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Erfolgsorientiertes Umweltmanagement

Bachelorarbeit 2000 52 Seiten

BWL - Unternehmensführung, Management, Organisation

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG
1.1. DEFINITION ERFOLG:
1.2. DEFINITION ERFOLGSRECHNUNG:
1.3. DEFINITION UMWELTMANAGEMENT :
1.4. DEFINITION UMWELTMANAGEMENT /UMWELTÖKONOMIK:
1.5. DEFINITION DES „ERFOLGSORIENTIERTEN UMWELTMANAGEMENT“:
1.6. ANFORDERUNGEN AN DIE INSTRUMENTE DES „ERFOLGSORIENTIERTEN UMWELTMANAGEMENT“

2. INSTRUMENTE DES UMWELTMANAGEMENT
2.1. ÖKO-CONTROLLING
2.2. ÖKOLOGISCHE BUCHHALTUNG:
2.3. UMWELTKENNZIFFERN
2.4. DEFENSIVE UND OFFENSIVE UMWELTSCHUTZKONZEPTE:
2.5. PLANUNGSINSTRUMENTE DES STRATEGISCHEN UMWELTMANAGEMENT
2.6. CHANCEN/RISIKEN- ANALYSE UND STÄRKEN UND SCHWÄCHEN ANALYSE
2.7. ÖKOLOGISCHE STRATEGIEPORTFOLIO
2.8. UMWELTSCHUTZ ALS AUFGABE VERSCHIEDENER MANAGEMENTEBENEN:
2.9. ORGANISATORISCHE EINGLIEDERUNG NACH DEM EINLINIENSYSTEM:
2.10. DIE MATRIXORGANISATION
2.11. UMWELTMANAGEMENT BEI VOLKSWAGEN
2.12. ÖKO-AUDIT
2.13. ÖKOBILANZ

3. SCHLUßBETRACHTUNG

4. VERZEICHNIS DER ABBILDUNGEN UND TABELLEN:
4.1. ABBILDUNGEN
4.2. TABELLEN
4.3. GLEICHUNGEN
4.4. AUTORENVERZEICHNIS
4.5. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS
4.6. LITERATURVERZEICHNIS

Vorwort

Die Sensibilisierung der Medien und der Öffentlichkeit bezüglich Umweltmanagement und umweltfreundlichen bzw. umweltverträglichen Produktionsmethoden nimmt in der heutigen Zeit mehr und mehr zu. Nicht zuletzt durch den Druck, der von der Öffentlichkeit, den Medien und der Gesetzgebung auf ein Unternehmen ausgeübt werden kann, entschließen sich immer mehr Unternehmen, aktiv Umweltmanagement zu betreiben. Durch die Veröffentlichung von Printmedien wie zum Beispiel Umweltberichten soll dem Interessentenkreis das Bestreben eines Unternehmens, aktives Umweltmanagement zu betreiben, dargelegt werden. Eine Studie des Umweltbundesamtes hat ergeben, daß bereits 1988 zahlreiche Unternehmen auf freiwilliger Basis ökologiebezogene Planungsinstrumente einsetzten. Von 600 befragten Unternehmen des produzierenden Gewerbes gab ein Drittel an, Umweltdaten systematisch zu erheben und für weitere Zwecke wie Dokumentation, Planung, Kontrolle oder Steuerung einzusetzen.1

Um eine Übersicht zu geben, wie wir uns den Aufbau der Seminararbeit „Erfolgsorientiertes Umweltmanagement“ vorstellen, soll dieses Vorwort die Struktur und den Aufbau näher erläutern.

In Kapitel 1 spalten wir zunächst das Seminarthema „Erfolgsorientiertes Umweltmanagement“ in die Kernbegriffe „Erfolg“ und „Umweltmanagement“ auf und geben eine kurze einführende Definition der Begriffe. Danach erfolgt eine Erläuterung, was wir uns unter dem zusammengesetzten Begriff, also dem Thema „Erfolgsorientiertes Umweltmanagement“ vorstellen. Dabei werden wir Fragestellungen entwickeln, die wir erörtern werden.

In Kapitel 2 stellen wir dann ausgewählte Planungsinstrumente des Umweltmanagement vor. Wir werden die Instrumente erklären, Vor- und Nachteile darstellen, sowie eine abschließende Kritik zu den Instrumenten geben.

In Kapitel 3 folgt schließlich eine Schlußbetrachtung über die erarbeitete Thematik. In ihr soll erörtert werden, in wie fern die erarbeiteten Ergebnisse für die Praxis relevant sind. Außerdem soll ein kurzer Überblick über die Zukunftsaussichten des „Erfolgsorientierten Umweltmanagement“ gegeben werden.

Da es sich bei dieser Seminararbeit um eine Gruppenarbeit handelt ist es erforderlich, die einzelnen Teilbereiche der Autoren zu kennzeichnen. Daher haben wir am Ende der Arbeit eine Tabelle eingefügt, die erkennen läßt, welcher Autor welchen Teil geschrieben hat.

Grundsätzlich ist zu sagen, daß die Thematik der Seminararbeit ein sehr umfangreiches Themengebiet darstellt. Aufgrund von zeitlichen und räumlichen Problemen kann diese Gruppenarbeit keine Gesamtdarstellung liefern, sondern lediglich Einblicke in Bereiche des „erfolgsorientierten Umweltmanagement“ liefern.

1. Einführung

Definition des Begriffes „Erfolgsorientiertes Umweltmanagement“

Um die Gesamtthematik des „erfolgsorientierten Umweltmanagement“ besser darstellen zu können, spalten wir das Thema zunächst in die Bestandteile „Erfolg“ und „Umweltmanagement“ auf.

1.1. Definition Erfolg:

„Erfolg, das Ergebnis des Wirtschaftens. Ermittlung durch Erfolgsrechnung.“2

1.2. Definition Erfolgsrechnung:

„Ermittlung des Erfolges einer Unternehmung innerhalb eines Zeitabschnitts. 1. In der einfachsten Weise durch Vergleich von Anfangs- und Schlußbestand errechnet (Eigenkapitaloder Bilanzvergleich). 2. Da dieses Verfahren aber nicht die Quellen des Erfolges erkennen läßt, dient der genauen Darstellung des Erfolges die Gewinn- und Verlustrechnung, “3

1.3. Definition Umweltmanagement:

„Umweltmanagement umfaßt alle unternehmerischen Ziele, Entscheidungen und Handlungen, die im Rahmen ökonomischer Tätigkeiten geeignet sind, eine Minimierung der Umweltbelastungen aus den Folgen betrieblicher Leistungserstellung als eigenständige Ziele oder zur Unterstützung anderer Unternehmensziele anzustreben.“4

1.4. Definition Umweltmanagement/Umweltökonomik:

„Die Umweltökonomik beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen dem Umfang der wirtschaftlichen Aktivität bzw. der Höhe des Sozialproduktes und der Qualität der natürlichen Umwelt.“ 5 Zwischen Unternehmen und Umwelt fließen einander entgegengesetzte Ströme. Bei der ersten Stromrichtung handelt es sich um erneuerbare und nicht erneuerbare Ressourcen, die von der Umwelt in das Unternehmen und letztendlich in den Produktionsprozeß einfließen. Die zweite Stromrichtung, in genau entgegengesetzter Richtung, stellt die Abgabe von Abfallprodukten und Schadstoffen vom Unternehmen an die Umwelt dar. „Die Umweltökonomik hat die Aufgabe, die Faktoren zu ermitteln, von denen die Qualität der Umwelt abhängt, und damit Grundlagen zu erschließen, die es ermöglichen, das Verhältnis von Produktionsvolumen und Umweltqualität in bestimmter Weise zu gestalten.“6

Ein Problem der Umweltökonomik ist, daß “häufig nicht [...] alle Schäden bekannt sind, die die Produktion bestimmter Güter auf lange Sicht verursacht.“ 7 Daher wird bereits jetzt ein Schwachpunkt des Umweltmanagement klar: Da nur die bekannten umweltbeeinflußenden Faktoren in die Bewertung des Umweltmangement eines Unternehmens einfließen, können sich im nachhinein immer gravierende Verschiebungen einstellen, sobald neue Erkenntnisse über die Auswirkung von bisher unbedenklichen Produktionsmitteln zu Tage treten.

1.5. Definition des „Erfolgsorientierten Umweltmanagement“:

Die Instrumente des „Erfolgsorientierten Umweltmanagement“ stellen nach unserer Auffassung Methoden dar, die es ermöglichen, den Erfolg eines Unternehmens, welches Umweltmanagement betreibt, über mehrere Perioden zu messen. So wird es ermöglicht, positive und auch negative Entwicklungen zu erkennen und auszuwerten. Die Kernfrage, die ein Unternehmen durch diese Methoden beantworten kann, ist: In welcher Weise hat sich das Verhältnis von Produktionsvolumen und Umweltqualität verändert? Sind bestimmte Tendenzen bei der Betrachtung von Zeitreihen bezüglich Produktionsvolumen und Umweltqualität erkennbar? Branchendurchschnitt?

