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Die Institutionalisierung nationaler Identität - Am Beispiel Kirgistans

Seminararbeit 1999 14 Seiten

Politik - Internationale Politik - Region: Osteuropa

Leseprobe

INHALTSANGABE

1 EINLEITUNG

2 ENTSTEHUNG EINER ETHNISCH-KULTURELLEN KIRGISISCHEN I-DENTITÄT

3 SCHAFFUNG EINER NATIONALEN KIRGISISCHEN IDENTITÄT
3.1 DER ERSTE SCHRITT: DIE FORMELLE UNABHÄNGIGKEIT KIRGISTANS
3.2 DER VERSUCH DER GLEICHSETZUNG KULTURELLER MIT NATIONALER IDENTITÄT - DIE SCHAFFUNG VON MINDERHEITEN
3.2.1 Russen und Deutsche
3.2.2 Usbeken und Kasachen

4 TRANSITIONSPROBLEME UND WIRTSCHAFTLICHE ABHÄNGIGKEIT
4.1 ABHÄNGIGKEIT VON RUßLAND
4.2 REFORMEN AUF NATIONALER EBENE UND DEREN SOZIALE KONSEQUENZEN

5 ZUSAMMENFASSUNG

6 LITERATUR
6.1 BÜCHER
6.2 ZEITSCHRIFTEN
6.3 ARTIKEL
6.4 INTERNET

1 Einleitung

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Winter 1990/91 zerfiel der Vielvölkerstaat in einzelne Nationalstaaten. Die Grenzen dieser neuen Staaten entsprachen nach wie vor de- nen der sowjetischen Regionen. Innerhalb der neuen GUS-Staaten möchte ich in dieser Arbeit die Entwicklung in der zentralasiatischen Region1 untersuchen, wobei der Schwerpunkt auf das „Nation-building“ fällt: die Entstehung eines eigenständigen Staates, die Schaffung eines Nationalgefühls, das Spannungsfeld zwischen kulturell-ethnischer und nationaler Identität und der Umgang mit Minderheiten. Hierbei werde ich mich hauptsächlich auf Kirgistan (auch: Kirgigistan, Kirgisien, Kirgisistan, Kirgisstan, Kyrgysstan, Kyrgyzstan) konzentrieren. Kir- gistan ist zwischen Kasachstan (nördlich), Usbekistan (westlich) und Tadschikistan (südlich) gelegen. Im Osten grenzt bereits China an. Es befindet sich somit nicht nur an der äußersten Grenze des ehemaligen Gebietes der Sowjetunion, sondern auch inmitten unterschiedlicher Einflußbereiche wie etwa des Islams und der „westlichen Welt“ und dem der ehemaligen rus- sischen Macht und den kirgisischen Turkvölkern.

Der Grund weshalb ich für diese Arbeit Kirgistan wählte ist neben seiner geopolitischen Lage, daßsowohl der Anteil des Titularvolkes (also der Kirgisen) an der Gesamtbevölkerung mit knapp über 50%, als auch der islamische Anteil mit 71% deutlich geringer ist als im zent- ralasiatischen Durchschnitt, der bei 68%, respektive 86% liegt. Dies weist bereits deutlich auf die potentiellen Probleme hin, die sich bei der Herausbildung eines Nationalbewußtseins und somit auch bei dem Umgang mit Minderheiten ergeben. Grundannahme ist, daßsich bei dem Versuch der Stärkung eines nationalstaatlichen Zugehörigkeitsgefühls (nationale Identifikati- onsebene) oft zugleich auch ein Bewußtsein über die ethnische Zugehörigkeit (sub- oder sup- ra-nationale Identifikationsebene) herausbildet. Besonders in der Transitionssituation der ehemals sowjetischen Länder, in der sich neben dem politischen System des Landes auch das Wirtschaftssystem ändert, die Menschen plötzlich zu selbstbestimmten Akteuren werden kön- nen, durch den Wegfall der alten Strukturen2 aber auch eine große Verunsicherung erfahren, steigt das Potential zu „Verteilungskämpfen“ zwischen beliebig definierten Gruppen. Konflik- te zwischen unterschiedlichen ethnischen Gruppen entstehen also nicht „automatisch“, son- dern werden - sowohl von externen Beobachtern als auch von den Akteuren selber - oft als Erklärungsmuster für anders geartete Konflikte (um wirtschaftliche oder politische Macht) herangezogen. Nicht selten werden Minderheiten als Sündenböcke für Mißstände benutzt3. Es kann daher von einer Instrumentalisierung von Ethnizität gesprochen werden.

