit in Betracht gezogen werden, da sie hieraus schon bestimmte Muster von Segregation ergeben können. Interessant ist hier zu schauen wie der soziale Wohnungsbau gestaltet wird, ob es zentrale Siedlungen gibt oder ehr einzelne verteilte Häuser. Ebenso sind die Vergabestrategien zu betrachten, wird z.B. versucht eine Durchmischung zu erzielen ?

4.Politische Strategien:

Als letzten segregationsbeeinflussenden Faktor möchte ich politische und verwaltungstechnische Strategien erwähnen. Musterd beschreibt diese zwar als nicht einflussreich.11 Ich halte sie aber dennoch für erwähnenswert, da die politische Auseinandersetzung mit Themen auch eine bestimmte Problemsicht offenbart. Diese Problemsicht kann einen nicht zu unterschätzenden Einfluss sowohl auf Zuschreibungsprozesse haben als auch auf die Stadtstruktur. Wenn hohe Ausländeranteile in der Stadt als Problem definiert werden, führt dies unter Umständen zu einer zusätzlichen Stigmatisierung schon objektiv benachteiligter Stadtteile. Ebenso beeinflussen stadtplanerische Projekte auch die Stadtstruktur. Die Vergabe von Gewerbeflächen an Betriebe und in Frankfurt besonders an Dienstleister, kann das Gefüge von Stadtteilen binnen kurzer Zeit verändern.

In Frankfurt hat sich zum Beispiel der Industriehof in den letzten 5 Jahren von einem heruntergekommenen Industriegelände durch den Zuzug der Börse in ein Dienstleistungszentrum verwandelt. Dies beeinflusste auch nachhaltig die Mietstruktur des Stadtteils. Diese Abbildung soll als Zwischenergebnis verdeutlichen wie ich mir die Entstehung von Segregation theoretisch erkläre.

4. Segregation in Frankfurt am Main

Am Beispiel Frankfurts versuche ich nun in einem ersten Schritt die oben dargestellten, für die Segregation relevanten Faktoren, nachzuzeichnen. Als roten Faden nutze ich dafür den 2. Frankfurter Sozialbericht Bd. 20-22 und Daten, die mir das Amt für Statistik und Wahlen in Frankfurt zur Verfügung gestellt hat. Die Daten des 2. Sozialberichts decken dabei den Zeitraum von 1990-1998 ab. In der Beschreibung werde ich auch weitgehend darauf Bezug nehmen. Ich beschränke mich also auf die aktuelle Entwicklung der letzten 10 Jahre. Im zweiten Schritt versuche ich zu klären, in-wie -weit soziale Segregation und ethnische Segregation zusammenfallen. Ich versuche immer auch folgende Fragen im Auge zu behalten:

1. Findet die Segregation Nichtdeutscher an Hand sozialer Benachteiligung statt, treffen also soziale und ethnische Gesichtspunkte zusammen ?
2. In welcher Größenordnung leben Nichtdeutsche in unterdurchschnittlichen Lebensbedingungen ? Sind Nichtdeutsche im Verhältnis zu Deutschen überproportional betroffen ?
3. Gibt es über die soziale Segregation hinaus Hinweise, das Nichtdeutsche, obwohl keine sozialen Belastungen vorliegen, segregiert leben ? Ist Ethnie selber ein Faktor sozialer Benachteiligung ?
4. Wie wird auf der kommunalpolitischen Ebene mit diesen Problemen umgegangen, wie werden sie wahrgenommen ?

4.1. Bevölkerungsentwicklung

Bei der Suche nach einer Wohnung spielt immer auch die Frage mit, wer sonst noch eine Wohnung sucht. In einem Gebiet mit einer Abwanderungstendenz wir man als Wohnungssuchender, unabhängig von seinem ökonomischen und sozialen Status bessere Chancen haben eine Wohnung zu bekommen als in einem Gebiet in, welches es eine starke Einwanderung gibt. Dazu kommt die Position die der Einwanderer unter den anderen Wohnungssuchenden einnimmt. Dies entscheidet auf der einen Seite welche Wohnformen und Wohnungen finanzierbar sind und auf der anderen Seite welchen Wohnraumbedarf man hat. Die Bevölkerungsentwicklung im allgemeinen und die Migrationsentwicklung im besonderen spielt also bei der Entwicklung von Segregationsmustern eine wichtige Rolle.

Bevölkerungsveränderung

In Frankfurt gab es in dem Zeitraum von 1990 - 1998 einen Bevölkerungszuwachs von 2,5%. Dieser wurde ausschließlich 1990-1991erreicht. Danach gingen die Zahlen bis 1997 kontinuierlich zurück und stiegen erst 1998 wieder an. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung ist hierfür nicht verantwortlich, da durchgehend die Sterberaten über den Geburtenraten lagen. Wenn man aber die Werte nach Nichtdeutschen und Deutschen differenziert, stellt man fest, dass die nichtdeutsche Bevölkerung einen erheblichen Geburtenüberschuss zu verzeichnen hat, der die negative deutsche Bilanz wenigstens teilweise ausbügelt.

Der Bevölkerungsanstieg ist vor allem auf die Zuwanderung von Nichtdeutschen zurückzuführen ( 29.819 in den Jahren 90-91). Hierbei handelte es sich überwiegend um Aussiedler und Ausländer aus den osteuropäischen Ländern. Der Ausländeranteil stieg von 23,7% auf 28,6% an (bedingt durch Geburten und Zuwanderung), gleichzeitig wurden jedoch seit 1995 im Durchschnitt auch 3000 Ausländer pro Jahr eingebürgert. Es wäre sicherlich interessant, die Gruppe der eingebürgerten Ausländer mit den nichteingebürgerten Ausländern zu vergleichen, jedoch scheint es in dieser Richtung kein (auswertbares) Datenmaterial zugeben. Im Verhältnis zu Frankfurt ist das direkte Umland (Städte, Kreise, Gemeinden die direkt an Frankfurt angrenzen) stärker gewachsen (5,8%).