Um dem Leser einen leichteren Überblick zu geben, soll die nachfolgende Abbildung das Instrumentarium des „erfolgsorientierten Umweltmanagement“ darstellen. Die Themengebiete, die wir in unserer Seminararbeit bearbeiten werden sind entsprechend gekennzeichnet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 - Übersicht über die Instrumente des Umweltmanagement

1.6. Anforderungen an die Instrumente des „Erfolgsorientierten Umweltmanagement“

Wenn ein Unternehmen sich dazu entschließt, aktiv Umweltmanagement zu betreiben, wird es sich für die Instrumente entscheiden, die von der Kostenseite her tragbar sind für das Unternehmen, zum anderen aber auch zuverlässige Informationen über das Umweltmanagement des Unternehmens liefern. In der Literatur wird ein ideales Umweltinformationssystem8 wie folgt beschrieben:

„ Es ist vollständig, das heißt, es müssen alle bedeutsamen betrieblichen Umweltwirkungen ermittelt werden;

es ist überprüfbar, daß heißt, es müssen eindeutige Begriffsabgrenzungen sowie klare Vorstellungen über die Erfassungs- und Bewertungsmethodik vorhanden sein; es ist vergleichbar, daß heißt, es muß ein einheitlicher Vergleichsmaßstab existieren; es ist wirtschaftlich, daß heißt, der Arbeitsaufwand für die Erstellung des UISs muß für den Betrieb ökonomisch tragbar sein.“9

Da es jedoch noch keinerlei gesetzliche Verpflichtungen für Unternehmen gibt, Umweltberichte zu erstellen, gibt es auch keinerlei verbindliche Richtlinien, wie die Instrumente des Umweltmanagement zu handhaben sind. Tischler spricht in diesem Zusammenhang von einer „Pionier- und Experiementierphase“10.

Diese Seminararbeit wird nun im nachfolgenden die Funktion und Brauchbarkeit der Planungsinstrumente des Umweltmanagement ausarbeiten und darstellen sowie kritisch würdigen.

2. Instrumente des Umweltmanagement

2.1. Öko-Controlling

2.1.1. Herleitung von Zielen und Funktionen des Controllingsystems

Öko-Controlling ist ein Kontroll- und Steuerungsinstrument, welches eine Erweiterung des klassischen Controlling ist.11

Die interne Ausgangsgrundlage für Controlling ist der stetige Ausbau eines Unternehmens und die damit verbundenen Führungsaufgaben. Extern wird das Unternehmen durch sich beschleunigte Veränderungen, Globalisierung und Konkurrenzkampf beeinflußt. Die Gefahr der Unternehmensführung besteht darin auftretende Probleme wie unternehmensinterne Ineffizienzen, mangelnde Anpassungsfähigkeit und Beweglichkeit in bezug auf externe Veränderungen in ihrer Komplexität nicht mehr bewältigen zu können. Aufgabenstellung für die Unternehmensführung ist die Verbesserung der Überwachung des Unternehmens- geschehens innerhalb des Führungssystems und die systematische Auseinandersetzung mit der Unternehmensumwelt. Die Unternehmensführung kann durch den Aufbau eines Controllingsystem unterstützt und entlastet werden, da diese mittels systembildenden und systeminternen Funktionen die Anpassungsfähigkeit auf interne und externe Veränderungen gewährleistet. Die Funktionen des Controlling sind die Integration des Planungs-, Kontroll- und Informationssystems und die Schaffung entscheidungsbezogener Informations- kongruenz.12

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 - Öko-Controlling

2.1.2. Ziele des Öko-Controlling

Ziele des Öko-Controllings sind das Aufspüren, Entwickeln und Erhalten gegenwärtiger und zukünftiger Erfolgspotentiale und das Aufspüren, Vermeiden und Vermindern gegenwärtiger und/ oder zukünftiger Risikopotentiale zur Optimierung des Unternehmens.13

Die ökologischen Ziele müssen dabei mit den ökonomischen Zielen harmonisierenDies stellt ein Koordinations- und Integrationsproblem dar, weil hier vielfältige Konflikte vorhanden sind.

Öko-Controlling ist jedoch in der Literatur und Praxis begrifflich und inhaltlich nicht eindeutig definiert. Dies ist darauf zurückzuführen, daß sowohl das klassische Controlling als auch das Öko-Controlling ihren Ursprung in der Praxis haben und nicht auf einem theoretischen Konzept basieren.

2.1.3. Ökologische Controllingaufgaben

Die Aufgabe des Öko-Controllings ist sämtliche Aktivitäten, Strukturen und das Verhalten auf die ökologischen und ökonomischen Unternehmensziele auszurichten und zu koordinieren. Durch umweltgerechte Veränderung der Aktivitäten, Strukturen und das Verhalten nähert sich das Unternehmen einer Harmonisierung mit der Umwelt bzw. es entsteht eine Unternehmensentwicklung. Das Öko-Controlling muß dabei auf folgende Probleme eingehen und lösen:14

- Beherrschbarkeit der Unternehmensentwicklung
- Anpassung der Unternehmensentwicklung an die Umweltentwicklung

Eine wesentliche Funktion des Öko-Controllings ist die Bereitstellung von entscheidungsrelevanter Informationen zur Bewertung der Umweltprobleme, dies sind zum einem Kontrollinformationen als auch zukunftsgerichtete Planungsinformationen.15

Durch Dezentralisierung und Delegation von Controllingaufgaben werden Entscheidungen bzw. Konfliktlösungen verbessert, da die Aufgabenträger an der Basis über bessere Informationen verfügen und schneller notwendige Korrekturen initiieren können als entsprechende Zentralbereiche. Es ist hierbei darauf zu achten, daß die einzelnen Aktivitäten aufeinander abgestimmt werden. Dies erfordert eine Koordination der Kontroll- und Planungsinformationen und der Entscheidungshierarchie von der Unternehmensführung bis zur Basis. Die Schaffung eines Koordinationssystem ist deshalb die Kernfunktion des ÖkoControllings.16 Die Anforderungen können durch ein verbesserte Koordination und Zusammenspiel einzelner Controllinginstrumente erlangt werden.

Zur Zielerreichung werden systembildenden und systeminternen Funktionen des Controlling unterschieden.

Systembildenden Funktionen sind die Schaffung eines aufbau- und ablauforganisatorischen Basissystems und die Entwicklung umweltorientieter Planungs- und Kontrollinstrumente.

Diese Instrumente sind wiederum aufgeteilt in strategische und operative Instrumente. Operative Instrumente bauen auf eine ex-post-Betrachtung auf und dienen der Kontrolle während strategische Instrumente zukunftsgerichtet sind.

Systeminternen Funktionen sind Informations-, Koordinations- und Kontrollaufgabe wie Bereitstellung von umweltrelevanten Informationen, Koordination auf betrieblicher und überbetrieblicher Ebene und Einrichtung einer Kontrollfunktion durch Öko- Audit.17

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3 - Übersicht über die Instrumente des Umweltmanagement

Die grau markierten Instrumente werden in den folgenden Kapitel näher erläutert.

2.1.4. Bewertungkriterien

Das Öko-Controlling ist nur so gut wie seine angewendeten Instrumente. Eine Bewertung der Instrumente erfolgt deshalb jeweils am Ende ihrer Darstellung anhand folgender Kriterien:18

1. Vollst ä ndigkeit: Erfassung aller bedeutsamen ökologischen Wirkungen
2. Wirtschaftlichkeit: Das Aufwand/ Nutzenverhältnis der Instrumente muß ökonomisch für ein Unternehmen tragbar sein
3. Transparenz: eindeutige und transparente Begriffsabgrenzungen, klare Vorstellungen über die Erfassungs- und Bewertungsmethodik
4. Beurteilungsf ä higkeit: Beurteilung und Vergleichbarkeit der Produkte, Produktionsverfahren, Investionen zwischen mehreren Unternehmen und Perioden
5. Integrationsf ä higkeit: Intergration der Instrumente in bestehende Systeme

Die Auswahl der Instrumente ist abhängig von den gegebenen Strukturen, der Unternehmensgröße und dem Umweltziel.

2.1.5. Organisationsplan des Öko-Controllings

Zum Aufbau und zur Umsetzung des Öko-Controlling ist die Aufstellung eines Organisationsplan notwendig. Der Organisationsplan kann in folgende Entwicklungsstufen unterteilt werden19:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. Ökologische Buchhaltung:

2.2.1. Geschichte:

Der Ansatz der ökologischen Buchhaltung ist von R. M ü ller-Wenk Anfang der 70er Jahre entwickelt worden. Die Grundidee dieses Konzeptes ist die kontenmäßige Erfassung aller Umwelteinwirkungen eines Unternehmens mit ökologischen Rechnungseinheiten. Das Instrument ist zum ersten Mal durch R. M ü ller-Wenk in der schweizer Konservenfabrik Roco in Rohrschach zum Einsatz gekommen. Weitere Anwendungen haben in den Städten St. Gallen, Bern und Zürich durch R. Braunschweig stattgefunden. Ansonsten ist das Instrument der ökologischen Buchhaltung in der Praxis noch nicht sehr häufig angewandt worden. Bereits heute stellt sie einen Klassiker unter den Umweltinformationssystemen dar.20

2.2.2. Fakten:

Die Anwendung der ökologischen Buchhaltung vollzieht sich in vier getrennten Schritten.