Eine Besonderheit der zentralasiatischen Region besteht darin, daßes sich bei den Grenzen zwischen den jungen Nationalstaaten nicht um „natürlich gewachsene Grenzen“, sondern um künstliche handelt, die durch Stalin in den 1920er Jahren gezogen wurden. Sie entsprechen weder sprachlichen noch ethnischen Grenzen. Die Chance einer Neudefinition der Regionen und somit womöglich einer Vermeidung von potentiellen Grenzkriegen (also einer Vermei- dung der Probleme unter denen z.B. das postkoloniale Afrika heute leidet) wurde nicht ge- nutzt. Statt dessen wurde die Bildung der Nationalstaaten aus Angst vor unerwünschten Entwicklungen stark vorangetrieben: alle Länder der Region erlangten 1991 ihre offizielle Unabhängigkeit und waren bereits 1992 Mitglieder der GUS, der UNO und der KSZE und besaßen mit Ausnahme Tadschikistans 1993 alle eigene Verfassungen, es bildeten sich Partei- en und es wurden Parlamente und Präsidenten gewählt4.

Für eine Analyse stellt sich die Frage, welche Gruppe in die Bestimmung der Entwicklungsrichtung eingeschlossen und welche ausgeschlossen wird. Um die innere und äußere Sicherheit zu gewährleisten und die Souveränität der jungen Staaten zu stärken, stehen die Akteure vor der Herausforderung, intern die Bevölkerung zu einen, um eine höhere Bereitschaft zu wirtschaftlichen „Dürreperioden“ in der Transitionsphase zu erwirken und gleichzeitig nach außen hin gute Beziehungen mit den Nachbarstaaten zu halten, um Land- und Ressourcenkonflikte zu vermeiden und die dringend benötigte Kooperation zu sichern. Besonders die Schaffung interner Stabilität ist nicht immer einfach, einfacher ist es oft, das Gemeinschaftsgefühl einer größeren Gruppe in Abgrenzung gegen eine andere zu stärken. Eine Legitimierungsmöglichkeit zum Ausschlußunbeliebter Gruppen besteht in der Betonung ihrer Andersartigkeit und einer drohenden Gefahr von deren Seite.

2 Entstehung einer ethnisch-kulturellen kirgisischen Identität

Keiner der heute existierenden Nationalstaaten kann als „ethnisch homogen“ bezeichnet werden. Dennoch wird dies oft als Hauptziel seiner Bildung (etwa bei Autonomiebewegun- gen) genannt. Bereits die Definition einer Ethnie stellt sich schwieriger dar, als auf den ersten Blick zu vermuten ist: oft wird versucht, eine ethnische Gruppe aufgrund von Merkmalen wie einer gemeinsamen Sprache, Kultur, Geschichte, Physiognomie oder Siedlungsgegend zu bestimmen. Menschen blieben jedoch selten über Jahrhunderte am selben Ort, die Grenzen zwischen einer Sprache und einem Dialekt sind fließend, Kultur und Geschichte sind ebenfalls keine stabilen Variablen. Nicht selten fand zwischen heute verfeindeten Gruppen zuvor Ver- mischung und Assimilierung statt. Dennoch scheinen sich beinahe alle heutigen Konflikte aus „natürlichen“ ethnischen Unterschieden zu speisen, erst bei genauerer Untersuchung lassen sich oft wirtschaftliche oder machtorientierte politische Motivationsgründe erkennen. Ein starkes Zugehörigkeitsgefühl zu einer ethnischen oder kulturellen Gruppe bedeutet jedoch nicht automatisch einen Konflikt mit einer anderen, ebensowenig wie die Zugehörigkeit zu einer Gruppe automatisch die zu einer anderen ausschließen muß5. Hier ist auch der Unter- schied zwischen Nationalismus und Chauvinismus gelegen6.

Ein Bewußtsein der Zugehörigkeit zu einer Gruppe bildet sich intern durch Gemeinsamkei- ten und extern durch Abgrenzung gegenüber anderen Gruppen heraus. Einfachste Merkmale sind eine gemeinsame Sprache, Mythen, Religion und Geschichte. Die Abgrenzung gegenüber anderen kann sowohl bewußt als auch unbewußt erfolgen und unterschiedliche Grade anneh- men. Sie kann von der Anerkennung kleinerer Unterschiede (etwa dem etwas anderen Dialekt im Nachbardorf) bis zu der Herausbildung eines klaren (und oft vereinfachten) Feindbildes rangieren. Oft nehmen als anders definierte Gruppen die Rolle des Sündenbocks ein, wie es etwa den Juden in Europa seit der frühen Neuzeit erging. Ein gemeinsamer Mythos kann z.B. auf die Abstammung von einem gemeinsamen Ahnen verweisen oder Ansprüche an ein Sied- lungsgebiet legitimieren.