Die Quote der Nichtdeutschen stieg jedoch nur um 1,4 % in den 8 Jahren an (12% auf 13,4%). Die Wegzugsbilanz zeigt einen stetigen Strom von Deutschen, der in das Umland abwandert. Der durchschnittliche jährliche Verlust liegt bei 3200 Deutschen. Wenn man die Zuwanderung von Deutschen aus dem Bundesgebiet, die seit 1994 wieder an Bedeutung gewinnt, gegenrechnet, bleibt für den Zeitraum 1990-1998 ein Minus von 9000 Menschen. Diesem steht ein Plus von 32.000 aus der nichtdeutschen Bevölkerung gegenüber12 . Dieses Plus wird nicht nur aus dem Ausland, sondern auch aus dem Umland und dem Bundesgebiet gedeckt.

Altersstruktur

Bei der Altersstruktur ist auffällig, dass die jüngeren Altersgruppen einen deutlich höhern Anteil Nichtdeutscher haben, als die älteren Gruppen.

Während das Verhältnis der Gesamtgruppen13 relativ stabil blieb, gab es besonders bei den 18-34 jährigen und den über 60 Jährigen, was die Durchmischung betrifft, Veränderungen. In der Gruppe der 18-34 jährigen ist der Anteil der Nichtdeutschen von 28,0 auf 39,1 % angestiegen. Dies zeigt, das neben der normalen Veränderung der Gruppen durch Alterung und Geburten, besonders Migranten im Alter zwischen 18-34 Jahren eingewandert sein müssen. Besonders die beiden jüngeren Altersgruppen beeinflussen meiner Meinung nach, nachhaltig den Wohnungsmarkt, da sich in diesen Altersphasen sowohl der Auszug aus der eigenen Familie und die Gründung eines eigenen Haushalts, als auch eine mögliche Familiengründung und damit Haushaltsvergrößerung abspielt. Da normalerweise diese Altersgruppen in Ausbildung oder Studium sind bzw. Berufsanfänger, werden sie auch noch nicht über das nötige Kapital verfügen um teuren Wohnraum anzumieten, d.h. sie werden ehr nach preisgünstigem Wohnraum suchen.

Wegzüge

Die Gruppe derer, die Frankfurt ins Umland verlassen, lässt sich wie folgt kennzeichnen.

Umzüge ins Umland waren wohnungsmarktorientiert, dabei wurden von Deutschen meistens Gründe genannt, die auf eine Verbesserung des Wohnumfeldes (mehr Grün, bessere Wohngegend ) zielten, während bei den Nichtdeutschen die Wohnungsgröße eine Rolle spielte. Beim Wegzug ist auffällig, dass obwohl die m² Mieten unter Frankfurter Niveau lagen, die neue Mietbelastung pro Haushalt anstieg, die Wegzügler also ehr größere Wohnungen und Häuser mieteten. Ebenso stieg der Eigentümeranteil von 6% auf 26%. Man kann also annehmen, dass es sich um finanzkräftigere Haushalte handelt.

Der Umzug ins Umland wurde eher von Einpersonen Haushalten realisiert, war aber oftmals mit Haushaltsvergrößerungen (Familiengründung) verbunden. Die größte Gruppe war die der 24-34 jährigen mit 35%. Auffällig ist, dass besonders Haushalte denen man einen größeren Platzbedarf nachsagen würde an der Wegzugsbewegung nur marginal beteiligt sind. So sind nur 4% der Umzügler Großhaushalte. Dies lässt den Schluss zu, dass es für diese wohl Barrieren gibt, bzw. diese aus finanziellen Gründen den Umzug nicht realisieren können. Wenn man sich die Sozialstruktur der Großfamilien anschaut, wird deutlich, dass ein Großteil der Familien mit drei und mehr Kindern mit einem niedrigen Haushaltsäquivalenzeinkommens auskommen müssen14 . Unter 6.3. und 6.4. werde ich diesen Punkt noch einmal genauer aufgreifen.

Zuzüge

Bei einer Befragung von hauptsächlich deutschen Zuzüglern (85% der Befragten), kam zum Vorschein, dass diese zu 67% unter 35 Jahren waren und zu 42 % über einen Hochschulabschluss verfügten. 62% dieser Gruppe war aus beruflichen Gründen nach Frankfurt gewechselt. Immerhin 25% von ihnen gab an, in sogenannten ,,Führungspositionen" zu arbeiten, 46% waren Angestellte.

Auch wenn die Repräsentativität dieser Befragung kritisch gesehen werden muss, sind die Ergebnisse meiner Meinung nach einleuchtend, hierzu passt auch die Tatsache, dass seit 1994 deutsche Zuzüge aus dem Bundesgebiet an Bedeutung gewinnen (Bilanz: 94 -321/ 98: 2601).

Frankfurt als Finanz- und Dienstleistungszentrum in Deutschland gewinnt immer mehr an Bedeutung, so werden gut ausgebildete, junge Leute nach Frankfurt gelockt Auch wenn sich dies hier nur für die deutsche Gruppe nachzeichnen lässt, so kann man davon ausgehen, dass die ausländischen Unternehmen auch eigene hochqualifizierte Leute nach Frankfurt holen werden, es also auch eine nichtdeutsche Elitenwanderung gibt. Die Einrichtung von internationalen Schulen (japanische Schule, französische Schule und jetzt eine europäische Schule), belegt diese Elitenwanderung.

Diese Schulen sind ganz klar auf bestimmte ausländische Gruppen ausgelegt und bieten deren Kindern eine hochwertige Bildung an. Der Zugang zu diesen Schulen erfolgt entweder über die Zugehörigkeit zu bestimmten Unternehmen und Institutionen (bei der europäischen Schule zur EZB), oder durch die Zahlung eines Schulgeldes, welches von einigen Firmen übernommen wird.

Haushaltsentwicklung

Bei der Entwicklung der Haushalte werden die Differenzen zwischen Deutschen und

Nichtdeutschen sehr deutlich. Die Anzahl der deutschen Haushalte ist um 4,7% gewachsen, dies liegt besonders an der Zunahme der kleinen Haushalte mit ein und zwei Personen. Die durchschnittliche Personenzahl in einem Deutschen Haushalt lag bei 1,7. Die durchschnittliche Haushaltsgröße bei nichtdeutschen Haushalten lag hingegen bei 2,5 Personen. 1998 waren schon 80% aller Haushalte Ein und Zwei Personenhaushalte.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Wachstum der Frankfurter Bevölkerung fast ausschließlich von der ausländischen Bevölkerung getragen wird. Die deutsche Bevölkerung in Frankfurt entwickelt sich immer mehr zu einer auf berufliche Belange ausgerichteten Gruppe. Dies wird sowohl an ihren Zuzugsgründen deutlich, als auch an ihrer hohen Qualifikation.

