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Goethe, Johann Wolfgang von - Götz von Berlichingen

Referat / Aufsatz (Schule) 2000 13 Seiten

Didaktik - Deutsch - Literatur, Werke

Leseprobe

1. Akt

1.1. Schwarzenberg in Franken

Das Werk von Goethe beginnt mit einem Gespräch zwischen Sievers und Metzler zwei Reiterknechten in einer Wirtschaft. Da an einem benachbarten Tisch Bamberger Reiter sitzen, fällt auch auf diese das Gesprächsthema zurück. So unterhalten sich die Reiterknechte darüber was der Herr der Bamberger, "der Weislingen" beim Grafen auf dem Schloss macht. Es lässt sich dem Gespräch entnehmen, dass es um die Spannungen zwischen dem Götz und dem Weislingen geht, als die beiden Knechte den missglückten Streich des Götz gegenüber des Weislingen erwähnen, und einer der Bamberger Reiter dies aufschnappt kommt es zu harten Wortwechseln und Handgreiflichkeiten. Nachdem der Wirt die angehende Prügelei durch einen Rausschmiss aus seinen Lokalitäten geschlichtet hat, treffen die Knechte zwei Berlichingen Reiter auf der Straße, die sich die Situation erklären lassen, sich dann aber wieder zurückziehen, Nachdem sich Sievers und Metzler noch eine Weile das Maul über die Reiter zerrissen haben und der Meinung sind, dass Reiter ihren Hintern sowie so nur für Geld aus dem Sattel heben, beschließen sie die Bamberger Reiter mit Bengeln zu verprügeln.

1.2. Herberge im

Nun schwenkt die Szenerie zu einer Herberge im Wald, wo zum erstenmal "Götz" erscheint. Hier wird gezeigt wie Götz auf und ab geht um nicht der Müdigkeit zu verfallen, da er schon Tagelang auf seine Knechte wartet. Während des Wartens ruft Götz nach einem Jungen Namens "Georg' der wohl der Sohn eines Untertanen von Götz sein muss. Georg bringt Götz Wein und unterhält sich mit ihm danach noch eine ganze Weile über die Streifzüge des Götz mit seinen Männern. Georg würde zu gerne mit reiten, jedoch macht Götz ihm klar, dass er sich noch eine Weile gedulden muss. Während des Gesprächs mit Georg taucht ein Mönch Namens Augustin auf, der allerdings am liebsten Bruder Martin genannt wird. Götz bietet ihm ein Glas Wein an, als Bruder Martin Götz erklären will, dass er kein Wein trinken darf, seines Gelübdes wegen entfacht ein kleines Streitgespräch über den Wein, dass Resultat des Gespräches ist das Bruder Martin mit Götz doch ein Glas Wein zu sich nimmt. In der folgenden Zeit unterhalten sich Bruder Martin und Götz über das Gelübde und das Leben, bis plötzlich Georg angesprungen kommt und verlauten lässt, dass er zwei Pferde höre. Götz beauftragt darauf hin sofort Georg sein Pferd zu satteln und heraus zu führen. In der verbleibenden Zeit die Bruder Martin noch bleibt bis Götz auf seine Reiter trifft verabschiedet er sich noch von seinem gerade erst kennen gelernten Freund und bittet um seinen Namen. Als Götz sich dann Bruder Martin vorstellt ist der Mönch doch sehr erstaunt darüber, dass er "Götz von Berlichingen" kennengelernt hat.