Zentrale Bedeutung für die kulturelle kirgisische Identität stellt das Nationalepos „Manas“ dar. Anläßlich seines 1000. Jahrestages beschloßdie UNO-Generalversammlung das Jahr 1995 zum „Jahr des Manas“ zu ernennen. Historiker vermuten, daßdie Kirgisen „zu den ältes- ten Völkern Mittelasiens“ gehören, da keines „der heute in Mittelasien lebenden Völker früher in der Geschichte verzeichnet“ wurde. Auch wird vermutet, daßdie Kirgisen bereits im 8. Jahrhundert über eine eigene Schriftsprache verfügten7. Diese Schriftsprache konnte sich je- doch aufgrund ihres nomadischen Lebensstils nicht erhalten, statt dessen wurde das Epos mündlich überliefert und erst im 19. Jahrhundert erstmals schriftlich festgehalten8. Das „Ma- nas“ ist ein Heldenepos von enormen Umfang9 welches die Geschichte des Helden Manas, der das besiegte und teilweise vertriebene Volk der Kirgisen befreit, sowie die Taten seiner Nach- fahren erzählt. Wie Mussajew betont, drückt das Epos stark die „menschlichen Qualitäten wie Liebe zur Heimat, Selbstaufopferung für das Volk, Freiheitsliebe, Tapferkeit und Waffenbrü- derschaft“ aus, die für das kirgisische Volk „seit jeher einen hohen Stellenwert haben“. Im 15. Jahrhundert verwendeten moslemische Missionare Teile des Epos um in der Region den Islam erfolgreicher verbreiten zu können. Heute beschäftigen sich zahlreiche Wissenschaftler mit seiner Erforschung, an der Konferenz anläßlich des Jubiläums nahmen beinahe 300 Fachleute teil10. Das „Manas“ nimmt also als „Beweis“ für die lange Tradition des gemeinsamen Kamp- fes gegen Fremdbestimmung eine bedeutende Rolle in der Neudefinition des kirgisischen Gemeinschaftsgefühls ein.

3 Schaffung einer nationalen kirgisischen Identität

„Eine Nation ist eine historisch entstandene stabile Gemeinschaft von Menschen, entstanden auf der Grundlage der Gemeinschaft der Sprache, des Territoriums, des Wirtschaftslebens und der sich in der Gemeinschaft der Kultur offenbarenden psychischen Wesensart.“11

Eine Nation ist ebenso schwierig zu erklären wie eine Ethnie. Die Definition von Stalin wird heute nicht mehr als sonderlich brauchbar betrachtet, da sich zu viele Beispiele von Gruppen finden lassen, die sich zwar als eine Nation begreifen, denen es jedoch an einem oder mehreren Aspekten fehlt. Ebenso kann diese Definition auf Gruppen zutreffen, die sich selber nicht als eine Nation begreifen.

3.1 der erste Schritt: die formelle Unabhängigkeit Kirgistans

Im Kontext der Staatenbildung sind neben den kulturellen und sprachlichen Traditionen auch formelle Zeichen der Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von großer Wichtigkeit. Die- se sind z.B. eine eigene Verfassung, Währung, Armee, Polizei und Schulen. In Kirgistan wur- den die meisten Punkte sehr bald nach der Unabhängigkeit von der UdSSR verwirklicht: im Mai 1993 wurde die Verfassung beschlossen und der Rubel durch den Som ersetzt12. Die Festschreibung der Unverletzbarkeit der Grenzen durch die Mitgliedschaft in den oben ge- nannten internationalen Organisationen und der GUS sichert für Kirgistan formell seinen Sta- tus als eigenständigen Staat.

3.2 Der Versuch der Gleichsetzung kultureller mit nationaler Identität - die Schaffung von Minderheiten

Kirgistan zählt knapp 4,5 Mio. Einwohner, wovon 65% auf dem Lande leben. 70-75% der Bevölkerung sind muslimisch, 20-28% russisch-orthodox. Die kirgisische Sprache ist der türkischen Sprachgruppe zuzuordnen, ihre Sprecher sind überwiegend sunnitisch-muslimisch. Die Bevölkerung ist jedoch sehr heterogen. Der Anteil der Kirgisen an der Bevölkerung Kir- gistans beträgt zwischen 52,4% (1989, letzte offizielle Volkszählung der UdSSR13 ), 47,9% (1991) und 56,6% (199414 ), die der Russen 21,5% / 25,9% / 23,2%15, der Usbeken 13% und der Ukrainer 2,5% (jeweils Zahlen von 1989). Russische und Deutsche Siedlungsgebiete sind zum großen Teil im Norden, besonders die Russen sind meist im urbanen Gebiet von Bishkek zu finden; Usbeken, Tadschiken, Uiguren, Dunganen und andere Gruppen bilden im südlichen Fergana-Tal teilweise sehr homogene Gebiete. Zu Sowjetzeiten bildete sich eine deutliche inter-ethnische Arbeitsteilung heraus: Kirgisen waren in den oberen Verwaltungsebenen sowie in der Viehwirtschaft zu finden, Russen besonders in der Industrie, Telekommunikation, im Gesundheits- und Bildungswesen und in den mittleren Verwaltungsebenen. Die meisten ande- ren Volksgruppen betrieben meist Handel und Ackerbau, wodurch sie den Großteil des fruchtbaren Landes zur Bewirtschaftung überlassen bekamen, welches zuvor von den kirgisi- schen Viehhirten genutzt wurde. Auch dies stellt heute ein nicht zu unterschätzendes Kon- fliktpotential dar, da viele Kirgisen nun eine „Wiederherstellung der Gerechtigkeit“ verlan- gen.16