Wenn diese recht finanzkräftige Gruppe in die Familienplanung geht, findet eine Verlagerung des Wohnortes ins Umland statt. In Frankfurt wohnen bleibt die Gruppe der Singles und Zweipersonenhaushalte die noch keine Kinder haben, bzw. wollen. Diese Gruppe scheint auch recht finanzkräftig zu sein. Dem Gegenüber stehen Familien mit 2 und mehr Kindern und Alleinerziehende. Dieser Gruppe gelingt es offenbar nicht in dem Maße die Wohnsituation zu verbessern in dem sie auch ihren Kindern ein Leben im Grünen und in größeren Wohnverhältnissen ermöglichen. Die andere Gruppe die in der Stadt zurückbleibt bzw. stärker in sie hinein zieht ist die der Ausländer. Schon in der großräumlichen Verteilung zwischen Umland und Stadt lassen sich also bestimmte Muster erkennen.

Aus der Ferne betrachtet, hat man es in Frankfurt mit zwei Einwanderergruppen zu tun.

Die eine Gruppe, vornehmlich junge Deutsche mit hohem Bildungsabschluss, nutzt Frankfurt für die Berufskarriere, ein Teil davon, der später Familien gründet, zieht dafür vornehmlich ins Umland um die dortigen, jetzt nicht mehr beruflichen, sondern Wohnvorteile (mehr Grün, bessere Luft, besseres Preis-Leistungsverhältnis) zu nutzen.

Die andere Gruppe sind vornehmlich Migranten und Deutsche mit bestimmten sozialen Merkmalen. Auffällig und erschreckend ist die hohe Korrelation zwischen den Merkmalen ,,hohe Einkommensbelastung", ,,Unterversorgung mit Wohnraum" und ,,Großfamilie". Interessant ist auch die Tatsache, dass oftmals die Merkmale ,,Nichtdeutsch" und ,,Großfamilie" zusammenfallen. Für mich stellt sich hier die Frage welche Variable welche beeinflusst ? Sind Großfamilien eher sozial benachteiligt weil sie Ausländer sind, findet hier also eine ethnische Benachteiligung statt, die sich nur statistisch auf Großfamilien auswirkt, weil diese mehrheitlich nichtdeutsch sind, oder liegt hier eine soziale Benachteiligung der Familien vor, die sich besonders auf die ausländischen Familien auswirkt, weil sie einen Großteil der Familien stellen ?

Um sich diesen Fragen weiter anzunähern und wieder den Bogen zurück zur Segregation zu spannen, ist es wichtig sich mit der Verteilung der finanziellen Ressourcen zu beschäftigen.

4.2. Einkommensverteilung in Frankfurt

Das Einkommen ist die entscheidende Ressource um sich auf dem Wohnungsmarkt sich einen Platz zu sichern. Auch wenn andere Faktoren, wie die Benachteiligung durch bestimmte Zuschreibungen, die Wohnungswahl beeinflussen, bietet Geld einem die Möglichkeit doch auf ein größeres Angebot zurückzugreifen.

Die Darstellung der Einkommensverteilung in Frankfurt erfolgt hauptsächlich entlang dem Haushalts-Äquivalenzeinkommen (Siehe Fußnote 14, S.12). Für Frankfurt ergibt sich ein durchschnittliches Haushaltsäquivalenzeinkommen von 2.488 DM. Dies ist das durchschnittliche Nettoeinkommen, welches einem Ein-Personenhaushalt zur Verfügung steht. Im 2. Sozialbericht werden vom Durchschnittseinkommen ausgehend 4 Einkommensklassen gebildet.

Niedrig: Bis 50% des Haushaltsäquivalenzeinkommens, mäßig: 50%-100% des Einkommens, gehoben : 100%-150% und hoch: über 150% des Einkommens:

Interessant sind die Verteilungen der unterschiedlichen Haushaltsgrößen und der Vergleich von Deutschen und Nichtdeutschen.

Tab.:A

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

*wegen zu geringer Fallzahl nicht ausgewiesen

Quelle: Mikrozensus 1998, Berechnungen von Dr. Herbert Jacobs

Bei den Daten fällt sofort eine doppelte Ungleichverteilung auf.

Das Durchschnittseinkommen nimmt ab, je größer die Familien sind. Hier wird deutlich, was sich schon in den Wegzugsbewegungen abzeichnete. Familien sind nicht so sehr in der Lage, eine Vergrößerung oder Verbesserung der Wohnsituation umzusetzen, da ihnen die nötigen finanziellen Ressourcen fehlen, bzw. sie einen erhöhten Bedarf haben und sich ihnen weniger Freiräume für eventuelle Mehrkosten bieten. Außerdem haben die finanzkräftigeren Familien Frankfurt schon verlassen. Zurück bleiben gutverdienende Single- und kinderlose Haushalte, ärmere Familien und ärmere Nichtdeutsche. Einen weiteren Punkt sollte man an dieser Stelle noch bedenken. Das Vorhandensein von Kindern mag zwar ein Grund für die relativ niedrigen Einkommen sein (freiwilliger oder erzwungener Karriereverzicht), aber es wäre sicherlich interessant, sich auch die Bildungsabschlüsse der Eltern anzuschauen. Ich könnte mir vorstellen, dass die niedrigen Einkommen auch aus niedrigeren Berufsabschlüssen resultieren, leider liegen mir dafür keine geeigneten Daten vor.

Eine weitere Ungleichverteilung fällt bei dem Vergleich ,,Deutsche" - ,,Ausländer" auf. Durch alle Lebensformen hindurch haben Nichtdeutsche ein geringeres Einkommen als Deutsche. Auch hier kann man über die Gründe nur spekulieren. Ich gehe davon aus, dass der Teil der ausländischen Bevölkerung, der über höhere Einkommen verfügt ins Umland abgewandert ist, hier wäre auch noch einmal ein Blick auf die Eingebürgerten interessant. Des weiteren mag auch hier die Berufsposition eine Rolle spielen, leider scheint es auch in diesem Fall keine

Daten zu geben. Gerade an diesem Punkt könnte man untersuchen, in- wie -weit Ausländer in der Lage sind, ihre Bildungsabschlüsse auch in entsprechende Berufe umzusetzen, oder in- wie-weit sie hier diskriminierenden Prozessen unterworfen sind. Ich denke, dass sowohl objektive Merkmale, wie Bildungsabschüsse als auch subjektive Zuschreibungen und Vorurteile, die sich in diskriminierenden Strategien niederschlagen zu der oben dargestellten Einkommensverteilung führen.

