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Elektiver Mutismus bei Migrantenkindern

Hausarbeit (Hauptseminar) 2001 18 Seiten

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Elektiver Mutismus
2.1 Begriffserklärung und Begriffsentwicklung
2.2 Klassifikation
2.3 Symptomatologie
2.4 Ätiologie
2.4.1 Psychologische Faktoren
2.4.2 Somatische Faktoren
2.5 Differentialdiagnostische Abgrenzungen
2.6 Therapie

3. Situation von Migrantenkindern in der Bundesrepublik Deutschland
3.1 Zuwanderung (Arbeitsmigration)
3.2 Migrationsbedingte Veränderungen in der Bildungspolitik
3.3 Zweisprachigkeit

4. Elektiver Mutismus bei Migrantenkindern
4.1 Entstehung des elektiven Mutismus bei Migrantenkindern
4.2 Fallbeispiele aus der Literatur

5. Schlussbetrachtung

6. Literatur

1. Einleitung

Das Thema ,,Mutismus bei Migrantenkindern" hat sich während meiner Literaturrecherche zum Thema ,,Mutismus" entwickelt.

In der Literatur lässt sich bei der Auflistung von Symptomen bzw. Folgeerscheinungen immer wieder der ,,Mutismus" bei ethnischen Minderheiten finden. Dabei fällt auf, dass es sich um ein weitestgehend unbekanntes Erscheinungsbild handelt und die Verbindung zu der Migration von Kindern nicht näher begründet ist. Ähnlich verhält es sich auch mit dem Kenntnisstand zu Therapie - und Behandlungsmöglichkeiten. Die Tatsache, dass ,,Mutismus" relativ selten auftritt (die Angaben schwanken zwischen 1 - 7 von 1000 vorgestellten Patienten) (vgl. Bahr 1998), scheint eine leichtfertige Begründung dafür zu liefern, dieses Gebiet zu vernachlässigen. In Deutschland gibt es bislang kaum Studien, die sich mit dem näheren Zusammenhang von ,,Mutismus" und ,,Migration" beschäftigen. In dieser Arbeit soll versucht werden, den bisher erforschten Zusammenhang darzustellen. Es soll ebenfalls vorab erwähnt sein, dass sich wie bereits festgestellt auf recht wenig Literatur zurückgreifen lässt.

Die Arbeit gliedert sich wie folgt : in Kapitel 2 wird der elektive Mutismus definiert und klassifiziert. Die Symptome und die Ätiologie werden dargestellt und der Mutismus wird von anderen Krankheitsbildern abgegrenzt. Am Ende dieses Kapitels gehe ich noch kurz auf einige Therapieansätze ein.

Im 3. Kapitel setze ich mich mit der Migration auseinander und der daraus entstandenen Veränderung der Bildungspolitik. Ebenfalls wird die daraus entwickelte Situation der Zweisprachigkeit angesprochen.

Das 4. Kapitel beschäftigt sich dann mit der Entstehung des Mutismus bei Migrantenkindern und Fallbeispielen aus der Literatur.

Am Ende dieser Arbeit steht dann eine Schlussbemerkung.

2. Elektiver Mutismus

2.1 Begriffserklärung und Begriffsentwicklung

Der Begriff ,,Mutismus" leitet sich aus dem Lateinischen ab (,,mutus" => ,,stumm"). Diese Übersetzung weist schon daraufhin, dass es sich beim ,,Mutismus" um das Schweigen, bzw. die Stummheit von Menschen handelt.

,,Mutismus" fällt in den Bereich der Kommunikationsstörungen und beschreibt ein partielles oder vollständiges Schweigen einer Person gegenüber anderen Menschen. Voraussetzung dafür sind allerdings intakte Sprech - und Hörorgane und eine weitgehend abgeschlossene Sprachentwicklung.

Unter ,,elektivem Mutismus" versteht man das Nichtsprechen einer Person gegenüber einem bestimmten Personenkreis oder in bestimmten Situationen. In dieser Form tritt der ,,Mutismus" fast ausschließlich bei Kindern auf, meistens zu Beginn des Eintritts in den Kindergarten oder in die Grundschule. (vgl. Hartmann, 1997; Bahr 1998) Bezugnehmend auf TRAMER (1934) lässt sich der ,,totale Mutismus" vom ,,elektiven Mutismus" abgrenzen. Beim ,,totalen Mutismus" handelt es sich um ein absolutes Nichtsprechen. Im Gegensatz zum ,,elektiven Mutismus" tritt diese Form eher bei Erwachsenen auf.

Erstmals berichtete KUSSMAUL (1877) von Menschen die Stumm sind, obwohl keine Schädigungen der Hörorgane oder Sprechorgane vorliegen. Er verwendete für dieses Erscheinungsbild den Begriff ,,aphasia voluntaria".

