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Süskind, Patrick - Das Parfum

Referat / Aufsatz (Schule) 2001 6 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

Patrick Süskind - Das Parfum

1 Einleitung

Meine Semesterarbeit handelt vom Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskind. Erst tat ich mich schwer, das Buch zu lesen. Als ich aber damit begann, konnte ich nicht mehr aufhören. Die Geschichte hat mich richtig gefesselt. Doch auch das Schreiben dieser Arbeit hat wirklich Spass gemacht. Auf diese Weise konnte ich mir die Geschichte nochmals in Erinnerung rufen. Ich war sehr erstaunt, als ich einmal auf dem Internet suchte, wie viele Informationen, ja sogar ganze Arbeiten von diesem Buch erhältlich sind. Das zeigt auch, dass der Roman allgemein bekannt und beliebt ist, nicht nur bei mir...

Meine Arbeit gliedert sich in drei Teile: Zusammenfassung des Romans, Fakten über den Autor, meine persönlichen Gedanken zum Buch und ein Literaturverzeichnis. Ich hoffe, dass ich mit dieser Arbeit einige Leute für das lesenswerte Buch begeistern kann.

Patrick Süskind - Das Parfum

2 Zusammenfassung des Romans

Die Geschichte beginnt am 17. Juli 1738, wo Jean-Baptiste Grenouille am allerstinkendsten Ort des Königreichs Frankreich, in Paris am Fischverkaufsstand seiner Mutter geboren wird. Die Mutter versucht, ihn wie schon andere ihrer Kinder zwischen den Fischresten sterben zu lassen. Dieser Versuch scheitert und Grenouilles Mutter wird wegen mehrfachen Mordes hingerichtet. Die Behörden geben den Säugling einer Amme. Grenouille ist schon von Geburt an mit einem ausgesprochen hoch entwickelten Geruchssinn ausgestattet, hat aber kein Eigengeruch. Er wechselt mehrmals die Amme, denn keine möchte ihn länger als ein paar Tage bei sich haben. Das Kind sei zu gierig, es sauge für zwei, heisst es. Auch die Amme Jeanne Bussie will das Kind nicht bei sich grossziehen und übergibt den Kleinen einem Mönch aus dem Kloster nahe der Stadt. Doch auch der Mönch kann sich nicht mit ihm anfreunden. Da Grenouille kein Eigengeruch hat, erscheint er ihm unheimlich. Pater Terrier übergibt Jean-Baptiste Madame Gaillard, einer gefühllosen Frau ohne Geruchssinn. Natürlich merkt sie nichts von seinem fehlenden Eigengeruch, aber die anderen Pflegekinder hassen ihn wegen seinem seltsamen Äusseren und versuchen mehrmals, ihn im Schlaf zu erwürgen. In dieser Zeit beginnt Grenouille, seine Umgebung geruchlich aufzunehmen. Die gesammelten Gerüche speicherte er in seinem Gedächtnis, so dass er sie nie mehr vergisst.

Mit acht Jahren verkauft ihn Madame Gaillard an den Gerber Grimal. Grenouille lebt dort unter unmenschlichen Bedingungen und muss sehr hart arbeiten. Durch seinen Fleiss wird er für Grimal ein unersetzlicher Mitarbeiter. Als er sogar die tödliche Gerberkrankheit überlebt, gewährt der Gerber ihm ein wenig Freizeit. Diese nützt Grenouille um die ganze Stadt Paris geruchlich zu erforschen. Im September 1753 folgt er einem besonders feinen Geruch bis zu einem Hinterhof, wo ein junges Mädchen arbeitet. Er ist besessen davon, den Geruch dieses Mädchens zu besitzen. Er bringt es um und saugt sich mit dessen Geruch voll. Ihm wird nun klar, dass er ein Schöpfer von Düften sein will, er will ein Parfumeur werden. Wegen des Mordes hat er keine Bedenken. Für ihn ist das Wichtigste, dass er den Geruch des Mädchens in seinem Gedächtnis besitzt. Die Gelegenheit, diesen Duft zu kreieren, bekommt er, als er eines Tages mit einem Auftrag von Grimal zum Parfumeur Baldini geschickt wird. Dank einer Demonstration seiner Fähigkeiten, Düfte aufzuspüren und neu zu kombinieren, kann er Baldini überzeugen, ihn als seinen Lehrling anzustellen. Baldini, der wegen der schlechten wirtschaftlichen Lage das Geschäft verkaufen will, ändert seine Pläne und kauft dem Gerber Grenouille ab.