Die Häufigkeitsverteilung untermauert noch diese Ergebnisse.

Tab.:B

Haushalte nach Einkommensklassen, nach Personenzahl und Nationalität der Bezugsperson in %

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Mikrozensus 1998, Berechnungen von Dr. Herbert Jacobs

Die Zahlen sprechen weitestgehend für sich, je größer die Personenzahl in einem Haushalt, desto eher verfügen diese Haushalte über ein mäßiges bis niedriges Haushaltsäquivalenzeinkommen.

Während man in den höheren Einkommensgruppen auf deutsche Haushalte ohne Kinder trifft findet man in den unteren Einkommensgruppen Nichtdeutsche Haushalte mit Kindern. Die Merkmale ,,Nichtdeutsch", ,,niedriges Einkommen" und ,,Kinder" treten dabei häufig zusammen auf. Familienplanung als traditionelle Lebensweise ist, so der Eindruck die Aufgabe einkommensschwächerer und ausländischer Familien geworden, ich möchte aber noch betonen, dass man den Faktor ,,Kinder" und den Faktor ,,Ausländer" selber als sozial diskriminierendes Merkmal verstehen muss, wie es bei der Maklerbefragung (siehe Tab.: 0 im Datenanhang) deutlich wird. Das niedrige Einkommen ergibt sich meiner Meinung nach nicht ausschließlich aus schlechteren Bildungsabschlüssen und daraus resultierenden schlechter bezahlten Jobs, sondern auch aus den diskriminierenden Strategien auf dem Arbeitsmarkt.

In Frankfurt gibt es, um es provozierend auszudrücken, eine Zwe-Klassengesellschaft. Auf der einen Seite stehen junge hochqualifizierte deutsche Singles, die ihr Leben nach den Anforderungen einer anspruchsvollen Berufswelt ausgerichtet haben, als Ausgleich stehen ihnen dafür hohe Einkommen zur Verfügung. Auf der anderen Seite stehen Menschen, die nicht in dem Maße über hohe Qualifikationen verfügen, bzw. diese nicht so geltend machen können. Zusätzlich müssen sie noch eine Familie oder Kinder versorgen. Ein Teil von ihnen ist ausländischer Herkunft. Diese alle leben in Frankfurt, und wie die Bevölkerungsentwicklung erwarten lässt, werden beide Gruppen weitere Zuwächse verzeichnen. Sie benötigen also beide Wohnraum.

4.3. Wohnungsentwicklung

Das Problem des Beschreibung der Wohnungsentwicklung im Hinblick auf die Segregation liegt in der Vielzahl von Faktoren die den Wohnungsbestand, Wohnungsnachfrage und Preise verändern. Dabei ist sowohl deren Wechselwirkung als auch deren Veränderung durch externe Faktoren und die fortlaufende Zeit zu bedenken. Ich versuche mich auf drei Aspekte zu beschränken, da ich sie, wie auch Musterd, als Faktoren für Segregation für sehr wichtig halte.

Ein Aspekt ist die unterschiedliche Wohnungsstruktur innerhalb der Stadt. Die Wohnungsstruktur lässt sich meiner Meinung nach auf zwei Arten erfassen. Die eine ist eine stark quantitativ geprägte Methode. Wie im 2. Frankfurter Sozialbericht geschehen, betrachtet man, welcher Wohnraum stadtweit zur Verfügung steht, und welcher Bedarf an Wohnraum vorhanden ist15 . Der zweite Weg ist qualitativ geprägt und bezieht auch die städtische Entwicklung mit ein. Dies ist wichtig, da durch den langen Zeitraum des städtischen Wachstums sich in Frankfurt wie auch in anderen Städten, verschiedene Konzepte des städtischen Wohnens entwickelt haben, die auch immer eng mit der Sozialstruktur der jeweiligen Zeit und Stadt zusammenhingen. Auch in Frankfurt kann man diese Gebiete gut erkennen so zum Beispiel die Siedlungen in Praunheim oder der Römerstadt, die alten Villen im Westend die Mietshäuser der Jahrhundertwende jenseits des Anlagenrings usw. Diese vorhandene Stadtstruktur, die selbst schon Ergebnis sozialer Unterschiede war, wird weiterhin in einem bestimmten sozialen Kontext genutzt, der sich aber im Laufe der Zeit ändern kann (z.B. das Westend: Früher ein Villenviertel nach dem Krieg heruntergekommen, dann ein von Studenten bewohntes Viertel mit heruntergekommenen teilweise besetzten Häusern hin zur 1. Frankfurter Geschäftsadresse. )

Ein weiterer Aspekt ist die Mietbelastung für die einzelnen Stadtteile und die der einzelnen Gruppen. Hier ist auch die prozentuale Mietbelastung interessant. Wie viel Prozent des Einkommens muss also aufgewendet werden um den Wohnraum zu bezahlen ?

Der dritte Aspekt, ist das Verhältnis von kommunal gefördertem / sozialem Wohnungsbau und dem freien Wohnungsmarkt. In welcher Weise und für welche Gruppen wird eine Abfederung der Marktprozesse geschaffen und so segregierenden Prozessen entgegengewirkt ?

Aus diesen Aspekten ließen sich meiner Meinung nach sinnvolle Rückschlüsse ziehen, warum bestimmte Bevölkerungsgruppen in bestimmten städtischen Teilgebieten anzutreffen sind. Auch ließe sich so darstellen in welcher Art und Weise bestimmte Gruppen benachteiligt sind.

Wohnungsstruktur

Wie schon gesagt, müsste man eigentlich jeden Stadtteil, oder sogar einzelne Straßen, Wohnblocks und Häuser untersuchen um den qualitativen Unterschieden der einzelnen Wohngegenden gerecht zu werden. Die Beschränkung auf Stadtteile oder Ortsbezirke ist eigentlich problematisch, da diese oft nur eine verwaltungstechnische Konstruktion sind und keine Siedlungszusammenhänge bilden. Es besteht die Gefahr, dass für Stadtteile Durchschnittswerte gebildet werden (z.B. Sozialhilfequote, Ausländeranteil) die ein bestimmtes scheinbar homogenes Bild eines Stadtteils suggerieren. Auf Grund der vorhandenen Daten, kann ich nur auf einem recht groben Niveau die Entwicklungen in Frankfurt beschreiben, trotz des vorher dargestellten qualitativen Vorgehens, halte ich aber auch eine Analyse auf dieser Ebene für sinnvoll, da sie den großen Rahmen der Wohnungsentwicklung in Frankfurt abstecken kann. Einen besonderen Schwerpunkt bildet hier die Entwicklung im unteren Preissegment.

