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Gründe für Suizid

Essay 2001 7 Seiten

Psychologie - Persönlichkeitspsychologie

Leseprobe

Suizid

1. Einleitung:

Da der Selbstmord heute noch vielfach als ein peinliches Phänomen gilt, ist anzunehmen, dass hinter der erschreckenden Zahl von jeweils 1000 Menschen, die täglich in der Welt an Selbstmord sterben, eine gewaltige „Dunkelziffer“ steht, die aus Scham der Angehörigen entsteht. Oft ist von „verschwundenen Kindern und Jugendlichen“ die Rede, die jahrelang nicht auftauchen und bei denen ein möglicher Selbstmordversuch meist verschwiegen oder erst gar nicht in Erwägung gezogen wird, sei es aus moralischen Gründen oder Verdrängung.

Über Selbstmordzahlen existieren fast nirgends offizielle Registrierungen. Die Selbstmordzahlen sind mit fortschreitender Zivilisation gestiegen.

Wenn hier von Jugendlichen die Rede ist, ist die Altersgruppe von etwa 15 bis Anfang 20 gemeint. Das Zahlenverhältnis der Selbstmorde bei Kindern und Jugendlichen habe ich auf einer Folie grafisch dargestellt Das Verhältnis zwischen Selbstmorden und Selbstmordversuchen bei Jugendlichen ist 1:100. Männliche Selbstmorde stehen zu weiblichen mit etwa 3:1. Selbstmord bei Jugendlichen ist die dritthäufigste Todesursache.

Die Suizidziffer ist bei männlichen Jugendlichen somit höher als bei Mädchen, Selbstmordversuche sind bei Mädchen dafür häufiger anzutreffen. Ein Grund dafür könnte sein, dass jungen Männern von Kindesbein an gesagt wird, dass man als wahrer Mann alles anständig zu machen hat, was die Jugendlichen auch auf die Art ihres Selbstmordes interpretieren und daher eher zu härteren Methoden greifen. Mädchen hingegen ist eine gewisse Schwäche und das Zeigen ihrer Gefühle erlaubt.

2.1 Allgemeines:

Erklärungsversuche: Der Selbstmord ist ein spezifisch menschliches Phänomen, da es nur dem Menschen möglich ist, über sich selbst nachzudenken. Nur er hat die Fähigkeit des Bewusstseins, die eigene Existenz selbst beenden zu können. Bei Tieren hingegen geschieht eine Selbsttötung, oft als Massenphänomen, meist nur in Panikzuständen.

Der Selbstmord hat schon immer großes Interesse der Wissenschaft erregt.

Die praktische Erfahrung zeigt, dass Selbstmorde meist nur in seelisch krankhafter Verfassung begangen werden und das gewollte Sterben eines seelisch gesunden äußerst selten vorkommt. Die Gesellschaft hat mehr Verständnis für einen Selbstmord der z.B. wegen einer tödlichen Krankheit begangen wurde , sieht dies fast als normal an , kommt aber mit einer Selbsttötung eines jungen, körperlich gesunden Millionärs nicht zurecht. Wesentlich ist jedoch, dass nicht eine Situation allein, die Entscheidung zum Selbstmord mit sich bringt, sondern dass diese von der Belastbarkeit, der Toleranz und von der psychischen Struktur abhängt. Selbstmordversuche sind immer ernst zunehmen, auch wenn sie demonstrativ begangen werden. Wenn sich also jemand vor jemanden stellt und sich eine Pistole an den Kopf hält und sagt „Ich bring mich um!“, dann sollte man das schon ernst nehmen, denn es ist ein Hilfeschrei, der in äußerster Verzweiflung ausgestoßen wird.

Die Motive Jugendlicher sind oft von erwartungsvollem Charakter z.B. die Bitte um Zuwendung und Hilfe. Sehr häufig sind Liebeskummer, Verlust einer wichtigen Bezugsperson , sexueller Missbrauch, Einsamkeit, Generationskonflikte sowie Schul- und Berufsprobleme, Minderwertigkeitsgefühle, ungenügendes Selbstvertrauen oder zu hohe Ansprüche an sich selbst die Auslöser.