1.3. Jagsthausen, Götzens Burg

In der Zwischenzeit befinden sich Götzens Frau Elisabeth, seine Schwester Maria und sein Söhnchen Karl auf der Götzens Burg Jagsthausen. Maria und Karl erzählen sich eine Geschichte vom frommen Kind, während Elizabeth sich wundert, wo ihr Herr seit fünf Tagen verbleibe. Kurze Zeit später kommen Götzens Reiter und er selbst mit vier Gefangenen in der Burg an. Zu den Gefangen gehören Weislingen und drei von seinen Reitern, wobei einer zuvor entwischt ist. Götz befreit sich zunächst von seiner Rüstung und bietet dem Weislingen seine Kleider an, die er auf der Hochzeit des Pfalzgrafen trug. Er erzählt noch von einem Vorkommnis mit dem Bischoff, der sich deswegen danach mit dem Götz verfeindet. Als Weislingen sich weigert zu reden, kommt der Karl, begrüßt seinen Vater und fragt ihn, ob er ihm etwas mitgebracht habe. Nach erwiderter Antwort setzt sich ein Gespräch fort, in dem Karls Unmut und nicht ritterlichen Eigenschaften angesprochen werden.

1.4. Am Bischöflichen Palast zu Bamberg

Die 4. Szene spielt im bischöflichen Palast zu Bamberg, wo sich der Bischof, Olearius, der Abt und die Liebetraut bei einem Nachtisch unterhalten. Sie diskutieren über das Studieren und die Politik. Es wird deutlich, dass die Anwesenden den Adel für etwas besseres halten, in dem sie den Adel vom Bürgertum abgrenzen -Ständegesellschaft wird verherrlicht-.

Im Verlauf ihres Gespräches stoßen sie auf den Namen Berlichingen, worauf der Bischof seine Abneigung gegen Ihn preis gibt. Daraufhin bringt der Bischof den Namen Weislingen ins Spiel zu welchem er eine starke Zuneigung fühlt. Er berichtet den anderen von ihm, welch guter Ritter er sei. Durch den Knecht Weislingens wird die Botschaft gebracht, dass dieser von Berlichingen gefangen genommen wurde. Daraufhin bricht Entsetzen aus.

1.5. Jagsthausen

Weislingen und Maria unterhalten sich über ihre gegenseitigen Gefühle die sie für sich empfinden. Weislingen umarmt Maria und will sie küssen, aber Maria lehnt das Angebot ab und verweist auf ihre klösterliche Erziehung Als der Götz hinzukommt erzählt er von der Ankunft des Knaben Franz und macht Weislingen ein Friedensangebot. Weislingen stimmt diesem zu und hält außerdem um die Hand seiner Schwester Maria an. Der Götz freut sich, aber Elisabeth ist über die plötzliche Verlobung verwundert. Als Franz zu Weislingen will, lassen sie ihn und Franz alleine. Bevor er eintritt sagt sich Weislingen, dass er sich vom Bischof trennen will. Franz überbringt ihm Grüße und Botschaften vom Bischof und von anderen Personen, und erzählt ihm, dass die sehr schöne Adelheid von Walldorf auf den Hof gekommen sei. Nachdem Franz mit dem schwärmen über Adelheid fertig ist, packen sie zusammen und wollen auf das Schloss von Weislingen gehen.

2. Akt

2.1. Bamberg ein Saal

Der Bischof befielt Liebertraut zu Weislingen zu reiten und ihn dazu bringen, dass er nach Bamberg kommt. Liebertraut erzählt über seine Absicht den Weislingen über Adelheid zu informieren und meint, dass Weislingen dieser Versuchung nicht wiederstehen könne. Adelheid ist damit einverstanden und der Bischof schickt Liebertraut los.

2.2. Jagsthausen

Götz und Selbitz unterhalten sich miteinander. Sie sprechen über Weislingen. Selbitz fragt ob das Wahr sei, dass Weislingen wieder auf ihrer Seite steht. Aber Götz ist schon zufrieden, dass Weislingen nicht gegen sie ist und der Bischof könne ohne ihn nur schlecht auskommen. Danach verkündet Götz seine Absicht einen Caravan von Kaufleuten auszurauben.