Grenouille beginnt sofort mit der Herstellung von neuen Düften. Baldini lehrt ihn die Sprache der Parfumeure und wie man ein Rezept schreiben und lesen kann. Unmengen von Düften stellt er her, und Baldini notiert sorgfältig alle Rezepte. So erreicht Grenouille, dass Baldini zum grössten Parfumeur ganz Frankreichs wird. Grenouille hat aber noch ein anderes Ziel. Er versucht, mit Destillation gewissen Stoffen den Duft zu rauben. Als ihm das nicht gelingt, wird er sterbenskrank. Baldini sichert ihm den Gesellenbrief zu und erzählt ihm, dass im Süden, in Grasse, andere Methoden zur Duftgewinnung verwendet werden. Der Zustand Grenouilles bessert sich schlagartig.

Als Grenouille den Gesellenbrief erhält, bricht er nach Grasse auf. Baldini stellt jedoch die Bedingung, dass er nie wieder nach Paris kommt und nicht die selben Parfums woanders herstellt. Er ist einverstanden und macht sich auf den Weg. Doch auf der langen Reise wird ihm der Menschengeruch zuwider. Er verkriecht sich in einer Höhle in einem völlig menschenleeren Vulkangebiet. Sieben Jahre lebt Grenouille glücklich und einsam in der Natur. Er ernährt sich von Moos, kleinen Tierchen und Wasser. Seine Geruchserinnerungen berauschen ihn. Aber die Erkenntnis, dass er keinen Eigengeruch besitzt, treibt ihn aus der Höhle. Er möchte für sich einen Duft herstellen, der ihm Menschengeruch verleiht.

Nach sieben Jahren ohne jemals die Haare geschnitten zu haben, erreicht Grenouille die Stadt Montpellier. Viele Leute glauben, er sei ein Waldmonster, Grenouille jedoch erklärt ihnen, er sei vor sieben Jahren von Räubern gefangen worden und bis jetzt in einer Höhle eingesperrt gewesen. Ein Wissenschaftler verwendet ihn als Demonstrationsobjekt, um eine seiner Theorien zu beweisen. Grenouille stellt die Bedingung, dass er sich ein Parfum zusammenstellen kann. So lässt man ihn für kurze Zeit selbständig hantieren und er mischt sich einen Menschengeruch, dessen Wirkung er sogleich erprobt. Durch den Duft wird er plötzlich von den Menschen akzeptiert und wahrgenommen. Da wird ihm bewusst, dass er auf diese Art die Menschen beherrschen kann und setzt sich als sein eigentliches Lebensziel, ein Parfum zu erfinden, welches die Menschen dazu bringt, ihn zu lieben.

Nach diesem Entschluss zieht er nach Grasse weiter, wo er neue Techniken zur Herstellung von Düften erlernen will. Am Stadtrand weht ihm ein besonderer Geruch in die Nase. Die Spur führt ihn wieder zu einem jungen Mädchen. Er will es noch nicht umbringen, sondern ihm noch zwei Jahre Zeit geben, damit sich der Geruch voll entfalten kann. In dieser Wartezeit lernt er die neuen Techniken, von denen Baldini gesprochen hat, in einem kleinen Duftatelier. Es gelingt ihm, den Dingen, wie zum Beispiel einem Stein oder Holz, den Geruch zu entreissen. Er stellt sich für sämtliche Lebenssituationen Gerüche her, mit denen er von den Menschen akzeptiert wird. Sein Ziel ist es, den Lebewesen den Duft zu entreissen.