Es gibt Signale für eine Selbstmordgefährdung bei Jugendlichen, zum Beispiel das Schwänzen der Schule, das Weglaufen, das Mitmachen bei Mutproben und anderen gefährlichen Tätigkeiten, das neugierige Probieren von Suchtgiften, was auch schon bei harmlosen Zigarettenrauchen anfangen kann, oder selbst das Nägelbeißen, dass auch zu den selbst zerstörerischen Akten zählt - hinter all diesen Handlungen können mehr oder weniger unbewusste suizidale Gedanken stecken. Zu diesen Tätigkeiten kommen auch noch die psychischen Merkmale.

Typisch für den Betroffenen ist Ärgerlichkeit, Kritikempfindlichkeit, depressive Reaktionen, Ängste, Aggressivität und das Missachten der Regeln des Zusammenlebens.

Mindestens 80% der Selbstmörder kündigen ihre Tat direkt oder indirekt an. Oft wird nach langer Andeutung, zu einem Zeitpunkt, wo die Angehörigen diesbezügliches Reden schon nicht mehr beachten, der Selbstmord verübt.

Solche Ankündigungen haben ihren Grund. Zum Beispiel hat der Betroffene den Wunsch, Hilfe zu bekommen, um den Selbstmord zu vermeiden. Oder er will die Angehörigen informieren, damit sie sich darauf vorbereiten können. Manchmal ist es aber auch einfach das überfließen der eigenen Gedanken, Gefühle und Stimmungen, die der Betroffene nicht mehr zurückhalten kann.

2.2 Das präsuizidale Syndrom:

Das präsuizidale Syndrom wurde 1949 auf Grund von Untersuchungen an 745 geretteten Personen mit Selbstmordversuchen entdeckt. Es ist das Befinden vor dem Selbstmord. Mit diesem präsuizidalen Syndrom können Ärzte den Grad für Selbstmordgefahr eines Patienten messen. Dieses Syndrom hat drei entscheidende Elemente:

- Einengung,
- Gehemmte und gegen die eigene Person gerichtete Aggression
- und Selbstmordfantasien.

2.2.1 Einengung:

Einengung der persönlichen Möglichkeiten:

Die Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten des Betroffenen ist abhanden gekommen durch das Gefühl, dass er hilflos ist. Er fühlt sich als kleine Person und alles unveränderliche steht ihm gegenüber. Er fühlt sich in diesen Situationen derart gefangen und immer mehr eingeengt, dass er für sich nur noch den Ausweg des Selbstmordes sieht.

Diese Form der Einengung kann eine Folge von Schicksalsschlägen, wie zum Beispiel einer unheilbaren Krankheit oder Tod in der Familie sein.

Es könnte auch bloße Einbildung sein: Eine Situation wird als viel schlimmer und hoffnungsloser gehalten, als sie wirklich ist.

Einengung der Gefühlswelt:

Die Gedanken, Vorstellungen und Assoziationen gehen nur noch in eine Richtung. Der Ausgleich fehlt und dies führt zu Depressionen, Verzweiflung, Angst und Panik oder zu unheimlicher Ruhe, die nur äußerlich das innere Chaos verbirgt, bis der Betroffene von einer übermächtigen Tendenz zum Selbstmord getrieben wird.

Diese Form der Einengung erreicht im Moment des Selbstmordes ihren Höhepunkt. Es ist eine unheimliche Kraft notwendig, um seinen Selbsterhaltungstrieb auszuschalten. Es sind also niemals nur spontane Überlegungen, die diese Überwindungskraft auslösen.

Einengung der zwischenmenschlichen Beziehungen:

Alle selbstmordgefährdeten Menschen fühlen sich isoliert, einsam, verlassen und unverstanden, wobei diese Isolierung in drei Stufen eingeteilt werden kann:

a) totale Isolierung: tragischstes Beispiel hierfür ist der wochenlang unbemerkte Tod alter Menschen
b) Der zahlenmäßige Rückgang zwischenmenschlicher Beziehungen oder das Anklammern an eine einzige Person
c) Entwertung vorhandener Beziehungen, das heißt, dass man sich sogar im Freundeskreis vollkommen unverstanden und einsam fühlen kann.