2.3. Bamberg; Zimmer der Adelheid

Adelheid unterhaltet sich mit ihrer Fräulein. Von ihr erfährt sie, dass Weislingen angekommen ist, dass er von der Bevölkerung mit Begeisterung empfangen wurde und sein Aussehen sehr anziehend wäre. Dann kommt Liebertraut ins Zimmer. Er erzählt wie er Weislingen über Bamberg und schöne Frauen, die dort wohnen, informiert hatte und somit seine Erinnerungen weckte. So kam Weislingen nach Bamberg mit. Dann sagt er noch, dass er dem Weislingen die Wahrheit über sie erzählt habe und dass der Bischof sie mit Weislingen bekannt machen wird. Darauf sagt Adelheid dass sie diesen Augenblick mit ihrem Herzen erwartet.

2.4. Im Spessart

Götz von Berlichingen hörte, dass Weislingen zum Hof des Bischhofs zurückgekehrt sei. Götz, Selbitz und Georg machen sich Gedanken was Weislingen dort macht. Götz schickt Georg zum ersten Mal mit einem Pferd weg um auskundschaften zu lassen, was in Bamberg geschieht.

2.5. Bamberg

Als erstes will sich Weislingen bei seinem Bischof verabschieden. Dieser ist nicht begeistert von seiner Entscheidung. Weislingen hat zwar leichte Gewissenbisse, doch er bleibt bei seiner Entscheidung.

2.6. Adelheids Zimmer

Als zweites will sich Weislingen bei Adelheid verabschieden, dies fällt ihm sehr schwer, denn an sie hat er sein Herz verloren. Adelheid sagt zu ihm er solle gehen, doch im Inneren denkt sie er solle bleiben. Sie schickt ihn weg und sagt zu ihm, sie wolle ihn nicht mehr sehen.

2.7. Vorzimmer

Als Franz, der Diener von Weislingen, ihn fragt, ob er die Pferde satteln solle, sagt dieser nein, er wolle noch ein oder zwei Nächte bleiben.

2.8. Im Spessart

Georg hat seinen gefährlichen Auftrag ausgeführt und mit Weislingen gesprochen. Er hörte, dass Weislingen und der Bischof wieder versöhnt seien, und dass Weislingen und Adelheid heiraten wollen. Weislingen redet nicht viel mit Georg ( er ist ja nur ein Ritterjunge), doch er erkennt dass Weislingen mit Götz nicht mehr zu tun haben will und er sich auch keiner Pflicht bewusst ist.

2.9. Bamberg

In Bamberg setzt Weislingen seinen Plan (= die Vernichtung von Götz) unbeirrt fort. Er bemerkt zwar, dass sein Gewissen dagegen ist, doch Adelheid beherrscht ihn total und deshalb ist ihm die Liebe zu Adelheid wichtiger als sein Gewissen. Damit er die Beziehung zu Adelheid aufrechterhalten kann, ist Weislingen zu allem bereit. Er bemerkt jedoch dass Adelheid ihn nicht liebt, doch Adelheid verspricht ihm ihre Hand und so beschließt Weislingen Götz auf dem Reichstag vor dem Kaiser anzuklagen.

2.10. Herberge

Diese Szene spielt in einer Herberge im Spessart. Dort halten sich Götz und Selbitz noch immer auf. Sie haben die Absicht, die Nürnberger zu überfallen. Während ihres Aufenthaltes findet dort eine Bauernhochzeit statt. Diese wurde zur Beendigung eines Prozesses veranstaltet. Dieser Prozess dauerte acht Jahre und wegen dieser langen Prozessdauer verdienten die Richter jede Menge Geld, sie plünderten die Bauern. Nach acht Jahren Prozess beinhaltete das Urteil, dass jeder soviel Recht hat wie der andere. Daraufhin will Götz einschreiten, doch in diesem Moment nähern sich die Nürnberger, denen Götz und Selbitz ja ursprünglich auflauerten.

