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Frisch, Max - Homo Faber - Verhältnis des Homo Faber zu Frauen

Referat / Aufsatz (Schule) 2001 6 Seiten

Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Das Verhältnis des Homo Faber zu Frauen

I.Überblicküber die verschiedenen Frauen in Fabers Leben undsein

Verhältnis zu ihnen

1. Ivy:

Ivy, eine von Walter Fabers Frauen , ist 26 Jahre alt und kommt aus Amerika. Sie passt genau in seinfrauenfeindliches Weltbild. Er fühlt sich ihr als Mannüberlegen und verurteilt sie, da sie Wert auf passende Kleidung sowie andereÄußerlichkeiten legt( S.31). Faber führt eine untypische Beziehung zu der verheirateten, viel jüngeren Ivy. Sie leben nicht zusammen, womit Ivy nicht glücklich ist, da sie eine Heirat mit Faber möchte. Ivy zeigt Gefühle für ihn, Tränen und Zärtlichkeiten, wogegen sich Faber auf Gefühlsarmut,Statistik und Wahrscheinlichkeitberuft. Faber nimmt ihre Beziehung nicht ernst und sieht Ivy als Freund und„lieben Kerl".Er betrachtet Ivy als Objektund verbindet sie ausschließlich mitÄußerlichkeiten(z.B. Autos, ihren Kleidern, ihrem Beruf). Er ist der Auffassung, dass sie oberflächlich ist, da sie sich mit Mode beschäftigt. Jedoch interessiert er sich auch nicht weiter für ihren Charakter und ihre Leidenschaften,reduziert sie aufÄußerlichkeiten undmacht sichüber sie lustig(z.B. S.94„epileptisch-glücklicher Mund“). Faber weißnicht vielüber Ivy„Sie stammte aus der Bronx, sonst wusste ich nicht viel von Ivy, ..." (Zitat:S.68)Er betrachtet sie als sexuelles Wesen und sieht ihre Persönlichkeit nicht ,,...vielleicht ist sie lesbisch, vielleicht frigid; sie ist nicht dumm, aber ein bisschen pervers."(Zitat:S.64) Hier erkennt man, dass Faber Sexualität als etwas Unnatürliches ansieht und deswegen Ivys sexuellen Trieb als pervers empfindet. Im Verlauf der Handlung lässt sich herausstellen, dass Faber eingestörtes Verhältnis zur Sexualitäthat ,,wie Mann und Frau sich paaren warum gerade so? Einmal von außen betrachtet: Wieso eigentlich mit dem UnterleibEs ist absurd, wenn man nicht selber durch den Trieb dazu genötigt ist, man kommt sich verrückt vor, auch nur eine solche Idee zu haben,geradezu pervers." (Zitat: S.93)

Für Faberhat Sexualität etwas Beängstigendes, da er von seinem Trieb nicht zu etwasgezwungen werden will. Als Rationalist und mit seiner Einstellung findet er es schlecht,dass er seine natürlichen Triebe nicht kontrollieren und beherrschen kann. Jedochlässt er sich von Ivy verführen, was deren Trumpf ist und zuerst seinen Willen bricht und dann sein Weltbild anfangen lässt zu brechen.

Die Tatsache, dass er seine Natur (seine Triebe) nicht kontrollieren kann, beängstigenihn, da er sich selbst beherrschen möchte .

Er empfindet keinerlei Gefühle für Ivy und die Beziehung zu ihr basiert nur auf sexueller Basis.,,Wenn ich Ivy umarme und dabei denke: Ich sollte meine Filme entwickeln lassen, Williams anrufen!" ( Zitat:S.94 ). Er hat kein Interesse an Ivy und nicht die Absicht, sie näher kennen zu lernen, noch irgend etwas für sie zu empfinden. Sie ist für ihn nur wie ein Objekt, das ihm nichts bedeutet. Ein weiteres Argument für die Reduzierung Ivys zum Objekt ist die Assoziation ihres Namens mit Efeu.„Ivy heißt für mich Efeu und so heißen für mich eigentlich alle Frauen“(Zitat:S.91). Damit bekräftigt er, dass er sie als etwasUnselbstständiges, Klettenhaftesempfindet, was einen festen Halt braucht um wachsen zu können. Er sieht Frauengenerellalsabhängig, lästig und fesselnd. Er fühlt sich von ihnen eingeengt. Ivy macht Faber den ewigen Vorwurf, dass er sie nicht heiratet, obwohl sie bereits mit einem anderen Mann verheiratet ist. Faber fühlt sich von ihr„bedrängt, belästigt und gefesselt". Ivys