Die besondere Betrachtung preisgünstiger Wohnungen bietet sich an, da die in Frankfurt lebenden Ausländer überdurchschnittlich über geringere Einkommen verfügen, und damit auch nicht über die nötigen finanziellen Mittel, um unbeschränkt auf das Wohnungsangebot zugreifen zu können.

Die stadtweite Entwicklung des Wohnungsmarkes zeigt ein Wachstum um 6,5% . Die durchschnittliche m² Größe pro Person stieg von 33,5m² auf 35,1 m ² an. In Kapitel 4.1., im Absatz Haushaltsentwicklung weise ich schon auf die Verkleinerung der Haushalte in Frankfurt hin, dies wird hier noch mal interessant, da durch die ständige Verkleinerung der Haushalte hin zu ,,Ein Personen Haushalten" der Bedarf an Wohnungen unabhängig vom normalen Bevölkerungswachstum ansteigt. Die Zuwachsraten bei den verschiedenen Wohnraumzahlen bleibt im Laufe der Jahre konstant16 . Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Schaffung von neuem Wohnraum in Frankfurt anscheinend stark rückläufig ist. So hat es von 1995 auf 1998 einen Rückgang um 37,8% der Fertigstellungen gegeben und einen Rückgang der Baugenehmigungen um 41,1%. Wenn man die Verteilung der verschiedenen Wohnungsgrößen (nach Räumen) betrachtet, fällt auf, das 79,9% der Wohnungen weniger als 4 Räume einschließlich Küche haben. In fast der Hälfte aller Frankfurter Wohnungen gibt es also nicht mehr als 2 Räume zusätzlich zu Küche und Bad. Auch wenn der Sozialbericht darauf hinweist, dass die großen Wohnungen (drei bzw. vier und mehr Räume inklusive Küche ) absolut den größten Zuwachs zu verzeichnen hatten, so bleibt hier anzumerken, dass das Verhältnis der Wohnungsgrößen zueinander trotzdem stabil bleibt.

Sozial abgefederter Wohnungsmarkt

In diesen Block gehören für mich alle Wohnformen, die die Marktprozesse und die Diskriminierungsstrukturen abfedern sollen. Hierzu gehören alle Arten von Wohngeldunterstützung, der soziale Wohnungsbau und die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.

Den Bereich der Wohnungsnotfälle und Hilfen zur Verhinderung von Obdachlosigkeit möchte ich an dieser Stelle nur streifen, da er zu weit vom eigentlichen Thema wegführen würde.

Wenn man sich den Wohngeldbezug in Frankfurt anschaut, fallen besonders zwei Tendenzen ins Auge. Auf der einen Seite hat es einen starken Rückgang der Wohngeldberechtigten um 23,4% seit 1991 in Frankfurt gegeben. Besonders das Einkommensabhängige und auf bestimmte anrechnungsfähige Höchstmieten festgelegte Tabellenwohngeld hatte einen Rückgang von 37,6 % seit 1991 zu verzeichnen. Das pauschalisierte Wohngeld, bei dem 47,2% der anerkannten Unterkunftskosten bewilligt werden, blieb jedoch von der Anzahl der Empfänger her stabil.17 Auf der anderen Seite entsteht, da das pauschalisierte Wohngeld den steigenden Mieten angepasst wird, ein ständig höherer Finanzbedarf18 .Das Finanzvolumen stieg so seit 1992 von 50,88 Mio. auf 1998 90,27 Mio.

Mit dieser Summe wurden also die Renditen der Vermieter von der öffentlichen Hand subventioniert. Die Wirksamkeit dieses Instrumentariums scheint mir sehr begrenzt zu sein. Wenn man die Einkommensbelastung durch die Miete vor bzw. nach dem Erhalt des Wohngeldzuschusses vergleicht, stellt man fest, dass es nur geringfügige Entlastungen gibt. Auch wenn man sich die Fälle der Wohnkostenüberschreitung anschaut, stellt man fest, dass beim pauschalisierten Wohngeld in 83,4% aller Fälle eine Wohnkostenüberschreitung vorliegt. Somit lässt sich auch die nur geringe Einkommensentlastung erklären. Die Wirksamkeit des Wohngeldes um die Wohnungssituation oder die Auswahlmöglichkeiten an Wohnraum zu verbessern sehe ich als sehr gering an, eher handelt es sich um eine kommunale Unterstützung des örtlichen Mietniveaus.

Der Soziale Wohnungsbau in Frankfurt hat sich in den letzten 10 Jahren stark verändert. Die Anzahl der Wohnungen hat sich von 21,5% auf 13,1% am gesamten Wohnungsbestand reduziert. In absoluten Zahlen ausgedrückt, von fast 68.000 auf 44.000 Wohnungen und die Prognose des Amtes für Wohnungswesen geht bis zum Jahr 2010 von einer weiteren Reduzierung auf 25.000 aus. Dagegen baut die Stadt den sogenannten 2. Förderungsweg aus. Dieser richtet sich allerdings an einkommensstärkere Gruppen, für die durch Miethöhenfestschreibungen auf 20 Jahre bezahlbarer Wohnraum gesichert werden soll19 . Die Frankfurter Sozialpolitik richtet sich also mehr auf ein sozial erwünschtes als auf ein sozial schwaches Klientel aus.

Die Wohnungsbaugesellschaften in Frankfurt haben beim Wohnungsneubau einen starken Rückgang von 1994 bis 1998 von 20% aller fertiggestellten Wohnungen bis auf 10,8% zu verzeichnen. Im Kommunalwahlkampf gab es immer wieder Diskussionen um drastische Mieterhöhungen, die sich am Ende auf 15% Mietsteigerungen in den nächsten Jahren einpendelten.

