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Der Dow Jones Sustainability Group Index für institutionelle Anleger

Seminararbeit 2000 27 Seiten

BWL - Bank, Börse, Versicherung

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Anlagenverzeichnis II

1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 VORGEHENSWEISE

2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 INTELLECTUAL CAPITAL
2.2 HUMAN RESOURCES
2.3 INTELLECTUAL ASSETS UND INTELLECTUAL PROPERTY
2.4 NACHHALTIGKEIT
2.5 INSTITUTIONELLE ANLEGER
2.6 SUSTAINABILITY ASSET MANAGEMENT (SAM)
2.7 DOW JONES & COMPANY

3 DIE DJSGI-GRUPPE
3.1 WAS BRINGT DER DJSGI?
3.2 WEITERE PRESSESTIMMEN:
3.3 AUFBAU DES DJSGI

4 BEWERTUNGSSYSTEM
4.1 DIE FÜNF PRINZIPIEN DER NACHHALTIGKEIT:
4.2 DIE METHODE DER SAM SUSTAINABILITY GROUP
4.3 CHANCEN
4.4 RISIKEN
4.5 RANKING, COMPONENT SELECTION
4.6 KONTROLLMECHANISMEN ZUR EINHALTUNG DER KRITERIEN:
4.7 EINIGE UNTERNEHMEN AUS VERSCHIEDENEN BRANCHEN IM DJSGI

5 AUSWAHLKRITERIEN FÜR DEN NEUEN MARKT (NEMAX)
5.1 WAS IST DER NEUE MARKT
5.2 WELCHE UNTERNEHMEN KOMMEN IN FRAGE
5.3 ZULASSUNGSBEDINGUNGEN UND AUFNAHMEKRITERIEN FÜR DEN NM
5.4 VERGLEICH MIT DEM DJSGI

6 INTELLECTUAL CAPITAL

7 UMFRAGE
7.1 METHODIK
7.2 VERLAUF DER UMFRAGE
7.3 ERGEBNIS
7.4 ZIELERREICHUNG

8 FAZIT/KOMMENTAR ZUR UMFRAGE UND ZUR ARBEIT

Anhang

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Developement) ist seit gut 20 Jahren immer wieder Thema von internationalen Kommissionen und Konferenzen. Diese befassen sich hauptsächlich damit, wie die Menschheit in Zukunft mit ihren begrenzten natürlichen Ressourcen der Erde umgehen wird und wie es ermöglicht werden kann, daß zukünftige Generationen das gleiche Wohlfahrtsniveau wie das heutige dauerhaft erhalten können.1 Nennen wollen wir an dieser Stelle auch den Club of Rome, der 1972 mit seiner Veröffentlichung „Grenzen des Wachstums“ ebenso wie die Brundtland-Kommission (1987), ein Leitbild für eine nachhaltige Entwicklung erarbeitet hat. Beide Institutionen hatten dabei die zukünftige, globale gesellschaftliche Entwicklung im Fokus. Die Thematik fand auf akademischer Ebene auch Einzug in den Wirtschaftswissenschaften, beispielsweise in Form der Umwelt und Ressourcenökonomie.2

Da diese Diskussion als gesellschaftlicher Suchprozeß nach einem Lebens- und Wirtschaftsstil beschrieben werden kann, ist es wichtig, dies nicht nur den Politikern und Wissenschaftlern zu überlassen, sondern möglichst alle Akteure bei diesem Prozeß mit einzubeziehen. Eine sehr bedeutsame Akteursgruppe sind die Unternehmen, die sich nun auch damit auseinandersetzen müssen, wie nachhaltig sie wirtschaften.3

1.1 Problemstellung

Bisher stellte die mangelhafte Meßbarkeit von Nachhaltigkeit ein großes Problem dar, da es keine anerkannten, einheitlichen Bewertungsmaßstäbe gab. Wegen der steigenden Nachfrage nach Vergleichsmaßstäben für Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, entschlossen sich die Schweizer Gesellschaft SAM Sustainability Group und der amerikanische Finanzmarktbeobachter Dow Jones Indexes eine neue Index- Familie, die Dow Jones Sustainability Group Indexes (DJSGI) aufzulegen.4 Iris Uhlmann (Director Sal.Oppenheim) sagte diesbezüglich:5 Bis jetzt hätten Anleger nur zwei Möglichkeiten gehabt. Entweder suchten sie sich nachhaltige Firmen anhand von Berichten usw. selbst aus oder vertrauten fähigen Managern, die anhand eigener

Kriterien Firmen bewerteten. Die daraus resultierende mangelnde Vergleichbarkeit durch unterschiedlichste Bewertungen machte die Auswahlentscheidung schwierig. Was diese Anleger brauchten, war der Nachhaltigkeitsindex, um die Performance von Firmen vergleichen und beurteilen zu können. „Wir von Sal.Oppenheim sind überzeugt, daß der DJSGI erfolgreich im Handel sein wird.“

1.2 Zielsetzung

Das Ziel dieser Hausarbeit soll sein, die Dow Jones Sustainability Group Indizes (DJSGI) vorzustellen und näher zu beleuchten. Wir wollen ihre Verbreitung in den einschlägigen Branchen (Banken, Fondsgesellschaften) aufzeigen. Ein weiterer Aspekt ist, den Dow Jones Sustainability Global Group Index mit einem anderen, bekannteren Index zu vergleichen (NEMAX), Parallelen zu erkennen und Unterschiede heraus zu arbeiten. Eine für diese Hausarbeit durchgeführte Umfrage soll ebenfalls dazu beitragen, die Bedeutung der DJSGI einzuordnen. Aufgrund des übergeordneten Themas „Intellectual Capital“ wollen wir Zusammenhänge zwischen dem IC und Nachhaltigkeit erklären.

1.3 Vorgehensweise

Um unsere Ziele zu erreichen wollen wir zunächst einige wichtige Begriffe definieren bzw. in den Kontext einordnen.

Nach der Vorstellung des Aufbaus des DJSGI, soll genauer auf das von SAM entwickelte Bewertungssystem für die Aufnahme in den DJSGI eingegangen werden. Zu diesem System gehören Kontrollmechanismen, die ebenfalls kurz erläutert werden sollen. Es soll aber nicht nur die Theorie erklärt werden, sondern auch gezeigt werden wie diese in der Praxis angewandt wird. Hierfür stellen wir drei, bereits in den DJSGI aufgenommene Unternehmen vor und beschreiben ihre sogenannten „Sustainability Highlights“.

Um den DJSGI mit anderen Indizes zu vergleichen haben wir die Aufnahmekriterien eines anderen Index herausgearbeitet und werden diese in einer Gegenüberstellung erläutern.

Im Rahmen dieser Hausarbeit wurde, wie bereits erwähnt, eine Umfrage bei Banken und Fondsgesellschaften durchgeführt, deren Ergebnisse wir ausführlich präsentieren und interpretieren wollen.

Dann wird noch der Begriff Intellectual Capital im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung in Unternehmen gezeigt, um einen Brückenschlag zwischen unserem

Thema in dieser Hausarbeit und dem übergeordneten Thema des Seminars zu schaffen. Mit einem Fazit und einem kurzen Ausblick wollen wir diese Arbeit dann schließen.