Die nachfolgend aufgeführte Grafik verdeutlicht dabei das Prinzip der ökologischen Buchhaltung.21

Vorgehensweise bei der ökologischen Buchhaltung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2 - Vorgehensweise im Rahmen der ökologischen Buchhaltung Quelle: Meffert, H.: Marktorientiertes Umweltmanangement, Seite 120

Zuerst werden alle Umweltbelastungen und Ressourcenverbräuche eines Unternehmens getrennt in physikalischen Maßeinheiten erfaßt und analog zum betrieblichen Rechnungswesen systematisiert. Der so entstehende Kontenrahmen differenziert dabei nach unternehmensinternen Bereichen wie z.B. Energieverbrauch, Materialverbrauch, Bodenverbrauch usw.

Im zweiten Schritt wird für jede Umweltbelastung und jeden Ressourcenverbrauch ein Äquivalenzkoeffizient errechnet. Dieser Äquivalenzkoeffizient stellt einen Bewertungsmaßstab für die ökologische Knappheit bzw. für die Umweltgefährdung dar, der beim Verbrauch von Ressourcen entsteht. Ein Ressourcenverbrauch wäre z.B. die Verbrennung von Erdöl zur Energiegewinnung. Da jedoch auch bei der Verbrennung von Erdöl umweltbelastende Abgase entstehen, ist die Nutzung von Erdöl ebenfalls ein Umweltverbrauch. Die Größe des Äquivalenzkoeffizienten ist dabei abhängig von der Umweltverträglichkeit der Roh,- Hilfs- und Betriebsstoffe bei der Produktion. Dabei stellt ein großer Äquivalenzkoeffizient einen hohen Umweltverbrauch/eine hohe Umweltbelastung dar, wohingegen ein kleiner Äquivalenzkoeffizient einen geringen Umweltverbrauch/eine geringe Umweltbelastung darstellt.

Im dritten Schritt wird der Grad der Umweltbelastung errechnet. Dieser ergibt sich aus der Multiplikation des Äquivalenzkoeffizienten mit dem Ressourcenverbrauch bzw. der Umweltbelastung. Das Produkt dieser Berechnung sind die ökologischen Rechnungseinheiten. Mit dieser Maßzahl kann man nun die Schädigung der Umwelt messen, die durch den Verbrauch von einer Ressource entsteht.

Im vierten und letzten Schritt summiert man alle ökologischen Rechnungseinheiten zu einer Gesamtsumme auf. Auf diese Weise kann die schädigende Gesamtwirkung eines Unternehmens auf die Umwelt bestimmt werden.

Das zuvor beschriebene Verfahren soll noch einmal anhand eines Praxisbeispiels verdeutlicht werden. Bei der nachfolgenden Abbildung handelt es sich um einen Auszug aus der ökologischen Buchhaltung der Fa. Roco-Konserven aus dem Jahre 1975.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 3 - Ökologische Buchhaltung von Roco-Koneserven (Abschluß 1975) Quelle: Wicke, Haasis, Schafhausen und Schulz, Seite 547

2.2.3. Zur Ermittlung des Äquivalenzkoeffizienten:

Die Ermittlung des Äquivalenzkoeffizienten stellt bei diesem Verfahren den Schlüssel zur Bewertung dar. Die Höhe des Äquivalenzkoeffizienten ist abhängig von der ökologischen Knappheit eines Rohstoffes. Wird ein Rohstoff verbraucht, dessen global vorhandene Ressourcen als gering eingeschätzt werden, wird der Äquivalenzkoeffizient relativ hoch ausfallen. Wird hingegen ein Rohstoff verwendet, der in großen Mengen global vorhanden ist, so wird der Äqivalenzkoeffizient geringer ausfallen. Nach R. M ü ller-Wenk gibt es zwei verschiedene Arten von ökologischer Knappheit: die Kumulativknappheit, auch als absolute Knappheit bezeichnet und die Ratenknappheit, auch als relative Knappheit bezeichnet.

2.2.3.1 Kumulativknappheit (absolute Knappheit):

Der Begriff Kumulativknappheit muß in zwei Teilbereiche aufgespalten werden.

Zum einen wird unter dem Begriff Kumulativknappheit die Knappheit von Rohstoffen verstanden. Wird eine bestimmte Menge Rohstoff für die betriebliche Leistungserstellung verwendet, so geht diese Menge an Rohstoff unwiederbringlich verloren. Die globalen Vorräte verringern sich. Der zweite Teilbereich des Begriffes Kumulativknappheit betrifft Auffangmedien wie Seen, Ozeane oder die Luft. Jede Zugabe einer weiteren Immissonseinheit führt zu einer weiteren Auffüllung/zu einem weiteren Verbrauch des Mediums.22

2.2.3.2. Ratenknappheit (relative Knappheit):

Die Ratenknappheit betrifft die Belastungsgrenzen von Umweltmedien. Bis zu bestimmten Grenzwerten ist ein Umweltmedium wie z.B. die Luft mit Schadstoffen belastbar und die Abgabe von Abgasen an dieses Medium kann geduldet werden. Werden die Emissionsmengen für dieses Umweltmedium jedoch überschritten, so kommt es i.d.R. zu ökologisch nicht akzeptablen Wirkungen. Wicke, Haasis, Schafhausen und Schulz sprechen in diesem Zusammenhang von der „kritischen Rate23“. Unter ökologisch nicht akzeptablen Wirkungen wird i.d.R. die Überschreitung von gesetzlichen Grenzwerten verstanden. Angewendet wir die Ratenknappheit vor allem bei der Messung von Belastungen wie Luft, Abwässern und Abfällen.24

2.2.4. Vorteile

Wicke, Haasis, Schafhausen und Schulz führen bei den positiven Kritikpunkten eine Argumentation von R. M ü ller-Wenk an, die besagt, „daß die Umweltwirkungen verschiedener Unternehmensbranchen miteinander verglichen und die Wirksamkeit der Umweltschutzmaßnahmen durch den Staat kontrolliert werden (können).“25 Außerdem könnte den Unternehmen von Seiten des Staates ein maximaler Umweltverbrauch auferlegt werden, der nicht überschritten werden darf. Nach der Meinung der Autoren werden die Betriebe bestrebt sein, die maximale Obergrenze nicht zu durchbrechen.26

Tischler stellt als Vorteil heraus, daß die ökologische Buchhaltung der Zahlenfixiertheit von Entscheidungsträgern entgegenkommt.27 Nach seiner Meinung stellt dieses Instrument ein betriebliches Umweltinformationssystem dar, das in der Lage sein kann, die wesentlichen Belastungen möglichst einheitlich und nach einem ökologischen Kriterium zu gewichten.28

2.2.5. Nachteile

Zum Hauptproblem der ökologischen Buchhaltung zählt Meffert die Bestimmung der Äquivalenzkoeffizienten. Bisher liegen keine anerkannten Kriterien zur Festlegung der erforderlichen Äquivalenzkoeffizienten vor. Auch die Komplexität der Datenerhebung läßt sich in der Praxis nur äußerst schwer durchführen. Sie ist nur mit extremem Aufwand denkbar. Ein weiterer Kritikpunkt nach Meffert ist die dynamische Umweltentwicklung. So müßten die Äquivalenzziffern bei Veränderungen insbesondere bei neuen Erkenntnissen über die Wirkung von Schadstoffen regelmäßig angepaßt werden.29 Nach Wicke, Haasis, Schafhausen und Schulz müßten die Äquivalenzkoeffizienten von einem übergeordneten Gremium für alle relevanten Schadstoffe erfaßt werden. Das scheint aber aufgrund der immensen Vielfalt für viele Schadstoffe nicht möglich. Außerdem müßten auch nach Meinung dieser Autoren die Äquivalenzkoeffizienten regelmäßig überprüft und angepaßt werden, damit es bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht zu Verzerrungen des

Gesamtbildes kommt.30 Dies wäre z.B. denkbar, wenn ein vorher als relativ unbedenklich eingeordneter Stoff plötzlich als sehr bedenklich gilt (man denke z.B. an die Asbest- Problematik). Tischler führt an, daß bei der ökologischen Buchhaltung nur Einzelbelastungen erfaßt werden, Synergieeffekte bleiben nach seiner Meinung unberücksichtigt.31 Weitere Kritikpunkte sind nach Tischler, daß Kenntnisse über Rohstoffvorräte nur als unvollständig gelten. Die Festlegung von Grenzwerten bezüglich maximaler Belastung eines Umweltmediums ist häufig wissenschaftlich nicht abgesichert und unter politischen Vorgaben eher willkürlich.32 Die Frage in welchem Bereich welche Knappheit einzusetzen ist, ist ebenfalls nicht geklärt: Tischler führt hier das Beispiel der Schwermetalle an. Beschränkte Vorkommen dieses Rohstoffes verweisen ganz klar auf Kumulativknappheit, die mögliche Verschmutzung von Wasser, Boden und Luft aufgrund der Verwendung des Rohstoffes verweist auf die Ratenknappheit.33 Es müßten also bei der Festlegung des Äquivalenzkoeffizienten beide Arten von Knappheiten berücksichtigt werden.