Dieses Geld soll zur Sanierung und Aufwertung des Wohnungsbestandes genutzt werden. Auch bei den Wohnungsbaugesellschaften deutet sich eine Entwicklung in Richtung des freien Wohnungsmarktes an, höhere Mieten und ein höheres Wohnniveau sprechen dabei natürlich auch eher einkommensstärkere Bevölkerungsgruppen an. Zusätzlich gibt es immer wieder Spekulationen über Privatisierungen der Kommunalen Wohnungsbaugesellschaften.

Für Menschen, die auf Grund ihrer Ethnie oder ihres Einkommens nicht frei auf dem Wohnungsmarkt wählen können, werden auch die Möglichkeiten im regulierten Wohnungsmarkt unterzukommen immer schwieriger.

Freier preisgünstiger Wohnungsmarkt und Mietbelastung

Diese Gruppe drängt also gezwungenermaßen in das Segment der preisgünstigen Wohnungen. Dieser Teilbereich des Wohnungsmarktes besteht aus unsanierten Altbauwohnungen und Wohnungsbestand mit einfacher Ausstattung. Gerade in diesem preisgünstigen Segment lassen sich anscheinend hohe Renditen erzielen und auch noch erhöhen. Ich finde es schon bemerkenswert, dass während der Jahre 1993-1998, in denen es in allen Baualtersklassen und Wohnausstattungen Preiseinbrüche gab, im Segment der Altbauwohnungen mit einfacher Ausstattung Mietpreissteigerungen von 4,8% gab. Die aktuellen Zahlen von 2000 deuten auf Steigerungen um 10% hin20 . Es entsteht der Eindruck, dass gerade bei denen, die nur auf einen kleinen Teil des Wohnungsmarktes zurückgreifen können, der Druck nur wenig Auswahl, viel Konkurrenz und dringenden Bedarf zu haben, ausgenutzt wir um hohe Renditen zu erzielen. Wenn der Frankfurter Sozialbericht von einem großen Wohnungsbedarf gerade in diesem Preissegment spricht und den Bedarf an Wohnungen auf fast 23.000 ansetzt,21 kann man sich vorstellen, welche Auswirkungen der weitere Abbau von sozial abgefederten Wohnungsprogrammen hat.

Der Bedarf an diesen ,,günstigen" Wohnungen besteht besonders bei denen, die einer hohen Einkommensbelastung durch die Mieten ausgesetzt sind. Diese Gruppe setzt sich, wie in Kapitel 4.2. deutlich wird, zu einem großen Teil aus großen Familien und Nichtdeutschen zusammen. Leider liegen zur Mietbelastung keine nach Einwohnerstatus (Deutsch / Nichtdeutsch) getrennten Daten vor, so das man keine detaillierten Aussagen zu den Unterschieden zwischen Deutschen und Nichtdeutschen machen kann.

Die Tabelle 4 im Datenanhang zegen sich zwei klare Tendenzen. Erstens ist die

Einkommensbelastung höher je größer der Haushalt ist. Zweitens, dass die durchschnittliche Mietbelastung für alle Haushalte in den letzten 6 Jahren enorm gestiegen ist. Besonders belastet wurden durch die Mietsteigerungen die großen Haushalte (5 und mehr Personen). Die Zahl der Haushalte mit einer Belastung von unter 15%-205 fiel von 36,1% auf 4,8% in der Belastungsklasse 40% und mehr stieg sie von 25,5% auf 44,4% an. Die höchsten Belastungen liegen also bei denen, die schon durch die zusätzliche Versorgung von Kindern belastet sind.

Beim Vergleich von Deutschen mit Nichtdeutschen gibt es nur Zahlen von 1998. Diese zeigen jedoch auch sehr deutlich die unterschiede zwischen Deutschen und Nichtdeutschen, was die Wohnsituation betrifft. So ist die im Mikrozensus durchschnittliche angegebene Wohnungsgröße bei Nichtdeutschen um 8,5m² geringer als bei deutschen Familien. Die durchschnittliche Miete liegt bei den Deutschen jedoch 11 DM unter der durchschnittlichen Miete von Nichtdeutschen.

Die Aussagekraft dieser Ergebnisse ist natürlich nicht allzu groß, zeigt aber auch eine gewisse Tendenz auf, denn obwohl die Gruppe der Ausländer eher Kinderreiche Familien hat ( 2,5 Pers. Pro Haushalt), ist ihr durchschnittlicher Wohnraum deutlich geringer.

Die familiäre Lebenssituation scheint sich nicht sehr deutlich auf die Größe der Wohnungen niederzuschlagen. Der Mietspiegel 2000 bestätigt diese Vermutungen. Wenn man die Versorgung mit Wohnraum betrachtet, sieht man, dass besonders Großfamilien die Schwellenwerte des technischen Wohnungsbaurichtlinien unterschreiten. So mussten 15,1% aller 4-Personenhaushalte, 58,1% aller 5 Personenhaushalte und 97,2% aller Haushalte mit mehr als 6 Personen mit weniger Wohnräumen als beim Sozialbau vorgesehen auskommen22 .

Zur Deutlichkeit muss betont werden, dass es sich bei diesen Zahlen nicht nur um Familien im sozialen Wohnungsbau handelt sondern um eine repräsentative Stichprobe der letzen Mietspiegelerhebung.

4.4. Räumliche Verteilung der Nichtdeutschen in Frankfurt

Zum Ende meiner Arbeit komme ich wieder zurück zur Segregation. Wie ist die Situation der in Frankfurt lebenden Nichtdeutschen unter den oben beschriebenen Bedingungen und wie wirken sich diese Faktoren auf die Segregation in Frankfurt aus ? Die Einkommensdaten zeigen, dass Nichtdeutsche im Durchschnitt weniger verdienen als Deutsche, die Daten zeigen aber auch, dass es schon eine Heterogenität im Einkommen unter den Nichtdeutschen gibt. Nicht alle Ausländer in Frankfurt haben eine schlechtere ökonomische Position als die Deutschen.

Wenn man also die Nichtdeutschen nur in großen Gruppen betrachtet, kann man immer nur von Tendenzen oder Auffälligkeiten sprechen. Bei der Einkommensverteilung ist diese Tendenz jedoch deutlich erkennbar, ein großer Teil der ausländischen Frankfurter hat, wenn man sich die Gruppen nach Haushaltsgröße differenziert betrachtet, ein niedrigeres Einkommen als die Deutsche Vergleichsgruppe.

