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Der Wasserkreislauf - Unterrichtsentwurf - Unterrichtseinstieg Chemie in einer fünften Klasse

von Marcus Rehbein (Autor) Liliana Scheida (Autor) Enno Schirmer (Autor)

Unterrichtsentwurf 1999 6 Seiten

Didaktik - Chemie

Leseprobe

Bedingungsanalyse

Voraussetzungen:

Fünfte Klasse, erstes Mal Chemie, Anfang des Schuljahres und erster Kontakt mit der Klasse. Eventuell sind die Schüler sich untereinander noch fremd. Alle Schüler seien der deutschen Sprache mächtig, können lesen und schreiben. Jedoch sind möglicherweise Kinder von Nichtdeutschen Einwanderen wie Türken oder Russen dabei. Es wird angenommen, daß die Schüler vor keiner der Stunden Sport hatten.

Die Doppelstunde sei die 1./2. Stunde oder 2./3. Stunde eines Tages. Das Lernziel des Wasserkreislaufes grundsätzlich kennt jeder. Dies ist allerdings keine Voraussetzung. Der Wasserkreislauf muß aber bewußt gemacht werden. Die Methoden der Lernprozesse sollten den Schülern bekannt sein. Durch die Behandlung des Vorkommens des Wassers und dem Einsatz der Weltkugeln ist ein starker Bezug zu Fächern wie Erdkunde o.ä. gegeben, so daß man diese Unterrichtseinheit insgesamt auch in fächerübergreifendem Unterricht verwirk- lichen könnte.

Strukturierung:

Es soll eine Gruppenidentifikation eingeleitet werden, die auch den Unterrichtenden einbezieht. Dafür sind verstärkend die Rollenspiele gedacht. Der rein formale Teil sowie die Erwartungen an die Schüler zu formulieren gehört ebenfalls in die erste Stunde. Das Thema Wasser wird behandelt, weil es durch das Seminar vorgeschrieben wurde. Es hat zudem eine große Alltagsrelevanz und kann Fächerübergreifend unterrichtet werden. Gerade für viele chemische aber auch biologische Kreisläufe besitzt das Thema Wasser mit seinem hohen Anschaulichkeitswert eine starke Exemplarizität. Es ist auch relevant, Kreisläufe als solches bekannt oder bewußt zu machen.

Begrenzt werden soll das Thema auf den Kreislauf, der die drei Verschiedenen Aggregatzustände beinhaltet. Es soll lediglich in einem Zusammenhang bewußt gemacht werden, nicht über Teilchenmodelle oder thermodynamisch erklärt werden. Das Aufzeigen des Vorkommens bewirkt Lebensweltnähe. Was für ferne Ozeane gilt, gilt auch ähnlich für den Teich vor der Schule.

Phasenkonzept der 1. und 2. Stunde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Diese Stunden dienen dem Kennenlernen der Klasse und dem Einführen des Themas. Besonderer Schwerpunkt wird hier auf den Zusammenhang von Sonne, Wasser und Regen gelegt.

Da alle Schüler über andere Methoden besser lernen (zum Beispiel über gehörtes, gesehenes oder selbst erfahrenes, also selbst durchgeführte Versuche) sollen möglichst alle Methoden eingesetzt werden.

Aus diesem Grund wird das Thema erst besprochen und mit Hilfe kleiner Rollenspiele und einer Bildergeschichte wiederholt, wobei die Schüler aktiv in die Stunde mit eingebunden werden. Das gelernte wird durch einen Schülerversuch weiter vertieft. Mit Hilfe einer Hausaufgabe soll der Zusammenhang zwischen dem Versuch und dem vorher gelernten für die Schüler deutlich gemacht werden.

Phasenkonzept der 3. Stunde

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

In dieser Stunde soll das in der vorherigen Doppelstunde gelernte wiederholt und verinnerlicht werden. Dazu dient die Erstellung eines „Metaplan“, an dem sich alle Schüler aktiv beteiligen können, da es mehr als nur eine richtige Antwort gibt und auch mehrmals die gleiche Aussage getroffen werden kann.

Im weiteren Verlauf der Stunde wird der Wasserkreislauf auf den Aggregat- zustand Eis ausgedehnt, ohne den Begriff „Aggregatzustand„ zu verwenden. Der Zusammenhang Eis / Wasser wird in einem Lehrerversuch nochmals verdeutlicht und in einem Schüler-Lehrer-Gespräch der Zusammenhang mit der Natur auf- gezeigt.

Tafelbilder

1) Wir brauchen für den

CHEMIEunterricht bei Herrn/Frau....

Eine graue Plastikmappe mit viel kariertem

Papier, Füller, Bleistift,......

2) Wasservorkommen

Wolken

Regen

Nebel, Eis

Flüsse, Seen, Meere

Grundwasser, Trinkwasser

3) Vergleicht die ‘Bildergeschichte’ mit dem

Versuch. Gibt es einen Zusammenhang ?

Schreibt Eure Vergleiche einzeln

auf kleine Zettelchen

Regentropfenspiel 1

Jeder nennt ein Regengeräusch, z.B. Plitsch (Geräusche dürfen mehrfach verwendet werden). Alle nehmen beide Arme hoch und trippeln mit den Fingern. Nacheinander sagt jeder den Namen und das Geräusch eines anderen. Wenn beides stimmt, darf der erste die Arme runter nehmen. Es dürfen nur Kinder mit gehobenen Armen angesprochen werden.

Regentropfenspiel 2

Alle Kinder sind Wasser, der Lehrer die Sonne. Jede Sitzreihe ist ein Zustand des Wassers:

Kinder sitzen mit Händen auf dem Tisch = Wasser im Meer

Sonne steht neben einer Sitzreihe, also verdunstet das Wasser = Hände hoch

Die Sonne steht lange neben Reihe: es bilden sich Wolken = aufstehen und Hände runter

Lehrer geht weiter, bis irgendwann genug Wolken da sind. Dann ruft er: „kalt, kalt, kalt„, also regnen alle Wolken ab = Hände hoch und mit den Fingern trippeln

alles abgeregnet = setzen und Hände auf Tisch

Bildergeschichte

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Versuchsaufbau für die Versuche

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das Wasser (bzw. Eis im Lehrerversuch) wird in einem Becherglas auf einer Heizplatte zum kochen (bzw. schmelzen und anschließendem kochen) gebracht. An der kalten Plexiglasscheibe kondensiert das Wasser und läuft schließlich in ein zweites Becherglas hinein. Der Versuchsaufbau wird vom Lehrer vorne aufgebaut und von den Schülern unter Hilfestellung des Lehrers aufgebaut.

Details

Seiten
6
Jahr
1999
Dateigröße
402 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v100742
Institution / Hochschule
Universität Hamburg
Note
Schlagworte
Wasserkreislauf Unterrichtsentwurf Unterrichtseinstieg Chemie Klasse Chemieunterricht

Autoren

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Titel: Der Wasserkreislauf -  Unterrichtsentwurf - Unterrichtseinstieg Chemie in einer fünften Klasse