Da sich das Konzept der ökologischen Buchhaltung nur äußerst schwer in die Praxis umsetzten läßt, ist es daher nur sehr wenig verbreitet.34

2.2.6. Eigene Kritik an der ökologischen Buchhaltung

Nach meiner Meinung handelt es sich bei dem Instrument der ökologischen Buchhaltung um ein theoretisch elegantes, aber in der Praxis nur mit enormen Aufwand umzusetzenden Konzept. Solange es keine allgemeinverbindlichen Äquivalenzkoeffizienten für Schadstoffe /Umweltverbräuche gibt, werden die Unternehmen die Koeffizienten entsprechend ihren Interessen gestalten, und zwar dahingehend, daß sie im Licht der Öffentlichkeit positive Umweltberichte vorlegen können. Außerdem ist fraglich, ob Unternehmen überhaupt die ökologische Buchhaltung als Instrument des Umweltmanagement aufgrund des enormen Aufwandes einsetzen werden. Daher kann man abschließend sagen, daß die Erfassung aller bedeutsamen Wirkungen von eingesetzten Stoffen bisher nicht realisierbar ist und der Aufwand, den die ökolgische Buchhaltung mit sich bringt in keinem Verhältnis zum Nutzen steht. Sollten die aufgeführten Nachteile jedoch in Zukunft zu bewältigen sein, so kann die ökologische Buchhaltung durchaus für Transparenz und die Möglichkeit einer Beurteilung bzw. eines Vergleichs von Unternehmen dienen. Da die oben beschriebenen Nachteile leider um ein vielfaches gewichtiger sind als die Vorteile der ökologischen Buchhaltung, ist eine weite Verbreitung in den nächsten Jahren meiner Meinung nach in der Praxis sehr fraglich.

2.3. Umweltkennziffern

2.3.1. Geschichte

Der Ursprung der Umweltkennziffern ist bei den klassischen Kennziffern wie z.B. der Bilanz- und G+V-Analyse zu suchen. Zur Berechnung von Umweltkennzahlen wird genau die gleiche Systematik wie bei den Bilanzkennzahlen verwendet. Daher treten sowohl bei den Bilanzkennziffern als auch bei den Umweltkennziffern Einzelzahlen, Summen, Differenzen und Mittelwerte, sowie Gliederungszahlen, Beziehungszahlen und Meßzahlen auf. Die nachfolgende Abbildung gibt einen Überblick über die verschiedenen Arten von Kennzahlen:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Arten von Kennzahlen

Quelle: Beck, Seite 200, verkürzte Darstellung.

Um noch einmal die Verwandtheit zwischen Bilanzkennziffern im klassischen Sinne und Umweltkennziffern zu verdeutlichen sei ein kurzer Vergleich aufgeführt.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 4- Vergleich zwischen betrieblichen Kennzahlen und betrieblichen Umweltkennzahlen

Ziel der Umweltkennziffern ist es, den Unternehmen Hinweise auf die Entwicklung ihrer Umwelteinwirkungen zu geben. Durch die errechneten Kennziffern werden Soll/Ist- Vergleiche sowie Vergleiche auf nationaler und internationaler Ebene möglich. Weiterhin machen Umweltkennziffern die branchenspezifische und unternehmensspezifische Lage eines Unternehmens deutlich. Es handelt sich also um ein Instrument der Diagnose und Kontrolle. Bezüglich der Einsatzbereiche von Umweltkennzahlen sind verschiedene Einsatzgebiete denkbar. So sind nach Beck die Einsatzgebiete von Umweltkennziffern in folgende Teilbereiche zu gliedern:

„... in bezug auf Material- und Energieeinsatz

- Verringerung des Inputs bei konstantem Output,
- Verringerung des Anteils an Primärrohstoffen und - energien,
- Steigerung des Anteils an Sekundärrohstoffen und - energien,
- Erkennen und Ersetzen von Problemstoffen;

in bezug auf Emissionen und Abfall

- Verringerung der (flüssigen und gasförmigen) Emissionen,
- Verringerung des (pastösen und festen) Abfalls

[...]“35

„Was das herkömmliche Controlling mit seinem konventionellen Kennzahlensystemen für das betriebliche Rentabilitätsziel leistet, soll das Umwelt-Controlling mit seinen Umweltkennzahlen für das betriebliche Umweltschutzziel leisten.“36

Nachfolgend soll nun ein Überblick über die Systematik bei der Erstellung von Umweltkennziffern gegeben werden.

2.3.2. Fakten

Umweltkennziffern können in Einzelkennziffern und Gesamtkennziffern (Zusammenfassung von vielen Einzelindikatoren) unterteilt werden. Dabei stellen Einzelindikatoren die Entwicklung eines einzigen Sachverhaltes dar. Gesamtindikatoren stellen - ähnlich einem Preisindex - die zusammengefaßte Entwicklung vieler Einzelkennziffern dar. Problematisch bei dieser Aggregation von Einzelkennziffern zu Gesamtkennziffern ist die Auswahl und Gewichtung der Einzelindikatoren.

Bezüglich der Einzelindikatoren führt Meffert in diesem Zusammenhang zwei einfache Koeffizienten zur Berechnung der Umweltproduktivität bzw. des Umweltkoeffizienten ein.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten37 38

Tabelle 5 - Vergleich der Koeffizienten „Umweltproduktivität“ und „Umweltkoeffizient“

Die oben erläuterten Koeffizienten stellen einen sehr allgemeinen Ansatz zur Aufstellung von Umweltkennziffern dar. Um verwendbare Kennziffern zu erhalten müssen die Faktoren „Umweltverbrauch“ und „Produktionsergebnis“ noch näher quantifiziert bzw. qualifiziert werden.

Der Einsatz von Umweltkennziffern ist in vielen Unternehmensbereichen, wie z.B. Energiekennzahlen, Abluftkennzahlen, Wasser- und Abwasserkennzahlen, Materialkennzahlen und Abfallkennzahlen denkbar. Da die Erörterung aller Kennzahlen den Rahmen dieser Seminararbeit sprengen würde, beschränke ich mich nachfolgend auf die Energiekennzahlen.

Mit den Energiekennzahlen wird einem Unternehmen die Möglichkeit gegeben, sowohl Einsparpotentiale zu erkennen als auch eine Übersicht über die wichtigsten Emissionsquellen zu erhalten. Zunächst ist der absolute Verbrauch der einzelnen Energieträger zu ermitteln.

Verschiedene Energieträger wie z.B. Erdgas, Erdöl, Kohle, Strom durch Fremdbezug und regenerative Energiequellen sind hier denkbar. Da die Verbräuche nur in absoluten Zahlen vorliegen, müssen diese erst im kWh übertragen werden.

Die nachfolgende Tabelle erläutert die Umrechnung von absoluten Zahlen in kWh:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 6 - Energieverbräuche und Umrechnungsfaktoren Quelle: Beck, 206, verkürzte Darstellung.

Der Gesamtenergieverbrauch des Unternehmens läßt sich nun durch Addition der normierten Werte durchführen.

Der Energiebedarf eines Unternehmens werde durch zwei Energieträger, Erdöl und regenerative Energien gedeckt. Über einen fiktiven Zeitraum von 1 bis 4 ergebe sich der nachfolgende Energieverbrauch in kWh:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 7 - Energieverbrauch absolut

Durch die nachfolgende Formel können nun die Energieträgeranteile ermittelt werden. Die Kennzahl Energieträgeranteil stellt eine Gliederungszahl dar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gleichung 1- Energieträgeranteil Quelle: Beck, 205.

Die Energieträgeranteile ergeben sich durch die oben aufgeführte Formel für das Beispiel wie folgt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 8 - Energieträgeranteile

Zu erkennen ist, daß der absolute Energieverbrauch um ca. 23% gesunken ist, also von insgesamt 600.000 kWh auf 460.000 kWh. Es ist also neben einer Reduktion des Energieverbrauchs eine Verlagerung - weg von unweltschädigenden Energieträgern hin zu umweltfreundlichen Energieträgern - zu verzeichnen.

Die Energieeinsatzquote, die eine Beziehungszahl darstellt, ist wie folgt definiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Gleichung 2 - Ernergieeinsatzquote Quelle: Beck, 210.

Wird nun, der Einfachheit halber, eine konstante Produktionsmenge von 25.000 Produkteinheiten pro Periode unterstellt, so ergibt sich die nachfolgende Energieeinsatzquote pro Produkteinheit bzw. die nachfolgende Energieeinsatzquote pro Energieträgeranteil:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 9 - Energieeinsatzquote gesamt

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 10 - Energieeinsatzquote pro Energieträgeranteil

Es läßt sich nun deutlich erkennen, daß der Energieverbrauch pro Produkteinheit deutlich gefallen ist, d.h. von 24 kWh/Produkteinheit auf 18,4kWh/Produkteinheit. Weiterhin ist erkennbar, daß es eine Verlagerung des Energieverbrauchs pro Produkteinheit - weg vom Heizöl hin zu regenerativen Energien - gegeben hat.

2.3.3. Vorteile

Nach Wicke, Haasis, Schafhausen und Schulz können Umweltindizes durchaus als statistische Orientierungshilfe angesehen werden, jedoch ist über die Verwendung in der Praxis bisher kaum etwas bekannt.39 Meffert sieht in den Umweltkennziffern den Vorteil, daß die Gegenüberstellung von vielen Indikatoren in einem Indikatorensystem „unter Ausschluß der Gewichtungs- und Aggregationsproblematik einen zeitbezogenen Vergleich einzelner Schlüsselfaktoren“40 zuläßt. Nach Beck liegen die Vorteile der Umweltkennzahlen darin, daß sie „in hervorragender Weise als [...] Planungs-, Steuerungs- und Kontrollgrößen [...] fungieren.“41 Nach seiner Meinung leisten die Umweltkennzahlen eine Vereinfachung komplexer Zusammenhänge, sie sind also ein Stück „verdichtetete Realität und damit ein wirkungsvolles Instrument zur [...] Abbildung ökologisch-ökonomischer Leistungsvorgänge in übersichtlicher und schnell übermittelbarer Form“42.