Verhalten ihm gegenüber ekelt ihn sogar an: ,,Ich hatte Hunger, aber der Hummerekelte mich. Ivy fand ihn himmlisch, und es ekelt mich ihre Zärtlichkeit, ihre Hand auf meinem Knie, ihre Hand auf meiner Hand, ihr Arm auf meiner Schulter, ihre Schulteran meiner Brust, ihr Kuss, wenn ich Wein einschenkte, es war unerträglich - ich sagte rundheraus, dass ich sie hasse." (Zitat:S.62). Trotz seiner Abneigung Ivy gegenüber schreibt er einen Brief an sie, als er mit dem Flugzug in der Wüste abgestürzt ist, obwohl er ursprünglich an Williams schreiben wollte. In diesem Brieftrennt sich Fabereigentlichvon Ivy,wasdiesejedoch einfachignoriert, und ihn trotzdem bei seiner Rückkehr nach New York am Flughafen erwartet.

Faber sieht Ivy als die Personifikation des„American Way of Life“,mit dem er auch nichts anfangen kann:„The American Way of Life: Schon was sie essen und trinken, diese Bleichlinge, die nicht wissen, was Wein ist, diese Vitamin Fresser, die kalten Tee trinken und Watte kauen und nicht wissen, was Brot ist, dieses Coca-Cola-Volk, das ich nicht mehr ausstehen kann" (Zitat:S.175). Er fühlt sich von ihr unterdrückt, da sie es schafft ihn zu verführen und nimmt so eine für ihn nachteilhafte,unterwürfige Position gegenüber einer Frauein. Das engt ihn in seiner Lebensweise ein, so dass er keinen Ausweg mehr weißund kurzfristig beschließt per Schiff von New York nach Paris zu fahren.

2. Sabeth:

Elisabeth Piper

Sabeth ist Walter Fabers und Hanna Landbergs Tochter. Sie hat gerade erst die Schule abgeschlossen, und ist auf der Reise mit einem Schiff von New York nach Europa, als sie das erste Mal Homo Faber begegnet. Faber fällt sie sofort auf, aber er weißnicht wem sieähnlich sieht. Er hat zu diesem Zeitpunkt natürlich noch keine Ahnung, dass er sich mitseiner Tochtertrifft. Sie ist einejunge, interessierte, gefühlsbetonte und lebensfreudigeFrau. Sabeth und Walter lassen sich während der Reise in Frankreich, Italien und Griechenland auf eine Affäre ein, welche im Inzest endet.

Sabeth ist mit ihrem Freund auf dem Schiff. Da sich Faber zu ihr hingezogen fühlt, beobachtet er sie ständig, was letzten Endes zuEifersucht Fabersführt, wenn sie mitanderen Männern in Kontakt steht. Dies ist dadurch zu erklären, dass Faber in seinemLeben bis jetzt jede Frau, die er wollte, für sich alleine hatte.Sabeth muss er zuerst imponieren, bevor sie sich ihm hingibt. Sabeth findet Faber anfangs komisch, doch schließlich schafft er es, Sabeth durch sein Alter, seine Lebenserfahrung und sein Wissen zu imponieren. Die um vieles jüngere Sabeth lauscht interessiert seinen lehrhaften Vorträgenüber Technik, wobei er feststellt, dass sie nicht dumm ist, abernaiv. Faber versichert sich immer wieder:

,,Wirklich nur ein Kind und zwar ein Kind, das ich als Frau behandelte, oder eine Frau, die ich als Kind behandelte, das wusste ich selbst nicht". Diese Unsicherheit tritt auf als ein Abendessen mit Mr. Lewin, Sabeth und anderen Kunstliebhabern erfolgt, wobei sich Faber unwissend und ausgeschlossen fühlt, da er für Kunst kein Verständnis hat und sich Sabeth hier als intelligente, junge Frau präsentiert. Es macht Faber sehr zu schaffen, dass hier einRollentauscherfolgt ist und Sabeth die Wissende ist. Aber trotz des Interessen- und Altersunterschiedes muss Faber bei sich feststellen, dass er für Sabeth Gefühle entwickelt hat, dieüber das Freundschaftliche hinaus gehen. Er verdrängt jedoch diesen Zustand und redet sich ständig ein, nicht verliebt zu sein und handelt Sabeth als harmlose Reisebekanntschaft ab. Für Faber ist die Begegnung mit Sabeth ein Zufall; für ihn gibt es kein Schicksal oder Fügung. Doch genau diese Kette von den sogenannten plötzlichen Zufällen führt letzten Endes zumTod Sabeths.