3. Akt

3.1. Augsburg ein Garten

Nachdem die Nürnberger von Götz überfallen wurden, bitten sie den Kaiser Maximilian (dieser hält sich gerade in Augsburg auf) um Schutz und Hilfe. Da der Kaiser keine Antisympathie gegen Götz hat und sich im Gespräch mit Weislingen gestört fühlt, schickt er die Kaufleute weg. Weislingen bittet sie zu einem anderen Zeitpunkt wiederzukommen. Danach erkennt Weislingen die Gunst der Stunde und setzt sich voll dafür ein, dass Gegenmaßnahmen getroffen werden. Daraufhin verhängt der Kaiser Acht über Götz und schickt seine Truppen zur aus, um Götz zu töten.

3.2. Jagsthausen

Sickingen kommt nach Jagsthausen zu Götz und hält um die Hand Marias an. Doch Götz weist ihn zurück, da Maria bereits ihr Herz an Weislingen verloren hätte. Sickingen beharrt jedoch auf seiner Meinung, dass er Maria glücklich machen würde.

3.3. Lager der Reichsexekution

Ein Hauptmann berät mit seinen Offizieren eine Taktik wie Götz zu fassen sei. Sie beschließen einen Erkundungstrupp auszuschicken.

3.4. Jagsthausen

Nachdem Sickingen Maria einen Heiratsantrag gemacht hat, erhält Götz die Nachricht, dass über ihn die Reichsacht verhängt wurde. Sickingen bietet ihm sofort Hilfe an, Götz meint jedoch, dass Sickingen ihm eine größere Hilfe wäre, wenn er sich aus dem Geschehnissen vorerst zurückhält. Denn Sickingen könnte im Falle seiner Gefangennahme ein gutes Wort für ihn beim Kaiser einlegen. Die zur Unterstützung angebotenen Reiter schlägt Götz jedoch nicht aus. Bevor Sickingen geht erhält er noch Marias Einverständnis.

3.5. Bamberg; Adelheids Zimmer

Franz teilt Adelheid mit, dass die Reichsexekutionen aufgebrochen sind. Sie lässt erkennen, dass sie Weislingen nicht mehr von ganzem Herzen liebt.

3.6. Jagsthausen

Lerse, der schon einmal tapfer gegen Götz gekämpft hatte, stellt sich nun freiwillig in den Dienst Götz´. Nachdem diese sich gegenseitig für die tapferen Kämpfe gelobt hatten, kommt Georg mit der Meldung, dass der Erkundungstrupp im Anmarsch sei. Sie beschließen diesen gleich zu bekämpfen, so dass die am Tage darauf eintreffenden Truppen des Hans Selbitz ,, schon ein Stück Arbeit getan finden" .

3.7. Wald an einem Morast

In einem Wald treffen sich zwei Reichsknechte. Dem einen geht es nach den Aufregungen der letzten Nacht nicht gut. Die Knechte sind ungefähr eine Stunde von ihrem Lager entfernt. Der kranke Knecht Michel will sich im nahegelegenen Dorf etwas für seine Übelkeit geben lassen. Der zweite war im Dorf um für seinen Offizier Wein und Brot zu holen. Dem kranken Knecht paßt das gar nicht, weil die normalen Soldaten hungern müssen. Er will auch nicht zurück ins Lager.Plötzlich hören sie Pferde. Einer versteckt sich in einem Baum, der andere im Sumpf. Es sind Götz, Lerse, Georg mit einigen ihrer Soldaten. Sie schmieden Pläne für einen Angriff. Als sie wieder weg sind steigt der eine Knecht vom Baum und ruft nach seinem Kameraden Michel, um mit ihm vor der feindlichen Übermacht zu fliehen, doch Michel ist im Sumpf erstickt. Daraufhin wird er von Götz und seinen Leuten gefangen genommen und zu den anderen Gefangenen gebracht. Er erkundigt sich bei Georg über seinen Ritter. Georg sagt ihm, dass Götz ihn vom Pferd geschlagen hat. Seine Reiter halfen ihm wieder aufs Pferd und flohen dann zusammen.