Später dann werden die Termini ,,freiwillige Stummheit" oder ,,freiwilliges Schweigen", unter anderem von GUTZMANN (1893), verwendet. Heute wird diesen Termini nur noch historische Bedeutung beigemessen, da man nicht davon ausgehen kann, dass das Schweigen ein freiwilliges Verhalten ist. Viel wichtiger ist es die psychologischen Hintergründe für das Nichtsprechen im Zusammenhang mit dem Schweigen zu betrachten. Der Begriff ,,elektiver Mutismus" geht auf TRAMER (1934) zurück. Damit wird nicht die Freiwilligkeit, sondern eine psychogen verursachte Sprechhemmung bezeichnet. Auch in der englischsprachigen Literatur hat sich der Bergriff ,,elective mutism" durchgesetzt, obwohl z.B. BALDWIN & CLINE (1994) den Terminus ,,selectiv mutism" als wesentlich wertfreier bezeichnen. Beide Termini werden daher etwa gleichwertig in der Literatur genutzt.

2.2 Klassifikation

Außer der Differenzierung zwischen ,,totalem" und ,,elektivem" Mutismus hat in der Fachliteratur die Einteilung nach HAYDEN (1980) große Beachtung gefunden. Sie teilt, anhand einer Untersuchung von 68 Kindern, Mutismus in vier unterschiedliche Typen ein:

- Symbiotischer Mutismus (=> ,symbiotic mutism') : das Merkmal ist eine enge symbiotische Beziehung zu einer Bezugsperson, oftmals die Mutter, die dem Kind verbale Anforderungen abnimmt. Die Familienstruktur ist geprägt durch einen sprachlich dominanten und einen eher passiven Elternteil. Das Kind zeigt eine ablehnende Haltung gegenüber kontrollierenden Situationen und Erwachsenen. Das Verhalten bedeutet keinen inneren Rückzug, sondern drückt das Bedürfnis nach Kontrolle aus. Das Schweigen wird manipulierend eingesetzt, um sich der Kontrolle anderer zu widersetzen.
- Sprechangst - Mutismus (=> speech phobic mutism) : gekennzeichnet ist dieser Typ durch die Furcht vor der eigenen Stimme, durch das ritualisierte Verhalten bei der Beeinflussung des Sprechens (z.B. Mimik, Gestik) und die Motivation das Sprechen wiederzugewinnen.
- Reaktiver Mutismus (=> reactive mutism) : ist die Folgeerscheinung von einem oder mehreren traumatischen Ereignissen des Kindes, z.B. Missbrauch, Misshandlung oder Verletzungen im Mund - und Rachenbereich, die beim Sprecherwerb entstanden sind. Diese Form geht einher mit Depressionen, Suizidgefahr, Sucht etc.. Betroffene Kinder leben oft sehr zurückgezogen, teilweise sogar fast isoliert und sind emotional verarmt.
- Passiv - aggressiver Mutismus (=> passive - agressiv mutism) : Schweigen wird hier als eine Art Waffe eingesetzt und drückt Feindseligkeit aus. Häufig zeigen diese Kinder Bereitschaft zu Gewalt und / oder ein antisoziales Verhalten. In der Familie übernehmen sie nicht selten die Rolle des Sündenbocks. Mit Hilfe des Mutismus versuchen sie, außerfamiliär, Schwächere in ihrem sozialen Umfeld zu manipulieren.

Ohne Kritik bleibt diese Unterteilung trotz großer Anerkennung nicht, da sehr häufig Überschneidungen, sowohl in den Ursachen als auch in den Symptomen auftreten. (vgl. Bahr 1998)

2.3 Symptomatologie

Beim Mutismus handelt es sich nicht um eine Sprachstörung im engeren Sinne, sondern das Schweigen ist der Ausdruck für eine tiefere psychische Problematik, die mit anderen psychischen und physischen Auffälligkeiten einhergeht.

Daher ist es nötig das Nichtsprechen als Symptomkomplex zu betrachten und zwar vor dem Hintergrund der zugrundeliegenden eigentlichen Störungen. (vgl. Hartmann 1997) Nach WATZLAWICK (1985) ist das Schweigen auch als eine Art von Kommunikation bzw. des Verhaltens anzusehen. Es ist daher nicht möglich sich nicht zu verhalten. Demnach ruft das Schweigen beim Gegenüber eine Reaktion hervor. (vgl. ebenda) Somit steht im Zusammenhang damit auch das o.g. Macht - und Kontrollbedürfnis bei schweigenden Kindern.

,,Dabei kann das Schweigen selbst ein Machtinstrument sein, denn es kann beim Gegenüber angesichts der Unnahbarkeit und scheinbarer Unangreifbarkeit des Schweigenden Verunsicherung und Ohnmacht auslösen." (Bahr, 1998, S. 99)

Das auffälligste Symptom bei Mutisten ist, dass sie sich jeglicher Art von Lautäußerungen entziehen, wozu nicht nur das Sprechen, sondern auch Weinen, Lachen, Räuspern etc. zählen. Der Verlust der Spontansprache tritt scheinbar nach einer bestimmten Situation (z.B. Angst, Schock) sehr plötzlich auf, doch bei genauer Betrachtung stellt man fest, dass sich das vollständige Schweigen meistens durch einen Prozess des sukzessiven Sprachrückzuges entwickelt hat. Durch das Schweigen wird nicht zwangsläufig ein Verzicht auf Kommunikation hervorgerufen, da nonverbale oder schriftliche Verständigung einen anderen Stellenwert erreichen.