Irgendwann beginnt Faber sich Gedanken um Hanna zu machen und stellt plötzlich eineÄhnlichkeit zwischen Hanna und Sabeth fest. Doch da er es mit der Vernunfthält, argumentiert er: ,,Wieso vermuten, dass irgendein Mädchen, das Elisabeth Piperheißt, eine Tochter von Hanna ist". (Zitat: S.80)

Da sich Faber aber durch dieses Mädchen sehr von Gefühlen beeindrucken lässt,legt er Idealeigenschaften eines Technikers wie Vernunft und Logik ab, was soweitführt, dass er Sabeth fragt, ob sie ihn heiraten möchte. Er sagt zwar, dass GefühleErmüdungserscheinungen sind, jedoch kann auch er seine menschliche Seite nichtverdrängen, ist inkonsequent, da er die junge dynamische Sabeth zu lieben scheint.Das Fremde, Ungewöhnliche an der unbekannten Sabeth reizt ihn.

Hier findet ein Riss in seinem Weltbild statt. Es gibt einen Rollenwechsel:„Mein Leben lag in ihrer Hand“.(Zitat: S.95). Jedoch hätte Faber Sabeth nach der Schiffsreise vergessen können, da sich dort ihre Wege trennten, doch lässt es ihm keine Ruhe under vernachlässigt sogar seinen Beruf als Technikerund begibt sich in den Louvre(obwohl er nie etwas für Kunstübrig hatte), wo er Sabeth schließlich wieder trifft. Faber amüsiert sich darüber, dass Sabeth diese Begegnung als Zufall deutet. Doch Faber ist derjenige, welcher es auf dieses Wiedersehen angelegt hat. Die beiden planen gemeinsam einen Urlaub nach Griechenland, wo sie Sabeths Mutter besuchen wollen. Als man auf Sabeths Familie zu sprechen kommt, macht sich Faber immer häufiger Gedankenüber Sabeths Identität. Er will durch Mathematik beweisen, dass sie gar nicht seine Tochter sein kann. Faber rechnet solange, bis er auf sein manipuliertes, erwünschtes Ergebnis kommt

Trotz seiner Vermutung hält es ihn nicht davon ab, sich mit Sabeth in Avignon sexuell zu beschäftigen. Diese intime Begegnung mit Sabeth handelt er jedoch wieder als Zufall ab, somit auch den Inzest und damit den Tod seiner Tochter. Auf der Reise nach Athen erleben sie glückliche Momente miteinander:„Ich kann nur sagen, dass ich glücklich gewesen bin, da das Mädchen glücklich war, trotz des Altersunterschiedes".Fabers Frauenbild durchläuft während der gemeinsamen Zeit mit Sabeth eine Entwicklung, da sich Sabeth ganz anders verhält als die Frauen, die Faber bisher kennen gelernt hat.Fabers Frauenbild ist sehr negativ. Auffallend ist, dass Faber, wenn er sichüber eine Frau konkretäußert,von ihrer Individualitätschnell absiehtund sichpauschalüber sie als Gruppeäußert. Für Faber sind Frauen ,,hysterisch" (S.47) und egoistisch, weil sie kein Verständnis für das Bedürfnis des Mannes, allein zu sein, haben. In der Beziehung zu Sabeth zeigt er auch für Frauen Gefühle. Faber ist einrealitätsbezogener, rationalerMensch, der ,,nun einmal der Typ [ist], der mit beiden Füßen auf der Erde steht." (Zitat:S.47)Erst durch Sabeths Liebe, lernt er Gefühle zu zeigen. Ein Strand in Cuba erinnert Faber an Theodohori, wo seine Tochter starb. Er trauert und deshalb weint er. (S.176)

3. Hanna:

Hanna Landsberg, bzw. Piper Rückblende

Mit Hanna begegnet Faber einem anderen Frauentyp, als Ivy es ist, der er sich als Mannüberlegen fühlt. Da Hanna ihm gleichgestellt ist, betrachtet er sie nicht als Objekt und hat dadurch die Möglichkeit sie zu lieben.Faber schätzt Hanna als unberechenbare, temperamentvolle und empfindliche Frau ein. Weil sie kunstfanatisch ist, bezeichnet er sie als„Kunstfee“, worauf sie mit dem Spitznamen,,Homo Faber" kontert (der Mensch als Schmied ). So zeigt sich, dass hier schon einegewisseGleichwertigkeitzu erkennen ist und Hanna genug Wissen und Intellekt besitzt, um Faber Stand zu halten.