2 Theoretische Grundlagen

2.1 Intellectual Capital

Das Intellectual Capital, welches aus drei Hauptkomponenten (human resources, Intellectual assets, Intellectual property) besteht, kann als Wissen, daß sich in Profit umwandeln läßt, verstanden werden. Dabei beinhaltet Intellectual Capital folgende Bereiche: allgemeines Know-how, Erfindungen, Ideen, Computersoftware, Prozesse und Veröffentlichungen.6

2.2 Human Resources

Human Ressourcen beinhalten die gesamten Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Mitarbeiter im Unternehmen7. Sie versorgen das Unternehmen mit dem notwendigen Wissen zur Bewältigung aller Aufgaben im laufenden Unternehmensprozeß.

2.3 Intellectual Assets und Intellectual Property

Wissen, das in irgend einer Form niedergeschrieben, in einen Computer eingegeben (Software) oder auf andere Art und Weise greif- bzw. sichtbar gemacht werden kann (Intellectual assets)8. Wissen kann erst in dieser Form geschützt werden und wird damit zu einem zukünftigen Wettbewerbsvorteil. Geschütztes Wissen, wie Patente, Warenzeichen oder Urheberrechte wird durch den Vorgang des Schützens bzw. Patentierens zu Intellectual property.

2.4 Nachhaltigkeit

In der Diskussion um nachhaltige Entwicklung wird in Deutschland der ökologische Aspekt sehr stark in den Vordergrund gestellt.9 Es existieren Ansätze wie beispielsweise das sogenannte „3-Säulen-Modell“10, das auch ökonomische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Allerdings wird dieses Modell in der Literatur eher selten verwendet, da in den meisten Fällen auf den ökologischen Aspekt der Nachhaltigkeit eingegangen wird. Der Begriff Sustainability (Nachhaltigkeit), wie er im DJSGI verwendet wird, ist besser mit dem deutschen Wort Zukunftsfähigkeit umschrieben.11 Wir betrachten die Nachhaltigkeit als Kombination von ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekten, die zum zukünftigen, langfristigen Unternehmenswachstum beitragen.12

2.5 institutionelle Anleger

Institutionelle Anleger sind Unternehmen des Finanzsektors, wie Banken, Versicherungen, Pensionskassen und Kapitalanlagegesellschaften, sowie Großunternehmen, die flüssige Mittel aufgrund erhaltener Einlagen, Prämien, Beiträgen u.a. ertragsbringend am Kapitalmarkt anlegen.13

2.6 Sustainability Asset Management (SAM)

Die SAM Sustainability Group ist eine unabhängige Gesellschaft aus Zürich, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Nachhaltigkeit von Firmen bei Finanzdienstleistungen zu berücksichtigen. Sie ist ein Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen und berät private und institutionelle Anleger bei nachhaltigkeitsorientierten Investments. Das Unternehmen hat drei Bereiche: SAM Sustainability Research, SAM Asset Management, SAM Private Equity.14

SAM Sustainability Research stellt das Fachwissen zur Auswahl der nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen, welche in die DJSGI aufgenommen werden sollen, zur Verfügung. Dies basiert auf ihren eigenen Bewertungsmethoden für nachhaltige Unternehmen und auf dem ausgeklügelten SAM Sustainability Rating Verfahren. Ein weltumspannendes Netzwerk trägt ebenfalls einen Teil zu der umfangreichen Sammlung an Spezialwissen und Erfahrungen bei.

SAM Asset Management umfaßt einige institutionelle und private Stellen, an denen Investments in nachhaltige Unternehmen durchgeführt und geleitet werden. SAM Asset Management ist ebenfalls tätig als Investmentberater für die Sustainable Performance Group (SPG), dem ersten börsennotierten Institut mit einer an Nachhaltigkeit orientierten Investment Strategie.

SAM Private Equity fördert Investitionen in jüngere Unternehmen, die ein ausgezeichnetes finanzielles Entwicklungspotential vorweisen und deren nachhaltige Technologien entscheidend sind für die langfristige Rentabilität größerer Unternehmen. SAM ist ein Gründungsmitglied von Sustainability Investment Partners (SIP), einer Gruppe aus sechs weltweit tätigen Finanzunternehmen, die nachhaltige Investments für private Anleger fördern.

2.7 Dow Jones & Company

Dow Jones & Company ist einer der weltweit besten Unternehmen, die Indizes zu Investitionszwecken zur Verfügung stellen. Die bekanntesten sind: die Dow Jones Global Indizes, die europäischen Dow Jones STOXX Indizes, die Dow Jones Averages sowie die Dow Jones Internet Indizes.15

Zusätzlich zu den Indizes veröffentlicht Dow Jones & Company auch noch die weltbekannte Geschäfts- und Finanzzeitung Wall Street Journal und viele andere wöchentlich bzw. monatlich erscheinende Zeitschriften.

Darüber hinaus ist Dow Jones & Company Teilhaber bei Dow Jones Reuters Business Interactive LLC und bei CNBC-TV in Asien und Europa.

3 Die DJSGI-Gruppe

Sustainability kann im Deutschen am ehesten mit Nachhaltigkeit übersetzt werden.16 In die neuen Indizes werden nur Unternehmen aufgenommen, die besonders nachhaltig wirtschaften. Dabei prüfen die Analysten von SAM, nach den von ihnen entwickelten Methoden, ob die Kriterien zur Aufnahme in die DJSGI von den Unternehmen erfüllt werden und Dow Jones listet die Indizes. Es handelt sich bei den nachhaltig wirtschaftenden Unternehmen keinesfalls um Öko-Unternehmen, sondern um solche, deren Aktivitäten sowohl ökologischen als auch sozialen und ökonomischen Kriterien genügen.17

Die DJSGI wurden am 9.9.1999 an der New Yorker Börse eingeführt und sind allesamt nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes, deren Werte nach der Laspeyres-Formel berechnet werden.18 Da die DJSGI vom Dow Jones Global Index (DJGI) abgeleitet sind, gelten für die Unternehmen aus den DJSGI erstmal die selben Aufnahmekriterien, wie für die Unternehmen im DJGI, wobei die

Unternehmen im DJSGI dann noch zusätzlich einige Kriterien bezüglich der Nachhaltigkeit erfüllen müssen (siehe Bewertungssystem).

3.1 Was bringt der DJSGI?

Es läßt sich beweisen, daß sich Nachhaltigkeit auszahlt, und dies sowohl für die Gesellschaften als auch für die Aktionäre. Wenn die Manager eines Unternehmens nicht auf kurzfristige Gewinnmaximierung aus sind und sie das Unternehmen in die Zukunft führen wollen, müssen sie sich auch mit Umweltschutz, gesellschaftlicher Verantwortung und der Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern auseinandersetzen. Das erhöht langfristig die Wertschöpfung und folgt nicht nur dem Gedanken des Shareholder-Value, sondern auch der Stakeholder Philosophie.19 Um zu beweisen, daß nachhaltig wirtschaftende Unternehmen wirklich überdurchschnittliches Wachstum aufweisen, wurde der DJSGI auf den 31. Dezember 1993 mit der Basis 100 zurückdatiert. Seitdem (Stand September 1999) wäre er um 137 Punkte gestiegen, während der „normale“ Global Index von Dow Jones nur eine Steigerung um 96 Punkte aufwies. Beschränkt man die Betrachtung alleine auf die USA, ist der Unterschied noch bedeutend größer. Vergleicht man den Dow Jones Industrial oder auch den S&P 500 in dem Zeitraum von Anfang 1994 bis Mitte 1999 mit dem DJSGI, so sind die beiden Werte um rund 200 Prozent gestiegen, der DJSGI jedoch um 300 Prozent (siehe Anlage 1). Zur graphischen

Veranschaulichung ist nachfolgendes Schaubild dargestellt. Abb.1

3.2 Weitere Pressestimmen:

Nachhaltigkeit ist ein Indikator für ein aufgeklärtes und diszipliniertes Management. Besondere Beachtung findet auch das Management von Natur- und Human- Ressourcen. Die Investition in Nachhaltigkeit bringt Firmen und Investoren in eine Win-win-Position.