2.4 Ätiologie

Die Klassifikation und die Symptologie lassen erkennen, dass es nicht möglich ist von einem einheitlichen Krankheitsbild auszugehen. Daraus folgt, dass die Gründe für das Schweigen vielseitig sein können.

Hartmann spricht daher von einer Polyätiologie (B. Hartmann, 1997, S. 71), was besagt, dass Mutismus in der Regel die Folge mehrerer verschiedener Faktoren ist. Jedoch ist es nicht auszuschließen, dass einzelne Merkmale in den Vordergrund treten können ( vgl. Hartmann, 1997).

Daher lassen sich drei Hauptkategorien unterscheiden , die für die Betrachtung der Kausalzusammenhänge sehr wichtig sind. Hartmann unterscheidet in psychologische und somatische Faktoren.

2.4.1 Psychologische Faktoren

Die psychologischen Faktoren lassen sich in den psychoanalytischen, den lerntheoretischen und den milieutheoretischen Ansatz unterteilen.

- Psychoanalytischer Ansatz : innerhalb dieses Ansatzes betrachtet man den Mutismus als Ausdrucksform einer Neurose. Beim Mutismus kann eine verdrängte Konfliktsituation zu einer neurotischen Symptomatik führen. Das Schweigen ist also eine Reaktion auf ein traumatisierendes Ereignis, welches einen seelischen Konflikt ausgelöst hat. Mutismus ist in diesem Fall also als Strategie bzw. Problemlösungsmechanismus aufzufassen.
- Lerntheoretischer Ansatz : stützt sich auf den Behaviorismus und geht davon aus, dass Verhalten stets Ergebnis eines Lernprozesses ist. Auf den Mutismus bezogen bedeutet dieses, dass das Sprechen regelrecht verlernt wird. Zwei lerntheoretische Erklärungsmuster sind in der Literatur über Mutismus in den Vordergrund gerückt - Lernen am Modell und die operante Konditionierung. Ersteres bezeichnet die prägende Beeinflussung von Vorbildfunktionen in der Familie und letzterem liegt das Reiz - Reaktions - Modell zugrunde. Als Reiz gelten hier Anforderungen die von einem, dem Kind nicht vertrautem, Menschen gestellt werden. Diesen wird in Form von Schweigen nicht nachgekommen.
- Milieutheoretischer Ansatz : hierzu hat Hartmann Ergebnisse verschiedener Studien zusammen getragen und daraus auf Familienstrukturen geschlossen, welche das Schweigen begünstigen.

Im folgenden sollen einige Beispiele aufgeführt werden :

Behütetes Familiengeheimnis

Überbehütung

Soziale oder geographische Isolation Innerfamiliäre Spannungen

Kontaktarme Familienstruktur

Vater - Kind - Beziehung geprägt von Angst Zugehörigkeit zur Mittel - oder Unterschicht Migrantenfamilien (vgl. Bahr 1998).

2.4.2 Somatische Faktoren

Bezogen auf das äußere Erscheinungsbild mutistischer Kinder findet sich in der Literatur eine dahingehende Übereinstimmung, sie als schwach, zart und häufig auch körperlich zurückgeblieben geschildert zu sehen. Aus diesem Zusammenhang wird die im Rahmen der Anamnese festgestellt Häufung schwächender Kinderkrankheiten bei mutistischen Kindern angeführt. Diese dürfen allerdings nicht als direkt ursächliche Faktoren angesehen werden.

Vielmehr stellen sie eine frühkindliche Belastung dar, die das Wohlbefinden stark beeinträchtigen. Wenn nun noch seelische Anspannungen hinzukommen, so ist es möglich, dass sich das Kind gänzlich überlastet fühlt und mit Hilfe des Schweigens rebelliert. Weiterhin ist zu beobachten, dass mit dem Mutismus häufig noch andere pathologische Phänomene einhergehen, wie z. B. Depressionen, Schizophrenie und Psychosen. Mutismus ist demnach häufig Bestandteil einer ,,gesamtpersönlichen Entwicklungsstörung" ( vgl. Hartmann, 1997), die jedoch nicht als ursächlich, sondern als ergänzend zu interpretieren ist.

2.5 Differenzialdiagnostische Abgrenzungen

Eine differenzialdiagnostische Abgrenzung ist bei der Diagnostizierung des Mutismus nötig, da das Symptom Schweigen auch bei anderen Krankheitsbildern in Erscheinung treten kann. Das Mutismus eine Sprechhemmung bei intakten Hör - und Sprechorganen und nach vollzogener Sprachentwicklung ist, wurde bereits aufgeführt.

Hördefizite sind also auszuschließen und ebenfalls dürfen auch keine Formen des Schweigens auftreten, die eine auditive Störung zur Grundlage haben.