3.8. Lager

In einem Lager unterhaltet sich ein Ritter mit einem Hauptmann. Sie wollen Götz in einen Hinterhalt locken. Als der Ritter mit 50 Mann ausrückt kommt ein zweiter Ritter zum Hauptmann. Es ist der, den Götz vom Pferd geworfen hat. Er hat ein paar gebrochene Rippen, ist aber froh entkommen zu sein.

3.9. Jagsthausen

In Jagsthausen unterhält sich Götz mit Selbitz über die Achteserklärung. Selbitz hält sie für einen Trick von Weislingen, der beim Kaiser war. Götz und Selbitz wollen Weislingens Pläne verhindern. Sie machen sich auf den Weg zu weiteren Angriffen.

3.10. Lager

Im Lager beklagt der Hauptmann eine weitere Niederlage. Seine Soldaten wurden gefangengenommen oder flohen. Er hat schon 100 Männer verloren Sie haben keine Chance gegen Götz im offenen Gelände zu gewinnen, weil dieser sich in dem Gebiet gut auskennt. Darum wollen sie Götz an seiner Burg abfangen und ihn dort besiegen.

3.11. Gebirge, Wald

Götz, Selbitz und Sickingen bereiten sich auf den Angriff vor. Sie teilen sich auf. Ein Teil soll den Gegner seitlich angreifen. Götz greift mit seinen Männern von vorne an. Ihre Gegner rechnen nicht mit einer so starken Armee.

3.12. Heide

Ein Ritter befürchtet, dass der Hauptmann in Gefahr ist wenn er an der Spitze der Schlacht gegen Götz und die Bauern reitet und bittet ihn hinten zu reiten, da Götz und seine Leute einen fest entschlossenen Eindruck machen.

3.13. Eine Höhe mit Wartturn

In der Schlacht auf der Höhe mit den Truppen des Hauptmannes wurde Selbitz verletzt aber die Schlacht in einer spektakulären Aktion geschlagen. Bei dem die Truppen von Selbitz flohen und Götz und Georg die Schlacht fast alleine bestreiten mussten und in dem Georg Götz das Leben rettete. Nach dem Kampf trafen sich Götz, Georg, Selbitz und die Knechte und besprachen alles. Danach lud Götz die Herren zu sich zum Schloss ein und es wurde gefeiert.

3.14. Lager

Im Lager scheißte der Hauptmann seine Knechte nieder und verlangte von ihnen, dass sie weitere Knechte finden, die am nächsten Feldzug gegen Götz mitziehen. Er will sie ausmerzen um jeden Preis

3.15. Jagsthausen

In Jagsthausen hingegen traf Götz seine ähnlichen Vorkehrungen. Maria bittet Sickingen bei ihrem Bruder zu bleiben da dieser alleine sei. Dieser ist einverstanden und Gerade in diesem Augenblick kommt Götz rein und bittet Maria und Sickingen zur Kirche zu ihrer eigenen Hochzeit. Sickingen zögert ein wenig weil er nicht wusste was danach sein sollte. Götz meinte, dass sie danach ihre eigenen Wege gehen sollen. Und sie gehen in die Kirche.

3.16. Lager

Der Hauptmann beschließt seine Ritter auf den Weg zu schicken um die Burg des Götz von Berlichingen zu erobern.

3.17. Jagsthausen

Auf dieser Burg in Jagsthausen unterhält sich Götz, Elisabeth, Sickingen und Maria. Götz bittet Sickingen und dessen Frau Maria möglichst rasch die Burg zu verlassen. Der Knecht kommt hinzu und verkündet, dass zweihundert Männer des Hauptmanns auf die Burg zureiten.

3.18. Belagerung Küche

Elisabeth berichtet Götz, dass die Essensvorräte zu Ende gehen.

3.19. Saal

Götz trommelt sämtliche Männer zusammen und es kommt zum erbitterten Kampf. Schließlich verlangt Lerse von Götz sich zu ergeben und um freien Abzug zu bitten.