Außerdem hat dies eine positive ‚Wirkung auf die Gesellschaft und die Wirtschaft, so haben beide Vorteile davon, die entwickelnde und die entwickelte Welt (David E. Moran, President Dow Jones Indexes).20

Fünf Institute der Finanzwirtschaft haben schon Lizenzen für die Nutzung des Index erworben, darunter das Privatbankhaus Sal. Oppenheim und die Hypo-Vereinsbank (David E. Moran)21

Der DJSGI stellt eine Brücke her zwischen Firmen, die Nachhaltigkeit einführen oder auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sind und Anlegern, die von deren überdurchschnittlicher Performance profitieren wollen. Für Firmen ermöglicht der DJSGI eine finanzielle Messung der Nachhaltigkeitspolitik und -strategie, und des Managements der Nachhaltigkeit bezüglich Chancen, Risiken und Kosten. Der Index bringt die Firmen dazu, langfristig den Shareholder-Value zu erhöhen und verbindet Firmenstrategien mit Investmentstrategien. Der DJSGI wird Firmen und Investoren Einblick verschaffen in Trends und Ereignisse, die der globalen Versorgung und Nachfrage von nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen Schwung verleihen (Reto Ringger, CEO, SAM Sustainability Group)22

„Wir verzichten bei unserer Analyse völlig auf quantitative Faktoren und messen alleine die Qualität des Managements“ (Reto Ringger, CEO, SAM Sustainability Group).23

3.3 Aufbau des DJSGI

Die Index-Familie des DJSGI ist aus dem Dow Jones Global Index abgeleitet. Weltweit befinden sich ungefähr 3000 Unternehmen im Dow Jones Global Index, aus diesen 3000 werden die 2000 mit der größten Marktkapitalisierung (Anzahl der Aktien * Aktienkurs) ausgesucht. Aus neun Wirtschaftssektoren, die sich wiederum in 73 Branchen und 33 Länder aufteilen, werden die führenden 10% der Unternehmen ausgewählt. Zur Zeit erfüllen jedoch nur 68 Branchen aus 22 Ländern die Kriterien zur Aufnahme in die neuen Nachhaltigkeitsindizes,24 Diese Aufteilung in Sektoren und Branchen existiert schon im Dow Jones Global Index und wurde unverändert für den DJSGI übernommen.25 Es werden dabei aus jeder Branche mindestens 2 Unternehmen in den Index aufgenommen.26 Derzeit (Juli 1999) sind ca. 220 Unternehmen mit einer gesamten Marktkapitalisierung von 4,3 Billionen Dollar im Index (DJSGI) enthalten.27 Die DJSGI-Familie besteht aus einem globalen (World Index) Index, 3 regionalen Indizes (Europa, Nordamerika, Asien/Pazifik) und einem Landesindex (USA). Für jeden dieser Indizes existieren zusätzlich drei Spezialindizes, die die Tabak-, Alkohol- und Glücksspielindustrie ausschließen und ein weiterer, der alle drei Industrien ausschließt.28 Damit ergibt sich folgende Indexmatrix der DJSGI-Familie:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Indexmatrix

Die Initiatoren bieten auch den Ausschluß weiterer Gesellschaften aus verschiedenen Branchen wie z.B. Gen- bzw. Biotechnologie an, falls dieser spezielle Kundenwunsch (von institutionellen Anlegern) besteht. Zur Zeit (März 2000) existiert jedoch noch keine Notierung für die Spezialindizes.

Die folgenden vier Schlüsseleigenschaften charakterisieren den DJSGI:29

- Global: von 2000 Gesellschaften im mit der größten Marktkapitalisierung werden über 200 aus dem DJGI ausgesucht, die die Top 10% bilden und das Feld der Sustainability Firmen anführen. Darin enthalten sind der Zeit Firmen aus 68 Branchen (73 mögliche) und 22 Ländern (33 mögliche). „‘Wir bilden also‘, so sagt SAM-Research-Chef Alois M. Flatz, ‘ein auf die Nachhaltigkeit fokussiertes, maßstabsgetreu verkleinertes Bild der Gesamtwirtschaft ab‘“.30

- Rational: Ökologie, Ökonomie und Soziales haben gleiche Gewichtung bei der

Analyse. Es werden industriespezifische Zukunftstrends und Technologien bewertet. Man unterscheidet dabei Chancen und Risiken (Chancen/Risiken- Profil), die mit diesen Trends und Technologien zusammenhängen und sich auf die Nachhaltigkeit auswirken.

- Beständig: Die transparente und nachvollziehbare Bewertungsmethode der Nachhaltigkeit beinhaltet einen Fragebogen, der je nach Branche unterschiedlich aufgebaut und gewichtet ist, eine Analyse der Firmenpolitik und -berichte sowie Fragen zu stakeholder-relations. Der Auswahlprozeß für den Index berücksichtigt ökonomische Nachhaltigkeitsaspekte ebenso wie Umwelt- und Sozialfaktoren. Innerhalb jeder Branche werden die Firmen mit Punkten bewertet und danach wird eine Rangfolge erstellt. Dadurch kann die Nachhaltigkeitsperformance jeder einzelnen Firma dargestellt werden und der Index bietet eine finanzielle Meßbarkeit der Nachhaltigkeit.

- Flexibel: Die Bewertungsmethode des DJSGI ermöglicht es, verschiedene nachhaltigkeitsspezifische Unterindizes zu bilden, zum Beispiel durch eine räumliche Abgrenzung (Asien/Pazifik), durch eine branchenspezifische Abgrenzung (ohne Gentechnik-Firmen) oder durch eine durch den Markt bzw. durch die Nachfrage bestimmte Abgrenzung.

4 Bewertungssystem

Unternehmen, die sich der Nachhaltigkeit widmen, konzentrieren sich nicht nur auf Erfolg im klassischen Stil (Erfolgskennzahlen des Rechnungswesens), sondern integrieren ökonomische, ökologisch und soziale Wachstumsfaktoren in ihre Geschäftsstrategie um auf langfristige Sicht den Shareholder Value zu steigern und sich Wettbewerbsvorteile für die Zukunft zu sichern. Die Unternehmen, die sich auch auf diese Nachhaltigkeitsfaktoren konzentrieren, erzielen nachweislich eine bessere Entwicklung am Kapitalmarkt als diejenigen, welche diese wichtigen Faktoren nicht ausreichend berücksichtigen. Diese ausgezeichnete Performance ist hauptsächlich auf die fünf Prinzipien der Nachhaltigkeit zurückzuführen.

4.1 Die fünf Prinzipien der Nachhaltigkeit:

Diese fünf Prinzipien können als Kriterien zur Auswahl nachhaltig wirtschaftender Unternehmen verwendet werden31.