Weiterhin abzugrenzen sind Formen, die auf einer schweren geistigen Behinderung basieren. Weitere Erscheinungsbilder sind die Aphasie, selektives Schweigen bei frühkindlichem Autismus, Schweigen bei sensorischer (auditive Agnosie) und motorischer (verbale Apraxie) Hörstummheit oder bei Surdomutismus, die vom elektiven Mutismus differentialdiagnostisch abgegrenzt werden müssen.

Ebenfalls muss mandibulare Subluxation vom Mutismus abgegrenzt werden, wobei es dem Schweigenden aufgrund einer mechanischen Sperre der Sprechwerkzeuge nicht möglich ist zu sprechen. (vgl. Hartmann 1997)

2.6 Therapie

Bevor mit einer Therapie begonnen werden kann, muss eine gründliche Abklärung zur Diagnose geführt haben. Dazu gehören medizinische Untersuchungen, psychometrische Tests und Verhaltensbeobachtungen und Patienten- und Familienanamnesen. Da meistens eine Polyätiologie angenommen wird, ist ein auf mehreren Ebenen erfolgendes therapeutisches Vorgehen indiziert.

Die neuere Literatur verweist in erster Linie auf die psychoanalytisch orientierte Therapie sowie auf die Verhaltenstherapie, da die meisten Autoren die mutistische Symptomatik primär als neurotisch bedingtes bzw. erlerntes Verhalten interpretieren.

Voraussetzung für die psychoanalytische Behandlung ist die Aufdeckung des neurotischen Konflikts bzw. des traumatiesierendes Erlebnisses. Ein ebenfalls wesentlicher Bestandteil ist die Elternarbeit und das Einbeziehen der pädagogischen Bezugsperson (Kindergärtner/Lehrer) in die Beratung.

Bei der Verhaltenstherapie - wenn man Mutismus als erlerntes Verhalten interpretiert - geht es zunächst um den Abbau von nicht erwünschtem sozialen Verhalten, um dann erwünschtes soziales Verhalten aufzubauen. Das Verständnis von Mutismus als Verhalten, das von einem Modell übernommen wurde, erfordert entweder einen Milieuwechsel und somit das Trennen vom pathologischem Vorbild oder dessen Ersetzen durch ein physiologisches Vorbild. Bei reaktiv sprachgestörten Kindern ist es unbedingt notwendig, einen Psychotherapeuten aufzusuchen, der die psychische Seite des Störungskomplexes behandelt. Die Therapie sollte rasch eingeleitet werden, denn dauert die Störung länger als 6 Monate, ist von einer chronifizierten Art zu sprechen, deren Behandlung wesentlich schwerer ist. Neben den psychologischen Therapieansätzen soll noch eine pädagogischer Ansatz angeführt werden. Bei Mutismus handelt es sich um eine starke seelische Störung, die das Gefühlsleben und die Fähigkeit zur Kontaktaufnahme betrifft. Solche Kinder haben meist bereits in der frühesten Kindheit Mangelerlebnisse erlitten und mussten die Erfahrung machen, dass sich auf ihr Schreien und Weinen hin niemand ihnen zuwandte; d.h. ihre eigenen Versuche der Kontaktaufnahme blieben erfolglos. So konnte keine ausreichende Gefühlsbeziehung zu den Eltern aufgebaut werden. Die Vertrauenshaltung, die Voraussetzung für den Wunsch oder die Möglichkeit einer sprachlichen Kontaktaufnahme ist, konnte sich bei diesen Kindern nicht entwickeln. Es kann deshalb auch keinen Erfolg bringen, das Kind zum Sprechen aufzufordern. Alle Vorhaltungen und Drohungen, jedes Anzeichen der Verärgerung oder Ungeduld vergrößern nur die Kluft und verstärken das Gefühl allein und isoliert zu sein. Solange dem Kind vermittelt wird, dass es zum Sprechen gebracht werden soll, wird es weiterhin die Erfahrung machen, mit seinem Verhalten, dem Nicht-Sprechen, nicht zu entsprechen, also zu versagen.

Wird davon ausgegangen, dass die dem Mutismus zugrundeliegende Problematik durch eine Verunsicherung des Kindes im zwischenmenschlichen Bereich entsteht, so kann nur in genau diesem Bereich auch eine Wiedergutmachung liegen. Nicht bewirkende Maßnahmen und Mittel sind dieser Absicht dienlich, sondern die wirkende Person des Pädagogen als Ansprechpartner oder als Anschweigepartner. Es geht zunächst darum, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und dadurch die eigendynamischen Kräfte des Kindes zu mobilisieren. Aus pädagogischer Sicht ist das Kind selbst in der Lage, seine stillgelegte Variante der Sprachlichkeit freizulegen. Voraussetzung dafür ist, dass es die Möglichkeit erhält, positive dialogische Erfahrungen nachzuholen, die es wieder neugierig machen auf die Welt und auf kommunikative Auseinandersetzungen. Es sollen Räume geschaffen werden, in denen Eigenkompetenz erlebt werden kann, Begegnungen herbeigeführt werden, in denen das Nicht-Sprechen als ebenso wertvoll geachtet wird wie das Sprechen, die Erfahrung vermittelt werden, einmal nicht über das Nicht-Sprechen, sondern über das eigentliche Selbst definiert zu werden. Erst durch das Erleben eines grundsätzlichen Angenommenseins können sich im Kind wieder Mut und Lust auf sprachliches Kommunizieren entwickeln.

