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Next Generation Internet - Darstellung, Entwicklungstendenzen, wirtschaftliche Bedeutung, Vor- und Nachteile

Seminararbeit 2001 55 Seiten

Informatik - Wirtschaftsinformatik

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

A.Einführung
I. Das Medium Internet
II. Historische Entwicklung und Aufbau des Internets
III. Zielsetzung dieser Arbeit

B. Grundlagen
I. Begriffsdefinition Next Generation Internet
II. Arten von Internetverbindungen
a. Analogmodems
b. ISDN
c. PowerLine
d. Kabelmodems
e. xDSL
1. ADSL (Asymmetric Digital Subscriber Line)
2. HDSL (High Data Rate Digital Subscriber Line)
3. SDSL (Single Line Digital Subscriber Line)
4. VDSL (Very High Data Rate Digital Subscriber Line)
f. Funktechnologien
1. Satellitentechnologie
2. UMTS
3. Richtfunk
g. Multiplexing-Techniken
h. Glasfasernetze und B-ISDN
III. Übersicht der Internetzugänge

C. Die Bedeutung neuer High-Speed-Netze für die effiziente Nutzung von Unternehmensressourcen
I. Wirtschaftliche Bedeutung und Anwendungsmöglichkeiten der Hochgeschwindigkeitsnetze 19 a. Virtual Private Network
b. Internet-Telefonie
c. Virtual Reality
d. Videoconferencing
e. Streaming / Real Media
f. Application Service Providing
II. Auswirkungen auf Organisationsstrukturen
a. Teleworking
b. Virtuelle Unternehmen
III. Entwicklungstendenzen und Aussichten

D. Zusammenfassung und Beurteilung

Abbildungsverzeichnis:

Abb. 1: skyDSL in der Anwendung

Abb. 2: Richtfunk

Abb. 3: Formen des Teleworking

Abb. 4: Virtuelle Unternehmungen

Abb. 5: Die virtuelle Fabrik

Tabellenverzeichnis:

Tab. 1: Entwicklung des Internet

Tab. 2: xDSL im Überblick

Tab. 3: Multiplexing-Dienste in der Übersicht

Tab. 4: Übersicht Internetzugänge

Tab. 5: Vor- und Nachteile von Teleworking

Abkürzungsverzeichnis:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Literaturverzeichnis:

Zeitschriften sind in vereinfachter Form zitiert worden nach dem Schema x(y)z. Dabei steht x für den Verlagsjahrgang – sofern dieser für die Zeitschrift geführt wird, y für das Erscheinungsjahr und z für die Heftnummer.

Alpar, P.: (Kommerzielle Nutzung)

Kommerzielle Nutzung des Internet; Unterstützung von Marketing, Produktion, Logistik und Querschnittsfunktionen durch Internet, Intranet und kommerzielle Online-Dienste; 2. Auflage Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York, 1998

Bauer, Stephan: (Die Kraft des Samurai)

Die Kraft des Samurai, Artikel in „EURO am Sonntag“ vom 03.12.2000

Berezak-Lazarus, Nadine: (ADSL)

ADSL – Auf der Überholspur durch die Multimedia -Welt, 1. Auflage MITP-Verlag, Bonn, 1999

Bergmann, Fridhelm / Gerhardt, Hans -Joachim: (Handbuch der Telekommunikation)

Handbuch der Telekommunikation

Carl-Hanser-Verlag, München-Wien, 2000

Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung: (Telearbeit)

Broschüre „Telearbeit“, Sept. 2000

Download unter http://www.bma.de/download/broschueren/a199.pdf

Chimi, Emanuel: (High-Speed Networking)

High-Speed Networking – Konzepte, Technologien, Standards Carl-Hanser-Verlag, München-Wien, 1998

Fink, Dietmar, Prof. Dr. / Wilfert, Arno, Dr.: (Handbuch Telekommunikation und Wirtschaft)

Handbuch Telekommunikation und Wirtschaft; volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Perspektiven

o. Verlag, o. O., o. Jahresangabe

Goldman, S. / Nagel, R. / Preiss, K. / Warnecke, H.-J.: (Wettbewerb)

Agil im Wettbewerb – Die Strategie der virtuellen Organisation zum Nutzen des Kunden

Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg-New York, 1996

Krystek, U. / Redel, W. / Reppegather, S.: (Virtuelle Organisationen) Grundzüge virtueller Organisationen – Elemente und Erfolgsfaktoren, Chancen Und Risiken