Einengung der Wertwelt:

Es fängt an mit der Entwertung vieler Lebensgebiete, die zur Interesselosigkeit und Gleichgültigkeit führen kann. Beispiel: Man sitzt stundenlang vor dem Fernseher, aber nicht um fernzusehen, sondern um einfach gedankenlos dazusitzen.

Dann folgt die mangelhafte praktische Wertverwirklichung, das heißt, dass man nicht versucht, sein Selbstbewusstsein wieder aufzubauen, indem man sich für Werte einsetzt.

Und als letztes ist der Mensch so weit, dass er sich sein eigenes Wertesystem aufbaut und damit zum Außenseiter wird.

2.2.2 Gehemmte und gegen die eigene Person gerichtete Aggression:

Jeder Selbstmord ist eine enorm aggressive Haltung, die sich zwar gegen die eigene Person richtet, aber im Grunde auch an andere, vielleicht sogar eine ganze Gesellschaft treffen sollte, z.B. die Protestselbstmorde von Weltverbesserern.

Sigmund Freud meinte, dass die Zurückhaltung von Aggressionen krank macht und dass ein Teil

Selbstzerstörung im Inneren bleibt, egal, ob man die Aggression auslebt oder nicht. Der Teil der

Selbstzerstörung lebt solange im Inneren, bis es ihm endlich gelingt, das Individuum zu töten. So kann man vermuten, dass ein Mensch an seinen inneren Konflikten stirbt.

Freuds Schüler Alfred Adler hingegen meinte, Selbstmord sei eine klassische Racheaktion, um andere mit schweren Schuldgefühlen zu belasten. Doch die Erfahrung zeigt, dass die meisten der geretteten Selbstmörder niemandem Schuldgefühle geben wollten. Ganz im Gegenteil: Häufig wird in Abschiedsbriefen mehrmals erwähnt, dass sich niemand schuldig fühlen braucht, da die Entscheidung vom Betroffenen allein gefällt weurde.

2.2.3 Selbstmordfantasien:

Jeder hat schon einmal mit dem Gedanken gespielt, tot zu sein. Wenn man an seinem Körper eine Vorrichtung hätte, die man wie einen Lichtschalter nach Belieben „Ein“ und „Aus“ stellen könnte, würde manch einer ab und zu davon Gebrauch machen.

Auch das präsuizidale Syndrom ist durch solche Selbstmordfantasien gekennzeichnet.

Der Betroffene stellt sich bewusst vor, sich umzubringen. Später jedoch drängt sich diese Vorstellung als Zwangsgedanke auf und erhöht damit die Selbstmordgefahr. Zuerst hat diese Vorstellung noch einen Entlastungsmechanismus, der so funktioniert, dass man sich in schweren Zeiten mit der Gewissheit des Weges Selbstmord trösten kann, später aber machen sich die Gedanken selbstständig und werden so zu einer wirklichen Bedrohung des Lebens. Solche Fantasien sind eine Flucht aus der Realität. Die Rückkehr in die Wirklichkeit ist sehr schwer, was dazu führt, dass man von den Fantasien abhängig wird. Die Fantasien beginnen erst mal damit, dass man sich vorstellt, tot zu sein, ohne sich Gedanken darüber zu machen, welche unangenehmen Aspekte das Sterben hat und wie die Angehörigen reagieren. Die Fantasien hören damit auf, dass die Durchführung des Selbstmordes in allen Details geplant wird.

Diese Planung ist die gefährlichste Phase.

2.3 Krankheitsbilder mit Selbstmordtendenz

Das präsuizidale Syndrom ist keine psychische Erkrankung, sondern ein gemeinsamer Nenner von seelischen Erkrankungen, die zum Selbstmord hinführen. Einige Faktoren, wie zum Beispiel die endogene Depression, Neurosen, Alkohol, Drogen, oder Alter können hier eine Rolle spielen. Diese sollen im folgenden näher erläutert werden.

2.3.1 Endogene Depression

Endogen bedeutet „im Körper bestehend, aus inneren Ursachen“, für endogene Depression kann man Melancholie sagen.