3.2.1 Russen und Deutsche

Ein Vergleich der Zahlen zeigt, daßsich der Anteil der Kirgisen besonders zu Lasten der Russen und der Deutschen in den letzten Jahren vergrößerte. Seit 1989 gab es mehrere Aus- reisewellen: zwischen 1989 und -91 reisten neben den Russen (170000) auch viele Deutschstämmige (41400), Ukrainer und Belarussen (28300) sowie Usbeken (22400) aus17. Nach der Unabhängigkeit begann eine Welle der Diskriminierung besonders von russischsprachigen Personen durch Kirgisen, in dieser Zeit fand die Ausreisewelle ihren Höhepunkt.

Nachdem bereits 1989 Kirgisisch alleinige Staatssprache wurde, bekam es in der Verfas- sung 1993 auch den Status der Nationalsprache. Die Beherrschung der kirgisischen Sprache wurde damit Bedingung für die Ausübung bestimmter Berufe im öffentlichen Dienst18. Au- ßerdem sollte dadurch die Kandidatur eines Russen für die Präsidentschaftswahl vermieden werden19. Dies zeigt bereits, daßdas politische Ziel der Regierung trotz aller Bekenntnisse zu demokratischen Grundsätzen nicht in der Integration der nicht-kirgisischen 48% der Bevölke- rung in einen offiziellen Vielvölkerstaat lag und illustriert den Konflikt zwischen kultureller und nationaler Identitätsschaffung. Dies setzte auch ein deutliches Zeichen für die den Nicht- Kirgisen zugedachte Rolle; die bisher gut etablierten „Ausländer“, von denen einige bereits in den 1940er Jahren zwangsumgesiedelt wurden, zogen ihre Konsequenzen. Für die Wirtschaft Kirgistans stellt besonders die Abwanderung der russischen Bevölkerung ein großes Problem dar, da diese oft besser qualifiziert war und nur schwer ersetzt werden kann20.

In den letzten Jahren fand jedoch eine Re-Migration der Russen statt: bereits 1996 war 1/3 wieder nach Kirgistan zurückgekehrt, da sie in Rußland, daßsie meist gar nicht kannten, nicht Fußfassen konnten21. 1996 wurde ein Verfassungszusatz beschlossen, der in russisch- dominanten Gebieten den Gebrauch von Russisch als Geschäftssprache zuläßt22. Die Span- nungen zwischen Kirgisen und Russen ließen dadurch zwar etwas nach, sind jedoch noch immer vorhanden. Es wird sich in den kommenden Jahren zeigen müssen, ob sich die Russen in die kirgisische Gesellschaft auch ohne ihren bis 1991 höheren Status integrieren lassen.

3.2.2 Usbeken und Kasachen

Der Großteil der Usbeken und Kasachen leben im Fergana-Tal im Süden Kirgistans, nahe der Grenzen zu Usbekistan und Kasachstan. Dies läßt sich ebenfalls auf die Grenzziehungen zu Zeiten der Sowjetunion zurückführen, welche sich wiederum hauptsächlich in der sowjeti- schen Angst vor der Herausbildung einer gemeinsamen regionalen Identität begründen23. Be- reits 1990 fanden im Fergana-Tal blutige Auseinandersetzungen zwischen Kirgisen und Usbeken statt (bekannt als „das Blutbad von Osh“), bei denen 230 Personen getötet wurden24. Seitdem ist es zwar (zumindest im kirgisischen Teil des Tales) wieder etwas ruhiger gewor- den, die Konflikte schwelen jedoch noch weiter. Konfliktlinien sind hauptsächlich Grenzstrei- tigkeiten (durch auf kirgisischem Gebiet siedelnde Flüchtlinge aus Tadschikistan), Streitigkeiten um Bodenbesitz (besonders nach der 1998 erfolgten offiziellen Privatisierung von Land wird mit Rivalitäten zwischen Usbeken und Kirgisen gerechnet), sowie die gegen- seitige Abhängigkeit von Elektrizität bzw. Wasser zwischen Usbekistan und Kirgistan und der daraus resultierende Streit um unbezahlte Rechnungen zwischen den Ländern. Andere desta- bilisierende Faktoren sind die Zunahme von Drogenhandel durch die durchlässigen Grenzen, Korruption und ein ständiges Bevölkerungswachstum.