Gabler-Verlag, Wiesbaden, 1997

Lehner, Franz / Dustdar, Schahram: (Telekooperation)

Telekooperation in Unternehmen Gabler Verlag, Wiesbaden, 1997

Menke, Arno / Libowski, Katja: (Virtuelle Unternehmen)

Begriffsbildung und Systematisierung virtueller Unternehmen – eine empirische Studie (04.12.2000)

Download unter http://www.rrz.uni-hamburg.de/VU/systemvu.zip

Reischl, Gerald: (Mobile Revolution)

Die mobile Revolution: Das Handy der Zukunft und die drahtlose Informationsgesellchaft

Wirtschaftsverlag Überreuter, Wien, 1999

Rensmann, J.H. / Gröpler, K.: (Telearbeit) Telearbeit - Ein praktischer Wegweiser Springer-Verlag, Berlin-Heidelberg, 1998

Savage, Charles M.: (Management)

Fifth Generation Management, 2. Auflage Butterworth-Heinemann, o. O., 1996

Voß, Werner: (Telearbeit)

Telearbeit – Erfahrungen, Praktischer Einsatz, Entwicklungen Carl-Hanser-Verlag, Müchen-Wien, 1998

de Vries, Jan: (Business-Lösungen)

Business-Lösungen mit Handy, PC, ISDN: strategische Telekommunikation für Mittelstand und Small Office, 3. Auflage

Hüthig, Heidelberg, 1998

Wolter , Hans -Jürgen / Wolff, Karin / Freund, Wener: (Virtuelle Unternehmen) Das virtuelle Unternehmen – Eine Organisationsform für den Mittelstand Gabler Verlag, Dt. Universitäts-Verlag, Wiesbaden, 1998

Internetquellen-Verzeichnis:

Internetadressen werden nach dem verkürzten Schema URL x (y) zitiert. Dabei steht x für den Titel des Dokumentes und y für das Abrufdatum der URL.

„A+Net Internet Services“ (27.02.2001)

http://www.abac.com

„Anwendungen von Virtual Reality in einem Unternehmen“ (13.02.2001)

http://www.ikb.mavt.ethz.ch/projects/fmea/chapter/anwendungenvr.html

„Application Service Providers“ (16.02.2001)

http://www.stardock.net/media/asp_primer.html

„B-ISDN – Das diensteintegrierende Netz der Zukunft“ (09.02.2001) http://wwwhn.telematik.informatik.uni-karlsruhe.de/lehre/vorlesungen/ V_HLK_Folien_SS99/kap03/

„Breitband-ISDN – Vorlesung von Gunnar Osterode“

http://www.in.fh-merseburg.de/~hoppel/Fremdberichte/Breitband_ISDN/ breitband_isdn_gl.htm

„Cable Modem Frequently Asked Questions“ (08.01.2001)

http://help.earthlink.net/techsupport/cable/faq/faq.html

„Consultants Info“ (08.01.2001) http://w3.siemens.de/ic/networks/support/consult/consult.alt/archiv964/con_supd/con_ info/pckommun.htm

„DaFu – Datenfunk in Deutschland (UMTS) “

http://www.dafu.de/redir/redir -umts.html

„Das Internet-ABC“ (06.02.2001)

http://www.goerres.de/projekte/Internet-ABC/internet.htm

„Deutsche Telekom AG“ (09.02.2001)

http://www.telekom.de/dtag/ipl1/cda/level2_a/0,3679,231,00.html

„Die Internetgesellschaft“ (13.02.2001)

http://wwwbrauer.informatik.tu-muenchen.de/seminare/internet/SS99/thesenpapiere/ ausarbeitung11.html

„Die Zeitgeschichte des Internet“ (06.02.2001)

http://www.michaelkaul.de/Geschichte/geschichte.html

„dotcom.com: Facts and Stats: Quick Stats“ (06.01.2001)

http://www.dotcom.com/facts/quickstats.html

„Everything T1 - Free T1 Info“ (08.02.2001)

http://www.everythingt1.com

„GLOSSAR.de “ (07.02.2001)

http://www.glossar.de/glossar/z_modem.htm#Kabelmodem http://www.glossar.de/glossar/z_adsl.htm