Um sich den Wunsch, den Duft des jungen Mädchens zu ernten, zu erfüllen, tötet er in der folgenden Zeit 24 Mädchen, deren Duft er erntet um daraus ein Parfum zu machen. Der Höhepunkt seiner Sammlung soll der Duft des Mädchens am Stadtrand werden. Die Bevölkerung der Stadt ist natürlich dementsprechend beunruhigt, besonders die Eltern von Mädchen im Alter von etwa 16 Jahren. Doch die Angst legt sich, als die Morde nach einem Gottesdienst des örtlichen Bischofs aufhören.

Nicht alle Bürger von Grasse sind erleichtert. Antoine Richis, der Vater des jungen Mädchens am Stadtrand glaubt nicht, dass der Gottesdienst der Grund für das Ende der Morde ist. Er durchschaut Grenouilles System der Morde, er weiss jedoch nicht, aus welchem Motiv der Mörder handelt. Auf jeden Fall hat er Angst um seine Tochter Laure, er spürt, dass sie das nächste Opfer sein muss. Richis verlässt kurz entschlossen die Stadt und bringt Laure in Sicherheit, damit er sie möglichst schnell verheiraten kann. Aber Grenouille vermisst den Duft in der Stadt und folgt der Duftspur, bis in ein Gasthaus, wo er Laure schliesslich umbringt und ihren Duft erntet. Danach kehrt er nach Grasse zurück.

Dank den polizeilichen Ermittlungen wird Grenouille gefunden und in Haft genommen. Er gesteht die Tat, erklärt sein Motiv jedoch nicht und wird zum Tode verurteilt. Die öffentliche Hinrichtung Grenouilles wird wie ein Volksfest vorbereitet. Massenweise versammeln sich die Leute am Tag seiner Hinrichtung. Grenouille besprüht sich mit dem Parfum, welches er nach dem Mord an Laure hergestellt hat. Als er auf den Hinrichtungsplatz kommt, glaubt niemand mehr, dass er ein Mörder ist. Er hat sein Ziel erreicht, die Menschen lieben ihn plötzlich. Doch Grenouille beginnt sich vor den Menschen zu ekeln. Er hasst sie, aber der Hass beruht dank des Parfums nicht auf Gegenseitigkeit, wie Grenouille es gern gehabt hätte. Ganz in Ohnmacht fällt er, als Richis sich bei ihm entschuldigt und ihn bittet, sein Adoptivsohn zu werden. Die Hinrichtung wird abgesagt und Grenouille frei gesprochen. Bald darauf verlässt er Grasse.

Grenouille kehrt an seinen Geburtsort Paris zurück. Er geht in ein Viertel, wo sich nachts das ganze Gesindel versammelt, Räuber, Mörder und Messerstecher. Sie halten Grenouille, der sich mit dem Parfum übergossen hat, für einen Engel. Auf kannibalische Art stürzen sie sich auf ihn und zerhacken ihn bis er aufgefressen und vom Erdboden verschwunden ist. Das Buch endet mit dem Satz: „Sie hatten zum ersten Mal etwas aus Liebe getan.“

2 Fakten über den Autor

Patrick Süskind gehört international zu den bekanntesten Autoren der deutschsprachigen Literatur. Man weiss jedoch sehr wenig über ihn, denn er konnte bis jetzt erfolgreich seine Privatsphäre sichern.

Patrick Süskind wurde am 26. März 1949 in Ambach in Deutschland geboren. Auch sein Vater galt ebenfalls als bekannter Schriftsteller. Süskind studierte von 1968 bis 1974 Geschichte. Wie sein Vater entschloss er sich, als Schriftsteller zu arbeiten.