Das setzt die grundsätzliche Bereitschaft des Pädagogen voraus, sich als Partner in sprachfreien Dialogmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, sich einlassen können und wollen auf die Ausdrucksmöglichkeiten Schweigender. Nicht die Vermittlung von Verbalsprache selbst, sondern das selbstbestimmte Wieder-sprechen-Wollen muss als Ziel pädagogischer Absicht definiert werden

3. Situation von Migrantenkindern in der Bundesrepublik Deutschland

3.1 Zuwanderung (Arbeitsmigration)

1955 fand die erste Anwerbung von ausländischen Arbeitern in der Bundesrepublik Deutschland statt. Kostengünstige Arbeitskräfte wurden zu dieser Zeit besonders in der Landwirtschaft benötigt. Ein erstes Abkommen wurde mit Italien getroffen und so wurden bis 1959 etwa 50000 Personen aus Italien angeworben. Weitere Abkommen folgten im Jahr 1960, hervorgerufen durch die expandierende Wirtschaft und eine steigende Nachfrage nach Industriearbeitskräften. Durch die damalige Arbeitszeitverkürzung, den Eintritt der geburtenschwachen Kriegsjahrgänge in das Erwerbsleben und den Bau der Berliner Mauer (Übersiedler aus der DDR blieben fern) gab es einen stetigen Rückgang der inländischen Arbeitskräfte.

1961 und 1968 wurden dann weitere Anwerberverträge mit der Türkei, Portugal, Marokko und Jugoslawien abgeschlossen. (vgl. Wennig, 1996 b)

Deutschland erhoffte sich große Vorteile durch die Arbeitsmigranten, welche zu der Zeit als `GastarbeiterÂbezeichnet wurden, da sie nur für einen begrenzten Zeitraum in der Bundesrepublik arbeiten sollten. Sie wurden daher von der Politik und Gesellschaft nicht als Einwanderer, sondern als arbeitende Gäste betrachtet.

Bis zum Anwerbestopp im Jahre 1973 lebten etwa 2,6 Millionen Beschäftigte aus dem Ausland in Deutschland (3,5 Millionen inklusiv ihrer Familienangehörigen). (vgl. Bischof & Teubner, 1991)

Nach 1973, bedingt durch die Ölpreisrezession, wurde die Anwerbung ausländischer Arbeiter unterbunden, doch der erwartete Rückgang der Ausländerzahlen blieb aus. Im Gegensatz dazu bewirkte sie eine verlängerte Aufenthaltsdauer der Arbeitsmigranten. Besonders bei Migranten aus Nicht-EG-Mitgliedsstaaten (z.B. aus der Türkei) wäre nach dem Verlassen der BRD eine erneute Einreise aus Gründen der Arbeitssuche nicht möglich gewesen, daher setzte der sogenannte Familiennachzug ein. Dieser hatte zur Folge, dass sich die Struktur der ausländischen Bevölkerung völlig veränderte. Bis zu diesem Zeitpunkt machten männliche Personen den größten Anteil der Arbeitsmigranten aus, nun kamen mehr und mehr weibliche Personen und Kinder.

3.2 Migrationsbedingte Veränderungen in der Bildungspolitik

Zu Beginn der Arbeitsmigration war die Population der ausländischen Kinder sehr gering, daher gab es kaum Probleme bei ihrer Beschulung.

,,[...] ohne viel Auflebens in ihrem Alter entsprechende Vorschulklassen eingewiesen und dank der meist intensiven Zuwendung engagierter Lehrerinnen und Lehrer und der sich rasch ergebenen Kontakte mit den deutschen Mitschülern in der Regel auch ohne große Probleme in Schulleben integriert." (Marburger 1991, S. 23)

Somit konnte die 1964 durch die Konferenz der Kultusminister beschlossene Schulpflicht für ausländische Kinder umgesetzt werden. Im Zuge des Familiennachzuges jedoch stieg die Zahl der zu beschulenden ausländischen Kindern um ein Vielfaches. Da das Erlernen der deutschen Sprache für ausländische Kinder in der Grundschule höchste Priorität besaß, wurde 1971 ein erneuter Beschluss durch die Konferenz der Kultusminister erlassen. Es wurden `VorbereitungsklassenÂeingerichtet, die es zum Ziel hatten sprachliche Defizite der Migrantenkinder zu kompensieren, um ihnen eine schnellere Eingliederung in die Regelklassen zu ermöglichen. (vgl. Borelli 1992 a)

Darauf lassen sich auch die Grundlagen für die Ausländerpädagogik finden, die jedoch nicht lange ohne Kritik bestehen blieb, da die Ausländerpädagogik sich an den Defiziten der ausländischen Kinder orientierte, z.B. wurde sie als Sonderpädagogik für Ausländer kritisiert. Es wurde klar, dass sich die Struktur der Schule ändern musste. Ausländerpädagogische Arbeit sollte sich nicht mehr auf ausländische Kinder konzentrieren, sondern sollte alle Kinder allgemein ansprechen. So entwickelten sich in Deutschland unterschiedliche konzeptionelle Differenzierungen interkultureller Erziehung.