2.3.4. Nachteile

Nach Wicke, Haasis, Schafhausen und Schulz liegt ein Nachteil der Umweltkennziffern darin, daß eine steigende Zahl auszuwertender Umweltkennzahlen (z.B. ein Katalog von 150 Kennzahlen oder mehr) neben der Transparenz einen kaum zu finanzierenden Erhebungsaufwand darstellt.43 Sollen die erarbeiteten Einzelkennziffern zu einer Gesamtkennziffer aggregiert werden, so steht man vor dem Problem der Auswahl der richtigen Kennziffern, deren Gewichtung und Aggregation. Nach Meffert wird „den Umweltindikatoren bei sorgfältiger Interpretation eine gewisse Orientierungsfunktion [...] zugesprochen, jedoch ist ihre Aussagekraft für das Umweltmanagement als begrenzt einzustufen.“44 Einen weiteren, sehr gravierenden Nachteil der Umweltkennziffern stellt Beck heraus: „Solange es keine einheitlichen Standards zur Ermittlung der Kennzahlen gibt, solange wird es auch keine seriösen Unternehmensvergleiche mittels Umweltkennzahlen geben können.“45

2.3.5. Eigene Kritik an den Umweltkennziffern

Bei den Umweltkennziffern handelt es sich wieder um ein theoretisch elegantes, aber in der Praxis schwierig anwendbares Instrument des Umweltmanagement. Sie stellen ein ideales Instrument für die Planung und Steuerung dar. Solange es jedoch keine verbindlichen Standards zur Ermittlung der Kennziffern gibt, ist auch hier wieder von Seiten der Unternehmen, die das Instrument der Umweltkennziffern verwenden, eine gewisse Willkür bei der Berechnung zu erwarten. Die Transparenz die ein Umweltinformationssystem mit sich bringen soll, kann durch die Umweltkennziffern nicht erreicht werden. Es liegt die Gefahr nahe, daß aufgrund von Interpretationsspielräumen bei der Berechnung versucht wird, eine positive Entwicklung darzustellen, auch wenn diese in der Realität gar nicht stattgefunden hat. Auch der Aufwand für die Ermittlung in keinem Verhältnis zum Nutzen. Daher sind die Umweltkennziffern als Umweltinformationssystem ökonomisch nicht tragbar. Sollten sich die Kosten jedoch senken lassen, so ist durch das Instrument der Umweltkennziffern durchaus für den Vergleich von Unternehmen geeignet.

2.4. Defensive und offensive Umweltschutzkonzepte:

Die Berücksichtigung des Umweltschutzes verlangt Führungsentscheidungen. Die Erfolgspotentiale eines Unternehmens liegen in einer aktiven und innovativen Umweltorientierung. Nach Wiecke46 die typische Umweltmanagemententscheidungen sind:

- Festlegung der umweltbezogenen Unternehmenspolitik auf lange Sicht
- Besetzung von Umweltschutz- Führungsstellen im Unternehmen
- Beseitigung von umweltrelevanten Störungen im laufenden Betriebsprozeß
- Koordinierung im Hinblick auf umweltbezogene Zielsetzungen

Die betriebliche Umweltpolitik kann eine defensive oder eine offensive Konzeption sein. Das defensive Konzept basiert auf der Vermeidung von Umweltschutz. Das Verhalt des Unternehmens ist folgende:

- Nicht Erfüllung von Auflagen
- Verzögerung bei der Erfüllung von Anforderungen
- Verlagerung der Umweltproblematik

Es kann auch sein, daß das Unternehmen die Mindestanforderungen erfüllt, wie z.B.:

- Vertriebseinschränkungen
- Stillegung
- Produktionsverlagerung

Ein Unternehmen das sich offensiv Verhält ist innovativ und hat autonome Zielsetzungen wie z.B.:

- Umweltschutz ist Bestandteil der Unternehmensphilosophie
- Organisatorische Einbindung auf der obersten Führungsebene
- Orientierung am Stand der Technik und nicht an Mindestanforderungen47

2.5. Planungsinstrumente des strategischen Umweltmanagement

Die ökologische Ansätze haben einen immer größeren Einfluß auf die strategische Unternehmensplanung. Die bisher schon gegebene Instrumente werden benutzt, aber die ökologieorientierte Entscheidungen werden berücksichtigt.

2.6. Chancen/Risiken- Analyse und Stärken und Schwächen Analyse

Die Stärken-Schwächen-Analyse ist auch als Potentialanalyse, oder aus dem amerikanischen, als Stärken-Schwächen-Chancen-Risiken Analyse bekannt.

Die Potentialanalyse vergleicht die Stärken und Schwächen der eigenen Unternehmung, mit denen des wichtigsten Wettbewerbers, und zeigt die noch ungenutzten Potentiale auf.

Das Potential ist eine immaterielle Größe, die für den späteren Gewinn eines Unternehmens eine wichtige Rolle spielt. Es stellt die zukünftigen Möglichkeiten dar, die geplant, beobachtet, analysiert und gesteuert werden müssen.

Unter Stärken versteht man, die Chancen der eigenen Unternehmung in der Zukunft und die Ursachen für vergangene Erfolge.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 Ökologie Pull und ökologie Pusch

Diese Strategie kann durch zwei Dimensionen definiert werden. Die möglichen Chancen und Risiken unternehmenexternen Einflußfaktoren und die Schwächen und Stärken der unternehmenscharakteristik bilden die zwei Dimensionen. Durch die Gegenüberstellung von diesen zwei Dimensionen bekommen wir eine SWOT- Analyse. Dabei wird es möglich die externe Faktoren und die damit verbundene Chancen und Risiken durch interne Stärken und Schwächen zu ermitteln. So wird es möglich ein optimales Umweltmanagement ableiten zu können. Strategische Risiken Beeinträchtigen die Untrenehmesziele strategische Chancen und Risiken tragen zur Verbesserung des Unternehmenzieles bei. Am Unternehmen werden Anforderungen einerseits von Nachfrager/ Handel und anderseits vom Staat und Wettbewerber entstehen. Durch die Nachfrager und Handel kann ein Ökologie-Pull Wirkung entstehen. Sie fordern umweltgerechte Problemlösungen. Ein Ökologie_pusch Wirkung entsteht dadurch, daß Umweltschutzkosten oder Investionskosten von umweltgerechter Produkt und Prozeßtechnologien verrechnet werden müssen. Wenn der Staat oder die Konkurrenten die umweltpolitische Ansätze früher ergreifen als unser Unternehmen kann es zum Kriesenmanagement führen.

Die Folgende Faktoren müssen bei der Analyse betrachtet werden:

- Das technische Know-how des Unternehmens
- Die Höhe der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel für umweltschuztzbezogene Investitions und Betriebskosten
- Die Beeinträchtigung der Umweltmedien
- Die Aufgeschlossenheit der Unternehmensleitung gegenüber ökologischen Problemen
- Die Exponierheit oder Visibility der Unternehmung in der Öffentlichkeit

Der letzte Punkt bedeutet, daß die ökologische Betroffenheit davon sehr abhängig ist ob unser Unternehmen solche Güter herstellt die Täglich benutzt werden oder ein Luxusgut. Der Bekanntheitsgrad spielt auch eine wichtige Rolle. Die Ergebnisse von Schwächen und Stärken sowohl die von Chancen und Risiken können in einer SWOT Analyse zusammengefaßt werden.

Die Chancen und Risiken Analyse soll mit der Zeit überprüft werden, weil es kann zu Abweichungen kommen.48

2.7. Ökologische Strategieportfolio

Die ökologische Strategieportfolio hilft dabei die aktuelle ökologische Strategieposition des Unternehmens zu bestimmen.

Portfolios haben zwei Achsen. Die eine Achse kann die Umweltbelastung durch die Produkte zeigen . Die andere Achse die langfristige Marktattraktivität..

Umweltbelastung

durch die Produkte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 Strategieportfolio

1. Wenn unser Produkt nur geringe Umweltbelastung hat und das Produkt nicht so gute Zukunftsaussichten hat genügt eine passive Strategie. Nur die nötigsten Umweltschutzmaßnahmen werden eingehalten.
2. Wenn unser Produkt die Umwelt nur wenig belastet aber eine hohe Marktattraktivität hat ist eine aktive Strategie zu empfehlen. Hier werden nicht nur die gesetzliche Maßnahmen eingehalten, sondern auch weitere Maßnahmen wodurch sogar ein Vorsprung erreicht werden kann im Vergleich zu den Konkurrenten.
3. Zu einem Produkt mit einer hohen Umweltbelastung und geringer Marktattraktivität eignet sich eine defensive Strategie. So können Kosten und Risiken verringert werden z.B.. mit Hilfe der ökologischen Bilanzierung.
4. Wenn das Produkt eine hohe Umweltbelastung hat und eine hohe Marktattraktivität hat ist eine offensive Strategie zu empfehlen. Dadurch können fortschritte erreicht werden was zum späteren Erfolg beitragen kann.