Heute sind seine Werke millionenfach gelesen und etliche Drehbücher schon verfilmt worden. 1981 wurde Süskind mit seinem Stück „Der Kontrabass“ schlagartig zu einem Erfolgsautor. In den 80er Jahren arbeitete er bei mehreren Fernsehserien mit, wie zum Beispiel „Monaco Franze. Der ewige Stenz“. Bis heute schrieb er etliche Romane und Stücke, deren Hauptfiguren fast immer menschenscheu sind. Mit dem Buch „Das Parfum“ landete Süskind 1985 einen grossen Erfolg.

3 Persönliche Gedanken zum Buch

Mir gefällt das Buch sehr gut. Es ist sehr spannend und kurzweilig zu lesen. Man kann sich richtig in das Geschehen versetzen, in die Landschaften und in die unendlichen Düfte, die er so oft beschreibt. Mich fasziniert Süskinds Gabe, etwas so zu beschreiben, dass der Leser sich richtig in die Welt einleben kann. Man kann die Düfte selber sehen, ja sogar riechen, man ekelt sich aber auch, wenn er einen Gestank beschreibt.

Die ganze Idee der Geschichte, dieser Grenouille mit seiner seltsamen Eigenschaft, begeistert mich. Manchmal bin ich mir aber nicht ganz sicher, wie ernst Süskind gewisse Stellen des Buches meint. Ich habe das Gefühl, er macht sich wie Grenouille, über die Menschheit lustig. Er beschreibt zum Beispiel aus welchen Materialien Grenouille das Parfum herstellt, welches ihm den Duft eines Menschen geben soll. So benötigte er dazu Dinge wie Katzendreck, ein altes Stück Käse und andere verweste Lebensmittel. Jedenfalls musste ich bei dieser Stelle schmunzeln...

Die Meinungen der Analytiker gehen stark auseinander. Es ist amüsant, zu lesen, wie verschiedene Leute das Buch und seinen Hintergrund analysieren und alle zu verschiedenen Schlüssen gelangen. So denken manche Leute, der Roman habe einen religiösen Hintergrund. Sie vergleichen Grenouilles Leben mit dem von Jesus. Ich sehe zwar einige Zusammenhänge, denke aber nicht, dass Süskind das Buch aus religiösen Gründen geschrieben hat. Ich stelle mir eher vor, dass er damit die „blinde“ Menschheit ansprechen will, die ihre Sinne nicht mehr gebraucht. Vielleicht möchte er dem Leser sagen, er solle seine Umwelt intensiver wahrnehmen, mit all seinen Sinnen, und nicht nur daran vorbei laufen. Vielleicht will er sich bloss über die Menschen der damaligen Zeit lustig machen.

Ich bin überzeugt, dass Süskind will, dass sich der Leser mit dem Hintergrund der Geschichte befasst. Den „richtigen“ Hintergrund des Buches kennt jedoch nur der Autor selbst, und dieser wird wohl Süskinds ewiges Geheimnis bleiben. Ich werde bestimmt wieder einmal ein Buch von Süskind lesen, denn sein Schreibstil gefällt mir sehr. Süskind ist eigentlich Grenouille sehr ähnlich, denn er kann mit seiner Sprache den Leser nicht nur fesseln, sondern sogar beherrschen. Wer weiss, vielleicht hat „Das Parfum“ ja einen autobiographischen Hintergrund...?

4 Literaturverzeichnis

-Patrick Süskind, Das Parfum

-Königs Erläuterungen, Patrick Süskind - Das Parfum, von Bernd Matzkowski

-Studentenarbeit auf dem Internet, Johannes Pöckl,

http://www.unibas.ch/schulen/wgym/projekte/works/dasparfum.htm

Michael Honegger, BMS 1a

Details

Seiten
6
Jahr
2001
Dateigröße
337 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v100647
Note
Schlagworte
Süskind Patrick Parfum

Autor

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Titel: Süskind, Patrick - Das Parfum