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Piet Mondrian

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 4 Seiten

Kunst - Malerei

Leseprobe

Piets Wunsch ein großer Maler zu werden

Im Jahr 1872 wurde Piet Mondrian im überaus stillen, holländischen Provinzstädtchen Amersfoort geboren. Er hatte keine schöne Kindheit. Sein Haus, indem er aufwuchs, war im schlechten Zustand. Seine Mutter war seh häufig krank und seine zwei Jahre ältere Schwester musste schon mit 8 Jahren den ganzen Haushalt führen, weil die Mutter nicht mehr die Kraft dazu hatte. Und Piet’ s Vater kümmerte sich kaum darum, war die ganze Zeit auf Geschäftsreisen und machte Überstunden.

Dadurch ist anzunehmen das Mondrain sein Grundvertrauen in die Welt und seine Mitmenschen verlor. Er ging nie eine Partnerschaft ein und musste sich bemühen sein psychisches Gleichgewicht zu behalten. Auch wenn sein Vater kaum zu Hause war, lernte er Mondrian früh das zeichnen.

1892 ging er auf die Kunstakademie in Amsterdam. Sein Vater besorgte ihm ein Zimmer bei reichen, einflussreichen und protestantischen Freunden. Man glaubt, dass der Vater Mondrian’ s sie auch überredete das Studium zu bezahlen, da er selber nicht das Geld dafür aufbringen konnte. Mondrian trat auch gleich einer radikalen und protestantischen Kirschengemeinde bei. Er, der spätere Erneuerer der Modernen Malerei, folgte damals den Vorgaben seiner Kirche, die die moderne Kunst bekämpften.

Das der streng protestantische junge Mann, aus der Provinz, einmal die Kunst des 20. Jahrhunderts verändern könnte, war in diesen frühen Jahren kaum zu vermuten. Es fehlte ihm nicht nur die Mittellosigkeit und die fehlende Bildung, er scheint auch psychisch wenig stabil gewesen zu sein und zog sich immer wieder zurück. Er war oft bei Verwandten auf dem Land. In dieser Zeit wurde er, vielleicht überhaupt zum ersten Mal, künstlerisch aktiv geworden. Er machte in dieser Zeit auch viele Aquarelle. Wie zum Beispiel Die Landschaft mit Graben. Es ist alles ziemlich flächendeckend gezeichnet ohne irgendwie Striche oder Punkte zu verwenden. Er nimmt düstere Farben für den Wald und das Gras nur der Himmel ist im Verhältnis relativ hell. Aber sie sind nicht so kräftig gezeichnet. Dadurch das er die Farben nach hinten hin heller werden lässt, wirk das ganze fast drei dimensional. Er zeichnet die Natur, dass die Farbenineinander übergehen. Er bringt durch seinen hellen Himmel und seinen dunklen Wald auch einen sehr guten Kontrast hinein. Mondrian zeichnet sehr naturgetreu, wenn auch wahrscheinlich nicht ganz exakt.

Piet Mondrian war ein sehr vielseitiger Künstler. Vom Anfang, wo er künstlerisch tätig wurde bis circa 1910 zeichnete er vor allem Landschaftsbilder und Portraits. Er zeichnete seine Bilder und Portraits in verschiedenen Techniken, wie zum Beispiel Aquarelle, Gouachen, Öl auf Leinwand Bilder oder er macht Kompositionen aus Aquarell und Tinte aufs Papier wie bei seinem Bild Passionsblume.

Piet Mondrian versuchte sich zu dieser Zeit als professioneller Künstler, doch er scheiterte immer wieder kläglich und wurde kaum beachtet.

In dieser Zeit zog er auch entgültig von der Stadt aufs Land, wo er ungestört zeichnen konnte. Er fing an, es war um 1904, eben viele Landschaftsbilder zu zeichnen. Das bot sich schließlich auch an. Er malte auch viele Mondnächte, Sonnen Sonnenuntergänge, Blicke auf Meer und Dünen und Mühlen. Er hatte sicherlich sehr schöne Motive und Eindrücke auf dem Land.

Doch wo blieb seine eigenen Kunst? Mondrain fing an sich nicht nur an Themen der Vergangenheit zu verkünsteln, sonder kopierte jetzt auch die großen Meister wie Vincent van Gogh. Um 1906 zeigten die ersten Kunstkenner, ihre Begeisterung an den Bildern des erst vor einigen Jahren verstorbenen van Gogh.

1907 malte Piet die Nächtliche Landschaft. AM Himmel kann man Formen erkennen, die nur aus den Bilder van Goghs stammen konnten.

Doch das war auch nicht das was er sich wünschte. Man merket wie er scheinbar nachlässig und gelangweilt an seinen Bildern zeichnet. In Mondrians Sommernacht wird der künstliche Charakter des Naturbildes sofort sichtbar. Der Himmel vor allem verblüfft, den er ist nur eine glatte angestrichene Fläche von rotbräunlicher Farbe. Kein Nachthimmel hat jemals so ausgesehen. Darauf ist der silbrig- weise Mond montiert, dessen Farben auf dem ebenfalls hellen Wasser wiederkommt. *

Doch im Laufe der Zeit veränderte sich seine Bilder. Er bringt viel mehr kräftige, strahlende Farben in seinen Bilder. Es ist ähnlich wie bei van Gogh der nach seiner Begegnung mit dem französischen Impressionisten den radikalen Schritt zu expressiven Farbmalerei wagte. Mondrian aber dagegen hatte Kontakt mit dem französischen Neoimpressionismus und dem Fauvismus, wo man stark in seinen neuen Bildern sehen kann. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist das Bild Amaryllis. Dort lässt er die Blume einem direkt ins Auge stechen, indem er sie knallig rot zeichnet.

Es sind diese Bilder die Mondrian im Jahr 1909 in Holland mit einem Schlag berühmt machen. Als Exponent der Avantgarde galt er jetzt und verkaufte seine Bilder gut. Vielleicht brachte ihn das auf die Idee das er sich mit Greet Heybroek verlobte, um eine Familie zu gründen. Doch diese Partnerschaft ging noch im selben Jahr auseinander, da seine Mutter wohl unerwartet starb und er total aus der Bahn geschissen wurde.

Unmittelbar danach verschwanden die bunten und fröhlichen Farben aus seinen getupften Bildern. Und damit auch das Ansehen der Leute, das er sich so lange erkämpft hatte.

Mondrian fing dumpfe Farben zu benutzen und brachte in seine Bilder viele Ecken. Was vor allem bei diesen Bildern dass entscheidende war das sie keiner kaufte: sie waren einfach zu groß. Oft mehr als zehn Meter breit. Am Ende des Jahres 1911 brach Piet Mondrian von Amsterdam auf. Er wollte nach Paris etwas von dem größten Maler seiner Zeit lernen: Pablo Picasso.

Details

Seiten
4
Jahr
2000
Dateigröße
340 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v103658
Note
1
Schlagworte
Piet Mondrian

Autor

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Titel: Piet Mondrian