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Methodische Konzepte zur Entwicklung taktischer Fähigkeiten und Fertigkeiten - standardisiertes und nicht standardisiertes gruppentaktisches Handeln

Ausarbeitung 2001 22 Seiten

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen

1. Einleitung

2. Die Gruppentaktik
2.1.1 Die Gruppenangriffstaktik
2.1.1 Nicht standardisiertes Handeln
2.1.2 Standardisiertes Handeln
2.2 Die Gruppenabwehrtaktik
2.2.1 Nicht standardisiertes Handeln
2.2.2 Standardisiertes Handeln

3. Die Methodik der gruppentaktischen Ausbildung
3.1 Übungsformen der methodischen Stufung

4. Die Erwärmung
4.1 Physiologische Aspekte der Erwärmung
4.2 Psychische Aspekte der Erwärmung
4.3 Die Methodik der Erwärmung und der Dehnung

5. Literaturverzeichnis

Verzeichnis der Abbildungen

Abbildung 1: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: Sportspiele. Sportverlag Berlin1988. S.291.

Abbildung 2: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.292.

Abbildung 3: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.292.

Abbildung 4: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.294

Abbildung 5: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.294.

Abbildung 6: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.295.

Abbildung 7: Pàlfai,J.: Modernes Fussballtraining. Sportverlag Berlin 1964. S.132.

Abbildung 8: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: Sportspiele. Sportverlag Berlin1988. S.296.

Abbildung 9: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.298.

Abbildung 10: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.299.

Abbildung 11: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.301.

Abbildung 12: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.303.

Abbildung 13: Stiehler,G.; Döbler,H.; Konzag,I.: a.a.O. S.304.

Abbildung 14: Bischops,K.; Gerads,H.; Fußball Ab – und Aufwärmen. Meyer & Meyer Verlag 1998. S.35.

Abbildung 15: Bischops,K.; Gerads,H.: a.a.O. S.36.

Abbildung 16: Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.65.

Abbildung 18: Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.43.

Abbildung 19: Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.58.

Abbildung 20:Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.42.

Abbildung 21:Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.86.

Abbildung 22:Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.42.

Abbildung 23:Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.45.

Abbildung 24:Bischops,K.; Gerads,H.; : a.a.O. S.42.

1.Einleitung:

Das Fußballspiel zeichnet sich durch einen ständigen Wechsel zwischen defensiven und offensiven Spielhandlungen aus. Alle Spieler einer Mannschaft sind in diesem Handlungsgefüge einbezogen. Gemeinsam lösen sie die anfallenden Spielaufgaben.

Trotzdem ergeben sich für den Spieler spezifische taktische Aufgaben, die aus dem Einsatz in der Abwehr oder dem Angriff resultieren.

Diese Belegarbeit befasst sich mit methodischen Konzepten zur Entwicklung dieser taktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Spezifiziert werden die Ausführungen zur Gruppentaktik, die sich in Abwehr –u. Angriffstaktik untergliedert.

Man unterscheidet hier in standardisierten und nicht standardisierten Lösungsansätzen.

In dieser Arbeit werden Fragen zur kollektiven Taktik und ihrer Ausbildung behandelt. In erster Linie werden die Handlungskomponenten der einzelnen gruppentaktischen Verfahren beschrieben und bildhaft dargestellt. Der Text geht näher auf die Spezifikationen und deren Charakteristika ein.

Im zweiten Teil folgt die Beschreibung der methodischen Ausbildung. Übungen der methodischen Stufung sind dargelegt und mittels bildhafter Darstellung veranschaulicht.

Die dargestellten Übungen sind ein Teil der Übungs –u. Spielformen, die möglichst gleichzeitig und geschlossen geübt werden sollten. Diese Vorschläge dienen als Leitfaden der gruppentaktischen Ausbildung. Sie sind variabel und durch verschiedene Modifikationen können der Schwerpunkt und der Schwierigkeitsgrad neu festgelegt werden.

Abschließend wird die Erwärmung unter physiologischen und psychischen Gesichtspunkten behandelt. Die Wichtigkeit der Erwärmung und Dehnung zur Vorbereitung sportlicher Handlungen wird beschrieben und einzelne Dehnungsübungen werden dargestellt, die individuell oder in Partnerübungen ausgeübt werden.