Das Problem bei der Anwendung von Ökologie-Portfolios ist, daß viele Entscheidungskriterien der strategischen Planung verloren gehen können. Die Portfolio bietet eine relativ unpräzise Abbildungsmöglichkeit und über die Gründe gibt keine Informationen. Trotzdem es ist empfehlenswert . Die Portfolio-Technik zu benutzen und sie ist leicht zu erstellen.49

Nicht nur das Unternehmen soll umweltorientiert sein sonder auch die Mitarbeiter. Ein umweltorientiertes Unternehmensführung soll die Organisation, Qualifikation und Motivation der Mitarbeiter nicht außer Acht lassen.

2.8. Umweltschutz als Aufgabe verschiedener Managementebenen:

Die Aufgabe vom Top- Management ist Umweltschutzmaßnahmen in der strategischen Unternehmensplanung zu berücksichtigen wie z.B.: Marktstrategie, interne und externe Umwelt- Informationssystems. Das Mittelmanagement soll die Aufgaben in . Einzelprogramme zerlegen und diese Einzelprogramme koordinieren, steuern und kontrollieren.

Die Organisation muß Verfahren für die nachstehenden Faktoren, welche sich auf die Aktivitäten der Organisation beziehen, festlegen und unterhalten:

- registrieren aller entsprechenden Gesetzgebungen
- Erhalt, Dokumentation und Beantwortung von Bekanntmachungen
- prüfen und abschätzen von Auswirkungen auf die Umwelt50

2.9. Organisatorische Eingliederung nach dem Einliniensystem:

In dem Einliniensystem kann durch einbezog von Umweltschutzmaßnahmen zu einer Aufgabenerweiterung kommen. Das Problem mit dem Einliniensystem ist, daß die Aufgaben, Informationen über die verschiedenen Hierarchiebenen gehen müssen. So kann es zu Verzögerungen und Verluste kommen. Eine Lösung bietet uns das Funktionsmeisterprinzip oder die Eingliederung von Stabstellen.

Funktionsmeisterprinzip:

Hier werden Mitarbeiter eingesetzt die sich auf eine bestimmte Teilaufgabe spezifizieren, wie z. B.: Abfall, Energie. Das Problem ist, daß sie ihre Kompetenz mit den Stellenleitern ohne Umweltschutzaufgabe teilen müssen Es können Kompetenz und Verantwortungsprobleme auftauchen.

Stabstellen:

Die Eingliederung von Stabstellen bedeutet, daß unser Linienorganisation erweitert wird. Neue Linienvorgesetzte werden eingestellt mit beratender Funktion aber ohne Leitungskompetenz.

2.10. Die Matrixorganisation

Die Umweltprobleme werden als Dauerafgabe angesehen. Diese Aufgabe kann in weitere Teilaufgaben zerlegt werden wie z.B.: Entsorgung, Recycling, Input-outputminimierung. Das kann in den Beriechen : Wasser, Abwasser, Energie eingeführt werden.51

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.11. Umweltmanagement bei Volkswagen

In den Industrieländern die Massenmotorisierung bringt sowohl viele Vorteile als auch Nachteile. Je verbreiteter das Automobil desto mehr Lebensraum wird versiegelt und zerschnitten. Nachhaltiges Management ist der Schlüssel zum wirtschaftlichen Erfolg von Volkswagen. Ressorcenschonung, Umweltschutz und soziales Engagement haben im Unternehmen Vorrang. Heute stellt der Umweltschutz nicht mehr den Herstellungsprozeß in den Mittelpunkt, sondern umfaßt den gesamten Lebenszyklus der Produkte. Alle Umweltschutzmaßnahmen werden durch ein Umfassendes Umweltmanagementsystem weiterentwickelt.

Im Bereich Produktion wird das Ziel gesetzt die Umweltverträglichkeit der Prozesse und Herstellverfahren sowie die Schonung wertvoller natürlicher Ressourcen kontinuierlich Verbessern. Mit wasserlöslichen Lacksystemen konnten z.B. die Lösmittelemissionen um mehr als die Hälfte reduziert werden. Umweltschutz bei Volkswagen hat zwei strategische Aufgaben:

Verbesserung der Umweltstandards in den ausländischen Standorten Entwicklung und Einführung integrierter Umweltschutztechnologien.

Die Schulung und Qualifizierung von Mitarbeitern an den ausländischen Standorten sowie ihre Beteiligung an internationalen Umweltaudits werden den Know-how-Transfer unterstützen. So werden Synergien im Unternehmen und in die Entwicklung bzw. Einführung innovativer Technologien und Prozesse gefördert.

Das Ziel ist eine emissionsarme Fabrik. Die Umweltbelastung wurde bis jetzt durch den Einsatz von der „end of pipe“ Technologie verringert. In der Zukunft ist der Ziel gesetzt worden Schadstoffe erst gar nicht einzusetzen und schadstoffhaltige Emissionen erst gar nicht frei werden lassen.

Das Unternehmen probiert den steigenden Güterverkehr ökonomisch und ökologisch zu bewältigen. Dank einer neuer Technologie wird während der Ladung der Waggons eine enorme Umweltbelastung vermieden. Ein Güterverkehrszentrum wurde in Wolfsburg ausgebaut. Die verschiedene Verkehrsmittel(Bahn, Lkws, Binnenschiffe) werden optimal eingesetzt wodurch auch Zeit gespart werden kann und die Umweltbelastung auch verringert werden kann.

Die Volkswagen AG bietet ihren Einzelhandelspartnern ein bundeseinheitliches System zur Rücknahme und Entsorgung von Werkstattabfällen und Altmaterialien an. Die verschiedene Abfallfraktionen werden direkt bei den Werkstätten oder den Volkswagen - Vertriebszentren abgeholt. Ein geschlossener Stoffkreislauf wird so erreicht. Den Entsorgunsservice bietet Volkswagen kostenlos an.

Das Unternehmen bietet auch ein Fahr-, Spar-und Sicherheitstraining an. Die Neuwagenkäufer halten Umweltfreundlichkeit und Sparsamkeit für wichtige Eigenschaften eines Autos. Nach einer Studie wird es deutlich, daß ein Teil der Käufer akzeptieren einen Mehrpreis für den Umweltschutz. Obwohl 45% nicht dafür ist etwas zu bezahlen und 4% der Befragten nicht bereit ist über 1000Dm zu bezahlen. Die meisten sind dafür etwa von 100 bis 500DM mehr zu bezahlen. Die Erfahrung zeigt, daß ein Aufpreis für Umweltfreundlichkeit bei vielen Produkten nicht akzeptiert wird. Die Kunden wollen keine Umweltkompromisse zu Lasten anderer Ansprüche wie Sicherheit und Qualität und Fahrkomfort.

Volkswagen beginnt ab dem Jahr 2000 mit der kostenlosen Rücknahme von Neufahrzeugen.

Volkswagen schult nicht nur die Konstrukteure sondern auch die Mitarbeiter seiner Zulieferer, die im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft voll in der Recyclingprozeß eingebunden sind.52

2.12. Öko-Audit

Zu einem Umweltmanagement und betriebsprüfungssystem gehört das Instrument Öko-Audit. Öko-Audit existiert als Instrument schon seit 20 Jahren. Das Instrument wurde durch die USamerikanische Industrie entwickelt. Audit stammt ursprünglich aus dem Bereich Revision.

Oft erleben wir, daß die Entwicklungen aus den USA mit einer Zeitverzögerung in Europa auftreten. In diesem Fall war es ca. in der gleichen Zeit. Nach verschiedenen Umweltkatastrophen wurde man aufmerksam auf die Bedeutung der Umwelt. Es bildeten verschiedene Umweltschutzorganisationen- und verbände. Durch die europäische Gemeinschaft wurden verschiedene Richtlinien erfaßt wie z.B.: Richtlinie zur Kennzeichnung und Verpackung gefährliche Stoffe Das erste Aktionsprogramm aus dem Jahre 1973 beinhaltet die Grundprinzipien- und ziele einer gemeinsamen europäischen Umweltpolitik.

Am Ende der achtziger Jahre wurde zum ersten Mal eine Öko-Audit Systematik veröffentlicht: die Internationale Handelskammer ( International Chamber of Commerce - ICC). Das Unternehmen ist selbstverantwortlich für die Durchführung der Audits. Dieses Konzept wurde weltweit angewendet und bietet eine systematische Grundlage für Öko- Audits.53

Am 29. Juni 1993 hat der Rat der Europäischen Gemeinschaft eine Verordnung über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung erlassen.

Die Verordnung ist im April 1993 in Kraft getreten und gilt ab dem 21. Monat nach ihrer Veröffentlichung (April 1995).

Ziel des Systems ist die Förderung einer fortlaufenden und kontinuierlichen Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes durch die Festlegung und Umsetzung standortbezogener Umweltpolitik, -programme und -managementsysteme durch die Unternehmen und die systematische, objektive und regelmäßige Bewertung der Leistung dieser Instrumente ("Öko- Audits").

Die Umwelterklärung über den betrieblichen Umweltschutz eines Unternehmens ist für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (Art. 1 Abs. 2 EU-Öko-Auditverordnung).