- Technologie:

Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen sollte auf innovativer Technologie und Organisation beruhen, unter der effizienten, effektiven und ökonomischen Verwendung von finanziellen, natürlichen und sozialen Ressourcen mit langfristigen Orientierung.

- Unternehmensführung:

Nachhaltigkeit im Unternehmen sollte auf höchsten Standards in der Unternehmensführung basieren, wie Verantwortung des Management, organisationelle Fähigkeiten, Firmenkultur sowie Stakeholder-Beziehungen. · Beziehung zu den Aktionären:

Den Ansprüchen der Aktionäre sollte mit langfristigem ökonomischen Wachstum, langfristiger Produktivitätsverbesserung, Stärkung der globalen Wettbewerbsfähigkeit und mit Beiträgen zum Intellectual Capital begegnet werden.

- Industrieführerschaft:

Nachhaltig wirtschaftende Firmen müssen ihre Branche zur Nachhaltigkeit hinführen indem sie ihr Engagement zeigen und ihre überlegene Performance der Öffentlichkeit vermitteln.

- Gesellschaft:

Nachhaltig wirtschaftende Firmen müssen sich auch um die soziale Komponente kümmern, weil die Industrie hohe Verantwortung gegenüber den schnellen sozialen Veränderungen trägt.

4.2 Die Methode der SAM Sustainability Group

„In umfangreichen Fragebögen mußten Unternehmen beantworten, was sie für Umweltschutz und Sozialpolitik oder Gewinnbeteiligung und Weiterbildung tun, wie sie die Öffentlichkeit unterrichten und Korruption bekämpfen.“ Ebenso wurden Innovationen der Unternehmen abgefragt wie auch der Grad der Informationstechnologie (Computervernetzung) und zur Zeit der ersten Befragung war auch hochaktuell und interessant, wie die Firmen an das Jahr-2000-Problem herantraten32. Des weiteren wurden die Unternehmen gefragt, wie strategisch bei ihnen gearbeitet wird und welche Systematik oder Rechenmethode dahinter steckt. Ein Abschnitt des Fragebogens handelt auch davon, ob im Unternehmen die Höhe der Wertschöpfung kontinuierlich beobachtet wird und diese als Steuerungsinstrument eingesetzt wird.33 Zur Eingliederung und Bewertung von Nachhaltigkeit hat SAM das „Sustainability Evaluation System“ entwickelt und für die Messung von Nachhaltigkeit das „SAM Sustainability Rating‘“.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Evaluation System

Zuerst unterscheidet man zwischen allgemeinen und branchenspezifischen Kriterien.

Zunächst wird für jede Firma, die für den Index in Frage kommt, ein Chancen/Risiken-Profil anhand der allgemeinen Nachhaltigkeitskriterien erstellt. Es stützt sich auf allgemein anerkannte Standards, Verfahren und Qualitätssiegel, die für Technologie, Prozesse und Firmenverhalten vergeben werden.

Branchenspezifische Nachhaltigkeitskriterien

Bei den branchenspezifischen Kriterien werden ökonomische, soziale, ökologische und technologische Eigenschaften, die für diese Branche maßgeblich sind, in ein Chancen/Risiken-Profil eingefügt. Sie werden von Experten anhand von bereits angewandten Praktiken in der Branche festgelegt, gewichtet und analysiert. Das führt dazu, daß sich die Kriterien und ihre Gewichtung je nach Branche unterscheiden.

4.3 Chancen

Folgende Kriterien spiegeln die Fähigkeiten der Unternehmen wieder, neue Wege der Nachhaltigkeit zu erschließen.34

- Nachhaltigkeitspolitik und Strategie

Bei der Bewertung kommt es darauf an, wie die Nachhaltigkeit im Unternehmen organisiert ist, zum Beispiel wer die verantwortliche Person dafür ist und auf welcher Managementebene sich das abspielt. Weiter spielt es eine Rolle, in welchem Rahmen sich die Nachhaltigkeitspolitik abspielt, zum Beispiel ob sie ganzheitlich angelegt ist oder nur in einzelnen Firmenbereichen und ob sie veröffentlicht wird oder nicht. Es wird auch danach gefragt, ob und wie sehr Stakeholder in Planprozesse und in die Kommunikation miteinbezogen werden. Die Existenz einer eventuellen Nachhaltigkeitssatzung im Unternehmen wird auch berücksichtigt. Die Firmenleitung wird daran gemessen, wie stark ihre Aktivitäten zur Nachhaltigkeit beitragen.

- Chancenmanagement

Dieser Prüfpunkt umfaßt die Anreizsysteme für Mitarbeiter, das Intellectual Capital Management, das Ausmaß der Integration von IT-Elementen wie z.B. Intranet oder Telearbeit, die strategische und nachhaltige Planung, die

Umweltberichte (als Posten im Finanzreport) und die Sozialverantwortlichkeit

(ebenfalls als Posten im Finanzreport aufgeführt). Branchenspezifische Chancen Die Möglichkeit z.B. in der Telekommunikations- und Computerbranche gesundheitsverträgliche Produkte zu entwickeln

4.4 Risiken

- Strategische Risiken

Zu den Prüfpunkten des strategischen Managements gehören das firmenintegrierte Risikomanagement (Implementierung, Ausmaß), das Umweltmanagementsystem (Implementierung, Ausmaß, kontinuierlicher Verbesserungsprozeß), weltweite Mindeststandards der Umwelt, weltweite Mindest-Sozialstandards, Art des Führungsverhaltens in der Firma (Führungskodex, Bestechung, Korruption),35

- Risikomanagement

Hierzu gehören regelmäßige Gesundheits- und Sicherheitsaudits (Ausmaß, Häufigkeit), soziale Audits in Betracht auf Sozialpolitik (Ausmaß, Häufigkeit), Input-Output-Analyse, Umwelt- und Performance- Bewertung (Auswertung, Häufigkeit, Produkte), die Integration der Umweltkosten in die Kostenrechnung, Zukunftspläne in Bezug auf die Umwelt, firmeneigenes „Fitnessprogramm“ für gesunde und leistungsfähige Mitarbeiter, IT-Management (Datensicherung, Katastrophenplan) und eine Anlaufstelle für Mitarbeiter für Verbesserungsvorschläge und Beschwerden.

- Branchenspezifische Risiken

„Zu den in allen Branchen gestellten Fragen kommen in der SAM Methode noch spezifische für jeden Sektor. So wird beispielsweise in der Ölindustrie danach gefragt, ob ihr Schiffe dem internationalen Sicherheits- und Umweltschutzkodex entsprechen oder unternehmensintern ein Ziel zur Reduzierung der CO2-Abgase vorgegeben ist.“36

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 4: Punkteverteilung

4.5 Ranking, Component selection

Die Unternehmen in jeder der 73 Branchen werden entsprechend ihrer Nachhaltigkeitspunkte geordnet37. Jede Branche bei der die beste Firma mindestens ein Fünftel der Maximalpunktzahl erreicht, kann in den Index aufgenommen werden und jede Firma, die mindestens ein Drittel der Punktzahl des Branchenführers aufweist, ebenfalls. Erwirtschaftet ein Unternehmen mindestens 50% seines Umsatzes durch den Handel mit Waffen, kann es nicht in den Index aufgenommen werden. Erzielt eine Firma jedoch Umsatzanteile zwischen 5 und 50% durch den Handel mit Waffen, so wird die Marktkapitalisierung dieser Firma im Index um diesen Prozentsatz verringert. Die endgültige Zusammenstellung des Index erfolgt nach folgendem Schema:

Die Top 10% der Unternehmen mit den meisten Nachhaltigkeitspunkten aus den in Frage kommenden Branchen sind automatisch in dem Index. Falls sich die Punktedifferenz der letzten im Index befindlichen und der möglicherweise folgenden Firma innerhalb des Toleranzbereichs von +/- 0.55 Punkten bzw. 0.7% befindet (Toleranzregel), dann wird diese folgende Firma ebenfalls in den Index aufgenommen. Die Zielmarktkapitalisierung jeder Branche im DJSGI beträgt 15% von der Marktkapitalisierung der Branche innerhalb des DJGI. Wird dieses Ziel überschritten, so werden keine Unternehmen dieser Branche mehr in den Index aufgenommen, außer wenn die Toleranzregel zutrifft. Es werden also solange Firmen der jeweiligen Branche in den Index aufgenommen, solange die Grenze von 15% nicht überschritten wird und solange man nach jeder weiteren Aufnahme eines Unternehmens näher an das Marktkapitalisierungsziel herankommt.