3.20. Saal

Götz von Berlichingen speist mit seiner Frau Elisabeth und seinen Knechten. Als die Flasche Rotwein leer ist, befiehlt er seiner Frau noch eine Flasche zu holen. Zuerst wehrt sie sich dagegen, weil nur noch eine Flasche für besondere Anlässe vorhanden ist, doch von Berlichingen besteht darauf. Während Götz den Wein einschenkt sagt er, es lebe der Kaiser, und alle stimmen ihm zu. Weiter erklärt er noch, daß dies das vorletzte Wort sei wenn sie sterben. Er erklärt dass er und der Kaiser das selbe Schicksal hätten, er aber glücklicher sei. Der Kaiser muss Mäuse fangen, währen Ratten an seinen Besitztümern nagen würden. Er weiß, dass der Kaiser lieber tot wäre, anstatt eine Seele eines so krüppligen Körpers(Staates) zu sein. Doch bevor unser Blut zuneige gehe, wie der Wein in der Flasche, so sagt der Götz, was wird unser letztes Wort sein? Georg beantwortet dies mit es lebe die Freiheit, und alle wiederholten diese Aussage. Der Götz von B. sagt wenn die Freiheit uns überlebt, so könnten ihre Seelen ruhig auf die Enkel sehen und die Kaiser wären darüber glücklich. Wenn die Diener den Fürsten und die Fürsten dem Kaiser so frei dienen wie er dem Kaiser und ihm seine Diener. Darauf sagt Georg, Dass alles anders werden müsste. Der Götz v. B. sagt daraufhin dass es nicht so viel anders werden müsste wie es scheint, denn er kenne unter den Fürsten treffliche Menschen. Sie seien gute Menschen die ihre Nachbarn leiden können und sie nicht an ihrem Tisch fürchteten. Ihre Ritter brauchten sie nicht zu Hofschranzen umzuschaffen. Georg fragt den Götz v. B. ob er solche Herren gekannt hätte. Dieser antwortete daraufhin, dass er solche gekannt hätte, z.B. als der Landgraf von Hanau mit anderen Fürsten und Herren jagte und das Landvolk ihnen zugeschaut hätte. Dies sei aber keine Maskerade gewesen, sondern jeder hätte dabei Spaß gehabt. Der Georg meinte, dass dies ein Herr war wie der Götz selbst ist. Der Götz v. B. meint dass mehrere solcher Fürsten herrschen sollten, damit jeder das seinige erhält und nicht andere verderben müsste um dadurch zuzunehmen. Der Georg fragt ob sie auch so leben würden, wenn es so auf der Welt wäre. Daraufhin antwortet Götz v. B. dass wenn es nur ruhig wäre, so müssten sie die Gebirge von den Wölfen säubern, die Ackernden mit Braten versorgen und mit den Brüdern ihr Reich gegen die Türken diese Wölfe und gegen die Franzosen diese Füchse verteidigen. Daraufhin springt Georg auf und sagt dass der Kaiser sie eingesperrt hat und um die Haut davon zubringen müssten sie diese einsetzen. Lerse kommt zur Runde hinzu und sprich von Freiheit, dass diese freien Menschen schlecht sind und unschlüssig. Daraufhin erwidert Götz v. B. dass sie kein Zahnweh davon kriegen würden. Lerse fragt flüsternd den Götz ob er das Silber versteckt hat, daraufhin verneint der Götz. Götz v.

B. schickt seine Frau mit Franzen weg, weil dieser ihr was zu sagen hätte.

3.21. Schlosshof

Georg singt im Stall ein Lied vor sich hin. Götz fragt ihn wie es steht. Daraufhin führt der Georg sein Pferd aus dem Stall. Der Götz befiehlt zwei Knechten Gewehre aus dem Rüstschrank zu holen, er und Georg würden jetzt schon vorausreiten.