Ein weiterer Unterschied zwischen der deutschen und der ausländischen Bevölkerung ist wie schon gesagt, die durchschnittliche Haushaltsgröße. Aber nicht nur von der Einkommens- und Familienstruktur sondern auch von der Alterstruktur gibt es Unterschiede. Die Nichtdeutschen sind eine wesentlich jüngere Bevölkerungsgruppe als die Deutschen, immerhin sind gut ¾ der Nichtdeutschen unter 34 Jahren (Siehe Tab. 2).

Die ausländische Bevölkerung muss sich auf einem Wohnungsmarkt behaupten, auf dem sie mit einer sehr zahlungskräftigen oftmals hochqualifizierten deutschen Bevölkerung konkurrieren muss, die hauptsächlich aus beruflichen Gründen nach Frankfurt gekommen ist, und ihre Präferenzen auf die Karriere gelegt hat. Das Polarisierungspotential ist meiner Meinung nach sehr gut erkennbar und wird auch vom Frankfurter Sozialbericht angesprochen23 .

Verstärkend kommt dazu noch ein Wohnungsmarkt der von einem hohen Wohnungsdefizit (ca. 23.000 fehlende Wohnungen24 ) und geringen Zuwachsraten geprägt ist. Der abgefederte Wohnungsmarkt befindet sich auf dem Rückzug und hat neue Schwerpunkte in der Unterstützung des Mittelstandes gesetzt. Diese objektiven Faktoren werden noch verstärkt von diskriminierenden Praktiken in der Vergabe von Wohnungen wie die Maklerbefragung (Tab. 0) aufzeigt. Wenn der Wohnungssuchende nicht nur Ausländer ist sondern auch noch eine Großfamilie hat, ist sein Status noch niedriger. Diese Diskriminierung lässt sich aber nicht nur auf dem freien Wohnungsmarkt sondern auch auf dem sozial abgefederten Wohnungsmarkt erkennen.

Bei den Vermittlungszahlen von Wohnungssuchenden durch das Amt für Wohnungssuchende, fällt auf, dass die Merkmale ,,Ausländisch" und ,,Großfamilie" sich auch hier negativ auf die Wohnraumvermittlung auswirken. Während die Vermittlungsraten bei Ein Personen Haushalten nur gering von einander abweichen (Nach einem Jahr Wartezeit ist 91 % aller Deutschen und 95,5 aller Nichtdeutschen Haushalte eine neue Wohnung vermittelt worden), liegen die Zahlen bei den Familien mit 5 und mehr Personen deutlich auseinander.

Während 23, 6% aller Deutschen Fam. mit mehr als 5 Kindern 2 Jahre oder mehr auf eine Wohnung warten müssen, sind es bei den Nichtdeutschen 44,7% aller Fam. mit mehr als 5 Kindern. Ehrlicherweise muss man dazu sagen, dass es bei den ausländischen Familien mit mehr als 5 Kindern in absoluten Zahlen 105 vermittelt wurden während es bei den Deutschen 55 Fälle waren.

Die Räumliche Verteilung haben für Frankfurt ja schon Musterd grafisch dargestellt ( Siehe Abb. 1 im Datenanhang), daher versuche ich zu erfassen, welche Merkmale in den Stadtteilen mit hohem Ausländeranteil gehäuft auftreten. Besonders herausheben möchte ich zwei Faktoren die ich für die Wohnqualität für besonders wichtig halte. Zum einen ist dies Siedlungsstruktur. Die Frage welche ich kurz anschneide, ist welche Hausformen (Ein-, Zwei- , oder Mehrfamilienhäuser) wie häufig auftreten und in welche Beziehung man dies mit dem Ausländeranteil setzten kann.

In der Grafik 1 im Datenanhang und in Tabelle 5 kann man das Verhältnis von Wohnform und Ausländeranteil gut erkennen. Es gibt zwar Schwankungen zwischen den einzelnen Stadtbezirken, aber die Tendenz ist klar zu erkennen. Stadtteile mit einem hohem Anteil an Mehrfamilienhäusern weisen auch einen hohen Ausländeranteil auf. Die Anzahl der Einfamilienhäuser verhält sich zum Ausländeranteil antiproportional.

Diese Tendenzen machen einerseits die strukturellen Benachteiligungen der Ausländer deutlich und betonen noch einmal die finanziellen Ungleichheiten und zeigen andererseits an, wie sich diese auf die Wohnungswahlmöglichkeiten auswirkt. Der zweite Faktor den ich im Bezug auf Stadtteile und Ausländeranteile betrachte, ist der der Wohnungsgröße. Das Diagramm im Datenanhang auf Seite B und die Tab. 6 zeigen, auch hier eine klare Tendenz.

Je weniger Ausländer, desto größer die Wohnungen bzw. Häuser in dem jeweiligen Stadtteil. Hier zeigt sich deutlich, dass in den Stadtteilen in denen große Wohnungen, Häuser mit wenig Parteien , und eine durch viele Einfamilienhäuser lockere Bebauung zu finden ist, die ausländische Bevölkerung deutlich weniger vertreten ist. Die Gründe des signifikant geringern Auftretens von Ausländern in diesen bevorzugten Stadtteilen liegt dabei sicher nicht nur an der ökonomischen Benachteiligung sondern auch an dem sozial diskriminierenden Verhalten, wie es in der Maklerbefragung deutlich wird.

5. Fazit

Schon in der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Segregationsbegriff wurde mir seine hohe Komplexität deutlich. Der Versuch diese Komplexität des Begriffs in eine Form zu pressen, mit der sich empirisch arbeiten lässt, ihn also zu operationalisieren, führt unweigerlich zu einer Vereinfachung der sozialen Wirklichkeit. Bei meiner Auseinandersetzung mit den Frankfurter Daten, wurde mir die Problematik dieser Operationalisierung sehr bewusst. Auf der einen Seite musste ich aus dem vielfältigen Material eine begrenzte Auswahl treffen auf der anderen Seite bemerkte ich immer wieder, dass zu bestimmten Aspekten, keine oder nur unzureichende Daten vorhanden waren.

Trotz dieses Balanceaktes machen die Frankfurter Daten mehrere Dinge deutlich. In der Frankfurter Bevölkerungsentwicklung sind polarisierende Tendenzen deutlich erkennbar.

Diese werden verstärkt durch ökonomische Ungleichheiten und diskriminierende Strategien. Zwei Dinge sind mir dabei besonders erschreckend aufgefallen.