Dadurch ist Hanna die erste Frau, bei der er die Beziehungnichtalsabsurd bezeichnet. Als es jedoch zu einer Schwangerschaft Hannas kommt, stellt dies für Faber ein Problem dar. Faber ist eigentlich für eine Abtreibung, was für Hanna nicht in Frage kommt.

Faber fühlt sichübergangen, würde sich aber mit den gegebenen Umständen abfinden und sie zweckmäßig heiraten. Hanna allerdings heiratet Joachim, FabersFreund, und bringt Fabers Kind ohne dessen Wissen zur Welt.

Treffen nach Sabeths Tod

Nach Sabeths Tod begegnet Faber Hanna wieder. Sie hat sich sehr verändert und nach Fabers Meinung eine„männliche Sachlichkeit“angenommen. Hanna hatte sich in den vergangenen Jahren ganz ihrem Kind und ihrem Beruf gewidmet. Sie ist keine ,, Kunstfee" mehr, sondern eine emanzipierte Frau, die mit beiden Füßen fest im Leben steht , wie es sonst nur für Faberüblich ist.Er bewundert Hanna:„Dabei hat Hanna immer getan, was ihr das Richtige schien, und das ist für eine Frau, finde ich, schon allerhand. Sie führte das Leben, wie sie's wollte." (Zitat:S.139) Da Faber die Gleichberechtigung einer Frauaber nicht akzeptieren möchte, die gleichzeitig sein Bildüber Frauen allgemein zerstört, argumentiert er folgendermaßen: ,,Hannas gute Lebenssituation sei immer noch schlecht“. Er findet ihre geistige Arbeit sei nur ein Ersatz für ihre verpatzten Ehen. Da Faber die Frau in Verbindung zu Kindern und Ehe sieht, empfindet er Hannas Leben als„mangelhaft und bedauernswert." Faber tun alle Frauen leid, die trotz ihres tadellosen Aussehens, was seiner Meinung nach für eine Frau in der Gesellschaft ausreicht, Ansehen durch ihre Intelligenz erlangen.

Hanna macht Faber deutlich klar, dass sie in ihrem Leben keinen Mann benötigt.

Dabei schlägt sie Faber mit seinen eigenen Waffen und beharrt auf die Formulierung:„Sie ist mein Kind, nicht dein Kind. "(Zitat: S.138). Dies erschüttert das Weltbild des Homo Faber sehr, den plötzlich ist eineRollenverteilungerfolgt und er wird dominiert. Faber besinnt sich und möchte die früheren Ereignisse ungeschehen machen undmit Hanna zusammenleben. Doch da erfährt er einen harten, unüblichen Schlag inseinem Technikerleben: Eine Frau weist ihn ab.

4. Allgemein:

Walter Fabers Einstellung zu Frauen scheint für die heutige Zeit diskriminierend und erniedrigend. Er sieht sie als schwaches Geschlecht und behandelt sie wie Objekte. Die Gleichgültigkeit der Frauen gegenüber dem Beruf steht in totalem Kontrast zuFabers Berufsauffassung. Sowohl seine New Yorker Freundin Ivy als auch seine Tochterund Geliebte Sabeth verlieren kein Wortüber ihren Job, was auf Faber den Eindruck macht, dass sie sich nicht genügend um wichtige Dinge kümmern.

Seineerste sexuelle Erfahrungmacht Faber mit der Gattin seines

Mathematikprofessors. Wegenüberdurchschnittlicher Begabung unterstützt er seinen Professor bei der Korrektur eines Lehrbuches. Dadurch lernt er die lungenkranke Vierzigjährige kennen. Sie kommen sich näher„[...] und wenn sie meinen Bubenkörper küsste kam sie mir vor wie eine Irre oder eine Hündin".( Zitat:S.99) Faber schiebt die Schuld für seine Entgleisung auf die Frau, die er als Objekt ( Irre, Hündin ) ansieht. Nach ihrem Tod vergisst er sie, wie man Wasser vergisst ,dass man im Durst getrunken hat, was auch beweist, dass er die Frauen nur wie Objekte benutzt.„Sie starb noch im gleichen Sommer, und ich vergaßes, wie man Wasser vergisst, das man irgendwo im Durst getrunken hat." ( Zitat:S.99/100) Diese erste Erfahrung mit einer Frau ist für Fabers Liebesleben prägend. Von nun an entwickelt sich in ihm die Vorstellung, dass das Liebesspielabsurd, geradezu pervers ist.