"Freiwillige Teilnahme"

Die Teilnahme an einem EU-Öko-Audit ist für Unternehmen genauso freiwillig, wie eine Zertifizierung des Qualitätsmanagements nach ISO 9000.

Verfügt ein Unternehmen der Branche über ein Umweltmanagementsystem, entsteht schrittweise auch für andere Unternehmen der Branche ein Druck zur Einführung des Umweltmanagementsystems.

Welche Unternehmen können an der EU-Öko-Auditverordnung teilnehmen?

Teilnahmeberechtigt sind:

1. Die produzierende Wirtschaft. Die einzelnen Branchen sind in Abschnitt C und D der statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft angeführt.
2. Unternehmen zur Erzeugung von Strom,Gas, Dampf und Heilwasser sowie Recycling, Behandlung, Vernichtung oder Endlagerung von festen oder flüssigen Abfällen;
3. Österreich kann weitere Wirtschaftszweige berechtigen, an der EU Öko-Auditverordnung teilzunehmen. Das Bundesministerium für Umwelt arbeitet an einer entsprechenden Ausdehnung.

Nicht das Unternehmen, sondern nur der Standort de s Unternehmens nimmt teil

Im Gegensatz zu ISO 14000 und BS 7750 nimmt nicht das Unternehmen, sondern nur der Standort am Öko-Audit-System teil.

Das bedeutet, das nicht das Gesamtunternehmen über ein Umweltmanagementsystem verfügen muß, sondern nur der Standort, der am Öko-Audit-System teilnimmt.

ISO 14000

=> Im Rahmen des ISO-Systems wurde der Entwurf für eine Norm für Umweltmanagementsysteme ausgearbeitet. Die im Entwurf vorliegende ISO 14000 ist eine internationale Norm, die weltweit gelten wird. Die EU-Öko-Auditverordnung gilt nur für Mitgliedstaaten der EU.

=> Der Entwurf der ISO 14000 bezieht sich im Gegensatz zur EU-Öko-Auditverordnung auf das Gesamtunternehmen.

=> An der ISO 14000 können alle Branchen teilnehmen.

=> Der inhaltlichen Anforderung der ISO 14000 sind weniger determiniert als in der EU-Öko- Auditverordnung.

BS 7750

Von allen vorliegenden Richtlinien für Managementsystemen ist die BS 7750 die historisch erste Norm, die in Großbritannien erstellt wurde.

Die BS 7750 hat die Erstellung der EU-Öko-Auditverordnug wesentlich beeinflußt.

Nach welcher Richtlinie soll das Umweltmanagementsystem aufgebaut werden?

Die praktische Antwort: nach allen dreien. Vor allem dann, wenn das Unternehmen über ein Qualitätsmanagement verfügt, unterscheiden sich sich die drei Richtlinien in der Praxis wenig.

Die EU-Öko-Auditverordnung verlangt eine Umweltklärung und neben einer Systemprüfung auch eine inhaltliche Prüfung des Umweltmanagementsystems.

Mit Unterstützung eines entsprechenden Beraters kann das Umweltmanagementsystem so aufgebaut werden, daß es allen drei Richtlinien entspricht.

Soll das Umweltmanagement mit dem Qualitätsmanagement verbunden werden?

Es ist zweckmäßig, auf der Ebene der Verfahrens- und Arbeitsanweisungen das Umwelt- mit dem Qualitätsmanagement zusammenzuführen. Andernfalls würde dies dazu führen, daß ein Mitarbeiter für eine Tätigkeit zwei Arbeits- bzw. Verfahrensanweisungen zu folgen hätte.

Es hat sich in der Praxis als zweckmäßig erwiesen, das Umwelthandbuch vom Qualitätshandbuch zu trennen.

2.13. Ökobilanz

2.13.1. Ziel der Ökobilanz

Ziel der Ökobilanz ist die Reduktion von schädlichen Umwelteinwirkungen durch Minimierung von Stoff- und Energieströmen, ökologischen Risiken und Schwachstellen innerhalb eines Unternehmens und/oder einer Produktion. Voraussetzung hierzu ist die Umwelteinwirkungen transparent zu machen und zu bewerten.54

Der Begriff Ökobilanz wird in der Literatur unterschiedlich definiert und gedeutet. Deshalb gibt es eine Anzahl verschiedener Ökobilanz-Ansätze.55 Diese Ansätze haben eine gemeinsame Ausgangsgrundlage, welche zuerst näher erläutert wird um anschließend die Unterschiede aufzuzeigen.

2.13.2. Von der Input-OutputBilanz zur betrieblichen Ökobilanz

Die betriebliche Ökobilanz ist eine Weiterentwicklung der Input-Output-Bilanz. Die Input- Output-Bilanz trägt als Materialfluß-Modell zur Verbesserung betrieblicher Entscheidungs- und Planungsinstrument im Bereich der Materialwirtschaft und Kostenrechnung bei. Erfaßt werden hierbei die ein- und ausgehenden Stoff- und Energiemenge eines Produktionsprozesses. Durch Bewertung und Analyse dieser Stoff- und Energieströme werden die Einwirkungen auf die Umwelt transparent. Das Unternehmen kann daraus Konsequenzen ziehen, welche den betrieblichen Umweltschutz optimieren.56 Ökobilanz ist demnach eine analysierte und bewertete Input-Output-Bilanz.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.13.3. Die Phasen der Ökobilanzierung

Zur Zeit gibt es noch keine einheitlichen Begriffserklärungen der Ökobilanz. Die unterschiedlichen Ansätze können jedoch jeweils in die folgende drei Phasen Untergliedert werden um sind somit zu vergleichen.57

- Sachbilanz
- Wirkungsanalyse
- Bilanzbewertung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 11: Okö-Bilanz

Die im deutschsprachigen Raum bekannten Ökobilanzen sind quantitativ-kardinale oder qualitative Ansätze. Die quantitativ-kardinalen Ansätze können die Ergebnisse der Wirkungs- und Bilanzbewertung in Einheiten messen ( z.B. Umweltbelastungspunkte, Schadschöpfungseinheiten ). Die qualitativen Ansätze können eine ( nicht meßbare ) Verbesserung oder Verschlechterung darstellen.

quantitativ-kardinale Ökobilanzansätze

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Ö.B.U-Methode als quantitativ-kardinaler Ansatz und die IÖW- Methode als qualitativer Ansatz werden in der folgende Gegenüberstellung erklärt .58

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.13.5. Bewertung der Ökobilanzansätze

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vollständigkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wirtschaftlichkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Transparenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Beurteilungsfähigkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Integrationsfähigkeit

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Schlußbetrachtung

Für ein „erfolgsorientiertes Umweltmanagement“ gibt es keinen goldenen Weg, welchen das Unternehmen einfach einschlagen kann, um umweltorientiert und regelkonform zu handeln. Neben den hier vorgestellten Instrumenten gibt es noch eine Reihe anderer Instrumente (siehe Aufstellung Instrumente) und Möglichkeiten um aktiv Umweltmanagement zu betreiben. Festzuhalten ist auch, daß durch die Verschärfung der Umweltgesetze eine immer stärkere Bedeutung auf die Instrumente des „erfolgsorientierten Umweltmanagement“ zukommt. Den stärksten Einfluß auf ein „erfolgsorientiertes Umweltmanagement“ hat die Führungsebene mit ihrer Einstellung zum Umweltschutz und der daraus entstehenden Umweltpolitik . Die Einführung eines Umweltmanagement hat nur Erfolg, wenn es von der Führungsebene bis zur Basis gelebt und umgesetzt wird.

Die Problematik des Umweltmanagement lag bisher in der Sensibilisierung der Führungsebene für ökologische Probleme und der Problematik der „externen Effekte“ ihrer unternehmerischen Handlungen, die einen wesentlichen Teil der Umweltprobleme ausmachen. Der Druck der Öffentlichkeit (Image), die zunehmende Knappheit der Ressourcen (Produktionssicherheit) und die verstärkten Sanktionen (Wirtschaftlichkeit) haben wahrscheinlich zum neuen ökologischen Bewußtsein und zur Verhaltensänderung der Führungsebene beigetragen. Zur Erhaltung der Umwelt auf der einen Seite und der Erhaltung der Unternehmen auf der anderen Seite, ist es notwendig das sich das Unternehmen als Teil eines größeren Systems begreift, dessen wesentlicher Bestandteil die ökologische Umwelt ist. Diese ökologische Dimension hat das Unternehmen zu berücksichtigen und zur Grundlage ihrer Entscheidung zu machen.

Die Komplexität der Umwelteinwirkungen der Unternehmen auf die Umwelt verlangt deshalb auch ein komplexes Umweltmanagement. Die Integration und der ökonomische Nutzen eines Umweltmanagement sind die größte Hürde zum Erfolg. Der Nachteil der hier aufgezeigten Instrumente ist überwiegend der zu hohe Aufwand, der zur Zeit meist nicht in einem ökonomischen Verhältnis zu Nutzen steht.

Die Anwendung von computerunterstützten Umweltinformationssystemen und die Verbesserung der Umwelttechnik werden ein ökonomisches Aufwand- Nutzenverhältnis in Zukunft ermöglichen.