„HTOB 97: Thesenpapier der VRG zur Telearbeit“ (17.02.2001)

http://wwwspies.informatik.tu-muenchen.de/gi/ak/vrg/thesen.html

„Internet Domain Survey, July 2000“ (06.02.2001)

http://www.isc.org/ds/WWW-200007/index.html

„Internet2“ (06.02.2001)

http://home.t-online.de/home/ifkom-da/internet2.htm

„Internet Telefonie“ (13.02.2001) http://www.spiegel.de/netzwelt/telekommunikation/0,1518,94695,00.html (I) http://www.spiegel.de/netzwelt/telekommunikation/0,1518,68007,00.html (II)

„KLCom – Videokonferenz MCU“ (15.02.2001)

http://www.klcom.de/dprod25.htm

„PowerLine“ (09.02.2001)

http://www.nein -zu-powerline.de (I)

http://www.nein -zu-powerline.de/Download/Serienreife/serienreife.html (II)

„Satelliten-Videokonferenz“ (15.02.2001)

http://www.picturetel.de/presse/telemed.htm

„skyDSL bei STRATO“ (07.02.2001)

http://www.strato.de/cgi-bin/partner.pl/815234/skydsl/index.html

„SONET/DSH Background“ (08.02.2001)

http://www.altera.com/html/mega/solutions/s-alt -sonet-bkgrnd.html

„Statement zum Panel Virtuelle Unternehmen“ (19.02.2001)

http://www.orga.uni-sb.de/bibliothek/artikel/panel.html

„Subscribing to your software“ (16.02.2001)

http://people.mw.mediaone.net/bwardell/article_softwaresubscriptions.htm

„T1“ (08.02.2001)

http://www.dcbnet.com/notes/9611t1.html

„The Year of VPN“ (13.02.2001)

http://www.nwfusion.com/columnists/0222current.html

„Tom’s Hardware Guide: Business Report - PowerLine“ (07.02.2001)

http://www.tomshardware.de/business/99q4/991227/index.html

„Vernetzung“ (06.02.2001)

http://www.lwi2.wiwi.uni-frankfurt.de/sfb403tpa3/vernetzung/vernetzung.htm

„Virtual Reality als Komponente multimedialer Informationssysteme“ (13.02.2001)

http://www.fh-wuerzburg.de/fh/fb/bwl/Offiziel/BWT/pages/pp/1/zilker.htm

„Virtuelle Fabrik“ (20.02.2001)

http://www.virtuelle -fabrik.org

„Virtuelle Unternehmen“ (19.02.2001)

http://www.rrz.uni-hamburg.de/VU/vu.htm

„Voice over IP“ (13.02.2001)

http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,83620,00.html

„Voice over IP im Stadtarchiv Passau“ (13.02.2001)

http://www.kmz.de/voice-over-ip/presseerklaerung1.htm

„ZDNet News – Neue Site für T-DSL-Kunden auf der Warteliste“ (20.02.2001)

http://www.zdnet.de/news/artikel/2001/01/26011-wc.html

A. Einführung

I. Das Medium Internet

Das Internet - als sogenanntes „neues Medium“ – stellt in seiner heutigen Form ein globales Netzwerk dar, das aus vielen kleinen und kleinsten, in sich abgeschlossenen Subnetzwerken besteht und diese über gemeinsame Datentransferprotokolle koordiniert. Es besitzt keine zentrale Steuerungseinheit, sondern die einzelnen Datenpakete suchen sich selbsttätig den schnellstmöglichen Weg zum Ziel1. Alle Transaktionen im Netz laufen nach dem Client/Server-Prinzip ab, bei dem Clients den Informationsabruf tätigen und die Server Informationen und Dienste zur Verfügung stellen. Neben der gebräuchlichsten Form des Daten- und Wissenstransfers, dem HTTP-Dienst mit dem Basisprotokoll TCP/IP zur Übertragung von Internetseiten an den Browser des jeweiligen Nutzers, bietet das Internet eine Reihe von weiteren Zusatzdiensten wie FTP, Telnet, Gopher/Archie, News oder IRC (Erläuterung

s. Abkürzungsverzeichnis), um hier nur einige beispielhaft zu nennen.

Der wohl meistgenutzte Dienst des Internet ist electronic mail (E-Mail), der das Empfangen und Versenden von Dokumenten im Internet ermöglicht. Allerdings hat sich das erwartete Einsparungs- potenzial in den Unternehmen durch diesen Dienst bisher nicht als vollständig realisierbar erwiesen.