4.6 Kontrollmechanismen zur Einhaltung der Kriterien: Periodische Überprüfung

Die Unternehmen und Branchen im DJSGI werden einer jährlichen Kontrolle unterzogen. Diese wird am zweiten Freitag im Juli ausgewertet und die Änderungen im Index werden bereits zum nächsten Handelstag wirksam38. Dabei werden die Marktdaten die bis Ende Dezember des laufenden Jahres vorliegen als Basis für den jährlichen Kontrollprozeß im nächsten Jahr verwendet. Die Änderungen von Komponenten und Branchen im Index werden vier Wochen vor dem Kontrolltermin auf der DJSGI LLC Website (www.sustainability-index.com) veröffentlicht. Außerdem wird eine jährliche Kontrolle des Prozesses der Unternehmensauswahl von SAM durch das Unternehmen PricewaterhouseCoopers durchgeführt.39 Die nächste Überprüfung findet am 12. Juni 2000 statt, die Änderungen werden am 14. Juli vollzogen und zum 17. Juli wirksam.40

Ständige Überprüfung Der Index unterliegt zusätzlich zur jährlichen Überprüfung einer ständigen Beobachtung durch das DJSGI LLC. In einigen Fällen (z.B. Konkurs eines gelisteten Unternehmens, Unternehmenszusammenschluß, Übernahmen) können gelistete Unternehmen auch sofort aus dem Index entfernt werden, wobei ein Nachfolgeunternehmen aber erst nach der jährlichen Kontrolle in den Index aufgenommen wird. Die Neuemissionen werden ebenfalls beachtet. Kommt eine Aktie in den DJGI und erfüllt auch die Kriterien für die Aufnahme in den DJSGI, so wird das erst bei der nächsten Jahresanalyse berücksichtigt. Führt ein im DJSGI gelistetes Unternehmen einen Spin-Off (Ausgliederung eines Unternehmensbereiches, Firma) durch und erfüllt die von dem Unternehmenausgegliederte Firma die Nachhaltigkeitskriterien zur Aufnahme in den entsprechenden Index, so wird sie sofort in den Index eingegliedert.

4.7 Einige Unternehmen aus verschiedenen Branchen im DJSGI 41 Die BMW AG:

Als erstes Beispiel soll an dieser Stelle ein bekanntes deutsches Unternehmen der Automobilbranche, die BMW AG vorgestellt werden, die die Aufnahme in den DJSGI geschafft hat42.

Das Unternehmen versucht alle Aspekte (Ökologie, Ökonomie und Soziales) der

Nachhaltigkeit in ihrer Firmenpolitik zu integrieren. Ihre Sustainability Highlights sind:

- Als langfristig angelegtes Ziel versucht BMW ein Wasserstoff- Angetriebenes

Fahrzeug zur Serienreife zu entwickeln (3-Phasen-Projekt).

- BMW ist ein Pionier, wenn es um innovative, umwelt- und ressourcenschonende

Autolackierungsverfahren geht.

- BMW ist der erste Autohersteller, der eine Fabrik zur umweltgerechten

Verwertung von Altautos errichtet hat.

Die Deutsch Telekom:43

Ebenfalls ein großes Deutsches Unternehmen, welches in den DJSGI aufgenommen wurde, ist der Telekommunikationskonzern Deutsche Telekom. Die Deutsche Telekom sieht ihre Herausforderung bezüglich der Nachhaltigkeit in innovativen Arbeitsweisen und Produkten. Ihre Sustainability Highlights sind:

- Die Deutsche Telekom hat in der gesamten Wertschöpfungskette Umweltmaßstäbe implementiert.

- Sie investiert eine beträchtliche Summe in die Erforschung der Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung auf den menschlichen Organismus.

- Die Deutsche Telekom konzentriert sich auf die Entwicklung fortschrittlicher Technologien (z.B. Fiberglas Technologie, Internet).

Credit Suisse Group:44

Als letztes Beispiel möchten wir ein klassisches Dienstleistungsunternehmen kurz vorstellen. Es handelt sich um die Schweizer Geschäftsbank Credit Suisse Group.

Die CSG ist ein führendes Finanzdienstleistungsunternehmen, wenn es um das Konzept der Nachhaltigkeit geht. Das Unternehmen versucht in einer Vielzahl seiner Serviceleistungen und Produkte die Grundsätze der Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. Die Sustainability Highlights sind:

- 1997 war die CSG die erste Bank weltweit, deren Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 zertifiziert wurden.

- Seit 1992 wurden systematisch Umwelt-Risiken-Analysen in die Kreditentscheidung für Industrieunternehmen mit einbezogen.

- CSG versucht neue, zukunftsfähige Geschäftsfelder im Bereich E-Business zu erschließen. Dies soll sowohl zu besserem Service, mehr Effizienz und zudem weniger Materialverbrauch führen. - Ebenfalls sehr wichtig für die CSG ist das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter. Sie hat umfangreiche Informations-, Aktions- und Vorsorgeprogramme in das Human Resource Management integriert.

5 Auswahlkriterien für den Neuen Markt (NEMAX)

Im letzten Kapitel haben wir ausführlich die Aufnahmekriterien des DJSGI vorgestellt. Dieser Abschnitt soll sich nun damit befassen, welche Voraussetzungen ein Unternehmen erfüllen muß, wenn es am sogenannten Neuen Markt, daß heißt im NEMAX 50 bzw. NEMAX All Shares gelistet sein soll.

5.1 Was ist der Neue Markt

Der Neue Markt wurde 1997 an der Deutschen Börse eingeführt. Er soll als Plattform für junge Wachstumsunternehmen dienen. Der NEMAX All Shares mißt die Entwicklung dieses Segments und enthält sowohl deutsche als auch ausländische Werte. Der NEMAX 50 wurde am 01.07.1999 eingeführt und sollte für die Investoren diesen stark wachsenden Bereich von innovativen High-Tech-Unternehmen transparenter machen.45 In ihm sind die 50 liquidesten Unternehmen des neuen Marktes zusammengefaßt.