3.3 Zweisprachigkeit

Die Möglichkeit, sich mehrerer Sprachen zu bedienen, stellt eines der herausragenden Kennzeichen der menschlichen Lernfähigkeit dar. Für das allgemeine Bewusstsein bedeutet Mehrsprachigkeit soviel wie ,,eine eigene Sprache besitzen" und ,,von der einen oder anderen fremden ein wenig erlernen". Tatsächlich hat es früher in Deutschland kaum Situationen gegeben, in denen Zweisprachigkeit einen unablösbaren Bestandteil der Sozialisation und Lebenspraxis bildete. Aufgrund der Zuwanderung ausländischer, ausgesiedelter und asylbegehrender Kinder und deren Familien gibt es aber eine solche Situation bei uns in zunehmend größerer Zahl. Je nach Lebensumständen und Absichten muss der Spracherwerb unterschiedlich ablaufen. Der Spracherwerb ,,Deutsch als Fremdsprache" findet gewöhnlich im Heimatland statt, außerhalb des deutschen Sprachraumes, wo bis auf den Unterricht die Muttersprache für die Bewältigung der Alltagssituationen benutzt wird. Es wird großer Wert auf die Bedeutung der Wörter und das Erlernen der Grammatik gelegt. Bei Benutzung der Wörter hält man sich strikt an die gelernten Regeln.

Im anderen Falle ,,Deutsch als Zweitsprache", muss die deutsche Sprache dieselbe Funktion wie die Muttersprache übernehmen, da man im deutschen Sprachraum lebt und hier wie ein Einheimischer am Leben teilnimmt. Die Wörter und die Regeln müssen bewusst strategisch für die entsprechenden Ziele eingesetzt werden können, um sich sprachlich zu behaupten. Deutsch wird Sozialisationssprache und somit Zweitsprache. Viel wichtiger als die Vermittlung der sprachlichen Systeme des Deutschen (Grammatik, Wortschatz, Aussprache, Rechtschreibung) ist von der Frage auszugehen welche Rollen muss das ausländische Kind in der deutschen Umwelt sprachlich meistern, in welchen Situationen (Verständigungsanlässen) werden diese Rollen realisiert, über welche Themen und Sprechabsichten wird kommuniziert. Die Planung des Sprachunterrichts ,,Deutsch als Zweitsprache" darf allerdings nicht bewirken, dass das ausländische Kind in der deutschen Umwelt ausschließlich sprachlich gut ,,funktionieren" lernt. Es muss beim Erlernen der deutschen Sprache ebenso auf die Eigenart des ausländischen Kindes eingegangen und sowohl die deutsche als auch die muttersprachliche Bezugswelt berücksichtigt werden. Die Muttersprache muss also ein wesentliches Element des Sprachunterrichts sein, wann immer es möglich ist. Wenn auch zunächst nur die Sprachschwierigkeit als Problem wahrgenommen wird, so liegen doch die weitaus größeren Schwierigkeiten des Nicht-Verstehens aufgrund der Teilnahme ausländischer und deutscher Schüler bzw. Lehrer an subjektiv unterschiedlichen Welten. So kann für den einen sinnvoll sein, was dem anderen irrelevant erscheint. Wenn einer den anderen nicht versteht, wird das Lehren und Lernen erschwert, wenn nicht sogar unmöglich. Ebenfalls ist es wichtig die sozialpsychologische Situation und die Andersartigkeit der Welterfahrung ausländischer Kinder zu ermitteln, um Schulschwierigkeiten zu vermeiden. Sowie der enge Zusammenhang von Sprach-, Lern- und Verhaltensproblemen auf verschiedenen Ebenen und in den unterschiedlichen Lernbereichen klar sein muss.

4. Elektiver Mutismus bei Migrantenkindern

4.1 Entstehung des elektiven Mutismus bei Migrantenkindern

Durch das häufige Auftreten von elektivem Mutismus bei Kindern aus Migrantenfamilien in der Fachliteratur haben sich einige Autoren näher mit dieser Problematik beschäftigt. In diesem Kapitel werde ich ausschließlich auf den Erklärungsansatz von KRACHT & SCHÜMANN (vgl. 1994) eingehen.

Beide nähern sich der Thematik aus dem Blickwinkel der interkulturellen Pädagogik und betrachten das gestellte Problem aus sozialwissenschaftlicher Perspektive, wobei sie spracherwerbstheoretische Aspekt berücksichtigen.