Die Melancholie ist eine Gemütskrankheit, die sich in Phasen vom völligen Wohlbefinden bis zum absoluten Unwohlsein steigert, einen Höhepunkt erreicht und nach Wochen oder Jahren wieder abklingt. Danach scheint der Mensch psychisch wieder vollkommen normal zu sein, aber es kann sein, dass die Phase noch mal auftritt.

Die endogene Depression unterscheidet sich von anderen Depressionen, wie zum Beispiel der exogenen Depression. Exogen heißt, dass die Ursachen von außen auf den Körper einwirken.

Beispiel: Trauer nach einem Schicksalsschlag -> Tod eines Angehörigen Depressionen sind gekennzeichnet durch unerklärliche Ängste, oft grundlose Trauer, ständiges Grübeln, pessimistisches Denken oder Selbstvorwürfe, ein schlechter Mensch zu sein, der alles falsch macht.

Allgemein weist die Depression einen Höhepunkt am Morgen, was auch die Zeit der meisten Selbstmorde ist, und ein Absinken in den Nachmittagsstunden, so dass ein Außenstehender zu dieser Zeit nie auf eine seelische Krankheit schließen würde.

Melancholie ist keine Geisteskrankheit, da der Betroffene die Fähigkeit hat, seine Krankheit zu verbergen, es ist eine Gemütskrankheit, die allerdings bestimmte Symptome hat, wie zum Beispiel Schlaf- und Appetitlosigkeit. Durch solche Symptome kann man eventuell auf eine Erkrankung der Psyche schließen und gegebenenfalls Hilfe verschaffen.

In den letzten zwei Jahrzehnten wurden die größten Fortschritte durch Anti-Depressiva bei der Behandlung der endogenen Depression erzielt und das Wiederkehren der Phasen speziell durch Lithium verhindert. Außerdem wurden die Behandlungsmethoden aus therapeutischer Hinsicht verbessert.

2.3.2 Neurosen:

Der Begriff Neurose bezeichnet einen innerseelischen Konflikt, der auch als Ambivalenz bezeichnet wird, zwischen bewussten und unbewussten Tendenzen. Die Verdrängung von unangenehmen Gefühlen ins Unterbewusstsein kann zur Entstehung krankhafter Seelenzustände führen, da die verdrängten Tendenzen eine Art Eigenleben weiterführen, was sich dann in Form von neurotischen Symptomen äußern kann. Meistens sind von der Verdrängung, die auch schon in der Kindheit geschieht, Triebwünsche betroffen, die nicht mit dem Gewissen zu vereinbaren sind. Beispiel: Bei einem Kind entstehen Aggressionen gegen die Eltern. Es muss die Eltern allerdings aus Abhängigkeit und moralischen Gründen lieben. Also verdrängt es die Aggression ins Unterbewusstsein. Diese Aggressionen können ein Schuldgefühl erzeugen und dieses den Wunsch nach Selbstbestrafung oder Selbstmord.

Der Neurotiker ist damit also sein eigener Feind.

Behandeln kann man Neurotiker in einer Psychotherapie, die sowohl in Form einer Einzeltherapie als auch in einer Gruppentherapie stattfinden kann.

2.3.3 Alkohol und Drogenmissbrauch:

Sucht ist an sich keine Krankheit, sondern ein Symptom einer anderen Krankheit, vor allem von Neurosen und Psychopathien.

Bei der neurotischen Sucht wird die Droge zur Lösung des neurotischen Konfliktes benutzt.

Spannungen, Aggressionen oder Ängste können mit Suchtmittel beseitigt werden.

Das Verhältnis der Psychopathen zur Sucht ist anders. Diese Menschen haben in ihrer Kindheit nie richtige Zuneigung erfahren. Sie haben nie richtig gelernt, auf bestimmte Dinge zu verzichten. Sie halten sich nicht an soziale Gesetze und ihr Leben ist nur der eigenen Lustbefriedigung gewidmet. In beiden Fälle liegt eine enorme Selbstzerstörung vor.

Bei einem neurotischen Trinker zum Beispiel verstärkt das Trinken die Schuldgefühle, verstärkt dadurch den Selbstbestrafungswunsch, der zum Selbstmord drängt. Die zusätzliche Verschlechterung der Lebenssituation durch das Trinken ist ein weiteres Motiv für die Tat.