Insbesondere in den letzten Jahren hat dieses Medium einen besonders starken Bedeutungszuwachs erhalten und auch im Bereich der privaten Nutzung Einzug gehalten. Nicht zuletzt ist dies den - durch EU-Initiative - gesunkenen Telekommunikationskosten zu verdanken, die einen günstigen Zugang zum Internet ermöglichen. Dies stellt für Unternehmen ein großes Wachstumspotenzial dar, das bisher nur zum Teil und branchenspezifisch genutzt wird. Doch auch im Beschaffungsbereich und in der Kooperation und Interaktion von Unternehmen selbst bieten sich neue, bisher noch kaum realisierte Möglichkeiten für die Wirtschaft.

Mit der Verbreitung von Breitbandinternetzugängen werden sich, insbesondere für den Mittelstand, neue Möglichkeiten bieten eigene Stärken zu nutzen und neue Potenziale für das Wachstum des Unter- nehmens zu nutzen.

II. Historische Entwicklung und Aufbau des Internets

Im Folgenden soll die Entwicklung des Internet anhand einiger ausgewählter Stationen dargestellt werden. Dazu wird, in Anlehnung an P. Alpar, die Entwicklung des Internet in vier Phasen2unterteilt:

- Experimentierphase (1969-1982)
- Skalierungsphase (1983 – 1991)
- Universelle und globale Anwendung (1992 – 1997)
- Allgegenwärtiges Internet (1998 – heute)

Experimentierphase:

Diese Phase umfasst den Zeitraum von 1969 bis 1983, beginnend mit der Inbetriebnahme des ARPANET3, das als Ausgangspunkt des Internet betrachtet werden kann. Das ARPANET begann als ein Netzwerk mit 4 Knotenrechnern4, die an den Universitäten in Utah, Santa Barbara (Kalifornien), Los Angeles und dem Stanford Research Institute standen. Ray Tomlinson führt mit seinem selbst- entwickelten E-Mail-Programm das bekannte „@“-Zeichen ein, welches die Bedeutung „bei“ tragen soll, um die Benutzer eines Servers eindeutig zu adressieren5.

1973 zählt das ARPANET bereits 2000 Benutzer und ein Jahr später folgte die Entwicklung des TCP, der Basis der Standardprotokollfamilie TCP/IP, welches bis zum heutigen Tage Anwendung findet. Im März 1978 wird TCP zu TCP und IP gesplittet und daraus der angesprochene Standard entwickelt. Zu Beginn der 80er Jahre entstanden eine Reihe weiterer Netze, die durch die Einführung und voll- ständige Realisierung von TCP/IP, 1983 einen einheitlichen Kommunikationsstandard erreichten.

Skalierungsphase:

In dieser Phase wurde das Internet einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, was insbesondere durch die Integration von TCP/IP in das UNIX-Betriebssystem, das trotz gewisser Anpassungen auch heute noch weitverbreitet ist, begünstigt wurde. Mit der Auftrennung des ARPANET in das militärische MILNET und das öffentliche ARPANET und der Einführung eines Domain-Adressen-Systems 1986

wurde die Grundlage für das starke quantitative Wachstum der Folgejahre gelegt. Am 15. März 1985 wird symbolic.com die erste registrierte Domain und legt somit den Grundstein für das heutige globale Domainregistrierungssystem.

Das NSFNET wird 1986 mit einer Backbone-Geschwindigkeit von 56 KBit/sec gegründet und stellt das erste „Hochgeschwindigkeits-Netzwerk“ dieser Zeit dar. Es wird allerdings bereits 1988 auf 1,544 MBit/sec ausgebaut. Im gleichen Jahr wird der Dienst IRC, der die Vorstufe der multimedialen Anwendungen darstellt, von Jarkko Oikarinen entwickelt. Bereits 1991 wird das NSFNET auf eine Bandbreite von 44,736 MBit/sec erweitert, was dem T3-Standard in den USA entspricht.

Universelle und globale Anwendung:

Mit der Entwicklung und Einführung des WWW-Dienstes 1992 und der Gründung der Internet Society (ISOC), die als koordinierende Stelle die weltweiten Netzwerken durch gemeinsame Standards zusammenführte, beginnt die Phase der Kommerzialisierung des Internets. Während die bis- herige Entwicklung größtenteils in den USA ablief, so bilden sich in dieser Phase auch größere Netzwerkverbünde und Backbones in Europa (z.B. DFN, WIN). Nachdem der damals wichtigste Datenweg in den USA, der NSF-Backbone, privatisiert wurde, war es möglich auch kommerzielle Inhalte über dieses Netz zu verteilen. Auch in Deutschland gab es heftige Diskussionen um die Freigabe des Internets für andere Benutzer als Forschungseinric htungen.