Als Grundlage für die Kommunikationsprobleme von Migrantenkindern sehen sie zum einen den sprachentwicklungstheoretischen Zusammenhang von Erst - und Zweitsprache, sowie sie die Entstehung der Probleme in den kulturellen, schulischen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen sehen, unter denen diese Kinder ihre Zweisprachigkeit und die allgemeinen kommunikativen Fähigkeiten erwerben.

Die Autorinnen haben weiterhin festgestellt, dass diese Kinder oftmals in der Schule oder im Kindergarten auf dominant einsprachige Situationen treffen, wodurch sie darauf angewiesen sind die deutsche Sprache möglichst schnell zu erlernen. In der Schule findet die eigene Muttersprache und Identität der Kinder aus ethnischen Minderheiten kaum Beachtung. Durch diese geringe Beachtung fällt es diesen Kindern besonders schwer

,,Zweisprachigkeit als Wert zu erfahren, [...], da eine bedürfnisbezogene Verwertbarkeit von zwei Sprachen in einem sozialen Kontext erfolgen muss, der entweder die eine oder die andere Sprache ausschließt (vornehmlich die Muttersprache)." (Kracht & Schümann, 1994, S. 282 f.)

KRACHT & SCHÜMANN kritisieren den Terminus elektiven Mutismus in bezug auf die Kinder aus Migrantenfamilien, da er aus dem kinderpsychatrischen Bereich stammen und in seiner herkömmlichen Bedeutung primär als individuelle Störung beschrieben wird oder lediglich in einen familiären Bindungszusammenhang gestellt wird. Der gesellschaftliche Kontext wird nur von den wenigsten in die Betrachtung mit einbezogen. So wird in der bisherigen Literatur ausschließlich auf die individuum - bzw. familienzentrierte Sichtweise zurückgegriffen. Der Umstand der familiären Migration wird nur in Hinsicht auf die familiäre Situation und Konstellation berücksichtigt.

Mit Hilfe zweier Fallbeispiele beschreiben sie die mögliche Beziehung zwischen Migration und der Entstehung des elektiven Mutismus folgendermaßen :

,,Beide Kinder erfahren Lebensumstände, die traditionell als Risikofaktoren für die Entwicklung von Sprechhemmungen beschrieben werden. Hierzu gehören vor allem der angstauslösende Schul - bzw. Kindergarteneintritt, eine allgemeine Überforderung und eine verunsicherte, unruhige Familiensituation, wobei diese bereits durch die Immigration in besonderem Maße geprägt sind. Zusätzlich erleben beide Kinder einwanderspezifische Bedingungen, wie z.B. Sprachschwierigkeiten, ein Leben mit verschiedenen, z.T. widersprüchlichen Kulturen und eine angespannte sozio - ökonomische Situation. So ist zu vermuten, dass die Bedingungen der Immigration die Entstehung der Sprechhemmung zumindest verstärkt haben. Darüber hinaus ist sicherlich auch eine Verunsicherung und eine daraus resultierende Überförderung der pädagogischen Fachkräfte anzunehmen." (Kracht & Schümann, 1994, S. 286)

Abschließend sagen sie aber auch, dass die Forschungslage zum elektiven Mutismus bei Migrantenkindern noch nicht ausreichend ist und es bis jetzt nur Vermutungen über den Zusammenhang gibt.

4.2 Fallbeispiele aus der Literatur

In der deutschsprachigen Literatur zum Thema Mutismus lassen sich einige Fallbeispiele zum elektiven Mutismus bei Migrantenkindern finden. Da es mir im Rahmen dieser Arbeit nicht möglich ist eigene Studien einzubringen, möchte ich einige Fälle aus der Literatur wiedergeben.

So berichten KRACHT & SCHÜMANN ( vgl. 1994) von der fast fünfjährigen Nuran, die aus einer türkischen Familie stammt. Nuran hat zwei jüngere Geschwister und ist in Deutschland geboren und aufgewachsen. Beim Eintritt in den Kindergarten spricht sie kaum Deutsch, da die in Deutschland lebende türkische Großfamilie fast ausschließlich Türkisch kommuniziert. Im Kindergarten spricht Nuran weder mit den Erzieherinnen noch mit den anderen Kindern. Ihr leben ist geprägt durch ihr Aufwachsen in zwei unterschiedlichen Kulturen und die Zweisprachigkeit.

So löst der Eintritt in den Kindergarten bei Nuran ein traumatisierendes Erlebnis aus, welches sie aus ihren alltäglichen Erfahrungen herausreißt - sie reagiert mit Schweigen. Ebenfalls beschreiben KRACHT & SCHÜMANN (ebenda) das Beispiel von Helena, die mit fast 6 Jahren von Polen nach Deutschland ziehen musste, anfangs gegen ihren Willen. Bis dahin ist sie einsprachig polnisch aufgewachsen. Obwohl sie die deutsche Sprache schnell erlernt und diese auch in der Familie zunehmend gesprochen wird, bleibt Helena bei Schuleintritt stumm. Sie schweigt jedoch nur in der Schule und bei ihr fremden Personen, zuhause spricht sie ohne Auffälligkeiten.