5.2 Welche Unternehmen kommen in Frage

Typische Unternehmen des Neuen Marktes kommen aus zukunftsweisenden Branchen mit überdurchschnittlichen Umsatz- und Gewinnperspektiven, wie etwa Telekommunikation, Biotechnologie oder Multimedia46. Aber auch traditionelle Unternehmen werden hier gelistet, wenn sie neuartige Produkte oder Dienstleistungen anbieten oder Prozesse innovativ gestalten. Sämtliche Unternehmen des neuen Marktes haben etwas gemeinsam: sie zeichnen sich durch überdurchschnittlich hohes Wachstumspotential aus, allerdings steht dem gegenüber auch ein höheres Risiko.47

Die Unternehmen am Neuen Markt sollten darüber hinaus dem Shareholder-Value- Gedanken positiv gegenüber stehen, bei ihren Veröffentlichungen (Jahresabschluß, Quartalsberichte) internationale Standards einhalten und insgesamt eine internationale Vergleichbarkeit sicherstellen. Die Erstellung und Veröffentlichung eines Jahresabschlusses ist wie für alle, an Börsen notierten Aktiengesellschaften Pflicht. Mit internationalen Standards ist beispielsweise die Erstellung des Jahresabschlußes nach den Grundsätzen des International Accounting Standards gemeint.48

5.3 Zulassungsbedingungen und Aufnahmekriterien für den NM

Eine Zulassung von Aktien am Neuen Markt ist unter folgenden Voraussetzungen möglich49:

- Der Emittent muß ein Eigenkapital von mindestens 1,5 Mio. ECU nachweisen.
- Das Emissionsvolumen muß mindestens fünf Millionen ECU betragen. Der Gesamtnennwert muß mindestens 500.000 DM haben. Mindestens 100.000 Aktien müssen emittiert werden.
- Im Zuge des Going Public muß das Eigenkapital gegen Bareinlagen erhöht werden. Aus dieser Kapitalerhöhung sollen mindestens 50 Prozent des zu plazierenden Emissionsvolumen stammen.
- Mindestens 20 Prozent der Aktien müssen, und mindestens 25 Prozent sollten ausreichend gestreut sein.

Bei der Antragstellung (zur Aufnahme in den Neuen Markt) müssen die Emittenten bestimmte Aufnahmekriterien erfüllen. Sie müssen Designated Sponsors benennen sowie das Veräußerungsverbot und den Übernahmekodex akzeptieren50:

- Jedes Unternehmen benötigt mindestens zwei Designated Sponsors (meistens Banken), der die Liquidität fördert und der die Voraussetzungen erfüllt, die in den Handelsbedingungen für den Neuen Markt vorgeschrieben sind.

- Das Unternehmen und die bisherigen Eigentümer verpflichten sich, nach dem

Going Public keine weiteren Aktien zu veräußern (Lock-up Periode von mindestens 6 Monaten nach Börseneinführung). Die bisherige Geschäftsführung zeigt damit, daß sie dem Unternehmen auch nach dem Going-Public erhalten bleibt. Das Veräußerungsverbot sorgt für Kontinuität und sichert die Fortführung der Unternehmensstrategie.

- Das Unternehmen muß den Übernahmekodex der Börsensachverständigenkommission beim Bundesministerium für Finanzen anerkennen. Es akzeptiert damit Verhaltensnormen als verbindlich, die Marktmanipulationen vorbeugen und sicherstellen sollen, daß alle Beteiligten die Grundsätze von Treu und Glauben beachten. Insbesondere müssen Gesellschaften, die 50 Prozent der Aktien einer Zielgesellschaft erwerben, ein angemessenes Übernahmeangebot für die übrigen Aktien machen. Zielgesellschaft ist dabei eine Aktiengesellschaft oder Kommanditgesellschaft auf Aktien mit Sitz im Inland, deren Aktien Gegenstand eines öffentlichen Angebots sind und die an einer inländischen Börse zum Handel zugelassen sind. Für ausländisch Gesellschaften gilt ihr Heimatrecht.

Neben diesen Bedingungen und Kriterien gibt es noch Bestimmungen über das Zulassungsverfahren und -gebühren. Der Zulassungsantrag muß den festgelegten Vorschriften entsprechen und es muß ein Emissionsprospekt veröffentlicht werden, in dem ebenfalls festgelegt Informationen zur Aktie und der Gesellschaft stehen müssen. Auf dieses Regelwerk genauer einzugehen würde allerdings an dieser Stelle zu weit führen.

5.4 Vergleich mit dem DJSGI

Die Bedingungen zur Aufnahme in den Neuen Markt sind nicht direkt mit denen des DJSGI zu vergleichen. Es handelt sich meist um rechtliche Vorschriften über den Umfang der Publizitätspflicht und der Unternehmensgröße. Die meisten dieser Vorschriften haben die Aktiengesellschaften des DJSGI schon dadurch erfüllt, daß sie zu den 2000 größten Aktiengesellschaften weltweit gehören, die im Dow Jones Global Index geführt werden.

Indexspezifische Aufnahmebedingungen, beispielsweise in welcher Branche ein Unternehmen tätig sein muß oder welche Wachstumspotentiale sie haben, um in den NEMAX aufgenommen zu werden gehen schon eher in die Richtung der Bewertungsmodells zur Aufnahme in den DJSGI. Dennoch kann man festhalten, daß ein Unternehmen in weitaus mehr Bereichen auf den Prüfstand gestellt werden um für DJSGI in Frage zu kommen. Vor allem die weichen Faktoren, die entscheidend sind für den DJSGI, wie zum Beispiel die Managementqualität, das soziale Engagement oder die Unternehmenspolitik in Bezug auf die Umwelt, werden bei der Aufnahme in den NEMAX nicht berücksichtigt.

Dow Jones und SAM wollen mit dem DJSGI Investoren eine Möglichkeit bieten, Unternehmen nach mehr als nur den allgemein bekannten Kennzahlensystemen zu bewerten und Investitionsentscheidungen unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit zu ermöglichen.

6 Intellectual Capital

Wir befinden uns heute nicht mehr im Industriezeitalter sowie es Ford und Taylor noch kannten, sondern heute bestimmen Wissen und Information unser Leben. In diesem sog51. Informationszeitalter läßt sich der Begriff des Intellectual Capital einordnen, indem man ihn als Kombination von Humankapital, Finanzkapital, strukturiertem Kapital und Kapital aufgrund von Beziehungen sieht, die dazu beitragen soll, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit am Markt zu sichern. Es gibt also außer dem Geld auf der Bank (financial capital) und dem Kapital, das in Anlagen und Vermögen steckt (structural capital) noch das Kapital, das sich aus dem Wissen, den Erfahrungen und dem Ehrgeiz der Mitarbeiter zusammensetzt, sowie das Kapital welches die guten Beziehungen zu Kunden und Lieferanten ausmacht.

Abb. 5: Intellectual Capital

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Da die Unternehmen der heutigen Zeit nicht nur die Mitarbeiter als Arbeitskraft einstellen, sondern hauptsächlich deren Wissen und Erfahrungen verwenden wollen, bildet das Humankapital eine zentrale Quelle für nachhaltigen Unternehmenserfolg und nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Das Humankapital stellt somit einen der wichtigsten Vermögensteile eines Unternehmens von heute dar, dessen Umfang das Unternehmen noch selbst bestimmen und sich dadurch einen zukünftigen Vorteil sichern kann. Es kann von anderen Unternehmen nicht exakt kopiert werden und kann dadurch ein von Konkurrenten nur schwer auszugleichender Wettbewerbsvorteil sein. Mit einem durchdachten, firmenspezifischen Informationssystem kann Wissen für alle Mitarbeiter, die es benötigen, zugänglich gemacht werden. Die DJSGI listen deshalb solche Unternehmen, die sich durch das Wissen der Mitarbeiter und der damit verbundenen Innovationsstärke des Unternehmens einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil in der jeweiligen Branche sichern können.