Erstens spielt der Faktor ,, Kind" eine erhebliche Rolle. Familien sind nicht nur höheren finanziellen Belastungen ausgesetzt sondern unterliegen auch noch Diskriminierenden Strategien von seiten der Vermieter, anderer Bewohner etc.

Zweitens haben die Konzepte der Stadt Frankfurt für den sozial abgefederten Wohnungsbau in keiner Weise kompensierenden oder sogar präventiven Charakter. Besonders die starke Förderung eins sozial erwünschten Klientels halte ich für falsch. Statt für eine gleichmäßige Wohnraumverteilung im Rahmen der ohnehin schon begrenzten Möglichkeiten zu sorgen, werden diese Regulierungsmöglichkeiten noch weiter abgebaut. Dies wird, falls diese Richtung beibehalten wird, zu einer weiteren Polarisierung führen.

6. Datenanhang

Tab. 0:

Personengruppen mit Zugangsschwierigkeiten am Wohnungsmarkt

Aus sozialen Gründen werden am freien Wohnungsmark häufig abgelehnt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quellen:

Schmid/Weinbörner: 1996, Reis 1996, Entnommen aus: Bartelheimer, Peter, 1997: Risiken für die soziale Stadt, S.277 Tabelle 6.7-4

Tab. 1:

Segregationsindices in vier europäischen Städten

(Minoritäten im Verhältnis zum Rest der Bevölkerung)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

*zu kleine MinoritÄt

Entnommen aus Musterd, et al. :

Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa

Tabelle 2:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Statistisches Jahrbuch Frankfurt am Main1999, Tab A2/5 2. Sozialbericht Frankfurt am Main, 2000

Tabelle 3:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Wohngeldstatistik HSL, Entnommen aus Frankfurter Sozialbericht 2000, S. 89

Tabelle 4:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Frankfurter Mietspiegel 1993-2000, Sonderauswertungen, IWU,

Entnommen aus Frankfurter Sozialbericht 2000

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

7. Literaturverzeichnis

1. Bartelheimer, Peter. (1997): Risiken für die Soziale Stadt. Erster Frankfurter Sozialbericht. Frankfurt: Eigenverlag des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge

2. Dankschat, Jens. (1998): Warum ziehen sich Gegensätze nicht an ? S. 21- 97 in Heitmeyer, Wilhelm, Dollase, Rainer und Backes, Otto (Hrsg.), Die Krise der Städte. Analysen zu den Folgen desintegrativer Stadtentwicklung für das ethisch-kulturelle Zusammenleben. Frankfurt am Main: Suhrkamp

3. Friederichs, Jürgen, (2000): Ethnische Segregation im Kontext allgemeiner

Segregationsprozesse in der Stadt. S.174-196 in Harth, Annette, Scheller, Gitta und Tessin, Wulf. (Hrsg.): Stadt und soziale Ungleichheit. Opladen: Leske+Budrich

4. Fuchs-Heinritz, Werner (1995): Lexikon zur Soziologie, 3 Aufl. Opladen: Westdeutscher Verlag

5. Musterd, Sako, Ostendord, Wim und Breebaart, Matthijs (1997) Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa. S. 293-307 in Leviathan Sonderheft No.17. Opladen / Wiesbaden: Westdeutscher Verlag

6. Stadt Frankfurt am Main (2000) : Reihe Soziales und Jugend Bd. 21 Frankfurter Sozialbericht Teil II: Sozialhilfeempfänger. Frankfurt am Main

7. Stadt Frankfurt am Main (2000) : Reihe Soziales und Jugend Bd. 22 Frankfurter Sozialbericht Teil III: Wohnungsversorgung. Frankfurt am Main

8. Treibel, Annette (1999): Migration in Modernen Gesellschaften. München: Juventa Verlag

[...]


1 Lexikon zur Soziologie, Fuchs-Heinritz, Werner (Hrsg.) 1995, S. 590

2 Treibel Anette : 1999, S. 187

3 Treibel Anette: 1999, S. 87

4 Vgl. Friederichs, Jürgen, in Harth, Annette et. al. 2000: S. 174 ff

5 Vgl. Sako Musterd et. al. 1997: S. 296

6 A.a.O.: S. 293

7 Dankschat, Jens, in Heitmeier, Wilhelm et. al. (Hrsg.) 1998. S. 38

8 Bartelheimer, Peter. 1997: S.277 Tabelle 6.7-4 Siehe Datenanhang Tab.0

9 Sako Musterd et. al. 1997 Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa, erschienen Im Leviathan Sonderheft No.17, S. 302

10 Sako Musterd et. al. 1997 Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa, erschienen Im Leviathan Sonderheft No.17, S. 303

11 Sako Musterd et. al. 1997 Muster und Wahrnehmung ethnischer Segregation in Westeuropa, erschienen Im Leviathan Sonderheft No.17, S. 306

12 Frankfurter Sozialbericht, (2000) S. 17

13 siehe Tab. 2

14 Das Haushaltäquivalenzeinkommen wird vom Durchschnittseinkommen aus berechnet. Für jedes Haushaltsmitglied gibt es ein spezifisches Bedarfsgewicht, mit dem das Durchschnittseinkommen multipliziert wird. Die Gewichtung erfolgt an Hand einer Skala der OECD. Für die 1. Person wir dabei ein Faktor von 1 angelegt, für jede weitere Person über 14 ein Faktor von 0,7, für jede Person unter 14 ein Faktor von 0,5.

15 Dezernent für Soziales und Jugend (Hrsg.), 2001, S. 26

16 Siehe Tab. A2/13 im Datenanhang

17 Frankfurter Sozialbericht 2000, S. 88

18 Frankfurter Sozialbericht 2000, S. 88

19 Frankfurter Sozialbericht 2000, S. 94

20 Frankfurter Sozialbericht, 2000, S. 35

21 Frankfurter Sozialbericht, 2000, S. 30

22 Frankfurter Sozialbericht, 2000, S.74

23 Frankfurter Sozialbericht, 2000, S.54

24 Frankfurter Sozialbericht, 2000, S.30

Details

Seiten
27
Jahr
2001
Dateigröße
613 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v106055
Institution / Hochschule
Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main
Note
1
Schlagworte
Entwicklung Segregation Frankfurt Main Hauptseminar

Autor

Zurück

Titel: Entwicklung von Segregation in Frankfurt am Main