1995 tritt die Firma SUN Microsystems mit der von ihr entwickelten Programmiersprache JAVA an die Öffentlichkeit. JAVA entwickelt sich im Laufe der Folgejahre zu einer der wichtigsten Sprachen im Bereich des World Wide Web. Mit der Gründung der Firma Netscape im gleichen Jahr entwickelt sich ein heftiger Wettbewerb mit Microsoft im Software- und insbesondere im Browser-Bereich. Dies führt zu schnellen Fortschritten in dieser Technologie und bewirkt eine größere Akzeptanz des Internet in der Öffentlichkeit. Auch werden in dieser Zeit die ersten Streaming-Verfahren entwickelt, die einen Echtzeit-Datentransfer und somit Multimedia -Anwendungen im großen Rahmen ermöglichen.

Allgegenwärtiges Internet:

Seit 1998, und hier im speziellen der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte und der Ver- breitung höherer Bandbreiten auf Seiten der Benutzer und auch im Bereich der Backbones, kann man das Internet als ubiquitäres Medium betrachten, das das Alltagsleben sowohl im Beruf als auch im Privatleben bestimmt. Die Absicherungsmöglichkeiten, durch sichere Übertragung mittels SSL- Verschlüsselung und neue Dienste wie die Internet-Telefonie, ermöglichen ein erweitertes und viel- fältiges Anwendungspotenzial des Internets.

1999 wird das Internet26, mit einer Übertragungsrate von 2,4 GBit/sec (entspricht etwa der 39.000- fachen ISDN-Bandbreite), an die europäischen Netze angebunden. Im gleichen Jahr wird das

„SETI@Home“-Projekt gestartet, bei dem, über ein eigens entwickeltes Programm, die Rechneraus- lastung bei der Analyse von gesammelten Daten auf viele Millionen Rechner im Internet verteilt werden soll.

Die rasante Entwicklung des Internet lässt sich sehr deutlich in der folgenden Statistik der registrierten Hosts7, Sites8und Domains erkennen und belegen.

Tab. 1: Entwicklung des Internet

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

*) Schätzwerte auf Basis von „dotcom.com: Facts and Stats: Quick Stats“ (06.02.2001), da genaue Daten nicht verfügbar waren

**) Stand vom Juni 2000

Quelle: „Die Zeitgeschichte des Internet“ (06.02.2001), „Das Internet-ABC“ (06.02.2001), eigene Zusammenstellung

[...]


1 vgl. „Das Internet ABC“ (06.02.2001)

2 vgl. Alpar (Kommerzielle Nutzung), S. 13-20

3 Advanced Research Projects Agency (ARPA) [später „Defense Advanced Research Projects Agency“ (DARPA)], Behörde in den USA zur Erforschung von zuverlässiger Datenübertragung, vgl. auch Alpar (Kommerzielle Nutzung), S. 13 – 14; das ARPANET war das erste Netzwerk, das von der ARPA entwickelt wurde

4 vgl. „Die Zeitgeschichte des Internet“ (06.02.2001)

5 vgl. „Die Zeitgeschichte des Internet“ (06.02.2001)

6 vgl. „Internet2“ (06.02.2001), entspricht einem mikrokosmischen Spiegel der bestehenden Internetarchitektur, zu Testzwecken eingerichtet um insbesondere drei Themen experimentell zu bearbeiten: Augmentation (unterschiedliche Prioritäten bei der Übertragung von Audio und Video), Busy-Signals (Einwahlregelungen bei Überlastung des Netzes) und Multicasting (Lösung von Routing-Problemen)

7 Computersysteme, die in permanenter fester Verbindung mit dem Internet stehen

8 Anzahl der Webserver, wobei ein Host mehrere Sites haben kann aufgrund von unterschiedlichen Domains bzw. Portnummern

Details

Seiten
55
Jahr
2001
Dateigröße
618 KB
Sprache
Deutsch
Katalognummer
v100004
Institution / Hochschule
Fachhochschule Worms
Schlagworte
Next Generation Internet Darstellung Entwicklungstendenzen Bedeutung Vor- Nachteile Produktion Organisation Internationaler Unternehmen

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Titel: Next Generation Internet - Darstellung, Entwicklungstendenzen, wirtschaftliche Bedeutung, Vor- und Nachteile