3.22. Saal

Währen die Knechte am Schrank stehen um die Gewehre zu holen kriegen sie mit wie der Georg und der Franz erschossen werden.

4. Akt

4.1. Wirtshaus zu Heilbronn

Im Wirtshaus zu Heilbronn wird Götz von einem Gerichtsdiener zum Gericht bestellt, während er sich gerade mit Elisabeth drüber unterhält, was mit seinen Leuten geschehen ist. Sie erklären ihm, dass einige erstochen sind und andere gefangen.

4.2. Rathaus

Im Rathaus, wo sich die kaiserlichen Räte versammelt haben, wird Götz vorgeworfen, dass er gegen den Kaiser und sein Reich rebelliert haben soll. Götz ist empört, da er sich eher als treuer Diener des Reiches bezeichnen würde. Die Räte drohen ihm mit Gewalt, wenn er nicht ein vorgefertigtes Schriftstück unterzeichnen würde, indem er zugeben soll, dass er ein Rebell gegen den Kaiser sei. Er weigert sich dieses Blatt zu unterschreiben und muss gegen eine Schar bewaffneter Männer kämpfen. Als er diese Männer mit seinem Schwert bezwingt, zieht sich die Bande zurück. Während Götz dem Gericht vorschlägt das Dokument nicht zu unterzeichnen und dafür in das staatliche Gefängnis geht, kommt ein Gerichtsdiener und verkündet, dass die Stadt von mehr als 200 Leuten angegriffen wird.

4.3. Ein großer Saal auf dem Rathaus

Franz von Sickingen hat mit seinem großen Heer das Rathaus gestürmt um Götz, der seiner Meinung nach unschuldig ist zu befreien. Sickingen hat die Absicht Trier zu stürmen und die ganze Pfalz zu unterwerfen. Sie planen so die Rache an Weislingen.

4.4. Adelheidens Schloss

Aus einem Gespräch zwischen Adelheit und Weislingen erfährt man, dass sich der Kaiser damit abgefunden hat, dass Götz zurück auf seine Burg gegangen ist. Er muss sich allerdings ruhig verhalten. Die Befreiung von Götz durch Sickingen wird auch nicht von ihm Verurteilt. Aus dem Gespräch geht weiter hervor, dass der Kaiser sehr krank ist und Karl sein Nachfolger werden soll. Als Weislingen geht, kommt Franz in Adelheids Zimmer um ihr einen Brief zu überbringen. Als ihn Adelheid küsst, bricht er in Tränen aus, da er ihr total verfallen ist.

4.5. Jagsthausen

Götz ist gelangweilt, da er auf Grund seiner ritterlichen Haft nicht mehr kämpfen darf. Lerse berichtet ihm über den Ausbruch des Bauernkrieges in Schwaben.

5. Akt

5.1. Bauernkrieg; Tumult in einem Dorf und Plünderung

Die rebellische Bauernbande mit den Anführern Link und Metzler steht in einem Dorf. Sie morden, plündern und zünden Häuser an. Weiber, Alte und Kinder sind auf der Flucht. Metzler erzählt, dass er Dietrich von Weiler getötet hat. Weiter prahlt er, wie er die Adligen getötet hat, wie es eine Freude war, dem Töten zuzusehen.

5.2. Feld

Der Anführer Kohl schlägt Götz vor, ihr Hauptmann zu sein. Götz willigt nach langem Hin und Her ein, für vier Wochen Hauptmann zu sein. Wild, ein weiterer Anführer, will Frieden und sieht in Götz den richtigen Mann dafür. Anführer Metzler sieht Wild daraufhin als Verräter an, denn er will nicht Frieden, sondern Blutvergießen.

5.3. Berg und Tal; eine Mühle in der Tiefe

Weislingen kommt aus einer Mühle, als der Bote Franz ihm die Nachricht überbringt, dass überall im Land Bauern umherziehen und immer näher kommen. Gleichzeitig erfährt er, das Unfrieden zwischen ihnen herrscht. er beauftragt Franz eine Brief an sie weiterzugeben.