II. Fabers Einstellung zur Ehe

Bei Fabers Einstellung zur Ehe gibt es eine Veränderung, die durch seinen Lebenswandel zu begründen ist. Zu Beginn ist er gegen die Ehe, da er nicht permanent Gefühle für eine Frau haben könne„Frühstück mit Frauen, ja, ausnahmsweise in den Ferien [...], aber länger als drei Wochen habe ich es nie ertragen[...] (Zitat:S.91). Außerdem ist er der Meinung, dass sich die Frau der Stimmung des Mannes anpasst. Als einzigen möglichen Zustand für ihn sieht er das Alleinsein. Sein menschliches Bedürfnis nach Zweisamkeit, dass ihn weich werden lässt, deutet er alsErmüdungserscheinung.„Wie beim Stahl, Gefühle, so habe ich festgestellt, sind Ermüdungserscheinungen, nichts weiter, jedenfalls bei mir". (Zitat:S.92)

Mit Ivy kommt es nie zu einer Heirat, da er sie nicht liebt und nicht braucht. Der Antrag kam von ihr aus, der sich von der Frage bis zum Betteln steigerte. Doch Faberlässt sich auf die ihm lästige und untergeordnete Ivy nicht ein.“Ich habe Hanna nichtgeheiratet, die ich liebte, und wieso soll ich Ivy heiraten?“ (Zitat:S.30) Für Faber hat die Ehe auch etwas Zweckmäßiges. Hanna machte er damals den Antrag nur wegen der Schwangerschaft und um zu beweisen, dass er kein Antisemit sei. Hanna fühlte sich nicht geliebt, war verletzt und lehnte ab.

Hier stellt sich die Frage, warum er Sabeth so plötzlich heiraten möchte??????

Er sagt zwar, dassGefühle Ermüdungserscheinungensind, jedoch kann auch er seine menschliche Seite nicht verdrängen, ist inkonsequent, da er Sabeth zu lieben scheint.Das Fremde, Ungewöhnliche an der unbekannten Sabeth reizt ihn. Sabeth zögert seinen spontanen Heiratsantrag anzunehmen, es kommt auch hier wiebei Hanna und Ivy nicht zur Heirat.

III. Fazit

In Anbetracht all dieser Erfahrungen im Leben Fabers kann man von zwei Frauenbildern reden: einerseits dasnegative Bild, verkörpert durch Ivy, eine unselbstständige Frau, unter deren Einfluss Faber leiden muss und die ihn dazu zwingt, sich in seiner logisch rationalen Welt zu verkriechen, und daspositive Bildverkörpert durch Hanna, eine ihm ebenbürtige und selbstständige Frau, die es ihm ermöglicht, seine menschliche Seite und damit auch Gefühle zu zeigen. Dies gelingt ihm zwar annähernd auch bei Sabeth, bei ihr will er jedoch den Eindruck erwecken, dass er nur auf ihre Annäherungsversuchereagierthabe .„Jedenfalls war es das Mädchen, das in jener Nacht[...]inmein Zimmer kam -“(Zitat.S.125) Abschließend lässt sich wohlüber Faber sagen, dass er nicht im Stande ist eineBeziehung zu führen, da er viel zuegoistischist und die Gefühle und Bedürfnisse der Frauen nicht ernst nimmt, da sie ihn nicht zu interessieren scheinen. Wie er Ivys Wunsch ihn zu heiraten ignoriert, beschließt er später einfach Hanna zu heiraten ohne dabei Rücksicht auf die beiden Frauen zunehmen.„Ich werde Hanna heiraten.“(Zitat: S.165)

[...]

Details

Seiten
6
Jahr
2001
Dateigröße
428 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v105445
Note
Schlagworte
Frisch Homo Faber Verhältnis Frauen

Autor

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Titel: Frisch, Max - Homo Faber - Verhältnis des Homo Faber zu Frauen