7 Umfrage

7.1 Methodik

Um einen Praxisüberblick zu erhalten, ob dieser junge DJSGI bei institutionellen Anlegern bereits bekannt ist oder sogar bereits verwendet wird, haben wir uns mit einem weiteren Team, das aus zwei Kommilitonen besteht und gerade eine Arbeit mit dem gleichen Oberthema über Unternehmensbewertungen schreibt, zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Umfrage zu starten, die inhaltlich beide Teams zu einem Ergebnis führt. Bei der Beratung, mit welcher Methode wir vorgehen wollen, kamen wir zu dem Ergebnis, ein telefonisches Interview anhand eines

Gesprächsleitfadens zu machen. Durch den für diese Arbeit sehr beschränkten Zeitrahmen kamen andere Möglichkeiten wie ein schriftlicher Fragebogen oder Fragenkatalog, der per Post zugestellt wird, oder etwa ein persönliches Gespräch nicht in Frage.

Die Gesellschaften, die wir bei unserer Umfrage angesprochen haben, wählten wir aus einem Adressenverzeichnis des Managermagazins52 aus und beschränkten uns dabei überwiegend auf Investmentgesellschaften aus Deutschland, aus der Schweiz und teilweise auch aus Österreich53. Die Adressenliste wurde durch weitere große und bekannte Gesellschaften erweitert, die wir im Internet ausfindig machten. Investmentgesellschaften, sofern sie nicht nur Fonds vertreiben, führen als institutionelle Anleger Firmenbewertungen und Analysen in ihren Researchabteilungen durch und legen verschiedene Fonds auf, die index-, branchen- oder regionenorientiert sein können. Sie bilden daher eine sehr gute Ausgangsbasis für eine Umfrage zu diesem Thema.

Nach der gemeinsamen Entwicklung und Erstellung des Gesprächsleitfadens54, der für eine einheitliche Vorgehensweise und eine anschließende Vergleichbarkeit der Daten sorgt, beschränkten wir uns auf acht Fragen, die ab Frage Fünf unseren Themenbereich abdeckten. Mit dieser geringen Anzahl von Fragen wollten wir es den interviewten Personen ermöglichen, uns innerhalb weniger Minuten Antworten zu liefern. Zusätzlich fertigten wir noch einen Faxfragebogen an, der inhaltlich den Fragen des Gesprächsleitfadens entsprach. Er wurde (zum Teil auch über E-mail) versendet, wenn die Personen am Telefon keine Auskunft geben wollten, wenn sie sich vorbereiten wollten (Interview nach Erhalt des Fragebogens) oder wenn uns nur eine schriftliche Weiterleitung der Fragen an die zuständige Person ermöglicht wurde.

Durch die freundliche Unterstützung des Lehrstuhls für Personalmanagement, der uns alle nötigen Kommunikationsinstrumente zur Verfügung stellte, konnten wir die Umfrage an drei Terminen (29.03., 31.03. und 04.04.2000) durchführen.

Von insgesamt 71 kontaktierten Unternehmen lieferten 19 verwertbare Antworten. Das gibt eine Quote von 26,7%. Das liegt vor allem daran, daß manche Investmentgesellschaften keine eigene Bewertung machen, die zuständige Person kein Interesse hatte, keine Zeit hatte oder nicht erreichbar war. Von manchen Firmen, die mündlich keine Aussage machen wollten und uns schriftliche Antworten zusagten, liegt bis heute noch kein Ergebnis vor. Insgesamt wurden acht Fragebögen per Fax, Post oder E-mail versandt (zwei davon mit zusätzlichem Gespräch), 18 erfolgreiche Gespräche anhand des Leitfadens durchgeführt und wir erhielten bis jetzt zwei Antworten per Fax (einmal mit Bezug auf den Fragebogen und einmal nur Bewertungskriterien).

7.2 Verlauf der Umfrage

Unsere Gesprächspartner waren Fondsmanager (drei), Portfoliomanager (drei), aus der Researchabteilung (zwei), aus der Investmentabteilung (fünf) und sonstige. Eine Differenzierung oder unterschiedliche Qualität der Antworten in Abhängigkeit der Funktion der Personen ließ sich nicht erkennen. Neun Gesprächspartner gaben an, daß ihnen der DJSGI völlig unbekannt ist und sieben sagten lediglich, daß sie schon von ihm gehört haben bzw. daß sie ihn kennen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 6: Bekanntheit des DJSGI

Diese Angaben bezogen sich jedoch fast nie auf die Kenntnis des Inhalts des DJSGI sondern nur auf die formale Kenntnis. Zwei Personen konnten keine Angaben dazu machen. Die Frage nach der Wertigkeit des Index war meist überflüssig, da selbst die Gesprächspartner, die ihn kennen, sagten, daß er in ihrem Unternehmen nicht bzw. noch nicht angewendet wird. Lediglich ein Unternehmen ist gerade dabei, einen Fonds aufzulegen, der sich an diesem Index orientiert (Gerling Fondsmanagement). Eine Bedeutung konnten ihm die anderen Firmen jedoch derzeit nicht beimessen.

Die Antworten zu Frage sieben (15 Antworten) wurden in zwei Spalten aufgeteilt. In der einen Spalte sind die Antworten aus Unternehmen, die den DJSGI kennen aufgeführt und die andere Spalte zeigt die Antworten, die aus Unternehmen stammen, die noch nie vom DJSGI gehört haben. Wie aus der Tabelle hervorgeht, läßt sich keine Systematik erkennen. Das zeigt, daß Nachhaltigkeit den Börsenwert eines Unternehmens nach Meinung der Befragten nicht beeinflußt, egal ob sie den Index kennen oder nicht. Das läßt sich wohl auch darauf zurückführen, daß Nachhaltigkeit trotz kurzer Erläuterungen im Gespräch (was ist Sustainability usw.) von den meisten interviewten Personen nicht gemäß unserer Auffassung verstanden wird, sondern eher mit Ökologie bzw. Umwelt in Zusammenhang gebracht wird und die Umweltorientierung nach Auffassung unserer Gesprächspartner eine untergeordnete Rolle bei der Bestimmung des Unternehmenswertes spielt.

Die unterschiedliche Auffassung (zwischen Interviewer und Interviewten) des Begriffes Nachhaltigkeit zeigt sich auch im Ergebnis der Frage acht, bei dem zum Ausdruck kommt, daß Faktoren wie Management und Humankapital wichtig bis sehr wichtig sind, jedoch Nachhaltigkeit bei der Bewertung keine Rolle spielt.

7.3 Ergebnis

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Abb. 7: DJSGI Tabelle

Die drei häufigsten Antworten zur Frage Acht bezogen sich auf das Management, das Wissen der Mitarbeiter und allgemein auf das Humankapital. Alle acht Firmen, die zu diesem Punkt ein Statement abgegeben haben, waren der Meinung, daß diese Kriterien eine große Bedeutung haben. Ob der DJSGI bekannt war oder nicht spielte auch hier keine Rolle. Manche fügten auch noch hinzu, daß der Einfluß des Humankapitals schwer zu messen ist und oft nur durch Gespräche und damit verbundene Eindrücke bewertet wird.