Die Familienatmosphäre ist gut, wird jedoch durch eine sehr strebsame Mutter (Deutschkurse) geprägt. Helena wird aus ihrer Erfahrungswelt gerissen und ist mit der Situation überfordert - sie flüchtet daher ins Schweigen.

HARTMANN (vgl. 1997) erläutert den Fall der elfjährigen Maria. Sie ist in Deutschland geboren und ihre Eltern sind italienischer Herkunft. Sie spricht bis zu ihrem Eintritt in den Kindergarten ausschließlich italienisch. Ihr gelingt es in der Kindergarten - und Grundschulzeit die deutsche Sprache altersgemäß zu erlernen. Spricht jedoch nur außerhalb dieser Institutionen mit ihren Freunden.

In der Schule wollen ihre Klassenkameraden helfen, indem sie Fragen des Lehrers für Maria beantworten. Dadurch fehlt Maria jeglicher Anreiz selber zu Sprechen und sie schweigt weiterhin.

5. Schlussbetrachtung

In dieser Arbeit habe ich mich schwerpunktmäßig mit dem Auftreten des elektiven Mutismus bei Migrantenkindern beschäftigt. Ich habe versucht die Frage nach möglichen Zusammenhängen zwischen der Entstehung und Entwicklung des elektiven Mutismus im Kindesalter und dem Umstand familiärer Migration zuerläutern. Wobei ich mich ausschließlich auf den Erklärungsansatz von KRACHT & SCHÜMANN (vgl. 1994) gestützt habe.

Leider taucht das Thema ,,Elektiver Mutismus bei Migrantenkindern" in der Literatur immer wieder nur am Rande auf und es gibt bis zum heutigen Zeitpunkt kaum ausgereifte Studien. Weiterhin lässt sich sagen, dass das Problemfeld von Sprechhemmungen und elektivem Mutismus bei Kindern aus Migrantenfamilien in weiten Bereichen noch Fragen offen lässt und bislang ungelöste Probleme aufwirft.

Meiner Ansicht nach ist es sehr wichtig dieser Problematik mehr Interesse gegenüber zubringen und die Erforschung dieses Gebietes zu beschleunigen, um den betroffenen Kindern fundierte Hilfe bieten zu können.

6. Literaturverzeichnis

Bahr, Reiner (1998) : Schweigende Kinder verstehen. Kommunikation und Bewältigung beim elektiven Mutismus (2. Aufl.). Heidelberg (Universitätsverlag C. Winter)

Bischoff, Detlef u. Werner Teubner (1991) : Zwischen Einbürgerung und Rückkehr.

Ausländerpolitik und Ausländerrecht der Bundesrepublik Deutschland (2. Aufl.). Berlin

Böhme, Gerhard (1983) : Sprach - , Sprech - und Stimmstörungen (Band 1 - 3). Stuttgart, New York (Gustav Fischer Verlag)

Borelli, Michele (1992) : Zur Didaktik Interkultureller Pädagogik. Teil 1 und 2. Baltmannsweiler (Schneider Verlag Hohengehren)

Hartmann, Boris (1997) : Mutismus. Zur Therorie und Kasuistik des totalen und elektiven Mutismus (4. Aufl.). Berlin (Edition Marhold)

Knura, Gerda u. Neumann, Berthold : Pädagogik der Sprachbehinderten. Berlin (Carl - Marhold)

Marburger, Helga (1991) : Schule in der multikulturellen Gesellschaft. Ziel, Aufgaben und Wege interkultureller Erziehung. Frankfurt a.M. (Verlag für interkulturelle Kommunikation)

Wenning, Norbert (1996b) : Migration in Deutschland. Ein Ü berblick. Münster, New York

Wirth, Günter (1993) : Sprachstörungen, Sprechstörungen, kindliche Hörstörungen (2. Aufl.). Köln (Deutscher Ärzte - Verlag)

Baur, Ruppprecht S. u. Gregor Meder (1998) : ,,Die Rolle der Muttersprache bei der schulischen Sozialisation ausländischer Kinder". Diskussion Deutsch 106, S. 119 - 135

Bradley, S. u. Sloman, L. (1975) : "Elective mutism in immigrant families". Journal of the American Academy of Child Psychiatry 14, S. 510 - 514

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Kracht, Annette u. Schümann, Heimke (1994) : ,,Kommunikationsprobleme zweisprachiger Kinder unter den Bedingungen der Immigration - ein Fall von ,,elektivem Mutismus" ?. Die

Sprachheilarbeit 39, S. 280 - 287 www.lzz-nrw.de

Details

Seiten
18
Jahr
2001
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v100406
Institution / Hochschule
Universität zu Köln
Note
Schlagworte
Elektiver Mutismus Migrantenkindern Arbeit Abschluss Hauptstudiums

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Titel: Elektiver Mutismus bei Migrantenkindern