5.4. Jagsthausen

Elisabeth und Lerse unterhalten sich über die Folgen, welche die Handlungen Götzens auf seinen späteren Ruf haben werden.

5.5. Bei einem Dorf

Götz und sein Bube erfahren von einem Unbekannten, dass die Bauern die entscheidende Schlacht gegen die Adligen verloren haben. Während dessen nähern sich Weislingen und seine Soldaten und versuchen Götz gefangen zu nehmen.

5.6. Nacht im wilden Wald; Zigeunerlager

Nachdem Götz im Kampfe schwer verwundet wurde, flieht er ins Zigeunerlager, wo er auch freundlich aufgenommen wird.

5.7. Hauptmanns Zelt

Die Zigeuner kümmern sich um seine Wunden. Sie zeigen ihm gegenüber ihre Bewunderung für seine Taten. Seine Verfolger sind inzwischen schon ganz in der Nähe. Man hört Schüsse. Götz wird verhaftet.

5.8. Adelheidens Schlafzimmer

Adelheid und Franz erfahren davon und Adelheid gibt Franz den Auftrag Weislingen zu vergiften. Da dieser von ihr hörig ist, hat er damit keinerlei Probleme.

5.9. Heilbronn; vorm Turn

Die Bauern befolgen nicht die Anweisungen von Götz und brennen weiterhin Dörfer ab. Sie metzeln ganze Dörfer ab. Elisabeth und Lerse hören davon und fürchten sich. Ihr einziger Lichtblick ist Weislingen, den sie hoffen mit Maries Hilfe zu finden und ihn überreden zu können, ihnen zu helfen.

5.10. Weislingens Schloss

Weislingen, der sich krank und schwach fühlt, hat Albträume und macht sich Gedanken über das Todesurteil von Götz. Plötzlich tritt Maria in den Raum und bettelt um das Leben Ihres Bruders. Weislingen ruft Franz mit dem Todesurteil zu sich und zerreißt es. Franz sagt Weislingen das er von seiner Frau vergiftet worden ist und sterben muss. Danach rennt er schreiend aus dem Raum und stürtzt sich aus dem Fenster. Weislingen kann es nicht glauben und bittet Maria zu gehen. Doch sie bleibt bei ihm und betet für ihn und seine Seele.

5.11. In einem finsteren engen Gewölbe

Der Kläger klagt Adelheit von Weislingen wegen Ehebruchs und Vergiftung ihres Mannes durch den Knaben an. Nach der Anklage wird Adelheit von Weislingen von den Ältesten zum Tode verurteilt.

5.12. Hof einer Herberge

Lerse möchte bis zum nächsten Morgen rasten, doch Maria will weiter. Sie hat keine Ruhe bis sie ihren Bruder gesehen hat.

5.13. Heilbronn; im Turn

Elisabeth ist bei ihrem Mann um sich um seine Wunden zu kümmern. Doch Götz hat nicht mehr viel Lebenswillen. Er sagt, wen Gott niederschlägt der richtet sich selbst nicht wieder auf. Er bittet Elisabeth den Wächter zu fragen, ob er bei diesem sonnigen Tag noch einmal die reine Luft unter dem heiteren Himmel genießen dürfe.

5.14. Gärtchen am Turn

Maria und Lerse Kommen im Turn an. Götz erfährt das Georg, nach dem er so oft gefragt hat, tot ist. Er sagt Lerse das ihn sein Angesicht in der Stunde des Todes mehr erfreut als im mutigsten Gefecht. Dann stirbt Götz von Berlichingen.

Details

Seiten
13
Jahr
2000
Dateigröße
421 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v100136
Note
Schlagworte
Goethe Johann Wolfgang Götz Berlichingen

Autor

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Titel: Goethe, Johann Wolfgang von - Götz von Berlichingen