4 Transitionsprobleme und wirtschaftliche Abhängigkeit

Wie alle zentralasiatischen Länder ist auch Kirgistan ein Binnenland mit einer einseitig ausgerichteten Ökonomie, die bis 1991 Teil einer innersowjetischen „Arbeitsteilung“ war. Kirgistan war in diesem Rahmen auf Rüstung spezialisiert25. Dadurch ist es, wie seine Nach- barländer auch, stark von Exporten abhängig und nicht in der Lage sich selbst zu versorgen. Hinzu kommt ein hoher Importbedarf an Öl und Gas, Chemikalien, Pharmazeutika, Maschi- nen und Baumaterialien. Auch das im Land angebaute Getreide deckt nur etwa 1/3 des Be- darfs. Es läßt sich ein deutliches Nord-Süd-Gefälle erkennen - sowohl in der Verteilung von Industrie und Wirtschaft, als auch in der Geographie: 94% der Gesamtfläche liegt über 1000 Meter ü.d.M, 41% sogar über 3 000; die höchsten Berge sind 7 439 bzw. 6 995 Meter ü.d.M.26. Von den knapp 200 000 km² Fläche sind nur 7% landwirtschaftlich nutzbar. Durch die Abhängigkeit von Getreideimport und Energie liegt eine relative Autarkie in weiter Ferne, die Aufrechterhaltung guter Beziehungen in die Nachbarländer ist von großer wirtschaftlicher Wichtigkeit. Eine Industrialisierung ist aufgrund fehlender Rohstoffe und schlechter Ver- kehrswege auch nur bedingt an zu streben, die Tragfähigkeit des Bodens stößt bereits an ihre Grenzen und Umweltschäden wie Erosion durch Abholzung und Versalzung durch Bewässe- rung dürfen nicht unterschätzt werden27.

4.1 Abhängigkeit von Rußland

Auch die Beziehung zu Rußland selbst ist aus der Vergangenheit heraus höchst komplex und konfliktträchtig:

„Mit der neuen Verfassung der UdSSR im Jahre 1936 wurde Kirgisien zur Sozialistischen Sow- jetrepublik und war in seinem Status den anderen Unionsrepubliken gleichgestellt. In den Jahren der Sowjetmacht hat sich die Wirtschaft Kirgisiens von Grund auf verändert. Aufgebaut wurden eine Verarbeitungs- und Bauindustrie sowie das Verkehrs-, Fernmelde- und Handelswesen entwi- ckelt. Die Landwirtschaft wurde diversifiziert. Die Nomaden stellten sich auf eine seßhafte Le- bensweise um. Bewässerungssysteme wurden angelegt.[...]. Nach dem Zerfall der UdSSR wurde die Kirgisische Republik zur legitimen Nachfolgerin des sowjetischen Kirgisiens. Sie wurde inter- national anerkannt und die neue Führung des Landes bilden Präsident, Ministerpräsident und Schogorku Kenesch (Parlament). Die Führung des Landes distanzierte sich vom Sozialismus und gründete einen demokratischen Staat. Neben den tiefgreifenden Wandlungen veränderten sich auch die wichtigsten Funktionen der Staatsmacht. Im sowjetischen System waren ihre Organe nur für die Ausführung von Anordnungen aus Moskau verantwortlich. Heute tragen sie umfassend Verantwor- tung für die Entwicklung des Landes sowie für eine Politik zum Wohle des kirgisischen Volkes.“28

Heute ist die Beziehung zu Rußland nicht nur durch strukturelle wirtschaftliche Abhängig- keit sondern auch durch mehrere bi- und multilaterale Sicherheitsabkommen gekennzeichnet. Letztere wurden nach mehreren GUS-Gipfeln 1993 z.B. durch Vereinbarung von „GUS- Blauhelmen“ und einer „schnellen Eingreiftruppe“ für GUS-interne Konflikte beschlossen29. Die Unverletzbarkeit der Grenzen und das Recht auf eigenständige Regelung von internen Konflikten kann hierdurch als eingeschränkt betrachtet werden. Ein bilaterales Freundschafts- und Kooperationsabkommen wurde im Juni 1992 mit Rußland geschlossen30. Rußlands Enga- gement betrifft neben wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen auch den Schutz der noch immer zahlreichen angesiedelten Russen31. Andererseits ist auch Rußland durch seine eigenen wirtschaftlichen Probleme nicht in der Lage seine Interessen durch finanzielle Unterstützung zu wahren.

4.2 Reformen auf nationaler Ebene und deren soziale Konsequenzen

Kirgistan erwarb sich den Ruf, das reformwilligste Land in der Region zu sein32. Präsident Akajew strukturierte die Wirtschaft und die Verwaltung nach westlichen Vorbildern um, was zwar zu einer Liberalisierung der Wirtschaft, Privatisierungsraten von knapp 2/333 und einem schlankeren Verwaltungsapparat führte, jedoch einen großen Teil der Bevölkerung in soziale Bedrängnis brachte. Bis auf eine kleine Wohlstandselite mußder Großteil zu den Reformver- lierern gezählt werden. Besonders betroffen sind Rentner, die stark ansteigende Zahl der Ar- beitslosen und junge Menschen. Aber auch Personen, die im Staatsdienst verblieben, müssen oft mit Löhnen zurechtkommen, die unter dem Existenzminimum liegen34.