Ein psychopathischer Trinker jedoch verliert durch das Trinken immer mehr die Kontrolle und seine Aggressionspotentiale kommen zum Vorschein. Diese Aggression kann sich auf die Außenwelt oder auf die eigene Person beziehen.

Beim Alkohol- und Drogenmissbrauch ist eine frühzeitige Erkennung notwendig, da die Betroffenen in einem fortgeschrittenen Stadium nicht mehr effektiv mitarbeiten können. Die Mitarbeit allerdings ist wichtig, da die Patienten die Einsicht benötigen, dass sie etwas ändern müssen.

2.3.4 Nichtbewältigtes Altern:

Mehr als ein Drittel aller Menschen, die Selbstmord begehen, sind über 60 Jahre alt. Nicht nur der geistige Abbau, sondern auch das Nichtgelingen des Versuches, mit diesem schwierigen Zeitabschnitt fertig zu werden, verursacht die hohe Beteiligung des Alters am Selbstmord. Durch die Einschränkung der persönlichen Möglichkeiten sehen viele ältere Menschen den Selbstmord als einzigen Ausweg. Die körperlichen Kräfte und die geistige Merkfähigkeit lassen nach. Außerdem müssen ältere Menschen ihre Arbeit aufgeben. In der heutigen Gesellschaft ist Arbeit aber sehr wichtig und deshalb sinkt ihr Selbstwertgefühl.

Hinzu kommt noch, dass alte Menschen oft vereinsamen, was durch das Sterben von Bekannten und Freunden verursacht wird.

Die Angehörigen sollten deshalb den Kontakt zum betroffenen Familienmitglied bewusst pflegen und ihm die Integration in die Gesellschaft ermöglichen. Außerdem sollten sie dem Betroffenen Aufgaben geben, die er erfüllen kann, um das Selbstwertgefühl zu erhalten oder wieder aufzubauen.

3. Schluss:

Es gibt in unseren Breiten viele selbstmordgefährdete Gruppen. Einige davon sind:

1.) Alte Menschen, weil sie oft vereinsamen
2.) Unheilbar, chronisch Kranke, wenn sich ihr Leiden ständig verschlechtert
3.) Aus rassistischen, religiösen und politischen Gründen Verfolgte, sie befinden sich in einer schwierigen seelischen Situation.
4.) Süchtige
5.) Flüchtlinge und Emigranten. Die Zukunft scheint ihnen besonders bedroht und ungewiss, die Anpassung an die neue Umgebung und er Verlust ihrer Heimat tun ihr übriges.
6.) Landflüchtige. Sie können in der Stadt keinen Fuß fassen und gehen in der anonymen Masse unter.
7.) Kriminelle. Psychisch gestörte Menschen, die mit ihrer Aggression nicht umgehen können und mit der Schuldproblematik nicht fertig werden.
8.) Menschen in Ehe- und Liebeskrisen.
9.) Menschen in sozialen Krisen, besonders bei finanziellen Zusammenbrüchen.
10.)Junge Menschen waren auch an Selbstmordversuchen schon immer mit einem hohen Prozentsatz beteiligt.
11.)Angehörige von Selbstmördern. Der Selbstmord ist ein ansteckendes Phänomen. Die Angehörigen haben Schuldgefühle, die zum Selbstmord drängen können.
12.)Besonders gefährdet sind Menschen, die bereits einen Selbstmordversuch durchgeführt haben.

Gruppen mit erhöhtem Selbstmordrisiko haben gemeinsam, dass sie meistens zu Minderheiten, Außenseitern oder Abgelehnten gehören.

Die Gründe, ihrem Leben ein Ende zu setzen, sind immer andere, doch eines ist sicher:

Sie stecken scheinbar in einer Krise, aus der sie nicht mehr herauskommen können und sehen deshalb keinen Sinn mehr in ihrem Leben.

Wichtig ist deshalb, diese Menschen ernst zu nehmen und ihnen Beistand zu leisten, um den Selbstmord verhindern zu können.

[...]

Details

Seiten
7
Jahr
2001
Dateigröße
377 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v101289
Institution / Hochschule
Berufsbildende Schulen Meppen
Note
2+
Schlagworte
Suizid

Autor

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