2.) Die Gruppentaktik

Handlungen mit gruppentaktischen Charakter ergeben sich immer für Spieler, die unmittelbar vor-, neben- oder hintereinander spielen. Das Zusammenspiel untereinander ist unerlässlich für das gemeinsame Lösen von Spielaufgaben.

Kooperieren Spieler besonders gut und verschwinden die Grenzen zwischen den einzelnen Spielpositionen , spricht man von Kontaktpaaren. Solche Situationen entstehen wenn der Mittelfeldspieler sich „fallen“ lässt, d.h. den defensiven Part spielt und der Abwehrspieler den Raum nutzt und einen Angriff vorträgt. Je optimaler diese Zusammenarbeit funktioniert, desto größer sind die Überraschungsmomente und Erfolgsaussichten einer Mannschaft. Bei der gruppentaktischen Ausbildung sollte dieses berücksichtigt werden.

2.1) Die Gruppenangriffstaktik

Die Gruppenangriffstaktik lässt sich in standardisiertes und nicht standardisiertes gruppentaktisches Verhalten unterteilen.

2.1.1) Nichtstandardisiertes gruppentaktisches Handeln

Positionswechsel

Wie oben beschrieben, ist der Wechsel der Positionen ein wirksames Mittel zum erfolgreichen Kombinieren. Indem der Angriffsspieler mit dem Abwehrspieler die Position wechselt, werden Überraschungsmomente geschaffen und das gegnerische Wirkungsgefüge gestört.

Außerdem ist der Positionswechsel sehr gut geeignet, um ein Überzahlspiel aufzubauen und den Gegner so noch mehr unter Druck zu bringen.

Kollektive Täuschungen

Neben individuellen Täuschungshandlungen gibt es auch in der kollektiven Taktik Möglichkeiten, den Gegner durch gezieltes Täuschen zu stören. Ablenkungsmanöver ohne Ball spielen in diesen Zusammenhang eine große Rolle. Die Laufhandlungen mehrerer Spieler dienen dazu, den Handlungsraum des Angreifers zu vergrößern. Die Bindung des Gegners an bestimmte Spielräume vergrößert die Möglichkeit, raumöffnende Pässe zu spielen. Ein „verschlepptes“ Spieltempo oder eine scheinbare Defensivhaltung sind wirksame Täuschungen, die den Gegner verwirren und zu einer falschen Reaktion zwingen. Schnelle Konterangriffe können dann die erfolgbringende Antwort sein.

Freilaufen

Ständiges und richtiges Freilaufen ist ein Mittel, um sich dem Deckungsgefüge der gegnerischen Mannschaft zu entziehen. Das Freilaufen ist, wie das Zuspiel, ein Baustein des effektiven Zusammenspiels. Es ermöglicht ein sicheres Zuspiel und dient der Aufrechterhaltung des Spielflusses. Das Freilaufen ist die Vorraussetzung für den gezielten Positionswechsel.

Zusammenspiel

Das Zusammenspiel ist die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung des Spielgedankens. Egal ob die taktische Konzeption auf die Sicherung des Balles in den eigenen Reihen oder das planmäßige Durchführen eines Angriffes zielt. Im Zusammenspiel vereint sich die Leistungsfähigkeit und das Spielniveau des Einzelnen und der kollektive Gedanke der ganzen Mannschaft. Baustein und Grundlage des Zusammenspiels ist die technische und taktische Leistungsfähigkeit auf der Grundlage konditioneller Fähigkeiten.

Die Bereitschaft und der Wille sein Leistungsvermögen auszuschöpfen und die eigene Leistung in den Sinn der Mannschaft zu stellen, ist von fundamentaler Bedeutung für das erfolgreiche Gestalten eines Fußballspiels.

In der Ausbildung und der Schulung des Zusammenspiels liegen die Prioritäten in der Herausbildung der spielspezifischen Persönlichkeitsqualitäten und der Vervollkommnung der Spielfähigkeit. Das Zusammenspiel basiert auf der Grundlage des Freilaufen und Zuspielen, variiert mit oder ohne Positionswechsel.