Auch die Demokratisierung - der Aufbau eines Parteienspektrums, Einflußmöglichkeiten des Parlaments, Stärkung von Zivilgesellschaft und speziell von Interessensverbänden, Frei- heit der Medien etc. - erlebte in den letzten Jahren einen Rückfall. 1996 ließPräsident Akajew nach seiner Wiederwahl seine Macht durch ein Referendum deutlich vergrößern. Die offizielle Wahlbeteiligung lag bei 95%35 und die Zustimmung zu dem Referendum bei 9436 -98%37, es wurde jedoch eine Verfälschung des Ergebnisses vermutet38. Zur selben Zeit kritisierte Am- nesty International einen Mißbrauch des Gerichtswesens zur Behinderung freier oppositionel- ler Berichterstattung und allgemein einer Tendenz zu repressiverer Herrschaft39. Die Gründe für diese rückläufige Entwicklung sind sicher vielfach. In diesem Zusammenhang wird zum einen auf die fehlenden demokratischen Traditionen in Kirgistan verwiesen40, ebenso könnte aber auch vermutet werden, daßdie großzügige multilaterale Unterstützung vielleicht eben- falls nicht unschuldig an der Entwicklung ist und sich statt freiem Unternehmertum und einer neuen Elite als Beginn einer selbstbewußten und engagierten Zivilbevölkerung, nur Korrupti- on und Bereicherung in klientelistischen Strukturen ausbreiteten. Vielleicht fehlt auch speziell der kirgisischen Bevölkerung mit ihrer halbnomadischen Viehzüchtertradition überhaupt der Bezug zu einem kirgisischen Staat, dessen Politik in Bischkek gemacht wird?

5 Zusammenfassung

Kirgistan hat also mit vielen Problemen gleichzeitig zu kämpfen: Durch den Wegfall des großen Wirtschaftspartners UdSSR, auf den die gesamte Industrie abgestimmt war, zeigt sich erst die Uneigenständigkeit des Landes. Auch sind die Voraussetzungen für eine annähernde Autarkie durch den geringen Anteil an landwirtschaftlicher Nutzfläche nicht gegeben. Die Liberalisierung der Wirtschaft, der Versuch ausländische Investoren anzulocken und die e- normen finanziellen Hilfen können über die schwierige Situation nicht hinwegtäuschen. Die großen Einflußmöglichkeiten Rußlands verdeutlichen ständig die geringe (außen-)politische Entscheidungsfreiheit des Landes. Ein Versuch, an das Nationalgefühl der Bevölkerung zu appellieren bzw. dieses zu stärken ist durch die unterschiedliche Einbindung in supra- und subnationale Identifikationsebenen schwierig. Das Aufflammen von (ethnisch-)kirgisischem Nationalismus im Fergana-Tal verschlechterte die Situation nur noch mehr und könnte den Boden für weitere Konflikte bilden.

Die „Rück-“Besinnung auf Zeiten mit größerem Wohlstand, die Abgrenzung zu anderen Gruppen (mit denen lange gute nachbarschaftliche Beziehungen gepflegt wurden), eine Kon- zentration von neuem Wohlstand in kleinen „modernen“ Zentren und (oft klientelistische und korrupte) Verteilungsmethoden, die regionale Konflikte zu ethnischen Konflikten machen und dazu führen, daßKonflikte um Macht und Wirtschaftsgüter ebenfalls in ethnischen Linien geführt werden, sind keine seltenen Phänomene und auch nicht besonders spezifisch für die Region. Sie sind ganz im Gegenteil überall zu finden und besonders in den sogenannten Ent- wicklungsländern.

Betrachtet man die Entwicklung in Kirgistan und vergleicht sie mit der Situation in anderen Ländern, stellen sich zwei Fragen, für die es (obwohl sie bereits auch bei den größten Libera- lisierungsverfechtern Zweifel verbreiten) offensichtlich bereits viel zu spät ist, sie zu stellen: die erste ist politisch und lautet „Ist das nationalstaatliche Prinzip auf der Basis eines ethnisch reinen Nationalstaates überhaupt sinnvoll - oder nur ein Pulverfaßfür künftige Konflikte?“, die zweite ist wirtschaftlich und lautet „Kann die Einführung einer Marktwirtschaft und die Integration in die Weltwirtschaft einem ganzen Land helfen, oder nur einem geringen Bevöl- kerungsanteil, was die weitere Entwicklung eher hemmt und die sozialen Konflikte ver- stärkt?“ Auf diese Fragen kann hier allerdings keine Antwort gegeben werden.