7.4 Zielerreichung

In dieser Arbeit wurden die von SAM Sustainability Group und Dow Jones aufgelegten Indizes vorgestellt, deren Aufbau und Bewertung besprochen und mit Beispielen erläutert. Die Verbreitung der DJSGI in den einschlägigen Branchen (Banken, Fondsgesellschaften) wurde anhand des Umfrageergebnisses gezeigt. Durch den Vergleich mit dem NEMAX zeigen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum DJSGI bezüglich der Aufnahmekriterien. Wir haben außerdem den Beitrag des Humankapitals, als Bestandteil des Intellectual Capital, zur Nachhaltigkeit in Unternehmen dargestellt.

8 Fazit/Kommentar zur Umfrage und zur Arbeit

In Anbetracht dessen, daß der DJSGI erst am 09.09.1999 an der New Yorker Börse eingeführt wurde und sich die Gesellschaft momentan nicht sehr für Nachhaltigkeit im ökologischen Sinne interessiert, entsprach das Ergebnis ungefähr unseren Erwartungen. Wir bemerkten schon bei der Literaturrecherche, daß zu diesem Index kein einziges Buch existiert und der Buchhandel konnte uns auch keine Auskunft über geplante Buchauflagen in diesem Themenbereich geben. Als wir dann noch auf die Website (www.sustainability-index.com) des Index gingen und sahen, daß bisher nur der World-Index zahlenmäßig erfaßt ist und die ganzen Unterindizes noch gar nicht geführt wurden, bestätigte sich unser Verdacht. Wir vermuteten schon nach dem Lesen mehrerer Pressestimmen, daß der Index von vielen Investmentbankern falsch verstanden wird, da in ihnen oft vorrangig die Rede von Ökologie ist. Ökologie ist bei den meisten Analysten noch uninteressant und betrifft nur Branchen, die durch Ökologie entstanden sind (z.B. die Recyclingbranche) oder durch bestimmte staatliche Verordnungen gezwungen sind, sie anzuwenden (z.B. Lärmschutzverordnung in der Bauindustrie, Altölverordnung). Die Nachhaltigkeit gemäß der Definition in dieser Arbeit scheint weitgehend unbekannt zu sein und man trennt nach wie vor Ökologie, Ökonomie und Soziales.

Die Auswertung läßt aber dennoch einige Aussagen über nachhaltige Entwicklung zumindest in Teilbereichen der Nachhaltigkeit zu. Viele Fonds enthalten bereits einige Gesellschaften, die nun auch im DJSGI gelistet sind. Der Erfolg der Gesellschaften wurde aber nicht durch nachhaltiges Wirtschaften erklärt, sondern durch die außerordentlich gute Kursentwicklung seit einigen Jahren. Sie eignen sich also besonders für langfristige Investments (Investitionen mit einer Laufzeit ab vier oder fünf Jahren). Eine Gesellschaft, die in einer bestimmten Branche führend ist und überdurchschnittliche Kursentwicklungen aufweist, könnte also genauso gut ein „Sustainability-Leader“ sein. Das trifft in vielen Fällen auch zu (Umkehrschluß aus Anlage X, Vergleich DJGI mit DJSGI). Es gibt also viele Erfolgsattribute, die eng mit Nachhaltigkeit korrelieren und bereits berücksichtigt werden, wie die bereits erwähnte Qualität des Managements, die anhand von Gesprächen und Interviews schon länger bewertet wird.

Die wichtigste Aufgabe, um den DJSGI weiter nach vorne zu bringen, ist nach unserer Meinung die Aufklärung der Investoren, bei der es darum geht, zu zeigen, was sich eigentlich alles hinter dem Begriff „Sustainability“ verbirgt. Der zweite Aspekt, der dem DJSGI zum Durchbruch verhelfen wird ist der Faktor Zeit. In einer Welt mit immer knapper werdenden Ressourcen und einem immer schneller und umfassender werdenden Datenaustausch wird das Management und andere Soft Facts“ wegen ihrer schweren Imitierbarkeit eine immer wichtigere Rolle im Unternehmensprozeß spielen. Dies kann nur durch die Gleichstellung von Ökologie, Ökonomie und sozialem erfolgen.

[...]


1 vgl. Ökonomie und Gesellschaft (1997), S.23

2 vgl. ebenda, S.35

3 vgl. ebenda, S.78f.

4 Vgl. Süddeutsche Zeitung (11.Sept.99) S.31

5 vgl. DJSGI quarterly report (3-1999)

6 vgl. http://www.skandia.com/capital/idx_ic.htm (18.4.00)

7 vgl. ebenda

8 vgl. ebenda

9 vgl. Petschow et al (1998) S.13

10 vgl. ebenda

11 vgl. Petschow et al (1998)

12 vgl. Wirtschaftswoche, Geld und Kapital (Nr.37 1999), S.170

13 vgl. Wirtschaftslexikon (Woll), S.342

14 vgl. DJSGI (9-1999), S.7

15 vgl. DJSGI (9-1999), S.7

16 vgl. Süddeutsche Zeitung (11.09.99), S.31

17 vgl. ebenda

18 vgl. Börsenzeitung (10.09.99), S.19

19 vgl. WiWo (9-1999) S. 173

20 vgl. DJSGI Report quarterly (3-1999)

21 vgl. WiWo (9-1999) S.173

22 vgl. DJSGI Report Quarterly (3-1999)

23 vgl. WiWo (9-1999) S.173

24 vgl. Anlage 2

25 vgl. WiWo (9-1999), S.173

26 vgl. Guide to the DJSGI (1999) S.10f.

27 vgl. Guide to the DJSGI (1999) S.8

28 vgl. The Wall Street Journal Europe (09.09.99), S.13

29 vgl. Guide to the DJSGI (Sept. 99), S.8

30 vgl. WiWo (9-1999), S.173

31 vgl. Guide to the DJSGI (Sept. 99), S.6

32 vgl. Guide to the DJSGI (1999) S.12 f.

33 vgl. WiWo (9-1999) S. 170

34 vgl. Guide to the DJSGI (9-1999), S.13

35 vgl. Guide to the DJSGI (9-1999), S.14

36 WiWo (Sept. 99), S.170f.

37 vgl. Guide to the DJSGI (9-1999), S.15

38 vgl. ebenda S.16

39 vgl. The Wall Street Journal Europe (09.09.99), S.13

40 vgl. http://indexes.dowjones.com/djsgi/index/review.html

41 vgl. Corporate Sustainability Biographies (9-1999)

42 vgl. Anlage 3

43 vgl. Anlage 4

44 vgl. Anlage 5

45 vgl. Leitfaden deutscher Aktienindizes (1999), S.5

46 vgl. Bundesaufsichtsamt für Wertpapierhandel, www.bawe.de

47 vgl. Infoordner Neuer Markt (2000), S.5

48 ebenda, S.5ff

49 vgl. Infoordner Neuer Markt (2000), S.9

50 ebenda, S.9f

51 vgl. www.intellectualcapital.net

52 vgl. Managermagazin (1-2000)

53 vgl. Anlage 7

54 vgl. Anlage 6

Details

Seiten
27
Jahr
2000
Dateigröße
1 MB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v101655
Note
Schlagworte
Jones Sustainability Group Index Anleger

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Titel: Der Dow Jones Sustainability Group Index für institutionelle Anleger