Zuspiel

Der Erfolg eines Zuspiels hängt von der Präzision und dem richtigen Zeitpunkt ab. Um den Spielfluss aufrecht zu erhalten, sind diese Voraussetzungen von enormer Wichtigkeit. Das Zuspiel ist variabel, es ist nicht von sturer Durchführung gekennzeichnet. Ein Pass kann direkt oder indirekt, flach oder hoch, diagonal oder in die Tiefe des Raumes gespielt werden. Die Art und Weise des Zuspiels ist von der jeweiligen Spielsituation und den äußeren Gegebenheiten abhängig. Beim Abspielen ist es wichtig, die Spielsituation zu analysieren und die Laufwege der Mitspieler und Gegenspieler zu erkennen. Um dann den Ball nicht in die Beine des Gegners und in den Rücken des Mitspielers zu spielen.

2.1.2) Standardisiertes gruppentaktisches Handeln

Es gibt im Fußball drei typische Formen von Standardaktionen. Diese Standards sind der Grundliniendurchbruch, der Doppelpass und die Spielverlagerung.

Der Grundliniendurchbruch

Vollzogen wird der Grundliniendurchbruch an den Seiten des Spielfeldes und hat das Erreichen der Grundlinie zum Ziel. In Verbindung mit Täuschungsversuchen wird versucht, den Pass von der Torauslinie als Rückpass, Flanke oder flache Eingabe in den torgefährlichen Raum zu spielen.

Abb. 1 Der Grundliniendurchbruch

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zur erfolgreichen Gestaltung des Angriffs ist es unabdingbar, die Varianten zu verinnerlichen und bei Bedarf zu variieren. Kreuzen die Stürmer unmittelbar vor oder im Strafraum ihre Laufwege, ist die Option einer Anspielvariation sehr wichtig. Die Abwehrspieler befinden sich in einer sehr schwierigen Situation, da sie den Ball und den Gegner im Blick haben müssen. Der Angreifer kann beim Einlaufen seine Geschwindigkeit nutzen und die Eingabe schärfer verwandeln.

Der Doppelpass

Beim Doppelpass ist die zeitliche und räumliche Abgestimmtheit der Handlungen beider Spieler für den Erfolg von großer Bedeutung. Er wird angewandt, um den Gegenspieler zu überspielen. Dabei ist es von Nutzen, wenn man befähigt ist die Ausführung, auf Grund seiner fundamentalen Fähigkeiten, zu verändern. Wenn man den Doppelpass nicht mit der Innenseite des Fußes spielt, sondern den Ball mit der Innerseite hinter dem Standbein vorbei führt. Zwischen dem Abspiel sollte die Geschwindigkeit erhöht werden, und somit ein Rhythmuswechsel stattfinden.

Die Spielverlagerung

Die Spielverlagerung zielt auf einen weiträumigen Wechsel der Spielsituation ab. Per Diagonalpass oder Querpass ist der Spieler in der Lage, das Spiel zu verlagern. Durch Freilaufen wird die Voraussetzung für die Spielverlagerung geschaffen.

Abb. 2 Die Spielverlagerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3 Die Spielverlagerung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Standardsituationen

Nach Unterbrechungen folgen zur Wiedereröffnung des Spiels sogenannte Standardsituationen. Diese sind nach dem Regelwerk festgelegt. Taktische Verhaltensweisen und individuelle Fähigkeiten einzelner Spieler prägen das Bild der Standardsituationen. Im Trainingsprozess ist verstärkt auf diese einzelnen Fähigkeiten einzugehen.

Anstoß

Der Anstoß ist beliebig ausführbar. Es gibt die Möglichkeit den Anstoß defensiv oder offensiv auszuführen. Dabei zeigt sich, ob die Mannschaft auf Ballsicherung oder auf ein frühes Stören des Gegners zielt. Der Anstoß ist dann entweder auf Raumgewinn oder auf Distanzierung ausgelegt.

Details

Seiten
22
Jahr
2001
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v102562
Note
Schlagworte
Methodische Konzepte Entwicklung Fähigkeiten Fertigkeiten Handeln Seminar Fussball Vertiefung

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