6 Literatur

6.1 Bücher

Brunner, Georg; Nationalitätenprobleme und Minderheitenkonflikte in Osteuropa, 1996, Gütersloh

Hobsbawm, Eric; Nationen und Nationalismus, 1998, München

6.2 Zeitschriften

Bundeszentrale für politische Bildung, Gemeinschaft unabhängiger Staaten, Informationen zur Politischen Bildung 249, 4. Quartal 1995, München

Wostok: Das Thema: Kyrgysstan, Heft 3, 1994, S. 35-66, Köln

Wostok Spezial: ... entlang der Seidenstraße, 1995, Köln

Wostok Spezial: Kyrgysstan, Heft 1, 1998, Berlin

6.3 Artikel

Begalijew, Murat; Traditionelle Wurzeln und kulturelle Synthese; IN: Wostok, Heft 3, 1994, S. 58-61

Cheterian, Vicken; Nachbarschaftliche Feindlichkeiten: Das Fergana-Tal, Region im Schnittfeld dreier zentralasiatischer Republiken, Le monde diplomatique - Beilage der TAZ im Juni 1999, S. 10-11

Conen, Janna; Ruhiger Hinterhof in Zentralasien; Wostok, Bd. 41, Heft 4, 1996, S. 18-19

Frankfurter Allgemeine Zeitung, Das Beispiel Kyrgysstan, 22.4.1992, S. 3

Halbach, Uwe; Das Regime der Präsidenten - Staatsbildung und „Demokratisiserung“ in Zentralasien und im Kaukasus; IN: Entwicklung und Zusammenarbeit, Jg. 40, 1999, S. 39-41

Hathaway, William; „Wir können nicht umkehren“, IN: Die Welt, 19.1.1996

Helmschrott et al.; GUS: Haben die fünf zentralasiatischen Staaten die wirtschaftliche Talsohle erreicht?, IN: IFO-Schnelldienst 20/95: 22)

Huskey, Eugene; Kyrgyzstan: the fate of political liberalization; IN: Dawisha, Karen und Bruce Parrot (ed.); Conflict, cleavage, and change in Central Asia and the Caucasus; Cambridge University Press, 1997, S. 242-76

Matern, Brigitte; Souverän in die Mittellosigkeit, Die neuen Sorgen der Unabhängigkeit in Kirgistan, Blätter des IZ3W, Nr. 215, August/September 1996

Mussajew, Samar; Das kirgisische Heldenepos Manas; IN: Wostok Spezial, 1995, S. 14-17

Pannier, Bruce; President Acquires more power in Kyrgyzstan, IN: Transition, Bd. 3, Heft 2, 1997, S. 94-95

Ploskich, Alexander; Über die Geschichte der Kirgisen und Kyrgysstans; IN: Wostok Spe- zial, 1998, S. 2-9

Plyschewski, Boris; Reform auf Kredit und Wirtschaftskrise, IN: Wostok, Heft 3, 1994, S. 42-45

Reissner, Johannes; Mittelasien im regional-politischen Kräftefeld, IN: Geographische Rundschau, Jg. 46, April 1994, S. 224-28

Schatalina, Larissa; Deutsche - Ende einer 150jährigen Geschichte?, IN: Wostok, Heft 3, 1994, S. 55-57

Timirbajew, Wjatscheslaw; Multinationales Kyrgysstan; IN: Wostok Spezial, 1998, S. 18- 21

Tschinarichina, Galina; Das Phänomen der „Demokratischen Insel“; IN: Wostok, Heft 3, 1994, S. 36-41

6.4 Internet

CIA, Kyrgyzstan, Factbook, 1999, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/kg.html

Weltbank; Countries: Kyrgyz Republic, 1999, http://www.worldbank.org/html/extdr/offrep/eca/kg2.html

Weltbank, World Development Report, 1998; http://www.worldbank.org/

[...]


1 Diese Region besteht aus den fünf Ländern Usbekistan, Kirgistan, Kasachstan, Turkmenistan und Tadschikistan, wobei Kasachstan etwa 2/3 an Fläche ausmacht und Kirgistan und Tadschikistan flächenmäßig am kleinsten sind.

2 vgl. Halbach: 39 (Halbach, Uwe; Das Regime der Präsidenten; IN: Entwicklung und Zusammenarbeit, Jg. 40, 1999, S. 39- 41)

3 Cheterian: 11 (Cheterian, Vicken; Nachbarschaftliche Feindlichkeiten, Le monde diplomatique, Beilage in der TAZ, Juni 1999: 10-11) beschreibt dies über die islamische Gruppe der „Wahabiten“ im usbekischen Teil des Fergana-Tals.

4 Die Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) wurde offiziell in Alma Ata (Kasachstan) am 21.12.1991 gegründet. Die Aufnahmen in die KSZE erfolgte ab dem 30.1.92, die in die UNO ab dem 2.3.92. Als andere Bündnisse sind noch der Nordatlantische Kooperationsrat (10.3.92), die Islamische Konferenz Organisation (ICO), in die Kirgistan und Tadschikis- tan ab 1992 aufgenommen wurden, sowie die Economic Cooperation Organization ECO (21.11.92). (Reissner, Johannes; Mittelasien im regional-politischen Kräftefeld; IN: Geographische Rundschau, Jg. 46, April 1994, Heft 4, S. 224-29)

5 Genauso wie es für niemanden ein Widerspruch ist, gleichzeitig Bayer, Deutscher, Protestant, Europäer und Sozialdemokrat zu sein, mußes auch kein Widerspruch sein, Usbeke zu sein, in Kirgistan zu leben, und Moslem zu sein.