Umgesetzte Umweltmanagementsysteme können des weiteren schlecht verglichen werden, weil es zum einem keine klare Begriffsabgrenzung der einzelnen Instrumente untereinander gibt, die Anforderungen der Instrumente nicht vollständig erfüllt werden bzw. lückenhaft sind oder die Konzepte unternehmensspezifisch aufgebaut sind.

Die Erfassung der Umwelteinwirkungen und ihrer Wechselwirkungen können außerdem nach dem heutigen Stand der Technik nicht vollständig erfaßt werden.

Ein „erfolgsorientiertes Umweltmanagement“ ist eine Unterstützung der Führungsebene in seinen ökologischen und ökonomischen Entscheidungen. Ein erfolgreich umgesetztes und gelebtes Umweltmanagementsystem wird von allen Mitarbeitern des Unternehmens getragen. Die ökologischen und ökonomischen Ziele sind dann in allen Unternehmenshandlungen integriert.

Ein „erfolgsorientiertes Umweltmanagement“ ist eine Unterstützung der Führungsebene in seinen ökologischen und ökonomischen Entscheidungen. Ein erfolgreich umgesetztes und gelebtes Umweltmanagementsystem wird von allen Mitarbeitern des Unternehmens getragen. Die ökologischen und ökonomischen Ziele sind dann in allen Unternehmenshandlungen integriert.

4. Verzeichnis der Abbildungen und Tabellen:

4.1. Abbildungen

Abbildung 1 - Arten von Kennzahlen

Abbildung 2 Ökologie Pull und ökologie Pusch

Abbildung 3 Strategieportfolio

4.2. Tabellen

Tabelle 1 - Übersicht über die Instrumente des Umweltmanagement

Tabelle 2 - Vorgehensweise im Rahmen der ökologischen Buchhaltung Quelle: Meffert, H.: Marktorientiertes Umweltmanangement, Seite 120

Tabelle 3 - Ökologische Buchhaltung von Roco-Koneserven (Abschluß 1975)

Tabelle 4- Vergleich zwischen betrieblichen Kennzahlen und betrieblichen Umweltkennzahlen

Tabelle 5 - Vergleich der Koeffizienten „Umweltproduktivität“ und „Umweltkoeffizient“

Tabelle 6 - Energieverbräuche und Umrechnungsfaktoren

Tabelle 7 - Energieverbrauch absolut

Tabelle 8 - Energieträgeranteile

Tabelle 9 - Energieeinsatzquote gesamt

Tabelle 10 - Energieeinsatzquote pro Energieträgeranteil

4.3. Gleichungen

Gleichung 1- Energieträgeranteil

Gleichung 2 - Ernergieeinsatzquote

4.4. Autorenverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.5. Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4.6. Literaturverzeichnis

Lexika:

Gabler´s Wirtschaftslexikon, Wiesbaden 101979

Monographien:

Beck, Michael, Betriebliches Umwelt-Audit in der Praxis, Würzburg 11996.

Böning Jeanette, Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis-Verlag, 2. Auflage, Marburg 1994

Brunner, Jürgen, Der Beitrag des Controlling für ein ökologisches Management, Difo-Druck, Bamberg 1997

Braunschweig, Müller-Wenk, Ökobilanzen für Unternehmungen, Haupt, Stuttgart 1993

Janzen, Henrik, Ökologisches Controlling, Schäfer-Poeschel, Stuttgart 1996

Meffert, Heribert; Kirchgeorg, Manfred, Marktorientiertes Umweltmanagement, überarb. und erw. Aufl., Stuttgart 1993.

Orwat, Carsten: Informationssysteme des Umweltmanagements Analytica 1996

Schreiner, Manfred: Umweltmanagement in 22 Lektionen 3.Auflage, Gabler 1993

Steven, Marion: Produktion und Umweltschutz Gabler 1994

Claus Steinle/Anett Baumast/Carlo Burschel: Umweltmanagement und Öko-Audit

Tischler, Klaus, Ökologische Betriebswirtschaftslehre, München / Wien 1996.

Umweltbericht 1999/2000 von Volkswagen

Wicke, Lutz; Haasis, Hand-Dietrich; Schafhausen, Franzjosef; Schulz, Werner, Betriebliche Umweltökonomie. Eine Praxisorientierte Einführung, München 1992.

[...]


1 Vgl. Wicke, Lutz; Haasis, Hand-Dietrich; Schafhausen, Franzjosef; Schulz, Werner, Betriebliche Umweltökonomie. Eine Praxisorientierte Einführung, München 1992, 509. Seite 2

2 Gablers Wirtschaftslexikon, 10. Auflage, Wiesbaden, 1979,1303.

3 Gablers Wirtschaftslexikon, 1304.

4 Tischler, Klaus, Ökologische Betriebswirtschaftslehre, München / Wien 1996, 24. Seite 5

5 Gabler, 1667.

6 Gabler, 1668.

7 Gabler, 1669. Wo steht ein Unternehmen in Vergleich zum

8 Umweltinformationssystem: Synonym für die Instrumente des Umweltmanagement, wie z.B. Ökobilanzen, ökolobische Buchhaltung, Stoff- und Energiebilanzen, Produktlinienanalyse, Umwelt-Audit, Umweltberichterstattung u.ä., vgl. dazu Tischler, Klaus,287.

9 Tischler, 290; siehe auch Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 538.

10 Tischler, 292

11 Meffert/Kirchgeorg; Markorientiertes Umweltmanagement; Schäfer Poeschel Verlag, Stuttgart 1998, S.410 ff. Seite 8

12 H. Janzen; Ökologisches Controling; Schäfer Poeschel Verlag, Stuttgart 1996, S.46

13 Meffert/Kirchgeorg; Markorientiertes Umweltmanagement; Schäfer Poeschel Verlag, Stuttgart 1998, S.411 Seite 9

14 J.Brunner; Der Beitrag des Controlling für ein ökologisches Management; Difo-Druck GmbH, Bamberg 1997, S.238

15 Meffert/Kirchgeorg; Markorientiertes Umweltmanagement; Schäfer Poeschel Verlag, Stuttgart 1998, S.413

16 J.Brunner; Der Beitrag des Controlling für ein ökologisches Management; Difo-Druck GmbH, Bamberg 1997, S.239

17 Meffert/Kirchgeorg; Markorientiertes Umweltmanagement; Schäfer Poeschel Verlag, Stuttgart 1998, S.411 ff.

18 J.Brunner; Der Beitrag des Controlling für ein ökologisches Management; Difo-Druck GmbH, Bamberg 1997, S.295 Seite 11

19 J.Brunner; Der Beitrag des Controlling für ein ökologisches Management; Difo-Druck GmbH, Bamberg 1997, S.332 Seite 12

20 Vgl. Tischler, 329/331. Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 497. Meffert, Heribert; Kirchgeorg, Manfred, Marktorientiertes Umweltmanagement, überarb. und erw. Aufl., Stuttgart 21993, 121.

21 Vgl. Meffert, 121, Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 546, Tischler 329f.

22 Vgl. Tischler, 330, Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 549f.

23 Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 549.

24 Vgl. Tischler, 330, Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 549f.

25 Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 546.

26 Vgl. Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 550.

27 Vgl. Tischler, Seite 333.

28 Vgl. Tischler, Seite 332.

29 Vgl. Meffert, 121.

30 Vgl. Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 550.

31 Vgl. Tischler, 332.

32 Vgl. Tischler, 332.

33 Vgl. Tischler, 332.

34 Vgl. Meffert, 122.

35 Beck, 201.

36 Beck, 203.

37 Meffert, 115.

38 Meffert, 115.

39 Vgl. Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 553.

40 Meffert, 116.

41 Beck, 202.

42 Beck, 202.

43 Vgl. Wicke, Haasis, Schafhausen, Schulz, 553.

44 Meffert, 115.

45 Beck, 204.

46 Vgl. Manfred Schreiner S.48

47 Schreiner S.46-50

48 Vgl. Meffert S. 148-151

49 Vgl. Meffert S.157-159 und Carsten Owart S.108-113

50 Schreiner S.314

51 Screiner s.314-324

52 Umweltbericht 1999/2000 von Volkswagen

53 Steinle, Baumast, Burschel S.15-22

54 Böning, Jeanette; Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis -Verlag, Marburg 1995, S. 22

55 Braunschweig/Müller-Wenk; Ökobilanzen für Unternehmen; Verlag Paul Haupt, Stuttgart 1993, S. 19

56 Böning, Jeanette; Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis -Verlag, Marburg 1995, S. 26

57 Meffert/Kirchgeorg; Marktorientiertes Umweltmanagement; Schäfer-Poeschel-Verlag, Stuttgart 1998, S.163 ff.

58 Böning, Jeanette; Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis -Verlag, Marburg 1995, S. 45

59 Böning, Jeanette; Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis -Verlag, Marburg 1995, S. 72-75

60 Böning, Jeanette; Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis -Verlag, Marburg 1995, S. 55

61 Böning, Jeanette; Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis -Verlag, Marburg 1995, S. 99

62 Böning, Jeanette; Methoden betrieblicher Ökobilanzierung; Metropolis -Verlag, Marburg 1995, S. 95

Details

Seiten
52
Jahr
2000
Dateigröße
499 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v103687
Institution / Hochschule
Universität Osnabrück
Note
2,3
Schlagworte
Erfolgsorientiertes Umweltmanagement

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Titel: Erfolgsorientiertes Umweltmanagement