6 vgl. Brunner: 25 (Brunner, Georg; Nationalitätenprobleme und Minderheitenkonflikte in Osteuropa, 1996, Gütersloh) 4

7 Mussajew: 14 (Mussajew, Samar; Das kirgisische Heldenepos Manas; IN: Wostok Spezial, 1995, S. 14-17)

8 Begalijew: 60 (Begalijew, Murat; Traditionelle Wurzeln und kulturelle Synthese; IN: Wostok, 3, 1994, S. 58-61)

9 Eine Version, die von Sajakbai Karalajew (1894-1970) niedergeschrieben wurde, besteht aus 500 553 Verszeilen, wohingegen sie der „Ilias mit 15 693 und die Odyssee mit 12 110 Zeilen sehr bescheiden ausmachen. (Mussajew: 16)

10 Mussajew: 17

11 Stalin 1912: 272, zitiert in Hobsbawm: 16 (Hobsbawm, Eric; Nationen und Nationalismus, 1998, München)

12 Plyschewski: 45 (Plyschewski, Boris; Reform auf Kredit und Wirtschaftskrise, IN: Wostok, 3, 1994, S. 42-45)

13 Timirbajew: 18 (Timirbajew, Wjatscheslaw; Multinationales Kyrgysstan; IN: Wostok Spezial, 1998, S. 18-21)

14 Schatalina: 57 (Schatalina, Larissa; Deutsche - Ende einer 150jährigen Geschichte?, IN: Wostok, 3, 1994, S. 55-57)

15 edb.

16 Tschinarichina, 1994: 36 (Tschinarichina, Galina; Das Phänomen der „Demokratischen Insel“; IN: Wostok, 3, 1994, S. 36- 41)

17 Timirbajew: 21

18 Tschinarichina, 1994: 37

19 Huskey: 248 (Huskey, Eugene; Kyrgyzstan: the fate of political liberalization; IN: Dawisha, Karen und Bruce Parrot (ed.); Conflict, cleavage, and change in Central Asia and the Caucasus; Cambridge University Press, 1997, S. 242-76)

20 Frankfurter Allgemeine Zeitung; Das Beispiel Kyrgysstan, 22.4.1992, S. 3

21 Matern: 7 (Matern, Brigitte; Souverän in die Mittellosigkeit, Die neuen Sorgen der Unabhängigkeit in Kirgistan, Blätter des IZ3W, Nr. 215, August/September 1996)

22 CIA-Factbook, http://www.cia.gov/cia/publications/factbook/kg.html

23 Cheterian: 10

24 Timirbajew : 21

25 Plyschewski: 43

26 Ploskich: 5; (Ploskich, Alexander; Über die Geschichte der Kirgisen und Kyrgysstans; IN: Wostok Spezial, 1998, S. 2-9)

27 vgl. Reissner: 228

28 Ploskich, Alexander: 9

29 Reissner: 227

30 ebd.

31 ebd.

32 Dies wurde mit großzügiger Unterstützung durch den IWF und die Weltbank belohnt. Kirgistan erhielt pro Kopf gerechnet mehr Finanzhilfe als irgendeine andere ehemalige Sowjetreppublik. (Helmschrott et al.; GUS: Haben die fünf zentralasiatischen Staaten die wirtschaftliche Talsohle erreicht?, IN: IFO-Schnelldienst 20/95: 22) 1993 beliefen sich alle Entwicklungshilfegelder (ODA) noch auf 56 Mio US$,(CIA-Factbook), 1998 betrugen allein die Gelder der Weltbank (IDA) 251 Mio. US$ (World Development Report), 1999 spricht selbige von 438 Mio. US$ geneh- migter IDA-Kredite (http://www.worldbank.org/html/extdr/offrep/eca/kg2.html)

33 IFO-Schnelldienst 20/95: 22

34 Hathaway, William; „Wir können nicht umkehren“, IN: Die Welt, 19.1.1996

35 Pannier: 94 (Pannier, Bruce; President acquires more power in Kyrgyzstan, Transition, Februar 1997, S. 94-95)

36 ebd.

37 Conen: 18 (Conen, Janna; Ruhiger Hinterhof in Zentralasien; Wostok 4, 1996, S. 18-19)

38 ebd.

39 Pannier: 94

40 Huskey: 243

Details

Seiten
14
Jahr
1999
Dateigröße
373 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v103725
Institution / Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München
Note
1,3
Schlagworte
Institutionalisierung Identität Beispiel Kirgistans Historische Erbschaften Bildung Institutionen Bausteine Analyse Erklärung Wandels Osteuropa

Autor

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Titel: Die Institutionalisierung nationaler Identität - Am Beispiel Kirgistans